Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 20. Sonntag im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 12. August 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Die kanaanäische Frau im heutigen Sonntagsevangelium hat nichts vorzuweisen, nicht einmal die Grundbedingung des jüdischen Glaubens. Sie ist eine sogenannte „Ungläubige“, eine Heidin in den Augen der frommen Juden. Trotzdem wendet sie sich an Jesus, obwohl sie weiß, dass er zunächst nur zu den Kindern Israels gesandt ist. Sie muss damit rechnen, dass Jesus sie zurückweist. Aber sie bleibt hartnäckig im vollen Bewusstsein ihrer Stellung. Gerade aber aus dieser Stellung schöpft sie ihre Hoffnung – und lässt nicht locker. Mag sein, dass zuerst die Kinder satt werden müssen, bevor die heidnischen Hunde die Brocken abkriegen. Aber die Frau verliert nicht die Hoffnung, so gut wie die anderen behandelt zu werden. Nicht aufgrund irgendwelcher Vorzüge, sondern aufgrund des Vorteils, keine Vorzüge zu haben außer ihrer Demut und ihrem Glauben an Jesus. Weil ihr demütiger Glaube so weit reicht, wird ihre Tochter geheilt. Die Frau macht die Erfahrung, dass Glaube letztlich Grenzen überwindet und dass die Liebe weiter reicht als die Grenzen, die ihr von Menschen gesteckt werden. Liebe schließt noch das Ausgeschlossene ein.

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