Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

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MINI Trophy: Die 24-Stundenrallye für die Ministranten im Erzbistum Köln

Posted by Florian Seiffert - 18. August 2010

MINI Trophy: Die 24-Stundenrallye für die Ministranten im Erzbistum Köln


Mich erreicht eine Mail von Christian Böhm, mit einen Bericht zur Mini-Trophy 2010:

12.-13.06.2010

24-Stundenrallye für die Ministranten im Erzbistum Köln

„Wie bei einer echten Trophy müssen die Mannschaften sich bei Herausforderungen wie Geschicklichkeits-, Ausdauer-, Kreativ- und Quizaufgaben untereinander innerhalb von 24 Stunden beweisen. Die Spieler eines Teams (max. 10 Teilnehmer + 2 Betreuer) können sich immer wieder abwechseln, so dass auch Gelegenheit für Ruhepausen gegeben ist. In der Nacht werden wir die Heilige Messe feiern. Gewinnen kann nur eine Mannschaft – wie bei einer echten Trophy. Mit deinem Team kannst du die tollsten Abenteuer erleben!“ Soweit die Vorgaben, denen wir uns 2008 erstmals stellten. Damals noch “ganz grün hinter den Ohren“ waren wir natürlich nicht sehr gut vorbereitet. Keine Sportschuhe für’s Dauerlaufen, die Klamotten schon am Nachmittag nach dem Querfeldeinorientierungslauf und dem Dammbau im Bach durchnässt… viele vermeidbare Probleme hinderten uns bei der letzten Herausforderung – aber Spaß hat’s gemacht und so sollte es diesmal, etwas besser vorbereitet, wieder an den Start gehen.

Wieder konnten Messdiener aus allen Teilen unserer Pfarrei zum Spielemarathon gewonnen werden. In Altenberg angekommen, wurden erst mal die Schlafstätten eingerichtet und dann unser „Hauptquartier“ aufgebaut. Ein Campingbus samt Vorzelt, Pavillon und Grillstelle dienten uns als Erholungsstätte, Feldküche und später dann auch als Notschlafplatz, als die Müdigkeit siegte und der Weg ins richtige Bett als viel zu lang erschien. Ein Fehler in der Planung verhalf uns zu einem letzten ruhigen Mittagessen. Die Info, dass der Start der Trophy von 11 auf 14 Uhr verschoben worden war, erreichte uns irgendwie nicht. So wurde erst mal in Ruhe gekocht. Nudeln mit lecker Sößchen gab’s und in aller Ruhe beobachteten wir die Vorbereitungen später eintreffenden Teams.

Aber um 14 Uhr ging es dann wirklich los. Nach einstimmenden und erklärenden Worten der Spielleiter wurden die einzelnen Gruppen mit ihren Team-Hymnen vorgestellt, wir natürlich zuerst. Die Trophy wurde von den Organisatoren in diesem Jahr etwas entschärft. Es mussten dieses Jahr bei den meisten Spielen nur 6 der 10 Teammitglieder spielen, auch gab es weniger sportliche und anstrengende bzw. Outdoor-Aktivitäten. Insgesamt eine gute Mischung für die Teams, egal ob sie mit jüngeren oder älteren Messdienern angereist waren. Traditionell ging es zu beginn, natürlich bei einsetzendem Nieselregen, in den Wald zum GPS-Orientierungslauf. Während der Wanderung mussten noch Aufgaben gelöst werden. Als Daueraufgabe bekamen die Gruppen diesmal die zwei Aufgaben: etwa 6 Stunden blieb Zeit um sich ein Lied umzudichten und mit eigner Choreografie zu versehen. Für die andere Aufgabe blieben fast 18 Stunden. Es galt einen 8seitigen „Zeitungsbericht“ über die Trophy zu schreiben. Dafür und für eine weitere Aufgabe sollte auch ein Laptop mitgebracht werden.

Die zweite Aufgabe bestand darin, eine Kapelle/Kirche aus Streichhölzern zu bauen. Dafür wurden den Teams neben dem Baumaterial auch diverse Hilfsmittel angeboten. Mehr als diese vorgegebenen Materialien durfte aber nicht verwendet werden und so saßen jeweils 6 Teammitglieder im Kapitelsaal um die Tische und kämpften um die größte und schönste Streichholzkathedrale bzw. kämpften mit klebrigen Fingern, einstürzenden Streichholzmauern und vielen weiteren Schicksalsschlägen. Aber auch diese Aufgabe wurde gemeistert – mehr oder weniger schön, aber mit viel Ehrgeiz, denn die Bauten reichten von filigranen Strebebauwerken bis zu bunkerähnlichen Zweckbauten.

