Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Gedenktag der Hl. Katharina von Siena

Posted by michaelcziba - 29. April 2020

Eröffnungsvers aus der Messe
Sehr, das ist eine der klugen Jungfrauen, die dem Herrn mit brennenden Lampen entgegengehen. Halleluja.

Gedanken zur Tagesheiligen
Im Jahre 1309 verlegte Papst Klemens V. seinen Amtssitz in die südfranzösischen Stadt Avignon; das Papsttum geriet in Abhängigkeit vom französischen Königshaus. Ungeheuer viel Geld musste aufgetrieben werden, um den neuen Papstpalast in Avignon zu bauen. In dieser kirchlich unruhigen Zeit wurde 1327 Caterina als 25. Kind des Färbers Benincasa in Siena geboren. Klein von Gestalt, mit einem durch die Pocken entstellten Gesicht, lebte sie völlig zurückgezogen im elterlichen Färbereibetrieb. Mit 18 Jahren trat sie dem dritten Orden der Dominikaner bei, pflegte Kranke und Sterbende und kümmerte sich 1374 in Pisa um die Opfer einer verheerenden Pestepidemie. Durch ihren regen Briefwechsel wurde sie zur begehrten Ratgeberin von Fürsten und Persönlichkeiten der Kirche. Nicht zuletzt auf ihren Rat hin kehrte Gregor XI. 1379 aus Avignon nach Rom zurück. Am 29. April 1380 starb Caterina in Rom. Obwohl sie selbst nicht schreiben konnte, hinterließ sie 381 Briefe, die sie alle Berufsschreibern diktiert hatte. Sie gehören zur großen theologischen Literatur, 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin, 1999 zu einer der Patroninnen Europas ernannt.

Tagesgebet aus dem Messbuch
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an er Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Wer die Bibel in die Hand nimmt, um die Gesetze für mehr Erfolg, Wohlstand und die optimale Karriereplanung zu finden, hat sich geirrt. Denn er wird in der Bibel den Weg Jesu nach unten finden. Obwohl alle Menschen zu diesem Weg eingeladen sind, haben sich offensichtlich schon zur Zeit Jesu die Gebildeten und Reichen schwerer mit diesem Weg getan. Dagegen folgten Jesus viele Analphabeten, seien es Handwerker oder Fischer, Landlose oder Tagelöhner. Jesus dankt Gott für diese Menschen. Er singt aber nicht das Lob kindlicher Unwissenheit oder Einfalt. Er dankt für die Menschen, die gerade in ihrer Einfachheit erkannt haben, dass es im Leben nicht darauf ankommt, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern sich von der Not anderer verändern zu lassen. Sie mögen vieles nicht verstehen: aber sie leben das wenige, was sie von Jesus gelernt haben.

Fürbitten für die Messe
Jesus Christus ist selbst die Botschaft, die uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht führt. So dürfen wir die Anliegen der Kirche und der Welt. Vor ihn bringen und ihn bitten: Christus, höre uns.
– Für den Papst, die Bischöfe und für alle, die heute Menschen auf dem Weg des Glaubens führen und begleiten, um Freude an ihrem Dienst. Christus, höre uns.
– Für die Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die heute für die Lebensmöglichkeiten vieler Menschen und für Frieden und Gerechtigkeit verantwortlich sind, um Entschlossenheit in ihren Entscheidungen für die Zukunft der Menschheit und der Welt. Christus, höre uns.
– Für die Ordensgemeinschaften der Kirche, um Männer und Frauen, die in unserer Zeit deinen Ruf hören und sich von ihm zu einem Leben führen lassen, das deine Liebe und deine Gegenwart bezeugt. Christus, höre uns.
– Für die vielen, die heute an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, weil sie nicht zu den Mächtigen und Erfolgreichen gehören, um Menschen, die ihnen Ansehen, Verständnis und Lebensmut schenken. Christus, höre uns.
– Für alle, die der Kirche und dem Glauben kritisch und ablehnend gegenüberstehen, um Erfahrungen, die ihnen zeigen, dass du in deiner Kirche den Menschen nahe bist und Heil bringen kannst. Christus, höre uns.
Gott, Vater im Himmel, du hast uns durch Jesus Christus deine Liebe und deine Lebenskraft geschenkt. Dir sei Dank in Ewigkeit.

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