Steffen Kern mailt den Lektoren- und Kommunionhelfer/innen-Plan für St.Bruder Klaus 11.09.2011 – 18.12.2011:
Archiv für 14. September 2011
Lektoren- und Kommunionhelfer/innen-Plan bis 18.12.2011
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
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Bericht: XXVI. Weltjugendtag Madrid 2011
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
Christian Böhm mailt:
Tage der Begegnung in Barcelona
XXVI. Weltjugendtag Madrid 2011
Eine Reise nach Barcelona & MadridLeider waren im Vorfeld zum Weltjugendtag in Spanien nur wenige Jugendliche und junge Erwachsene aus unserer Gemeinde zur Teilnahme zu bewegen. So sollten es nur drei Pilger aus unserer großen Gemeinde werden, die die lange Reise nach Spanien antraten.
Trotzdem ließen wir uns die gute Stimmung nicht vermiesen und verkauften fleißig Kuchen nach den Messen, lernten Spanisch und ließen viele Kontakte zu Bekannten vom letzten Weltjugendtag wieder aufleben. So traten Anna und Julia Morawietz und Christian Böhm zusammen mit Sarah Meisenberg, die beruflich vom Erzbistum den WJT verfolgte, die Reise an.
So ging es in einer 24stündigen Busfahrt von Köln nach Barcelona, wo die Tage der Begegnung zur Vorbereitung auf den Weltjugendtag stattfanden. Einquartiert in einem Pfarrheim hatten wir vier Tage Zeit die Stadt zu entdecken. Da es in Pfarrheimen bekanntlich nur wenige Duschen gibt, entschlossen wir uns dazu, jeden morgen gegen sechs Uhr, vor allen anderen aufzustehen, schnell duschen zu gehen und mit der Bahn zur zentralen Essensausgabe für die 1600 Kölner Jugendlichen zu fahren. Von dort aus ging es jeden Tag in eine andere Ecke der Stadt, um dann zu Fuß die Gegend zu erkunden. Eine andere Gruppe besaß einen Schrittzähler und kam auf 18 km an einem Tag. Unsere Strecken waren kaum kürzer, wir haben nur nicht nachgemessen. Viel gab es zu entdecken und viel haben wir gesehen. Während andere den Strand suchten, sahen wir die vielen Häuser von Antoni Gaudi, machten eine Hafenrundfahrt, bestiegen die Columbus-Säule, sahen Barcelonas Sehenswürdigkeiten bei einer tollen Busfahrt in der Nacht und flanierten in den Ramblas. Wir wohnten der großen Messe im Olympiagelände und der Messe für die Kölner in der Sagrada Familia bei, aßen weit abseits der Touristenströme mit Einheimischen in einer kleinen Kneipe, besuchten mit den 1600 Kölnern die Vigil in der Santa Maria del Mar, genossen riesige Mengen Tapas am Hafen und wanderten zum Parc Güell mit dem Wohnhaus von Antoni Gaudi (er wurde übrigens von einer Straßenbahn überfahren) und seinen vielen Skulpturen. Es waren vier schöne Tage mit wenig Schlaf, kalten Duschen, vielen Begegnungen mit Einheimischen und Menschen aus aller Welt und viel Vorfreude auf den Weltjugendtag in Madrid. Außerdem lernten wir Regina Graß aus Heimersdorf kennen, die als Einzelreisende unterwegs war und fortan nicht mehr von unserer Seite wich.
Die Bustour nach Madrid verschlang fast einen Tag. Die Autobahn schien überfüllt mit Bussen Richtung Madrid, die Toiletten an den Raststätten waren es. Während der Fahrt kam dann über die Lautsprecher im Bus die schlechte Nachricht, dass wir entgegen aller früheren Zusagen nicht in Gastfamilien, sondern in Turnhallen untergebracht werden sollten. Dies war der Anfang von einer von Unvermögen und Dilettantismus geprägten spanischen Organisation. Wir hatten es dann noch gut. 750 Leute in einer Turnhalle scheint zwar recht viel, da wir aber auch den angrenzenden Sportplatz nutzen konnten, entzerrte sich alles etwas. Viele schliefen wegen der Temperaturen freiwillig, wie wir auch schon in Barcelona auf der Dachterrasse des Pfarrheims, unter freiem Himmel.
