Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 32. Sonntag im Jahreskreis C

Posted by michaelcziba - 6. November 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Manche kulturellen und geschichtlichen Bewandtnisse in den Evangelien lassen mich ganz schön kauen. Heute ist es die Geschichte von der Frau mit den vielen Männern, die schließlich in die Frage nach der Auferstehung von den Toten einmündet. Es gibt daran wirklich etwas zu kauen, und ich bin ein bisschen ratlos, was ich eigentlich damit anfangen soll. Aber beim Weiterlesen komme ich im selben Evangelium an eine Stelle, die mir Nahrung und Trost ist: „Gott ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.“ Ja, damit kann auch ich, ein Mensch des 21. Jahrhunderts etwas anfangen und in mir anklingen lassen: Auch wenn wir eines Tages sterben werden, so wird das nicht sein, weil Gott seine Freude an der Vergänglichkeit des Menschen hat. Nein. Gott will Leben und Lebendigkeit, und er entdeckt Leben und Lebendigkeit, wo wir es vielleicht gar nicht mehr entdecken können: „Für ihn sind alle lebendig.“ Ja, tatsächlich auch Grund genug, sich mit dem Leben zu mühen. Da tut es gut, so eine leidenschaftliche Liebeserklärung Gottes für das Leben und für alles Lebendige zu empfangen. Vielleicht werden wir das eines Tages ganz begreifen – wenn wir vom Tod und von den Toten auferstehen.

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