Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Dritten Ostersonntag

Posted by michaelcziba - 1. Mai 2019

Liebe Schwestern und Brüder!
Petrus hat Jesus dreimal verleugnet. Jetzt wird er dreimal von ihm gefragt: „Liebst du mich?“ Wer dreimal gefragt wird, ob er den anderen liebt, wird beim ersten Mal spontan sagen: Aber ja, zweifellos! Beim zweiten Mal wird er vielleicht denken: Ja, ich liebe dich, aber manchmal verwechsle ich meine Liebe zu dir mit meinen eigenen Wünschen an dich. Beim dritten Mal muss er sich ganz tief in seinem Inneren Rechenschaft abgeben, und dann sagt er, mit leiserer, nicht mehr so selbstsicherer Stimme, sondern traurig: „Du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebhabe.“ Und, so könnte man fortsetzen: Du weißt auch, wie schwach meine Liebe oft gewesen ist und vielleicht immer noch ist. Wie wenig ich dich verstanden habe, wie ich dich verleugnet habe, wie impulsiv und unüberlegt ich oft war, und gerade, wenn du mich besonders gebraucht hättest, war ich nicht zur Stelle … Liebe muss wachsen, zu ihrer Wesensgestalt heranreifen. Erst dann ist sie fähig, nicht mehr das Eigene zu wollen, sondern sich selbst hinzugeben. Und erst in der Selbsthingabe kommt die Liebe ganz zu sich. Dann aber ist Nachfolge möglich – bis ins Martyrium! Petrus ist in diese tiefe Liebe hineingewachsen.

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