Trotzdem war auch hier Ausschlafen nicht möglich. Wieder ging der Wecker jeden Morgen gegen sechs Uhr vor allen anderen los. So konnten wir aber die Duschen und vor allem die Toiletten morgens allein nutzen und so entspannt in den Tag starten. Nach der Frühstücksausgabe (was definitiv zu sparsam gestaltet war) ging es zu den Katechesen mit den deutschen Bischöfen. Am ersten Tag ging es zum Puerta del Sol, einem zentralen Platz in der Innenstadt und weiter zum Eröffnungsgottesdienst. Auf dem Platz war noch ein „großes Hallo“ unter den Jugendlichen aus aller Welt (wir brauchten fast eine Stunde um von dem Platz runter zu kommen, da wir immer wieder angesprochen wurden. Dann mussten Gruppenfotos geschossen, Anstecker und Pins getauscht und auf den Pilgerrucksäcken unterschrieben werden). Die Stimmung war riesig, wie wir sie aus Köln und Sydney her kannten.
Weiter ging es dann zum Cibeles-Platz, wo die Unzulänglichkeit der spanischen Organisatoren sichtbar wurde. Für über 900.000 Leute beim Eröffnungsgottesdienst gab es nur eine (versteckte) Trinkwasserstelle, fünf Toilettencontainer, keine Medizinische Versorgung und Volontaire, die selber nicht wussten wo sie sich in der Stadt befanden. Auf dem Rückweg gab es dann keine Führung der Menschenmassen und auch für Autos war nichts abgesperrt, sodass sie sich durch die Menge kämpften. Highlight des Tages war aber definitiv unser Essen. Die Essensgutscheine lösten wir in einem 5-Sterne-Restaurant ein, welches sich an den Essensausgaben beteiligte. Für zwei Bons bekamen wir Entenkeule auf Erdbeermuss und einer Nusscreme zum Nachtisch. Am Abend kauften wir uns ein großes Schinkenbaguette im „Museo de Jamon“ (Schinkenmuseum). Das Schinkenmuseum wurde in den nächsten Tagen noch öfters von uns besucht.
Am zweiten Tag verzichteten wir dann auf die Papstankunft. Wie vielen anderen Kölner Pilger war uns die ganze Situation zu unsicher. Wir kümmerten uns stattdessen um die Kranken in unserer Unterkunft und verpflegten Sie und ihre Begleiter mit Essen vom nahen McDonald.
Von den Maltesern mit ihrem Notarzt, die unsere Kölner Gruppe begleiteten, hörten wir, dass sich die Situation bei der Papstankunft in der Stadt verbessert hätte. So zog es auch uns wieder in den großen Trubel. In der Stadt selber war es wieder sehr schön mit vielen Begegnungen. Die Fahrt mit der U-Bahn zum Parque del Retiro, wo den ganzen Tag über Jugendfestivals stattfanden, nahm dann aber ein jähes Ende in einem Fußgängertunnel. Nachdem wir aus der Bahn ausgestiegen waren, steckten wir für über eine halbe Stunde im Fußgängertunnel fest. Es ging gar nichts mehr, weder vor noch zurück, da die Bahnen fleißig neue Leute anlieferte. Es dauert lange bis wir uns zum gegenüberliegenden Bahnsteig vorgekämpft hatten und eine Bahn in die andere Richtung ergatterten. Mit dieser Bahn fuhren wir einfach bis zur Endstation in einen Park weit außerhalb der Stadt. Dort an einem See ließen wir den Tag einfach ausklingen.
Am letzten Tag vor der Papstmessen zog es uns trotzdem wieder in die Stadt. Allerdings in die weniger vollen Viertel. Nach einem deftigen Frühstück im „Museo de Jamon“, verlebten wir wieder einen schönen Tag mit einer langen Siesta in einem Park mit einem ägyptischen Tempel und wunderbaren Blick über die Stadt.
