Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Ein Kölner Träger für katholische Kindergärten?

Posted by Florian Seiffert - 10. März 2020

Kitatraegerverein

Kitatraegerverein

Es fängt so an, wie es immer anfängt. Bunte Folien, schöne Icons, schöne Worte, schöne Versprechungen. “Erhöhte Eigenverantwortung durch freieres Budget“, “Entlastung der Kirchenvorstände“, “… professionelle Betreuung“.
Wie habe ich das satt!
So wie es jetzt ’schön‘ anfängt, wird uns noch eine Weile Honig ‚ums Maul geschmiert‘ werden, bevor es dann zum Schwur kommt und die Kirchenvorstände die Abgabe der Verantwortung ihrer Kitas an einen zentralen Träger beschließen sollen, immer noch umsäuselt von warmen Worten, sanften Versprechungen und wenig Fakten.
Wenn die Kirchenvorstände sich weigern, wird Druck ausgeübt: Irgendein ‚Chef‘ aus Köln ruft den Pfarrer an und deutet an, dass er seinen Kirchenvorstand nicht im Griff hat. Oder es kommt ein ‚Chef‘-Schreiben: „In der Sache Kitaträger erwarten wir ihre Beschlüsse!“. Man wird nicht lange brauchen, um uns klar zu machen, dass wir nicht ganz freiwillig den Träger zu wechseln haben – Worte hin Worte her. Wenn wir weiter widerstehen (und das wollen wir!), kommt es am Ende vielleicht zu einem Gespräch mit dem Herrn Generalvikar. Das hatten wir schonmal am 01.04.2003 bei Norbert Feldhoff. Unter Weglassung aller Tränen und Übel in diesem Gespräch blieben zwei Fakten: a) Er (Feldhoff) gibt eine Notiz an die Bauabteilung, dass keiner unserer Anträge genehmigt wird, bis wir einer Reduzierung unserer Kindergärtenguppen um 7 (SIEBEN!) zustimmen. b) Die Gründe der Schließungen sind pastoraler Art. Feldhoff räumt aber ein, dass sie in Wirklichkeit finanzieller Art sind – schriftlich bekommen wir das NATÜRLICH nicht.
Erpressung durften wir a) nicht nennen! Deshalb nannten wir es dann: „In besonderer Eindringlichkeit wurden wir auf die Konsequenzen unseres Handelns hingewiesen!“

Warum glauben wir also der „Kirche von Köln“ ihre Versprechungen nicht mehr? Weil wir schon zweimal damit argen Schiffbruch erlitten haben. Einmal bei den Kindergärten, einmal bei den Finanzen und Rendanturen. Beide male wurde es schlimmer und schlimmer und zuletzt ist es mit unseren Gemeindefinanzen desaströs. Keine Zahlen, Widersprüche, keine kompetenten Ansprechpartner, keine Hilfe, keine Aussicht auf Besserung.

Im Ernst ihr ‚Chefs‘ in Köln: Warum sollen wir diesmal euren bunten Bildchen glauben?

Ich mache euch einen Vorschlag: Macht einen zentralen Träger, nehmt die Kitas der Kirchengemeinden auf, die das wollen. Wenn es fünf Jahre gut läuft und Kita-Leitungen, -Mirarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen-Vertretung, Verwaltungsleitungen, Eltern, KV, PGR und Pfarrer danach mehrheitlich sagen: Es läuft super, die Versprechen sind erfüllt, DANN, NUR DANN bin ich bereit über eine Diskussion in den Gremien und mit den Kitas über einen Trägerwechsel nachzudenken!

Wenn es bei den Finanzen so gelaufen wäre, hätten wir immer noch eine eigene gute, fleißige Rendantin und einen guten Überblick über unser Geld und wir wären nicht durch Druck gezwungenermaßen in diesen „Zentralrendanturen“.

Wenn es bei einem Kita-Trägerwechsel gut laufen soll, dann liebe Chefs in Köln, nehmt unsere Bedenken, Verwundungen, schlechten Erfahrungen ernst, beachtet, dass wir Christen uns an unseren Taten messen lassen müssen, macht uns den Wechsel schmackhaft, macht, dass wir ungezwungen wechseln WOLLEN und hört mit bunten Bildchen auf denen Erpressung folgt!

Florian Seiffert
PGR-Mitglied seit 1982

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