Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Weihnachten – Mit Jesaja an der Krippe

Posted by Florian Seiffert - 4. November 2014

Pfarrer Michael Cziba mailt das geistliche Wort für die Pfarrkontakte Nr. 4 – 2014:

Weihnachten steht vor der Tür (eigentlich im Einzelhandel ja schon seit dem Sommer) aber für uns Christen beginnt mit dem Advent die eigentliche Vorbereitungszeit auf dieses wichtige Fest zu Beginn des Kirchenjahres. Am Heiligen Abend, in der Heiligen Nacht werden wir uns auf den Weg zur Kirche machen. Aus dem Dunkel kommen wir ins Licht und feiern die Geburt Christi. Was die Propheten des Alten Bundes, allen voran Jesaja, im Auftrag Gottes verheißen haben, ist in dieser Nacht Wirklichkeit geworden. Der Prophet Jesaja, den man den Evangelisten unter den Propheten des Alten Bundes nennt, sieht erfüllt vom Heiligen Geist ein Licht, das allen Menschen erstrahlt. Mit Dunkel und Finsternis ist biblisch gesprochen nichts anderes gemeint als Sünde und Gottferne. Menschen, die sich in Schuld verstrickt haben, Menschen, denen Gott nichts bedeutet, erfahren in dieser Nacht, dass es einen Weg aus der Sünde gibt, dass Gott denen entgegenkommt, die von ihm nichts wissen wollen. Das ist ein Grund zur Freude. Es sollte freilich noch mehr als 700 Jahre dauern, bis der Engel den Hirten auf dem Feld verkündigen konnte. In seiner Schau sieht der Prophet Jesaja weder Krippe noch Stall, weder Engel noch Hirten, aber er sieht das Licht aufstrahlen, das die ganze Welt verändert, er sieht die Freude, die alle Welt erfasst, und er sieht wie alle Gewalt zur Erfolglosigkeit verurteilt ist. All das Licht, all die Freude, all der Friede aber geht aus von einem Kind, von einem Neugeborenen. Zwar sagt der Prophet nicht: dieses Kind ist Gottes eingeborener Sohn aber wie beschreibt er dieses Kind? „Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt ihn wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ Dieses Kind ist der Herr der Welt. Gibt es etwas machtloseres, etwas hilfloseres als ein Kind? Und doch wird jedes Jahr an Weihnachten deutlich, welche Macht von diesem Kind in der Krippe ausgeht. Menschen beschenken einander. Menschen denken aneinander. Menschen versöhnen sich. Menschen machen sich auf den Weg zum anderen. Menschen finden den Weg zur Kirche. Menschen fangen wieder an, an das Gute zu glauben.
Wenn wir nach dem Weihnachtsgottesdienst heimkehren, sollten wir das Licht der Heiligen Nacht hineintragen in das Dunkel der Welt. Wenn wir heimkehren, sollten wir die Freude der Heiligen Nacht an andere weiterschenken. Wenn wir heimkehren, sollten wir mithelfen, dass es in dieser Welt ein bisschen mehr Frieden gibt und weniger Streit. Wenn wir heimkehren, sollten wir unseren Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn vor den Menschen bekennen. Von den Hirten heißt es: „Die Hirten kehrten heim und rühmten Gott.“ Wird man das auch von uns sagen können?

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und auch einen guten Start ins Neue Jahr 2015.

Ihr Michael Cziba, Pfr.

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