Aufgrund der Erlebnisse der letzten Tage entschieden wir uns, genug Verpflegung und Getränke mit auf das „spanische Marienfeld“ Quatro Vientos zu nehmen. Wegen der hohen Temperaturen von über 40 Grad im Schatten entschieden wir uns außerdem dazu, den Nachmittag im Schwimmbad zu verbringen und erst am späten Nachmittag „zum Papst zu gehen“.
So zogen wir Vier schwer bepackt mit einem zusätzlichen Lebensmittelrucksack und je einem 5l-Wasserkanister in der Hand los. Auf dem Weg trafen wir noch andere Kölner, so dass schnell eine große Gruppe zum Flugfeld zog. Die Stimmung war gut und die Vorfreude groß. Ab der Metrostation wuchs aber das Unbehagen. Die Ausschilderung war mies, wir wurden quer durch Wohngebiete geschickt in denen noch Autos fuhren (und das bei über 1,5 Mio. Menschen die den Papst sehen wollten), es gab weder Trinkwasser, noch sonstige Versorgung. Volontaire waren weit und breit nicht zu sehen.
Als wir dann endlich unseren Eingang gefunden hatten, war dieser geschlossen. Die Infos der Mitarbeiter waren nicht zu gebrauchen. Alles wurde behauptet, nur die Wahrheit nicht gesagt. Nach über drei Stunden Warten entschieden wir uns zum Rückzug. Gespräche mit vielen Menschen, die teilweise schon auf dem Feld waren und von chaotischen Zuständen sprachen, bestärkten uns in der Entscheidung wieder zurück zu fahren. So entgingen wir auch dem abendlichen Gewitter.
Da unsere Unterkunft offiziell erst am Sonntagnachmittag wieder öffnete, suchten wir Sarah Meisenberg in ihrem Hotel auf. Dort konnten wir duschen und ein wenig entspannen. Bei einem Bier im nahe gelegen Bistro bekamen wir nach langen Telefonaten die Adresse der Notunterkunft für unsere Kranken heraus. Dort wurden auch wir herzlich aufgenommen.
So endete ein für uns sehr enttäuschender Weltjugendtag. Aufgrund der Organisation sind uns und vielen anderen Pilgern viele Programmpunkte in Madrid entgangen.
Ein Lob gilt eindeutig der Kölner Wallfahrtsleitung, die sich hervorragend um uns gekümmert hat. So wurden für die Abschlussmesse extra Sonnenschirme gekauft, die sich drei Leute teilen sollten. Außerdem wurden in Madrid jeden Tag bei der Katechese über 800 1,5l-Flaschen Wasser verteilt. Es waren acht Malteser sowie ein Notarzt aus Neuss für unsere Gruppe zur Ersten Hilfe anwesend. Die Obergruppen- und Unterkunftsleiter waren jederzeit Ansprechbar und machten einen großartigen Job.Was im Nachhinein bleibt sind viele schöne Begegnungen mit jungen Menschen, die es ohne den Weltjugendtag nicht gegeben hätte. Zum nächsten WJT nach Rio de Janeiro werden wir wohl nicht fahren. Wir hoffen, dass der übernächste WJT wieder in einem europäischen Land stattfindet und dass sich dann wieder viele Menschen aus unserer Gemeinde für eine Reise zum Papst entscheiden.
Unter www.wirfahrennachmadrid.de gibt es ein Tagebuch von all unseren Erlebissen in Spanien.
Christian Böhm
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Ministrantenpost 1981
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
Kürzlich bekam ich eine alte Ausgabe der ‘Ministrantenpost’ geschenkt. Diese wunderbare alte Ausgabe gab seinerzeit die Messdienergruppe ‘Petrus’ von Walter Weichel heraus. Nach ein paar Ausgaben, verschwand die ‘Ministrantenpost’ leider wieder. Ein paar Schätze sind aber noch erhalten. Sollen Sie noch im Besitz alte Ausgaben sein, seien Sie bitte so nett und stellen sie mir leihweise zur Verfügung. Das Pfarrarchiv oder mein Archiv und ich würden uns sehr freuen.
