Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 22. Sonntag im Lesejahr C

Posted by michaelcziba - 28. August 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Dieses Evangelium ist ein Geschenk. Zeitlos aktuell bis heute. Ich brauche mich nicht zu beteiligen am täglichen Schaulaufen der Reichen, Schönen und Erfolgreichen. Ich muss meine Ängste und Schwächen nicht hinter einer Maske verbergen. Ich bin geliebt und angenommen so, wie ich bin. Ein zutiefst menschlicher Satz. Denn menschlich ist es ja nicht, aus mir ständig mehr zu machen, als ich in Wirklichkeit bin, das macht mich auf Dauer nur krank. Sondern menschlich ist es – auch wenn wir es vielleicht nur selten antreffen – der sein zu dürfen, der ich bin. Und das nicht nur im Urlaub, an fremdem Ort, wo mich niemand kennt, sondern auch am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde. Wenn mich – bildlich gesprochen – ein hinterer Platz glücklich macht, warum mir das Leben mit dem Streben nach dem ersten verderben. Doch ich glaube, das kann ich nur, weil ich mich geliebt weiß, weil der Grund meines Leben nicht aus mir selbst kommt oder von mir selbst geschaffen wurde, sondern von Gott geschenkt ist. Das ist ein Mehrwert des Glaubens: Ich bin mehr wert, als ich mir selbst oder andere mir zusagen können. Und der andere ist mehr wert. Deshalb darf und will ich mich nicht über ihn stellen. Weil er wie ich mich nicht über ihn stellen. Weil er wie ich im Licht Gottes lebt, brauchen wir uns nicht einander in den Schatten zu stellen.

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