Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 16. Sonntag im Jahreskreis A

Posted by michaelcziba - 15. Juli 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Jesus hat in seinem Gleichnis vom Unkraut und Weizen bewusst nicht irgendein Unkraut, sondern den Lolch als Vergleich herangezogen. Der Lolch sieht dem keimenden und wachsenden frühen Weizen sehr ähnlich. Wer zu früh jätete, läuft Gefahr, auch Weizen herauszuziehen. Deshalb ließ man in Palästina den Lolch oft bis zur Ernte stehen, und erst dann wurden Unkraut und Weizen getrennt. Den Zuhörern war deshalb sofort klar, was Jesus meinte. Einmal: Menschen können Gutes und Böses nicht von Anfang an klar voneinander unterscheiden. Das ist auch nicht ihre Aufgabe, denn nicht sie schaffen das Himmelreich, sondern es ist „das Reich des Menschensohnes“. Wie schnell das Himmelreich wächst, hängt ebenfalls nicht von unseren „Kraftakten“ ab, es wächst aus eigener Kraft wie das Senf- und Samenkorn, wie der Sauerteig. Damit es in uns wirken kann, setzt allerdings unsere Bereitschaft voraus, es nach seinen Gesetzen unter uns und durch uns wachsen zu lassen. Diese Bereitschaft zeigt sich in unserem Vertrauen auf Gott, der weiß, was für uns richtig ist und der allein und mit großer Geduld das wirklich Gute oder Böse sieht, das ein Mensch tut.

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