Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Zwölf Jahre ökumenische Christus-Prozession

Posted by Florian Seiffert - 22. Mai 2013

Pfarrvikar Rolf Schneider mailt:

Es waren schon viele ökumenische Aktionen zwischen der katholischen Pfarrei St. Mariä Geburt und der evangelischen Gemeinde in Stammheim vorausgegangen, bis im Jahr 2001 die erste ökumenische Christus-Prozession gefeiert wurde.
Neben Kinder-Bibelwochen in den Sommerferien, regelmäßige ökumenische Gottesdienste für Erwachsene und jeweils vor den Schulferien für die Schulkinder, Jugendkreuzweg und dem Weltgebetstag der Frauen und besonders die Gründung des ökumenischen Cafés Lichtblick + mehr im Jahr 1996. Die Räume gehören der evangelischen Kirchengemeinde mit dem hohen finanziellen Risiko, das neben den Umsatzerlösen von einem Förderverein abgesichert wird.
Es war immer ein Hoffen und Bangen, ob es zu halten ist, und so war man stolz, im Jahr 2001 sein 5-jähriges Bestehen feiern zu können. Die Feier brachte etwas Besonderes: Nämlich die jährliche Pfarrprozession der katholischen Pfarrei am Fest Christi Himmelfahrt mit typisch katholischen Merkmalen wurde durch die offizielle Teilnahme der evangelischen Kirchengemeinde als Gäste mit Ansprache durch Pfarrer Vorländer über christliche Gastfreundschaft am Café vorbeigeführt und so bereichert. Die Prozession endete mit dem Segen in der Kirche St. Mariä Geburt. Hoher Gast war der katholische Weihbischof Manfred Melzer. Anschließend wurde das Jubiläum durch ein frohes Fest in der Scharffensteinstraße gefeiert.
Und weil das so eindrucksvoll war, wurde in den folgenden Jahren die Prozession in ähnlicher Weise wiederholt. Die evangelische Gemeinde bezeugte die Gegenwart Christi, indem sie bei der Prozession die Bibel mitführte – Gegenwart Christi in seinem Wort. Zwei Jahre später wurde in einer Partnerschaftsvereinbarung die Zusammenarbeit der Konfessionen noch schriftlich bestätigt, damit das ökumenische Zusammenleben unabhängiger wurde vom Seelsorgepersonal und den ehrenamtlichen Laiendiensten der beiden Konfessionen.
Vor zwei Jahren kam dann eine kleine Veränderung in Stil und Verlauf der Prozession. Es war ja ursprünglich eine katholische Veranstaltung mit Monstranz, Weihrauch, Fahnen und Geläute und die evangelische Gemeinde war Gast mit ihrem Bekenntnis zur Gegenwart Christi in seinem Wort. Jetzt wurde daraus ein ökumenischer Gottesdienst, der nicht mehr in der Kirche endete, sondern auf dem Schützenplatz. Die evangelische Brückenschlag-Gemeinde (Zusammenfassung von Stammheim und Flittard!) traf sich mit der im Jahr 2011zusammmengeschlossenen Pfarrei St. Hubertus und Mariä Geburt.
Nach der Prozession im letzten und in diesem Jahr gab es noch ein kurzes Zusammen-Sein mit Getränken und symbolischem Teilen von Brot. Das letzte Abendmahl Jesu lässt grüßen auf profane Art!
Weil es eine neue Pfarreien-Struktur auf beiden Seiten gibt, wurde die Partnerschafts-Vereinbarung aus dem Jahr 2003 den neuen Verhältnissen angepasst und deshalb auch neu unterschrieben von Pfarrer Michael Cziba und Pfarrer Gerold Vorländer.
Ein Wort aus dem Arbeitskreis „Ökumene“ von Herrn Paul: „Die Zukunft der Kirche ist ökumenisch.“ Das Gebet Jesu für die Einheit der Christen kann nicht wirkungslos gewesen sein. Es sagt eine Weltrichtung an, die in der Einheit aller Menschen besteht. Die Alternative wäre der Untergang der Menschheit!

Rolf Schneider, Pfarrvikar

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