Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 17. Sonntag im Jahreskreis

Posted by michaelcziba - 25. Juli 2018

Liebe Gemeindemitglieder. Bertolt Brecht hat einmal gesagt: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ Damit wollte er darauf hinweisen, das man den Menschen erst dann über das sittliche Gute belehren dürfe und vielleicht sogar dann erst könnte, wenn seine lebensnotwendigen Bedürfnisse geteilt seien. An diesem Satz ist viel Wahres zu erkennen. Und dennoch stellt das heutige Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung regelrecht auf den Kopf. Zum einen sind da zunächst die vielen Menschen. Sie folgen Jesus, ohne sich scheinbar Gedanken darüber zu machen, wovon sie an diesem Tage leben sollen. Es gibt nämlich einen Hunger, der dringender und schmerzhafter sein kann als der körperliche Hunger. Und da ist Jesus. Er denkt nichts als Erstes an sich, sondern an den Hunger der Menschen, die ihm gefolgt sind. Er teilt mit ihnen das Wenige, das seine Jünger und er haben. Und dieses wenige ist so viel, das es für alle reicht und sogar noch etwas übrig bleibt. Ein Drittes kommt dann noch hinzu, die dem Eingangs zitierten Satz von Brecht ebenfalls widerspricht. Als die Menschen auf wunderbare Weise satt geworden sind, scheint sich ihre Einstellung grundlegend geändert zu haben. Nun ist Jesus in erster Linie derjenige, der ihren körperlichen Hunger stillen soll und ihr geistlicher Hunger tritt ganz in den Hintergrund. Beobachtungen zu diesem Text, die uns alle, die wir körperlichen Hunger eigentlich nicht kennen, manches zu denken geben kann.

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