Florian Seiffert

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… für das schönste Amt nach dem Papst
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
Der Diözesanrat schreibt mich an zum Thema: “Nikolaus Fortbildung 2011 – für das schönste Amt nach dem Papst”. Ich bitte alle Nikoläuse um Beachtung:
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Bericht vom Zeltlager BKS 2011
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
Christian Böhm mailt:
Fischbach-Zeltplatz. Der Weltjugendtag war für uns am Montagmorgen um 02:00 Uhr beendet. Nach 28stündiger Busfahrt waren wir aus Madrid zurück, hatten das Auto beladen, konnten endlich mal lang und warm duschen und bei Mutti lecker Essen. Schlafen war jetzt angesagt und das schnell, denn um 05:00 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem Frühstück ging es auf die Autobahn Richtung Zeltplatz. Nach dem Frühstück waren wir angekommen und wurden freudig begrüßt.
Zuerst mussten wir uns durch das Chaos in der Küche kämpfen, vieles spülen, für Ordnung sorgen und natürlich sofort mit dem Mittagessen anfangen. Frikadellchen für über 50 Mann (und Frau) wollten frisch gemacht werden. Die ersten drei Tage bekamen wir vom Lagerleben dann nicht viel mit. Wir räumten die Küche um und auf (der Bräter und zwei Gaskocher wanderten auf die Terrasse zum Freiluftkochen), spülten die in den vergangen Tagen gebrauchten Töpfe und kauften jeden Tag Unmengen an Lebensmitteln ein.Morgens schmierten wir bei aller Ruhe (wir standen etwa zwei Stunden vor allen anderen auf) Marmeladenbrote und kochten 10l Kakao. Nur unsere neuen Freunde, die Bienen vom Imker aus Fischbach, schwirrten um uns herum und freuten sich über die süßen Brote. Gestochen wurden wir trotz 20-30 Bienen am „Broteschmiertisch“ im ganzen Lager nie.
Am dritten Tag folgte dann die erste große Herausforderung.
Nachts flog ein Böller, die Pänz schrieen „PR“ und die Leiter flüchteten. Wir übernahmen kurzzeitig die Aufsicht über’s Lager und das allgemeine Durcheinander in der PR-Nacht nahm seinen Lauf. Nach zwei Stunden waren alle Leiter gefangen, viele gefesselt und die neuen Leiter erklärten den kleinen was denn heut los sei.
Für die Küche war viel los, denn die neuen Leiter verlangten als Abendessen Döner und als Nachtisch Fruchtspieße mit Schokolade für alle. Dies war bereits in Köln so abgesprochen worden, allerdings bleib der Tag bis zum Schluss geheim, so dass besonders viel Arbeit bei solch einem Essen an der Küche hängen bleibt. Es mussten Blatt- und Krautsalat, Petersilie, Tomaten, 3kg Zwiebeln und 5kg Fleisch klein geschnitten und das Fleisch angebraten werden.
Außerdem mussten für den Nachtisch über 50 Fruchtspieße (lob an die Mädels die alles in mundgerechte Happen geschnitten und aufgespießt hatten und dabei auch auf ihre Finger keine Rücksicht nahmen) hergestellt werden Gemeinsam schafften wir das und es war ein super PR-Essen, auch wenn es die Spieße wegen der blöden Schokolade erst nach der Lagerrunde gab.Auch der vierte Tag hielt eine Überraschung und eine neue Herausforderung für uns parat.
Wir hatten zwei „Wasgau“-Märkte leer gekauft. Alle Reibekuchenteigvorräte wanderten in unseren Einkaufswagen. Zusätzlich rieben wir noch 5 kg Kartoffeln in den Teig und verfeinerten ihn mit Zwiebelchen, Ei und Gewürzen. So warteten knapp 20kg Reibekuchenteig auf den Bräter und 50 hungrige Mägen auf die fertigen Rievkooche und Appelmöös.So langsam hatten wir uns auch eingelebt. Freizeit blieb zwar weiterhin ein Fremdwort für uns, aber es war nicht mehr so hektisch wie in den ersten drei Tagen.
Abends gab es immer herzhafte Brote und Rohkost. So mussten für jedes Abendessen 2 Gurken, 3-4 Paprika, 3 Kohlrabi und eine Handvoll Möhrchen klein geschnibbelt werden.
