Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 1. Mai

Posted by michaelcziba - 1. Mai 2020

Eröffnungsvers
Freut euch alle im Herrn am Fest der seligen Jungfrau Maria, der Schutzfrau des bayrischen Landes. Mit uns freuen sich die Engel und loben Gottes Sohn. (Halleluja.)

Tagesgebet aus der Messe
Gütiger Gott, du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben; wir verehren sie in besonderer Weise als Schutzfrau unseres Landes. Bewahre uns unter ihrem mütterlichen Schutz vor jedem Angriff des Bösen und gib, dass wir ohne Furcht dir in Heiligkeit und Gerechtigkeit dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Geistlicher Impuls
Im Allgemeinen liturgischen Festkalender steht für den 1. Mai verzeichnet: Josef der Arbeiter. Im Festkalender Bayern hingegen ist zu lesen: Maria, Patronin des Landes Bayern. Wenn man ein wenig zurückblättert, so hat diese Festlegung mehrere Male eine Veränderung erfahren, bis dieser Festtag seinen jetzigen Platz erhalten hat. Heute gilt der 1. Mai: Maria, Schutzfrau Bayerns. Papst Pius VII. (1800-1823) zählt die Gebiete Bayerns zu den Gebieten mit einer einzigartigen Marienverehrung. Er nennt das Zeugnis alter Dome wie Augsburg, München und Speyer und viele Marienkirchen und Marienheiligtümer im alten und neuen Bayern. Außerdem erwähnt er Bruderschaften und sonstige Vereine, die sich unter den Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria stellen. Überdies spricht er von den Statuen und Bildern Mariens, die man allenthalben an den Fassaden der Häuser, auf Stufen und Plätzen, in Wald und auch auf Berggipfeln zur frommen Verehrung für die Gläubigen aufgestellt hat. Der Blick in die Geschichte Bayerns zeigt, dass Bayerns Herzöge und Fürsten die Marienverehrung außerordentlich förderten. Sie stellten seit dem Mittelalter berühmte Klöster unter den Schutz Mariens und statteten sie mit königlicher Freigiebigkeit aus. Persönlich verehrten sie die schmerzhafte Mutter oder die Unbefleckt Empfangene in besonderer Weise und gaben so ein leuchtendes Beispiel. Vor allem die königliche Kapelle in Altötting bedachten sie mit wertvollen Weihegeschenken und verrichteten dort „ihre frommen Gebete“. Noch im Tod wollten sie mit ihrer himmlischen Schutzfrau verbunden sein und ließen daher in silbernen Gefäßen ihre Herzen dort aufbewahren. All diese Zeugnisse zeigen zur Genüge, dass Bayern den Namen Marianisches Königreich verdient. Zum Zeichen dafür brachte Kurfürst Maximilian I. an der Fassade seiner neuen Residenz eine Marienstatue an mit dem Titel: „Patronin Bayerns.“ Nach seinem glänzenden Sieg in der Schlacht auf dem Weißen Berg 1620 ließ man die weltbekannte Marienstatue in München aufstellen und grüßte Maria als Herrin Bayerns. Die Mariensäule fiel im 2. Weltkrieg dem Bombenterror zum Opfer. Sie wurde schließlich wieder aufgerichtet und am 8. Dezember 1970 von Kardinal Julius Döpfner feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die Patrona Bavariae auf der Münchner Mariensäule ist die Mitte des bayerischen Landes und sie soll es auch bleiben. Als äußeres Zeichen ist die Tatsache anzusehen, dass von dieser Säule aus alle Wege (selbst heute noch) in Bayern gemessen werden. Kardinal Döpfner hat bei der Wiederaufrichtung unter anderem gefordert: „Die Mariensäule darf in dieser Zeit nicht einsam stehen. Wir Christen müssen heute bewusst zu ihr aufschauen und unser Land unter den Schutz der Mutter des Herrn stellen.“ In einem längeren Gebet hat er am Ende gesprochen: „Jungfrau und Gottesmutter Maria, breite deinen Mantel aus über das Land. Erflehe den Segen deines Sohnes allen, die hier wohnen und vorübergehen, denen, die Verantwortung tragen für ihre Mitbürger, und denen, die den Glauben künden. Tritt ein am Thron deines Sohnes für die Armen und Einsamen, für die Kranken und Verzweifelten, für die Familien und alle Menschen guten Willens. Sei uns allen Vorbild und Mutter des Glaubens, damit wir begründet seien in der Liebe des dreifaltigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Auch unser Erzbistum ist Maria geweiht worden. Von daher denke ich, das es gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht verkehrt sein kann, an Maria zu erinnern und uns in diesem Monat ihrer besonderen Fürsprache anzuvertrauen.

Fürbitten in der Heiligen Messe
Von Maria im Gebet begleitet, wenden wir uns an Gott und bitten ihn:
– Für die Regierenden in unserem Erzbistum und überall auf der Welt: dass sie – wie Maria in Kana – das Wohl der Menschen im Auge haben. Herr, unser Gott, erhöre uns.
– Für die Bischöfe, Priester und Diakone: dass sie sich Maria zum mütterlichen Vorbild nehmen und die Menschen wie sie zu Christus führen. Herr, unser Gott, erhöre uns.
– Für die Menschen in den Ländern Europas, die oft keinen Glauben mehr haben und sich nur noch auf das Materielle verlassen: dass sie erkennen lernen, wie vergänglich diese Welt ist. Herr, unser Gott, erhöre uns.
– Für die Mitglieder der Marianischen Kongregationen und aller kirchlichen Gruppen: dass sie mit Maria gläubig den Weg Jesu mitgehen. Herr, unser Gott, erhöre uns.
– Für unsere Verstorbenen: dass sie durch die Fürsprache Mariens einen Platz in der himmlischen Welt erhalten. Heute beten wir besonders für Elisabeth und Günther Pawletta, Ordensschwester Georgia Pawletta, Eheleute Pawletta und David und Erika Mrohs und für Arnolde Wessel. Herr, unser Gott, erhöre uns.
Vater im Himmel, du hast uns Maria als Schutzpatronin und Fürsprecherin geschenkt. Mit ihr beten wir dich an und preisen dich durch Christus, unseren Herrn.

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