Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for Oktober 2020

Neue Corona-Regeln Stand 10.10.2020

Posted by michaelcziba - 10. Oktober 2020

Liebe Gemeindemitglieder!

Gestern haben wir neue Corona-Regeln veröffentlicht und schon einen Tag später (Stand 10.10.2020) müssen die Regeln ergänzt werden. Die Stadt Köln hat entscheiden, das zu den gestern veröffentlichten Regeln noch eine Ergänzung für den Religiösen Bereich dazukommt. Und zwar ist bis auf weiteres das Singen im Gottesdienst wieder untersagt. Wir werden diese Regeln selbstverständlich zum Wohl aller unterstützen und einhalten. Wir bitten Sie um Verständnis.
Ihr
Pfarrer Michael Cziba
Artikel und Hinweise zum Gottesdienstbesuch 06

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Neue Hinweise zum Gottesdienstbesuch

Posted by Florian Seiffert - 9. Oktober 2020

Pfarrer Cziba sendet die aktuellen Hinweise zu den Pandemieeinschränkungen für Gottesdienste mit Stand 09.10.2020. Um Beachtung wird gebeten!

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Dringender Aufruf zur Einhaltung der Corona-Regeln

Posted by michaelcziba - 9. Oktober 2020

Liebe Gemeindemitglieder,

aufgrund einiger Vorkommnisse in den vergangenen Tagen, weisen wir nochmals in aller Deutlichkeit darauf hin, dass die Corona-Regeln der Kirchengemeinde – basierend auf den Vorgaben von EGV, Stadt, Land und Bund – einzuhalten sind.

Es gibt nur einen Eingang und nur einen Ausgang. Auch wenn diese Regel sinnlos erscheint, ist sie verpflichtend vorgeschrieben. Dies dient auch dazu, die Einlasskontrolle sicherzustellen.

Jeder Gottesdienstbesucher muss seine Kontaktdaten zur eventuellen Verfolgung von Infektionsketten hinterlegen. Die Daten werden nach vier Wochen automatisch vernichtet. Dies ist eine Staatliche Vorschrift und keine Erfindung des Pfarrers. Falls diese Vorschrift nicht eingehalten wird, werden wir bei einer eventuellen Kontrolle nicht nur eine erhebliche Geldstrafe zu Lasten der Kirchengemeinde tragen müssen, sondern auch gezwungen sein, die Kirche auf Dauer zu schließen.

Der Nasen-Mund-Schutz ist sowohl beim Betreten, während des gesamten Gottesdienstes und auch beim Verlassen des Gottesdienstraumes zu tragen.

Der Gesang während des Gottesdienstes ist momentan unter folgenden Bedingungen möglich:
o Singen nur unter Nasen-Mund-Schutz.
o Kurze Liedrufe oder nur die erste Strophe bekannter Lieder (auswendig).
o Solo-Gesang durch Organistin, Kantorin/Kantor oder Priester sind erlaubt, sofern der Abstand von 6 Metern eingehalten werden kann auch ohne Nasen-Mund-Schutz.
o Unter denselben Bedingungen wäre auch eine kleine Schola mit max. 3 Personen möglich.

Wir bitten Sie sehr eindringlich, diese Regeln zu beachten und einzuhalten.

Pfarrer Michael Cziba

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Geistlicher Impuls zum 28. Sonntag im Jahreskreis A

Posted by michaelcziba - 7. Oktober 2020

Liebe Schwestern und Brüder.
Zunächst muss gesagt werden, dass die Sache mit dem Hochzeitsgewand (ab Vers 11) ursprünglich ein eigenes Gleichnis war, das Jesus bei einer anderen Gelegenheit erzählt hat. Matthäus fügt es nahtlos an das Gleichnis vom Hochzeitsmahl an, um seinen Lesern – das sind die Christen bzw. die Judenchristen der zweiten Generation, die ihre Erwählung schon wie einen Rechtsanspruch und eine Bevorzugung verstanden haben – zu sagen: Ganz ohne eigene Anstrengung ist das ewige Leben nicht zu haben. Was aber Jesus den Juden damals mit dem Gleichnis vom Hochzeitsmahl gesagt hat, das gilt auch heute noch. Man ist geneigt anzunehmen, dass es für unser Volk und Land zurzeit in besonderer Weise zutrifft: Die frohe Botschaft von der Erlösung und der Berufung zum himmlischen Gastmahl findet wenig Resonanz. Wir sind zu sehr mit den Problemen dieser Welt beschäftigt. Darin werden wir sogar von einigen wenigen Theologen bestärkt, die uns plausibel machen wollen, dass Ökologie wichtiger sei als der Empfang der Sakramente. Das Strukturdebatten zielführender sind, als Wege des Miteinanders und Betens zu suchen. Oder: Ins Reich Gottes kämen ohnehin alle wie von selbst: Gläubige und Ungläubige, die aus der Kirche ausgetreten sind.
Täuschen wir uns nicht: Die Einladung ergeht zwar an alle. Aber man muss sie annehmen und sich auf den Weg zum Festmahl machen. Wer die Einladung nicht annimmt, bleibt draußen und muss zusehen, wie andere den Festsaal füllen. Das Reich Gottes ist zwar ein Einwanderungsland. Aber einwandern muss jeder selbst.

