Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Dienstag der dritten Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 17. März 2020

Eröffnungsvers
Ich rufe dich an, denn du Gott, erhörst mich. Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede! Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, birg mich im Schatten deiner Flügel. (Psalm 17 (16), 6.8)

Impuls zum Evangelium
Normalerweise gerät jeder Mensch einmal in eine Situation, in der er zutiefst gekränkt wurde und das Empfinden hatte: „Was der andere mir angetan hat, ist unverzeihlich“. Das Maß ist voll, die Grenze des Zumutbaren ist erreicht. Die Antwort Jesu auf die Frage von Petrus aber lautet, dass wir nie zu viel vergeben, sondern nur zu wenig vergeben. Würde Gott im Vergeben so kleinlich und eng sein wie die Menschen, dann stünde es schlecht um uns. Gott vergibt uns über alle vorstellbare menschliche Maße oder vorstellbare Grenzen und ohne dass wir es verdient hätten, wenn auch wir einander vergeben. Das ist der Sinn des Gleichnisses Jesu. Vergebung und Versöhnung erfordern oft einen langen Lernprozess. Denn wir sind ja immer beides: wir sind einmal solche, die vergeben sollen und einmal jene, die um Vergebung bitten müssen. Vergeben wir also lieber zu viel als zu wenig. Springen wir lieber zu viel als zu wenig über unseren eigenen Schatten. Einander vergeben und einander um Vergebung bitten hilft, einen neuen Blick füreinander zu entwickeln.

Fürbitten
Zu Jesus Christus, der uns all unsere Schuld vergibt, dürfen wir rufen und ihn bitten:
– Für alle, die in Kirche und Staat über Recht und Unrecht entscheiden müssen. Herr, erbarme dich.
– Für die Völker und Volksgruppen, die in Feindschaft miteinander leben. Herr, erbarme dich.
– Für alle, die Mauern der Trennung um sich herum aufbauen. Herr, erbarme dich.
– Für alle, die Hassgefühle aufbauen und nicht vergeben können. Herr, erbarme dich.
– Für alle, die an ihrer Schuld zerbrochen sind. Herr, erbarme dich.
– Für alle Menschen, die in diesen Tagen voller Angst und Sorge sind und für alle Menschen, die ihr Leben unter den momentanen Gegebenheiten neu ordnen müssen. Schenke Ihnen deinen Geist der Gelassenheit und der Zuversicht. Herr, erbarme dich.
– Für unsere Verstorbenen, nimm Sie auf in dein reich der Versöhnung und des Friedens. Herr, erbarme dich.
Herr, du hast unsere Schuld auf dich genommen und willst uns zu einem neuen Leben helfen. Dafür loben und preisen wir dich als unseren Bruder und Herrn in Ewigkeit.

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