Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Legende des Marienbildes von Stammheim

Geschrieben von Florian Seiffert - 15. Februar 2011

Sabine Grunthal mailt uns einen weiteren Beitrag zum Stammheimer Gnadenbild. Danke schön! Bitte schicken Sie weitere Legenden, Fakten, Informationen, andere Überlieferungen bitte an Florian.Seiffert@gmx.net.

Gnadenbild Stammheim

Gnadenbild Stammheim

Wegen des Marienbildes, das vorne in der Seitenkapelle steht, ist die Kirche St. Mariä Geburt seit mehreren Jahrhunderten eine Wallfahrtskirche. Die Fenster rechts und links neben dem Haupteingang und vorne rechts in der Apsis der alten Kirche erzählen die Legende des Marienbildes: Im 15. Jahrhundert (eine genaue Datierung des Standbildes lässt sich nicht finden) trieb das Marienbild mit einem Frühlingshochwasser im Rhein und verfing sich an den Wurzeln einer Weide in Höhe des Stammheimer Ufers. Die Menschen aus dem kleinen Fischerdorf brachten das Bild nach Mülheim, um es dort in der größeren und würdigeren Kirche von St. Clemens unterzubringen. Dort war man allerdings erstaunt, dass das Bild jeden Morgen umgefallen in der Kirche lag, auch wenn man es immer wieder neu aufstellte. So kam man auf den Gedanken, dass das Bild offensichtlich nicht in Mülheim stehen wollte. Man übergab das Bild also wieder dem Rhein und mit der Strömung trieb es bis Stammheim und verfing sich in der gleichen Wurzel, wo es auch beim ersten Mal hängen geblieben war. Dies nahm man als Zeichen und stellte es in der Kirche von Stammheim auf, wo es bis heute geblieben ist.

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