Und natürlich alle Brote wieder geschmiert werden. So wanderten jeden Tag über 10kg Brote in die hungrigen Bäuche der Lagerbewohner.Ein Postenlauf am Freitagnachmittag läutete dann das Wochenende ein. Wir mussten schauen, dass wir alle Lebensmittel, die wir bis Montagmittag brauchten, spätestens am Samstagmittag gekauft hatten. So sollte es den ersten Wochenendgroßeinkauf schon Freitags geben. Ein Platzregen mit großen Hagelkörnern trieb das ganze Lager unter unseren Unterstand an der Küche, wir flüchteten in unser Auto und in den trockenen Supermarkt. Als wir zwei Stunden später wieder am Platz waren, die Straßen waren mittlerweile abgetrocknet und die Sonne schien, war von unserer Küche nicht mehr viel zu sehen. Überall türmten sich Isomatten, Schlafsäcke und nasse Klamotten. Die komplette Mädchenseite mit allen Zelten wurde bei dem kurzen Schauer überschwemmt. Das Wasser floss durch die Zelte zum kleinen Bach. Wir mussten nun zwischen all den Klamotten versuchen eine warme Suppe für alle Teilnehmer zu kochen. Diese wurde dankbar angenommen. Während wir uns um das Abendessen kümmerten und arg platzbeschränkt (eigentlich war gar kein Platz mehr) die Brote schmierten, telefonierten die Leiter mit Feuerwehr, Bürgermeister und den Maltesern. Es wurde entscheiden, dass in der Nacht alle in der Sporthalle im Dorf schlafen, da noch ein weiteres Gewitter im Anzug war. So mussten wir das Abendessen in Windeseile herrichten, da für alle Pänz Busse organisiert wurden. Als alle weg waren, mussten wir noch eine Brotnotration schmieren, die später in die Turnhalle nachgeliefert wurde und alles vom Abend selber spülen.
Die Malteser aus Kaiserslautern versorgten derweil die Pänz mit Feldbetten und warmen Decken.
Am nächsten morgen war dann ebenfalls besondere Eile geboten. Das Frühstück gab es in der Turnhalle. Also Brote schmieren, in’s Auto laden und ab zur Turnhalle. Außerdem noch eine kleine Wegzehrung für alle mitnehmen, da der fast 6km lange Rückweg zu Fuß gemeistert werden musste.
So blieb es also auch nach 5 Tagen noch spannend. Am Vormittag wurden dann nach und nach die Isomatten und nassen Klamotten aus der Küche wieder abgeholt, so dass wir uns wieder einigermaßen bewegen konnten.
Mittags gab’s herzhafte Pfannkuchen mit Hackfleisch. Für viele eine unbekannte Kombination, die aber viel Begeisterung hervorrief.
In der Nacht kam dann endlich der erste, lang ersehnte Überfall.
Am Sonntag war der ebenso ersehnte Ausschlaftag mit Brunch an der Küche.
Es gab Cornflakes, Marmeladen- und Nutellabrote und Pfannkuchen mit Ahorn- und Zuckerrübensirup oder einfach nur Zimt und Zucker. So kam es, dass wir innerhalb von nur 24 Stunden über 100 Eier für Pfannkuchenteig verbrauchten.
In der zweiten Woche tauchten morgens regelmäßig die zweitältesten Mädels bei uns in der Küche auf. Sie stellten sich ihre Wecker so, dass sie vor allen anderen in Ruhe Duschen konnten. Anschließend halfen sie uns beim Abbau unserer Brotberge und schmierten fleißig Marmelade auf die Schnitten. Als Belohnung gab es frischen Kakao und Nutellabrote. Auch an dieser Stelle an Euch noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für eure Hilfe. Egal ob Brote schmieren, Rohkost schnibbeln oder spülen – ihr habt uns immer geholfen!!Die letzte Woche begann sowieso etwas ruhiger. Der „normale“ Zeltlageralltag gewann Oberhand über das Chaos.
In der Küche blieb aber die rege Betriebsamkeit. So wurde der Tagesausflug kurzfristig von den Leitern abgesagt – schnell musste statt Lunchpaketen ein Mittagessen gezaubert werden.
