Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 3. Dezember – Dienstag der Ersten Adventswoche

Posted by michaelcziba - 3. Dezember 2019

Liebe Schwestern und Brüder!
Die Lesungen der Adventszeit hinterfragen immer wieder unsere Leben. Sie möchten uns hinführen zu einem bewussten Nachdenken, hinführen zu einer bewussten Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn in unserem Herzen. Wobei natürlich die Texte des Alten Testamentes durch uns immer auf dem Hintergrund der Erfüllung dieser Verheißungen gelesen werden.
Der Glaubende fragt eigentlich nicht: Gibt es einen Gott?, sondern: Wie geht das Leid der Welt mit der Wirklichkeit Gottes zusammen? Jesajas Antwort in der heutigen Tageslesung lautet: „Er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Volkes, wie es recht ist“. Denn Gott ist kein Gott, der von außen zu den Gebeugten dieser Erde hinabschaut. Ja, in Jesus Christus ist er unter die Gebeugten der Erde gegangen, wurde selbst der Gebeugteste dieser Erde! Das Unsagbare, das dieser Gott uns geben wird, versucht Jesaja in den folgenden Bildern sagbar zu machen: Es wird Friede, ganzer und bleibender Friede sein! Es sind für unsere Vorstellungen unvorstellbare Bilder, so, als würde sich die Menschheit zurück träumen in ein Paradies, ein „goldenes Zeitalter“, Urbilder tiefster Aussöhnung, die zu Bildern kommender Verheißung werden. Es sind Bilder, die der Orientale versteht: dass man nicht jeden Sommer, wenn die Ernte eingeholt wird, mit Überfall rechnen muss; dass man das Kind unbesorgt vor dem Zelt spielen lassen kann – Skorpion und Schlange schaden nicht mehr. Alle Bilder sind wie ein unbeholfenes Stammeln, die zu dem „denn“ hinführen: „denn die Erde ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn!“ Diese Erkenntnis ist das Paradies, ist Leben unter dem offenbaren Antlitz Gottes. Erkenntnis bedeutet in der Sprache der Bibel Begegnung, lebendige Verbundenheit, liebendes eins sein, die alles erfüllen wird „wie das Meer mit Wasser gefüllt ist“ – nichts mehr wird ausgespart sein. Johannes Bours hat dazu einmal gesagt: „das letzte aber, was von dieser Erkenntnis gesagt werden kann, ist: Sie wird vollkommene und bleibende Liebe sein!“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

 
%d Bloggern gefällt das: