Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 12. Sonntag im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 17. Juni 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Im Sonntagsevangelium ist unter anderem von der Hölle die Rede. Es gibt sie also, auch wenn sie zurzeit in vielen Predigten und Katechesen kaum erwähnt oder gar totgeschwiegen wird. Auch hier im Evangelium wird sie nur beiläufig erwähnt. Sie ist ja nicht Gegenstand der Frohbotschaft, sondern das Verderben, vor dem uns das Erbarmen Gottes retten und bewahren will. Daher immer wieder: „Fürchtet euch nicht.“ Gott ist unser Vater. Niemand kann uns etwas anhaben. Niemand kann uns ins Verderben stürzen, nicht einmal diejenigen, die uns töten können.
Ein Mönch, dem ein Helfer eines gottlosen Regimes den Schädel eingeschlagen hatte – er hat es überlebt –, sagte zu einem Besucher, den er mit einem seiner Mitbrüder bekannt machte: „Das ist Pater Valentin. Er war neun Jahre im Gefängnis.´“ Darauf Pater Valentin: „Auch Pater Anno war im Gefängnis.“ Dieser noch einmal: „Ja, aber nur sechs Jahre. Ich war nicht würdig genug, so lange wie er für Christus zu leiden.“
Die beiden Mönche leben ebenso gern wie wir alle. Und auch sie spüren die natürliche Angst, die jedes Lebewesen vor dem Tod empfindet und die sogar unserem Herrn den Schweiß ins Gesicht getrieben hat. Aber weitaus größer und stärker ist bei ihnen das Bewusstsein des Geborgenseins in Gott ausgeprägt, weil sie Jahrzehnte lang Tag für Tag in mehrstündigem Gebet die Nähe Gottes erfahren haben und weil sie Christus vor den Menschen bekannt haben und nun wissen, dass er sie auch vor seinem Vater bekennen wird. Welcher Glaube! Habe auch ich eine solche Glaubensstärke, wenn es darauf ankommt?

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