Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Montag der Karwoche

Posted by michaelcziba - 6. April 2020

Eröffnungsvers des Tages
Streite, Herr, gegen alle, die gegen mich streiten, bekämpfe alle, die mich bekämpfen! Ergreife Schild und Waffen: steh auf, um mir zu helfen! Herr, meine starke Hilfe.
(Psalm 35 (34), 1-2; Psalm 140 (139), 8)

Tagesgebet: Vom Tag (MB [12])
Allmächtiger Gott, in unserer Schwachheit versagen wir und sind anfällig für das Böse. Schau hin auf das Leiden deines Sohnes, richte uns wieder auf und schenke uns neues Leben. Darum bitten wir dich durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Wer einen Menschen liebt, sucht nach sichtbaren Zeichen für seine Liebe. Die konkreten Zeichen sollen zum Ausdruck bringen, wie wichtig der andere ist. Liebe ist nicht geizig. Liebe ist immer verschwenderisch. Mit dem teuren, kostbaren Öl, mit dem Maria Jesus die Füße salbt, zeigt sie, wie teuer und kostbar ihr der Herr ist. Ihre Liebe zu ihm ist Fülle und Übermaß. Wo Jesus ist, wird zurecht jedes Maß gesprengt, wie alle Kirchenväter in Ihren Predigten zu dieser Bibelstelle besonders betonten.
Die Argumentation des Judas dagegen ist vernünftig, selbst wenn ihm von Johannes unlautere Absichten unterstellt werden. Denn ein Pfund dieses Öls kostete etwa zehn Monatsgehälter. Nur ein Mensch, der die Einzigartigkeit Jesu erkannt hat und ihn maßlos liebt, kann so handeln.
Maßlose Liebe – das lässt uns heutzutage oft eher vorsichtig werden. Wie oft ist der eine oder andere schon enttäuscht worden, wenn er den Geliebten maßlos mit seiner Liebe überschütten wollte. Vielleicht wurde er zurückgestoßen, vielleicht wurde nicht erkannt, was diese Liebe zeigen wollte. Wie viel Liebe zerbricht gerade an Maßlosigkeit? Wahrscheinlich weil Maßlosigkeit menschlicher Liebe, mit maßlosen Wünschen an den anderen einhergeht. Man möchte genauso maßlos wieder geliebt werden. Man wird misstrauisch, wenn die Liebe nicht so beantwortet wird, wie man es sich vorstellt.
Jesus Christus liebt uns maßlos. Seiner maßlosen Liebe werden wir nie gerecht. Er erwartet von uns genau die Liebe, die wir geben können. Er sieht uns in unserer Gebrochenheit, und jedes kleine Übermaß an Liebe, das wir einander zu geben fähig sind, ohne den Wunsch, eine Gegenleistung dafür zu bekommen, führt uns einen Schritt näher zu ihm.

Fürbitten aus der Messe
Jesus Christus, der für uns Leiden und Tod auf sich genommen hat, wollen wir bitten:
– Für unseren Heiligen Vater Papst Benedikt XVI., dass seine Botschaft der Liebe Gottes von vielen gehört und angenommen wird. Herr, höre uns.
– Für die Eheleute, dass sie offen und fähig sind für eine gegenseitig sich verschwendende Liebe zueinander. Herr, höre uns.
– Für alle Getauften, dass sie immer wieder die Beziehung zu Jesus Christus zur Mitte ihres Glaubens, Liebens und Hoffens machen. Herr, höre uns.
– Für all jene, die um ihres Glaubens willen abgelehnt, verachtet und bedroht werden. Herr, höre uns.
– Für alle Ängstlichen dieser Tage, schenke deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Herr, höre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Herr, höre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Herr, höre uns.
– Für all jene, die großes Leid zu tragen haben, die unheilbar erkrankt sind oder unter einer schweren Last zu verzweifeln drohen. Herr, höre uns.
– Für unsere Verstorbenen, dass sie die Frucht der Erlösung erfahren dürfen. Herr, höre uns.
Herr, unser Gott, du hast uns in deinem liebenden Erbarmen deinen Sohn gesandt zu unserer Erlösung. Dafür danken wir dir und verehren dich heute und alle Tage unseres Lebens.

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