Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Predigtreihe zum PGR-Jahresthema – Teil 02

Posted by michaelcziba - 12. Mai 2019

Teil 02 zum Schrifttext Apg 13,14.43b-52 – von Pfr. Michael Cziba

In der letzten Woche haben wir uns – sozusagen die Hausaufgabe mit auf den Weg geben lassen: Vertrauen wir noch auf Gottes Gegenwart in unserer Welt? Ich hoffe mal, dass manche von uns sich mit dieser Frage länger als nur einen Augenblick beschäftigt haben und für sich eine Antwort gefunden haben. Die Apostelgeschichte erzählt an diesem Sonntag, wie sich das Wort Gottes vom Rand der damaligen Welt, also von Jerusalem, bis ins Zentrum der damaligen Welt nach Rom ausgebreitet hat. Interessanterweise heißt es dabei immer: das eine Wort breitet sich aus; dieses Wort, das Gott ein für alle mal gesprochen hat, das Wort Gottes, das Fleisch, das Mensch, geworden ist in Jesus von Nazareth. Die Botschaft von dieser endgültigen Selbstmitteilung Gottes erreicht die Menschen aller Zeiten auf eben diesem Wege, durch andere, einfache Menschen. Das Evangelium, das Wort, das Jesus ist, kommt eben auf zwei Beinen daher, oder gar nicht. Nicht als Buch, Mitteilung oder Information, sondern in ganz konkreten Menschen, Paulus und Barnabas und vielen anderen.
Einfache Menschen – keine Gelehrten oder besonders ausgebildete Fachleute haben das Wort verbreitet. Es wurde keine große Aktion ins Leben gerufen, kein großes Projekt beworben, kein neues Buch geschrieben. Einfache Menschen erzählten einfach dieses Wort weiter bzw. lebten dieses Wort in ihrem Alltag, so dass andere neugierig wurden, vielleicht nachfragten, aber auf alle Fälle begeistert wurden.
Heute kann uns diese Erzählung von den kleinen Anfängen ermutigen. Als die Israeliten durch den Jordan zogen in das gelobte Land, haben sie auf das Wort der Kundschafter gehört und durch diesen Bericht und die ermutigenden Worte einiger weniger Wagemutiger den Mut gefasst den Jordan zu überqueren. Aber Paulus und Barnabas und auch Josua und das Volk Israel haben darauf vertraut, dass Gott ihnen beisteht. Gott führt und begleitet uns auf unseren Weg. Wir benötigen aber eine Grundvoraussetzung: Das wir nämlich wie ein Kind darauf vertrauen können: Gott ist für mich da. Wir benötigen den Mut von Gott zu sprechen – durch Worte und Taten. Natürlich können und sollten wir dabei auch auf bestehende Strukturen zurückgreifen und nicht immer alles gleich neu erfinden müssen. In jeder Gemeinde – oder besser gesagt – in jedem Gemeindemitglied steckt sehr viel Potenzial. Das Potenzial seinen eigenen Glauben in Worte (oder Taten) auszudrücken und die Fähigkeit seinen Glauben zu erfragen und zu hinterfragen. Paulus und Barnabas haben den schon gläubigen Menschen ja nicht so viel neues über Gott berichtet, sondern einfach die Botschaft der Auferstehung – fußend auf den vielen Verheißungen und Prophezeiungen des Alten Bundes – die in und durch Jesus Christus wirklich wurde. Das für die Etablierten störende war ja eher die Tatsache, dass diese Botschaft nicht nur für einen elitären Kreis bestimmt war, sondern für alle Menschen. Und da sind wir schon bei der nächsten Frage: Haben wir den Mut aus der Kraft der Gegenwart Gottes, jedem Rede und Antwort über unseren Glauben zu geben?

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