Nach mehreren weiteren kleinen Spielrunden stand für uns am frühen Abend Grillen auf dem Programm. Eine gedeckte Festtafel war für die Spieler vorbereitet (da zeigte es sich, dass zwei Betreuer vor Ort ne prima Sache sind) und so zogen wir uns eine Menge neidischer Blicke zu. Auch die Snacks für zwischendurch (frisches Obst, Schokolade und Kuchen – Capuccino, viele verschiedene Teesorten, Wasser, Eistee und Apfelschorle) lockte das ein oder andere Team zu unseren Zelten. Nach dem Essen war noch etwas Zeit am Feinschliff für den Auftritt beim „Altenberg Song Contest“ zu arbeiten. Als „Team Dr. Best“ mit Zahnbürsten in der Hand schmetterten wir ein Lied (Nenas „irgendwie, irgendwo, irgendwann“) über’s Zähneputzen und Karius und Baktus.

Von Beginn an war eine prächtige Stimmung im Kapitelsaal, jeder Auftritt war umjubelt. Aber als die „10 kleinen Jägermeister“ ihr Lied „Auf nach Altenberg“ (Happy Ending von Avril Lavigne) aufführten, bebte der Saal und stand das Publikum auf den Stühlen. Nur von einer Gitarre begleitet sang ein junges Mädel das selbstkomponierte Lied. Beim Refrain von ihrer Gruppe unterstützt, rockte sie den Saal, bis zum Schluss lautstark alle mitsangen. Dieses Lied hat das Zeug zur Altenberghymne zu werden. Die vorgetragenen Lieder waren Querbeet durch die aktuellen Charts und die guten alten achtziger Jahre. Eine neue Version von Nenas „irgendwie, irgendwo, irgendwann“ wurde von unserem Team zum Besten.

Nach dem Sangeswettbewerb war erst einmal Luftholen und zur Ruhe kommen angesagt. Pünktlich um Mitternacht fand die heilige Messe mit Mike Kolb statt. Obwohl die diesjährige Mini-Trophy nicht so anstrengend wie die 2008er-Ausgabe war, kämpften während der Messe die meisten Teilnehmer mit der immer stärker werdenden Müdigkeit. Trotzdem wurden der Predigt von Mike Kolb aufmerksam zugehört und die Lieder lautstark mitgesungen.

Ganz wie in den Jahren zuvor fanden in der Nacht weitere Langzeitaufgaben statt. Neben dem Zeitungsbericht musste auf einem Laptop das Grundschullernprogramm „Pushy“ gespielt werden. Ein lustiges Gesicht musste in einem Labyrinth verschiedene Aufgaben lösen.
Mal mussten Kisten verschoben, mal bunte Bälle an ihre Plätze gebracht werden. Nach jedem Level erhöhte sich der Schwierigkeitsgrad. Als Dank für jeden gelösten Level trällerte das lustige Gesicht aber ein fröhliches Liedchen. Außerdem gab es das Nachtquiz. Ein gutes dutzend Blätter wurde uns ausgehändigt. Jedes Blatt mit mehreren Denkaufgaben, Kreuzworträtseln So wurde es in der Nacht erstmalig wieder etwas ruhiger. Die Teams verzogen sich in ihre Ecken und rätselten am Quiz und spielten „Pushy“ am Laptop.
Auch bot die kurze Zeit bis sechs Uhr morgens eine Möglichkeit der Erholung. In Etappen konnte kurz geschlafen werden und dies wurde von den Teilnehmern gern angenommen.
Die wenigen Spieler die jetzt noch auf den Gängen gesichtet wurden, war die Müdigkeit anzusehen – an Aufgabe dachte aber niemand. Und so verging die Nacht viel zu schnell – es konnten nicht alle Quizaufgaben gelöst werden, das „Pushy“-Spiel trieb so manchen an den Rand der Verzweiflung und wirklich geschlafen hat dann doch kaum jemand.

Beim Morgengrauen graute es vielen vor dem Morgen. Um 06:30 Uhr stand nach der langen Nachtaufgabe das erste Tagesspiel auf dem Programm. Obwohl einige Mitspieler ohne Probleme in einem Zombiefilm hätten mitspielen können, standen doch fast alle Teams vollzählig im Kapitelsaal des Haus Altenberg zum „Großen Quiz des Allgemeinwissens“.
Nach einem gemeinsamen Frühstück im Haus Altenberg standen zwei Postenläufe auf dem Programm. Der erste im Haus Altenberg mit Spielen fürs Köpfchen, der zweite in der Parkanlage um Haus Altenberg herum für den sportlichen Ehrgeiz.

Auch wenn es mal wieder sehr anstrengend war, so haben die „24-Stunden-von-Altenberg“ doch wieder einmal gezeigt, mit wieviel Spaß, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen die jungen Ministranten aus dem Erzbistum Köln an eine solche Mammutaufgabe gehen. Obwohl die Truppen aus nah und fern äußerst unterschiedlich aufgestellt waren, so hatte doch jedes Team eine faire Chance. Die Aufgabenstellungen waren breit gefächert: Es ging am Anfang querfeldein, es gab Denksport- und Geschicklichkeitsaufgaben, Sportlichkeit war gefragt und beim Songcontest ging es um Dichtkunst, Taktgefühl und eine perfekte Choreografie. Bis hier hin hat die Trophy den Mannschaften sehr viel Spaß gemacht, die „Entschärfung“ zur letzten Veranstaltung wurde von den Teams begrüßt und wir freuen uns schon auf eine Wiederholung in zwei Jahren.

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