Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Stufen des Lebens – Farbe kommt in dein Leben

Geschrieben von Florian Seiffert - 26. Juni 2011

Elke Niederehe mailt:

An vier Abenden kamen wir in der Fastenzeit zusammen, um uns vom Thema inspirieren zu lassen. Moderatorinnen waren in diesem Jahr wieder Marion Campmann, Karin Mallon, Martina Nesgen und Regina Paul. Sie brachten uns in Gesprächen, kreativen Aktionen sowie im Nachdenken einige Bibelstellen näher. In wunderschönen Bodenbildern, die im Laufe des Abends immer bunter wurden, erschlossen sich uns die Zusammenhänge.

Am ersten Montag überlegten wir, was unser Leben farblos und grau macht. Wir beschäftigten uns in Markus 10, 46-52 mit der Geschichte des blinden Bartimäus, der schreiend auf sich aufmerksam macht, von Jesus gerufen wird und am Ende von ihm geheilt sein Augenlicht zurück erhält. Auch wir können auf unserem Weg zu Jesus alles abwerfen, was uns belastet und unseren Alltag grau und farblos macht. Jesus will von uns hören, dass wir IHM unsere Nöte vorlegen. Er will uns helfen. Unser Glaube kann helfen, Farbe in unser Leben zu bringen.

Am nächsten Abend beschäftigte uns die Erinnerung an unsere Kindheit. Fotos animierten uns, darüber nachzudenken, was in unserer Kindheit farblos war und welche Begebenheiten wir in leuchtenden Farben in Erinnerung haben. In der Bibelstelle Markus 10, 13-16 hörten wir, wie wichtig die Kinder für Jesus sind. Als Jesus sieht, wie seine Jünger die Kinder wegschicken möchten, wird er unwillig und sagt zu seinen Jüngern: ‘Lasst die Kinder zu mir kommen und steht ihnen nicht im Wege. Den Kindern gehört Gottes Reich!’ Er ermahnt die Jünger: ‘Wenn ihr das Reich Gottes nicht so annehmen wollt wie ein Kind, dann werdet ihr nicht hinein kommen!’ Mit diesen Worten schließt er die Kinder in seine Arme, legt ihnen seine Hände auf den Kopf und segnet sie. Wir sind alle Gottes Kinder und wir sind Gott wichtig. Wir können uns darauf verlassen, dass Gott uns aushält mit all unseren Fehlern und Schwächen.

Der dritte Abend behandelte die Auferstehung. Wir hörten über die depressive, schaffenslose Phase von Georg Friedrich Händel. Doch bei der Komposition seines Oratoriums „Der Messias“ kam Händel zu der Erkenntnis, dass Jesus lebt; Kraft, Schaffensdrang und Farbe kehrten in sein Leben zurück. Zentrale Bibelstelle an diesem Abend war Johannes 20, 1 und 11-18. Maria Magdalena ist verzweifelt, weil sie glaubt, der Leichnam Jesus sei gestohlen worden. Jesus spricht sie an, aber sie erkennt ihn erst als Jesus sie bei ihrem Namen nennt. Maria Magdalena hat plötzlich und unerwartet erlebt, dass das Leben stärker ist als der Tod. Die Begegnung mit Jesus wird zum Wendepunkt in ihrem Glauben an Jesus und seine Verkündigung. Weil sie ihr Erlebnis mit Jesus weitergetragen hat, haben die anderen Jünger davon erfahren; hat die Bewegung um Christus nicht aufgehört, bevor sie angefangen hat, und hören wir auch heute die Mut machende Botschaft von der Auferstehung Jesus. Der Glaube an die Auferstehung und ein Leben nach dem Tod bringen Farbe in unser Leben.

Am letzen Themenabend beschäftigte uns die Frage, was uns im Alltag gefangen nimmt und ob wir uns in unserem eigenen Netz verstricken oder ob uns dieses Netz Halt gibt. Dort wo es uns einfängt und einengt, ist unser Leben grau und farblos. Wo uns der Alltag mit seinen Regelmäßigkeiten Struktur gibt, ist es bunt. Bibelstelle für diesen Abend war Johannes 21, 1-17. Jesus offenbart sich am See Genezareth ein drittes Mal. Nach Jesus erfolgreichem Rat, an einer bestimmten Stelle zu fischen, erkennt Petrus Jesus als erster. Jesus fragt Petrus dreimal nacheinander: ‘Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? ‘ und dieser bejaht zweimal. Darauf gibt Jesus ihm zweimal den Auftrag: ‘Weide meine Lämmer!’ Beim letzten Mal wird Petrus traurig, dass Jesus ihm zum dritten Mal diese Frage stellt und antwortet: ‘Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe.’ Jesus spricht zu ihm: ‘Weide meine Schafe! ‘Petrus weiß jetzt, dass Jesus ihm vergeben hat, und dass er ihn erneut beauftragt, Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. Wenn Gott mit Petrus und seiner Schuld fertig wird, dann gewiss auch mit uns und unserem Versagen. Diese Gewissheit bring Farbe in unser Leben.

Die Themenreihe endete mit einem zusätzlichen fünften Abend, an dem wir gemütlich beisammen saßen, klönten und uns am bunten Buffet labten. Ein herzliches Dankeschön für die nachdenklichen und farbenfrohen Fastenabenden!

Elke Niederehe

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: