Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 11. Sonntag im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 10. Juni 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Bei Krankheiten denken wir zunächst an eine ärztliche Behandlung. Viele gläubige Menschen erbitten zudem Heilung von Gott. Die vielen Wallfahrtsorte bezeugen das. Es gibt auch Ärzte, die ihren Patienten das Gebet empfehlen, weil sie sich als Werkzeuge in der Hand Gottes verstehen.
Die frommen Juden dachten bei dem Wort Krankenheilung noch viel weiter. Ihnen fiel dabei die Verheißung des Propheten Jesaja ein, wonach die Heilung der Kranken das Signal für das Anbrechen der Herrschaft Gottes und damit des Heiles ist (vgl. Jes 26,19; 29,18; 35,5f. u. 61,1).
In einer Hinsicht ähneln sich viele Menschen von damals und heute. Damals meinten viele, Gott wird wie ein Blitz erscheinen und die Welt mit einem Ruck in Ordnung bringen. Heute fragen beim Anblick und der Erfahrung des Unheils viele: „Wie kann Gott das zulassen?“ Beides ist recht menschlich gedacht und so gewissermaßen verständlich. Aber dabei wird übersehen, welche Rolle uns Menschen Gott bei der Gewährung des Heiles zugedacht hat. Das sollte uns durch die Berufung der Apostel durch den Herrn deutlich werden. Ihre – der Apostel – Bedeutung dabei unterstreichen wir immer, wenn wir im großen Glaubensbekenntnis der hl. Messe sprechen: „Ich glaube an die … apostolische Kirche.“ Und das, obwohl wir von einigen Aposteln kaum mehr als ihre Namen wissen; und obwohl wir wissen, dass auch die Apostel Sünder waren. Daran erinnert uns Matthäus, indem er hinter seinen Namen hinzufügt, dass er Zöllner gewesen war; und Petrus hat seinen Herrn sogar verleugnet. Angefangen bei den Aposteln bis in unsere Tage und bis zur Vollendung der Welt empfangen wir das Heil Gottes durch den Dienst der Kirche, deren Glieder alle Sünder sind: wir, die Priester, die Bischöfe und der Papst. Dennoch ist die Kirche die heilige Kirche, weil sie die Kirche Jesu Christi, unseres Herrn und Gottes ist und damit – trotz der vielen menschlichen Fehlern, Schwächen und Sünden – sein Sakrament zu unserem Heil.

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