Dienstag war Leberkäsetag. Wenn’s gut läuft, dann hat man auch Glück. So stellte der ortsansässige Metzger für uns drei Leibe à 3kg frisch für uns her. Lediglich die 50 Spiegeleier brauchten ihre Zeit, aber sie waren alle perfekt gelungen – und das auf einen Schlag!
Einen weiteren Höhepunkt der Bratorgie gab es dann einen Tag später, als 185 Fischstäbchen ins heiße Fett wanderten. Die ersten Portionen wurden schon ausgeteilt, als die zweite Ladung erst in den Bräter wanderte. Aber alle haben ihr Essen bekommen.
Zwischenzeitlich war auch der Steinofen fertig geworden. Damit die harte Arbeit auch belohnt wurde, haben wir es uns nicht nehmen lassen, zum Abendessen jedem Teilnehmer eine Mini-Pizza zu backen. Zwar gab es Brandblasen und versenkte Haare, aber der Geschmack war unübertrefflich!Der große Braten bildete dann den kulinarischen Abschluss des Lagers. Vier Stunden brauchten die 10kg überm Feuer, aber pünktlich zu Beginn des großen Festes war er fertig und das Indianerfest begann.
Der letzte Tag war vom vielen Spülen und improvisierten Kochen geprägt. Wir mussten die Küche so langsam abbauen und alles wieder verstauen. So wurde der abendliche Salat statt mit der großen Schöpfkelle mit einer Tasse ausgeschenkt. Auch gab es nicht mehr alles an Aufschnitt, da die Kühlschränke leer werden mussten.
Die letzte Nacht verbrachten wir nach der Abschlussdisco unter freien Himmel. Die Leiter hatten uns das trockene Zelt „geklaut“ und in den LKW eingepackt. So erlebten wir ein letztes Mal den großartigen Sternenhimmel.Am Samstag waren wir dann heilfroh nach Weltjugendtag, Zeltlager und über 3,5 Wochen im Schlafsack wieder zu Hause zu sein. Aber bereits nach der ersten Dusche war die Lust aufs Weitermachen riesen groß.
Eure Küchenmutti
Annaund der Küchenopa
Chriss
- Neue Leiter bei der PR
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Kölner Anstoß 2011
Geschrieben von Florian Seiffert - 14. September 2011
Update: Die Kölner Anstöße als eBook und als Gesamt-pdf!
… damit wir heute und morgen hier in Köln unseren Glauben leben können
Der Katholikenausschuss mailt:
12. September 2011
HB/HSehr geehrte Damen und Herren,
im August des vergangenen Jahres hat der Katholikenausschuss sich an die katholischen Gremien und Verbände in Köln und an die Öffentlichkeit gewandt mit einem Papier, das Fragen zur Rolle und Bedeutung von „Laien“ in der Kirche aufwirft.
Zu diesen Fragen haben sich Gremien und Verbände nach eingehender Diskussion geäußert, und viele Einzelpersonen, die in unterschiedlicher Weise in ihren Gemeinden engagiert sind, haben sich zu Wort gemeldet.
Die Inhalte dieser Rückmeldungen haben wir gebündelt und in einen Text – Kölner Anstoß 2011 (siehe Anlage) – eingearbeitet. Der Text benennt vorrangig die Themen, die vor Ort entschieden werden können, ohne dabei die Anliegen aus dem Blick zu verlieren, die überregionale oder weltkirchliche Entscheidungen benötigen.
In der Zwischenzeit hat die Deutsche Bischofskonferenz einen auf vier Jahre angelegten Dialogprozess angekündigt.
Wir im KA Köln sehen allerdings nicht nur einen Dialogbedarf, sondern einen drängenden Handlungsbedarf.Wir werden für den Dialog mit den kirchlichen Entscheidungsträgern in Köln die Inhalte des Papiers „Kölner Anstoß 2011“ nutzen, um mögliche konkrete Handlungsschritte gemeinsam einzuleiten.
