Gedenkraum
Geschrieben von Florian Seiffert - 8. September 2010
Es gibt sicher Verstorbene unserer Gemeinden, an die niemand mehr denkt. Manchmal hat man das Glück, sie dem Vergessen ein wenig zu entreißen. Dies geschieht vielleicht, wenn man auf einen Totenzettel von ihnen stößt.
Mein Flittarder Freund Thomas Schmitz wies zu Beginn des Jahres in einem Artikel in “Flittard Intern” auf Totenzettel als genealogische Quelle hin und bat darum alte Totenzettel nicht in den Müll zu werfen, sondern ihm zur Auswertung zur Verfügung zu stellen. Thomas’ Aufruf hatte Erfolg und er bekam von Maria Mandt leihweise eine wunderbare Sammlung von Totenzetteln zur Verfügung gestellt. Ich bat um diese Sammlung, denn mir schwebte schon seit einiger Zeit vor, Totenzettel im Internetauftritt unserer Pfarrei zum Gedenken an unsere Verstorbenen zu nutzen. Ich digitalisierte die Totenzettel zusammen mit der Sammlung von Thomas und meiner eigenen. Zusammen kommen wir so auf 278 Totenzettel.
Auf christen-am-rhein.com gibt es nun einen “Gedenkraum”, wo die Bilder der Totenzettel versammelt sind. Auf der Eingangsseite (Homepage) wird – sofern vorhanden – auf die sich jährenden Todestage verwiesen. So ist es möglich, den häufigen Bitten auf den Totenzetteln “Wir empfehlen seine liebe Seele dem hl. Opfer der Priester und dem frommen Gebet der Gläubigen, damit sie ruhen in Frieden.” auch in der heutigen Zeit nachzukommen.
Wenn Sie möchten, dass auch Ihren lieben Verstorbenen auf diese Weise gedacht wird, schicken Sie Ihre Totenzettel bitte an:
Florian Seiffert
Werthstr. 4
53332 Bornheim
Oder schicken Sie ein Digitalisat Ihres Totenzettels per EMail (Florian.Seiffert@gmx.net) an mich. Sie können Briefumschläge mit Ihren Totenzetteln auch über das Pfarrbüro St.Hubertus an mich weiterleiten. Der Service ist für Sie selbstverständlich kostenlos.
Vielleicht kommt mit der Zeit eine größere Sammlung zusammen und unsere Verstorbenen freuen sich im Himmel über ein kurzes Gebet, ein Lächeln oder auch nur ein “stimmt heute ist ja sein Todestag” von uns hier unten.
Florian Seiffert