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Wichtiger Corona-Hinweis – Ergänzung zu den momentanen Bestimmungen

Posted by michaelcziba - 6. Oktober 2020

Liebe Gemeindemitglieder.
Sie haben ja wahrscheinlich in der letzten Woche auch die Absprachen zwischen Bundesregierungen und Landesregierungen mitbekommen, in welchem Umfang weitere Einschränkungen notwendig sein werden, beim erreichen bestimmter Eckdaten. Dabei ist die sogenannte Inzidenz-Zahl ein wichtiges Kriterium. Dies bedeutet für uns als Kirche, dass auch wir ab einer IZ ab 35 innerhalb des Stadtgebietes Köln die Gottesdienstbesucherzahl auf max. 50 beschränken müssen. Ab einer IZ ab 50 dürfen dann nur noch 25 Besucher kommen. Zur Zeit liegt die IZ in Köln bei 38,8 (Stand 06.10.2020).
Ich hoffe, dass diese Zahl in den nächsten Tagen und Wochen wieder etwas fällt, aber ich hoffe auch auf Ihr Verständnis, dass wir als Kirchengemeinde – die sich ja im weitesten Sinne auch um die Gesundheit ihrer Mitglieder im Rahmen einer Pandemie kümmern sollte – hier innerhalb der Pandemie-Vorgaben bleiben werden.
Bleiben Sie gesund!
Ihr
Pfarrer Michael Cziba

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Fratelli Tutti

Posted by Florian Seiffert - 4. Oktober 2020

Die neue Enzyklika Fratelli Tutti von Papst Franziskus ist veröffentlicht:

https://bit.ly/33uG7sS

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Bedarfmeldungen für Gremien/Gruppierungen und Chöre für 2021

Posted by N. Groeger - 3. Oktober 2020

Aus gegebenem Anlass möchte ich alle Betroffenen darauf hinweisen,
dass die Bedarfsmeldungen für Mittel aus dem Finanzkonzept der Kirchengemeinde
für das Jahr 2021 bis zum 31.10.2020 im Pfarrbüro Stammheim,
Salavtorstr. 3
51061 Köln
in formloser Form vorliegen müssen. (Bitte mit IBAN Nr. / Telefon Nr. und/oder E-Mailadresse / Ansprechpartner)
Dies kann auch per E-Mail gemacht werden ( maria-geburt@t-online.de ).
Bei Chören und Gruppierungen muss eine unterschriebene Mitgliederliste
(Anlage 3 für Chöre oder Anlage 2 für Gruppierungen) beigefügt sein.

Nur wenn diese dort fristgerecht vorliegen, werden diese Anträge auch entsprechend bearbeitet.
Nachfragen sind dort unter der
Tel. Nr.: 0221/662561,
möglich.

Die Abrechnungen für 2020 müssen bis spätestens 31.01.2021 ebenfalls im Pfarrbüro Stammheim vorliegen.
An den zu nutzenden Vordrucken zur Abrechnung hat es keine Änderungen gegeben.
Sie sind im Blog http://www.christen-am-rhein.com unter
Organisation->Finanzen -> Formulare und weitere Hinweise
abgelegt und können auch dort heruntergeladen werden.

Einzelne Formulare:
Abrechnungsuebersicht (Anlage 1)
Mitgliederliste Gruppierungen (Anlage 2)
Mitgliederliste Choere (Anlage 3)
Auftrittsuebersicht Choere Musik -Anlage-4

Für den Pfarrgemeinderat
Norbert Gröger

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Fusionsfragen

Posted by Florian Seiffert - 2. Oktober 2020

Zu dem Seelsorgebreichtsforum vom Mittwoch und meinem Kommentar/Bericht erreichen mich Fragen, die ich öffentlich beantworten möchte:

Gibt es daneben und dem Video auch eine textliche Ausgabe? Mir ist nicht klar wohin uns das Erzbistum steuern möchte? Wie groß würde unsere Gemeinde?