Mit freundlichem Gruß
Hannelore Bartscherer
– Vorsitzende –Anlage
Anlage:
Kölner Anstoß 2011
… damit wir heute und morgen hier in Köln
unseren Glauben leben könnenIn großer Sorge um unsere Glaubenszukunft und die unserer Kinder und Enkel melden wir uns zu Wort. Mit Trauer sehen wir, wie aus einstmals vitalen Gemeinden das Leben auszieht, wir sehen, dass immer mehr Menschen die Verbindung zu der Kirche verlieren, die für sie einmal Heimat war. Trotzdem haben wir die feste Hoffnung, mit Gottes Hilfe diese große Krise der katholischen Kirche überwinden zu können, wenn wir alle – geweihte und nicht geweihte Katholiken – geschwisterlich nach Lösungen suchen. In dieser Hoffnung hat der Katholikenausschuss im vergangenen Jahr Fragen zur Zukunft der katholischen Kirche an die Gremien, Verbände, Orden in der Stadt gerichtet. Aus einer Vielzahl von Antworten sprachen die gleichen Sorgen und Nöte. Viele Problemfelder wurden benannt und Lösungswege aufgezeigt. Der Tenor aller Antworten war: Es geht längst nicht mehr nur um einen Dialogprozess. Wir hier in Köln haben nicht nur Gesprächsbedarf, sondern auch dringenden Handlungsbedarf: Die Zeichen der Zeit zu erkennen heißt, jetzt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir und unsere Kinder hier in Köln heute und morgen aus unserem Glauben leben können.
Wir, die katholischen Laien Kölns, sagen den Verantwortungsträgern in der Kirchenleitung dazu unsere Unterstützung, unsere Mitarbeit und unser Mitbeten zu. Was wir erwarten, ist ein ergebnisoffener Dialog in gegenseitigem Respekt. Wir tun dies in der Gewissheit, dass alle Getauften Anteil haben „am gemeinsamen priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi (Dekret des II. Vat. Konzils über das Laienapostolat. Art. 2) und berufen sind zum missionarischen Zeugnis und Handeln. Und wir berufen uns dabei ausdrücklich auf unseren Papst Benedikt XVI, der Klerikern und Laien eben diesen Weg aufgibt:
„Gleichzeitig ist es notwendig, den pastoralen Ansatz zu verbessern, so dass unter Berücksichtigung der Berufungen und der Rollen der geweihten Personen und der Laien allmählich die Mitverantwortung der Gesamtheit aller Glieder des Volkes Gottes gefördert wird. Das erfordert eine veränderte Mentalität, vor allem hinsichtlich der Laien, indem man davon, sie als „Mitarbeiter” des Klerus zu betrachten, dazu übergeht, sie wirklich als „Mitverantwortliche” des Lebens und Handelns der Kirche anzusehen und die Stärkung eines reifen und engagierten Laientums fördert. Dieses gemeinsame Bewusstsein aller Getauften, Kirche zu sein, schmälert nicht die Verantwortung der Pfarrer. Es ist wirklich an Euch, liebe Pfarrer, das geistliche und apostolische Wachstum derer zu fördern, die sich bereits in den Gemeinden einsetzen und engagieren: Sie sind der Kern der Gemeinschaft, der für die anderen als Sauerteig dienen wird.“
Papst Benedikt XVI. am 26. Mai 2009 zur Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese RomWir hier in Köln haben keine Zeit zu verlieren, und deshalb haben wir aus der Vielzahl der Problemfelder als „Erste Hilfe“ drei Themenbereiche ausgewählt, die auf den Nägeln brennen und bei denen Veränderungen rasch und auf Bistumsebene möglich sind, wohl wissend, dass dies nur der Anfang eines Prozesses sein kann, dass noch viele Fragen und Probleme auf ihre Lösung warten.
