Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 4. Sonntag im Jahreskreis A

Posted by michaelcziba - 29. Januar 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
An welche Menschen richten sich eigentlich die Seligpreisungen?
Eigentlich an alle, denen soziale Ungerechtigkeit unter die Haut geht, die an ihren seelischen Wunden bluten, die für den Frieden aktiv werden, Verfolgung auf sich nehmen, nach Gerechtigkeit schreien, vor Trauer weinen oder in seelischer oder materieller Armut verelenden. Ihnen allen ist das Himmelreich zugesprochen. Der Weg zum Glück und zum Frieden – dem „Himmelreich“ – führt weder am persönlichen noch am strukturellen Leid vorbei, sondern durch das Leid hindurch. Erst dadurch, dass Leid nicht verdrängt und beiseite geschoben wird, erst dadurch, dass wir die eigene Not und die Not des anderen, wahrnehmen und an uns herankommen lassen, werden die Seligpreisungen schon hier und jetzt greifbar, wird hier und jetzt ein Stück Paradies aufscheinen. Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass manche Menschen sich das Paradies auf Erden als die Fähigkeit vorstellen, jedem das Seine zu geben, ohne dabei es anderen wegzunehmen. Kann dies für das Leben auf Erden – für unser Leben – nicht eine schöne Fähigkeit sein, die wir uns zu eigen machen sollten?

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