Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls für den 15. Sonntag im Jahreskreis

Posted by michaelcziba - 11. Juli 2018

Liebe Gemeindemitglieder. Mal angenommen und ganz einfach formuliert, die Worte des Sonntagsevangeliums (Mk 6,7-13) würde Jesus heute zu denen sagen, die zum Priester geweiht würden. Gäbe es dann überhaupt noch Menschen, die dieser Berufung folgen würden. Wohl eher nicht. Ein Mindestmaß an Sicherung wünscht man sich doch auch heute. Wohnen, versorgt werden, ein weiches Bett und ein Fahrzeug sollten schon sein. Dann ist der Dienst am Herrn und für den Herrn etwas leichter, einfacher. Da hilft auch die Vollmacht nichts, die Jesus seinen Jüngern erteilt. Denn was ist diese Vollmacht im Vergleich mit der Wäsche zum Wechseln? Wir wollen die Fantasie aber nicht zu weit treiben; wir leben ja nicht mehr zur Zeit Jesu. Aber dennoch; Wer keinerlei Garantieren bekommt und zwar für gar nichts – würde der heute in einen kirchlichen Dienst einsteigen und den Herrn verkündigen? Und dabei müssen wir – wenn wir mal wirklich ehrlich sind – nicht nur auf die Hauptamtlichen blicken, sondern leider auch auf den einen oder anderen Ehrenamtlichen (jedenfalls auf den kleinen Teil, der durch sein Fehlverhalten in die Zeitung kommt). Auch da gibt es – so hört man leider immer wieder zum Schrecken für all die Guten – so manches schwarzes Schaf, dass sich für seinen Einsatz bezahlen lässt. Damit wird ein grundlegendes Problem sichtbar: Wer keine Garantien auf Erfolg hat, möchte wenigstens Annehmlichkeiten, die etwas tragen und stützen. An anderer Stelle hindern aber gerade diese Annehmlichkeiten aber auch. Denn sie verführen dazu, sich zu verlassen. Oder von anderen hören zu müssen: Ihr habt gut reden, ihr sitzt im Warmen. Wenn wir die Menschen erreichen wollen, müssen wir ihr Vertrauen zurückgewinnen. Und das geht leider nicht mit Geld oder Annehmlichkeit, sondern nur mit mühevoller Arbeit. Eben durch das gute Beispiel, das oft so schwer fällt. Nur wer vertraut, hat – um im Evangelium zu bleiben – gut gebaut. Und wird gehört und verstanden von den Mühseligen und Beladenen.

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