1. Glaube(n) braucht Heimat – Heimat braucht Ort
Keiner von uns kann alleine glauben. Wir brauchen den gelebten Glauben der Mitchristen und sie den unseren. Wir brauchen die erfahrbare Gemeinschaft der Christen in unserem Alltag, gerade in einer zunehmend gottesfernen Gesellschaft. Das braucht einen Ort, das geht nur in überschaubaren Lebensbereichen, in denen wir unsere Mitchristen kennen und ihnen in vielfältigen Alltagsbeziehungen begegnen. Das gilt insbesondere auch für die Weitergabe des Glaubens: Kinder und junge Menschen brauchen das gelebte Glaubensvorbild, und dies nicht in irgendeinem Zentrum, sondern in ihrer Lebenswirklichkeit. Das gilt auch für die Menschen, die noch fern sind von Gott. Nur lebendige Gemeinden haben eine Strahlkraft ins Viertel, nur aktive Gemeinden, von denen Außenstehende mehr wahrnehmen als das sonntägliche Glockenläuten, sind attraktiv und missionarisch.Konkret schlagen wir vor, die Seelsorgebereiche von dem Druck zu befreien, möglichst bald zu Großpfarreien zu fusionieren. Die Gemeinden innerhalb eines Seelsorgebereichs sollten selber die ihnen angemessenen Formen der Zusammenarbeit finden können. Damit das Gemeindeleben rund um den Kirchturm erhalten bleibt, braucht es Strukturen und Leitung vor Ort. In jeder Gemeinde bzw. jedem Kirchort soll es unter der Gesamtverantwortung des jeweiligen (leitenden) Pfarrers des Seelsorgebereichs eine Leitung geben (Priester, Diakone oder Laien im pastoralen Dienst oder entsprechend weitergebildete und beauftragte Gemeindemitglieder). In gemeinsamer Verantwortung mit den gewählten Gremien und in Absprache mit den Leitungsgremien der Seelsorgebereiche soll es ihre Aufgabe sein, das Glaubensleben in den Gemeinden bzw. den Kirchorten zu organisieren und lebendig zu halten. Selbstverständlich müssen sie dazu mit Kompetenzen und (finanziellen) Ressourcen ausgestattet werden.
2. Glaube(n) braucht Feier – Feier braucht (An-)leitung
Wir wollen unseren Glauben in unseren Lebensbereichen verkündigen, bezeugen und feiern. Dazu sollen unsere Kinder, aber auch wir Erwachsene in unserem Veedel den Glauben immer besser kennen lernen und vertiefen: in Gottesdiensten, Gesprächskreisen, Begegnungen, Festen. Feste brauchen Leitung, Glaube(n) braucht Anleitung. Dabei können die vielfältigen Begabungen und Fähigkeiten aller Gläubigen weit mehr als bisher genutzt werden, und zwar in allen Bereichen des Glaubens und des Lebens, statt die Arbeit der Laien nur auf den Dienst in der Welt zu reduzieren. Es gilt, diese Talente ernst zu nehmen und entschieden zu fördern, nicht nur, aber auch auf dem Hintergrund des fortschreitenden Priestermangels.Konkret schlagen wir vor: Laientheologen/innen oder dazu befähigte Laien sollen in Liturgie, Katechese und Glaubensverkündigung (das schließt die Predigt in Gottesdiensten ein) eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen (das schließt die theologische und spirituelle Begleitung durch die Priester ebenso ein). Alle Möglichkeiten, die das Kirchenrecht bietet, sollten genutzt werden, um die Vielfalt der von Gott geschenkten Talente und Begabungen für den Glauben der Gemeinde wirksam werden zu lassen.
3. Glaube(n) braucht Seelsorge – Seelsorge braucht Zeit und Muße
Wir erleben unsere Priester zunehmend als gestresst, überlastet und ausgelaugt. Das tut weder den Priestern noch den Gemeinden gut, und es schadet zudem der Attraktivität des Priesterberufs für junge Menschen.Konkret schlagen wir vor: Entlasten wir unsere (leitenden) Pfarrer von Verwaltungs- und Managementaufgaben, die ebenso gut von anderen Fachleuten übernommen werden können. Für jeden Seelsorgebereich sollte eine geschäftsführende Person eingestellt werden, die alle diese Aufgaben übernimmt. Dazu sollten schrittweise alle Aufgaben der Zentralrendantur auf die jeweilige Geschäftsführung übertragen werden. Auch die Kirchenvorstände würden so entlastet, sie könnten sich darauf konzentrieren, zusammen mit dem Pfarrer die große Linie vorzugeben und die Geschäftsführung anzuweisen. Dann hätten unsere Pfarrer wieder mehr Zeit das zu tun, wozu sie Gott berufen hat, nämlich Seel-Sorger zu sein.
Köln, im Juli 2011
Für die Katholikinnen und Katholiken in der Stadt Köln
Der Katholikenausschuss
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