Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Fest der Taufe des Herrn im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 8. Januar 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Als Papst Franziskus zu Beginn seines Pontifikates in einem Interview für mehrere Zeitschriften des Jesuitenordens gefragt wurde, wer er denn sei, wer denn Maria Jose Bergoglio sei, antwortete der Papst: „Ich bin ein Sünder, den der Herr angeschaut hat.“ Eine – so finde ich – wunderbare Formulierung, in der ich mich selbst, in der – so glaube ich – sich alle Christen wiederfinden können.
Sünder, die von Gott angeschaut werden. Ich erkenne darin auch einen Bezug zum Evangelium von der Taufe Jesu. Jesus reiht sich am Jordan – zum Unverständnis Johannes des Täufers – in die Reihen der Sünder. Er besteht darauf, die Taufe zur Buße und zur Umkehr zu empfangen. Und nach der Taufe öffnet sich der Himmel und Gott schaut ihn an: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.“ Gleiches ist doch auch mit in der Taufe geschehen: Gott hat uns angeschaut und als seine Kinder angenommen. Und Gott schaut uns immer wieder an – gerade uns als Sünder. Er schaut uns liebevoll an, damit wir keine Angst haben, zu ihm umzukehren. Weil wir ihm auch als Sünder wichtig sind und er uns trotz unserer Sünde in die Nachfolge ruft, in die Arbeit „im Weinberg des Herrn.“ Jede und jeden an der Stelle, wo er uns hingestellt hat – mag sie uns auch noch so unbedeutend erscheinen. Ein schöner, ein beruhigender Gedanke, der uns gelassener in der Welt unseren Weg suchen lässt.

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