Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Der Rosenkranz – Seine Geschichte und seine Bedeutung

Geschrieben von Florian Seiffert - 27. Juni 2011

Pfarrer Cziba mailt:

Der Rosenkranz ist seit dem Spätmittelalter bis in unsere Zeit eine Gebetsform für einzelne und Gruppen, hat sich aus alten Mariengebeten entwickelt. Die Verbindung einer Gebetsschnurr mit 15 „Vater-unser“, 15 mal 10 „Ave-Maria“ und 15 „Ehre sei dem Vater“, womit die Betrachtung von 15 Geheimnissen des Jesusgeschehens verbunden ist (= ganzer Rosenkranz – im Gegensatz zum heutigen üblichen Rosenkranz mit 5 Geheimnissen) wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch den Kölner Dominikanerprior J. Sprenger zur Grundlage des Rosenkranzes gemacht. 1475 gründete er in Köln die erste Rosenkranzbruderschaft, dessen 15 Geheimnisse (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz) seit 1483 bis heute im wesentlichen gleich geblieben sind. Legendarisch setzte sich die Meinung durch, der hl. Dominikus habe aus der Hand der Gottesmutter den Rosenkranz empfangen und sei Urheber der Rosenkranzbruderschaften. Die Dominikaner betreuen und pflegen seit jeher das Rosenkranzgebet in besonderer Weise. Der Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 wurde wesentlich dem Rosenkranz zugeschrieben, denn zur Zeit der Schlacht beteten in Rom die Rosenkranzbruderschaften um einen Sieg. Pius V. ordnete deshalb für den ersten Jahrestag des Sieges ein Marienfest an. Gregor XIII. gestattete 1573 allen Kirchen mit eigenem Rosenkranzaltar ein Rosenkranzfest am ersten Sonntag im Oktober. 1716, nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein wurde das Fest durch Clemens XI. auf die gesamte Kirche ausgedehnt. Leo XIII. ordnete für den Oktober eines jeden Jahres das tägliche Rosenkranzgebet an, und Pius X. schließlich legte das Rosenkranzfest wieder auf sein ursprüngliches Datum, den 7. Oktober, zurück. Heute ist es ein gebotener Gedenktag. Papst Johannes Paul II. führte im Jahre 2003 den lichtreichen Rosenkranz ein.
Den Rosenkranz in traditioneller Form als Gebetschnur – es gibt ihn auch als Rosenkranz-Gebetsring – existiert in unzählig unterschiedlichen Ausführungen, die nach dem Zeitgeschmack variieren. Zahlreiche Ordensleute tragen einen Rosenkranz an ihrem Gürtel. Der Papst schenkt sehr oft seinen Besuchern Rosenkränze mit einem Kreuz.

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