Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 22. Sonntag im Jahreskreis

Posted by michaelcziba - 29. August 2018

Liebe Gemeindemitglieder. Jesus und die Pharisäer, das ist eine unendliche Geschichte. Jesus ist durchaus am Kontakt mit den Pharisäern und auch den Schriftgelehrten interessiert, sonst würden wir nicht so oft von Begegnungen mit ihnen lesen können. Die Pharisäer sind keineswegs umengagierte, hinterhältige, ja sogar feindselige Leute gewesen. Nein, im Gegenteil, der Glaube war ihnen sehr wichtig, und sie haben mit großem Interesse auf diesen Wanderprediger aus Nazareth geschaut, von dem eine große Anziehungskraft, eine Freiheit, eine Verheißung ausging. Die Pharisäer haben Gott so ernst genommen, dass sie versucht haben, sich kräftig anzustrengen und das ganze Leben nach Gott und seinen Geboten auszurichten. Und zwar sehr akribisch: Sie haben ihr Leben, ihren Alltag, ihre religiösen Gewohnheiten – einfach alles in Gebote und Verbote gekleidet, die ihnen helfen sollten, ihren Glauben zu leben. Und genau das war das eigentliche Problem: Für die Pharisäer war es skandalös wie sich Jesus über die Reinheit-, Sabbat- und eigentliche als Gebote hinwegsetzte. Es musste fast anarchistisch auf sie wirken, wie er vieles relativierte und es zurechtrückte. Für Jesus war es sehr traurig (und ich glaube auch sehr ärgerlich), dass die Pharisäer – diese so frommen Menschen – zu klein von Gott dachten, dass sie gefangen blieben in dem, was sie über Gott lehrten, und meinten, genauestens befolgt zu haben. Natürlich braucht mein Glaube gute Regeln, Gewohnheiten, manchmal auch Gesetze und Anstrengungen. Aber Gott ist immer noch der Größere, der Freiere, der, der alles schenkt. Daran möchte ich mich immer wieder erinnern lassen, durch das heutige und andere Evangelien.

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