Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 21. Dezember

Posted by michaelcziba - 21. Dezember 2019

Liebe Schwestern und Brüder!
„In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.“ Maria machte sich auf den Weg. Sie bricht auf. Sie bricht auf, Elisabeth zu sehen. Sie scheut sich nicht, den mühsamen Weg ins Bergland Judäa auf sich zu nehmen, um zu erzählen was geschehen ist – Elisabeth stell dir vor, ich bin schwanger – und sie will erzählen vom Engel und seiner Nachricht. Maria macht sich auf den Weg, auf den vom Engel benannten Weg. Ein Weg, den sie nicht kennt. Ein Weg, dessen Verlauf und Ende ihr unbekannt ist. Ein Weg mit unübersichtlichen Windungen, die Ungeahntes zum Vorschein bringen: Stufen, holprige, unebene Stufen, Stufen, die den Gehenden zu Fall bringen können, hohe Stufen, die die Puste nehmen, das Blut ins Gesicht treiben und zum Anhalten zwingen. Ein Weg, der nur erahnt werden kann. Maria geht diesen Weg ins Ungewisse. Viele Gedanken werden ihr auf ihrem Weg durch den Kopf gehen: Was werden die Leute sagen? Und das Kind, wie wird es sein mit diesem Gotteskind? Widrigkeiten, dornige Aussichten stehen Maria vielleicht ins Haus und dennoch: sie bricht auf, macht sich auf den Weg, voll Vertrauen auf Gott, der da so großes mit ihr vorhat. Maria vertraut darauf, dass Gott es gut mit ihr meint. Sei glaubt, dass er es zum Guten führen wird. Dieser Glaube, dieses Vertrauen sind es, die Marias innere Kraft begründen. Mutig kann sie so durch den Dornwald gehen, kraftvoll den steinigen Stufen entgegensehen, den steilen Weg mit seinen Windungen in Angriff nehmen – der Glaube ist ihr Geländer, ihr Halt, ihre Sicherheit. Er lässt Maria den Aufbruch wagen, den Aufbruch zu einem anderen Leben. Maria bricht auf. Sie bricht auf, weil sie glaubt, dass sich erfüllen wird, „was der Herr ihr sagen ließ“. Könnten auch wir aus allem Bekannten aufbrechen ins Ungewisse?

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