Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 33. Sonntag im Jahreskreis C

Posted by michaelcziba - 14. November 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Tapfer bleiben, das wünscht sich Jesus von uns und wünschen sich alle Autoren im Neuen Testament. Denn der „Fels des Atheismus“ (Georg Büchner, 1813-1837) ist eben immer wieder das Leiden und der Schmerz, der mein Leben ergreift. Vieles, was geschieht, kann man zunächst erklären durch Fehler oder Schuld. Nicht erklären kann man, warum es den einen trifft und eine andere verschont. Und schon gar nicht erklären kann man, warum Gott das eine zuzulassen scheint und das andere womöglich verhindert hat. An diesen Fragen haben sich schon die allergrößten Geister der Welt- und Glaubensgeschichte abgearbeitet bis hin zur eigenen Verzweiflung. Gelöst haben sie die Fragen nicht und konnten das auch nichtig. Am Ende der Gedankenkette stehen immer die Worte, die auch Hiob hört und versteht: Tapfer bleiben: „Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt“ (Paul Gerhardt). Billiger Trost wäre das, wenn er ohne Nachdenken gegeben würde. Wir sagen es aber am Ende des Nachdenkens, wenn alle Fragen und Vorwürfe an Gott ausgesprochen worden sind. Erst dann, nach den nötigen Worten der Klage und des Zweifels, kehrt wieder ein wenig von der Ruhe ein, die tröstende Worte hören kann: „Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann“ (Paul Gerhardt).

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