Maria Wermter mailt:
Die Fastenaktion von MISEREOR greift in diesem Jahr ein Thema auf, mit dem wir uns alle bestens auskennen: Das Wohnen.
Ein Zuhause zu haben, das ein angemessenes Leben ermöglicht, ist allen ein Grund- bedürfnis, ein Menschenrecht. Denn jeder Mensch braucht einen Platz zum Leben, zum Schlafen, zum Kochen und zum Essen. Vielen Menschen auf der Welt ist aber dieses Menschenrecht verwehrt. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Davon lebt ca 1 Milliarde in Elends- oder Armutsvierteln der Städte auf den Südkontinenten unter katastrophalen Bedingungen, unter Wellblech, ohne Elektrizität und sauberes Trinkwasser, ohne Jobs und Perspektiven. Dazu sind sie mit ihren Familien ständig von Vertreibung bedroht. Denn Bauland ist rar in den Metropolen und daher sind die Bewohner der Elendsviertel die ersten, die neuen Bauprojekten weichen müssen.
Die MISEREOR-Fastenaktion möchte daher unter dem Leitwort
„Menschenwürdig leben. Überall!“
auf dieses weltweite Armutsproblem hinweisen. In vielen Ländern unterstützt MISEREOR die Menschen in ihrem Bemühen um ein würdiges Zuhause.
Wie erfolgreiche Projekte in Nairobi, Lima und Phnom Penh zeigen, gibt es zahl-reiche Möglichkeiten ihnen solidarisch zur Seite zu stehen und ihre Projekte zu unterstützen: z.B. ein dauerhaftes Bleiberecht erwirken, eine kleine Ambulanz in einem Armenviertel errichten oder die hygienischen Bedingungen durch den Bau einer Kanalisation verbessern. Und was hat das mit mir zu tun?
Rotah, der junge auf dem Aktionsplakat, möchte in Phnom Penh lieber in die Schule gehe als seinem Vater bei der Arbeit zu helfen. Aber der braucht die Hilfe seines 11 Jährigen Sohnes um das Über leben der Familie zu sichern – zu schmal ist die Verdienstmöglichkeiten eines Einzelnen für die Familie.
Rotah weiß, ohne Schulabschluss hat er keine Chance, dem Slum zu entkommen.
Aber welche Möglichkeiten hat er?
Helfen Sie mit, dass er eines Tages in Würde leben kann, an einem sicheren Ort unter einem sicheren Dach.
Feiern Sie den MISEREOR-Gottesdienst mit und beteiligen Sie sich an der Kollekte in St. Bruder Klaus am Samstag, den 9.April um 17:30 Uhr
(Quelle: Misereor – Materialien zur Fastenaktion 2011, zusammengestellt von Maria Wermter)