Unsere neue Pfarrei wird groß, sehr groß. Wie schon gesagt, vielleicht ganz Köln-Ost. Von Flittard bis Porz. Damit müssen wir rechnen. Unterschieden wird in Zukunft zwischen Pfarrei und Gemeinde. Pfarrei ist eine Struktur, der ein Pfarrer vorsteht und die aus vielen Gemeinden bestehen kann. Gemeinden sind dann nicht nur, was heute St.Hubertus oder St.Bruder Klaus ist, auch Krankenhäuser oder Jugendkirchen können Gemeinde sein. Gottesdienste wird es sicher in der Pfarrkirche geben. Bei den Gemeinden KANN es Gottesdienste in der Woche und am Sonntag geben, sicher ist das aber nicht, garantiert schon gar nicht. Es hängt von der Zahl der Gottesdienstbesucher ab und davon, wieviel Priester wird haben werden. Das Bistum rechnet bis 2030 mit einem Rückgang bei Priestern um 50%.

Nein, zu der Veranstaltung gibt es keine Mitschrift.

Details gibt es unter: https://www.zukunftsweg.koeln/ oder fragt Google und Co mal nach: Pastoraler Zukunftsweg Köln

Wie ist der aktuelle Stand bei den Gebäuden in unserer jetzigen Pfarrgemeinde? Werden welche geschlossen? Werden welche neu gebaut (ich hatte von dem Pfarrheim Mariä Geburt gehört)?

Wir müssen damit rechnen, dass Pfarrheime und/oder Kirchen geschlossen werden. Das ist eigentlich nicht neu. Das ganz Projekt 2035 kreist(e)? ja darum. St.Johannes wird abgerissen werden, St.Pius X. wollen wir abgeben. Ein Pfarrzentrum wollen wir in St.Mariä Geburt bauen. Aber wir sind bei allen Vorhaben noch nicht weiter. Ich habe dazu aber nicht alle Informationen aus dem Kirchenvorstand. Das Erzbischöfliche Generalvikariat (GV) mauert in meinen Augen. Vielleicht auch wegen des Pastoralen Zukunftwegs. Es kann sein, dass unsere gesamte Arbeit für Projekt 2035 für die Katz war. Falls das passiert, platze ich!

Entschieden ist bisher eigentlich nur, dass der Pastorale Zukunftsweg zu sehr großen Pfarreien mit vielen Gemeinden führen wird. Das hatte ich schon mal verlinkt: https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/

Der Zeitplan sieht vor, dass die Umsetzung nächstes Jahr beginnt und bis 2030 über die Bühne ist. Ob das so kommt, liegt in Gottes Hand. Im Bistum Trier z.B. hat der Papst eingegriffen und die Pläne zu Großpfarreien gestoppt. Da sollte z.B. ganz Koblenz oder ganz Saarbrücken eine Pfarrei werden …

Gesagt wurde, dass man sich an uns wenden wird, also an den leitenden Pfarrer, dann erfahren wir weiteres.

Wir werden wohl beteiligt werden, wenn es um die Details geht und dürfen sicher etwas dazu sagen. Aber demokratisch, wird das nicht sein, schätze ich. Und ob in Porz dann Libur noch zu unserer Pfarrei gehört oder nicht, das ist dann wohl auch egal. Es könnte auch sein, dass wir zu eine großen Pfarrei in Leverkusen kommen …

Natürlich stecken wir den Kopf nicht in den Sand, aber ganz vieles haben wir nicht in der Hand. Zum Beispiel fällt auf, dass die neuen Gemeindeleitungen „Teams von Verantwortlichen“ heißen und nein, sie werden nicht GEWÄHLT, sie werden vom Pfarrer ernannt! Pfarrgemeinderäte kamen nicht vor in den Unterlagen und in dem Video auch nicht, auch keine Kirchenvorstände. Es kann sein, dass Kardinal Woelki keine demokratisch organisierten Gremien mehr haben möchte. Das ist Spekulation, aber ich habe ein bisschen den Verdacht.

Gibt es weitere Fragen?

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Seelsorgebereichsforum

Posted by Florian Seiffert - 1. Oktober 2020

Es ist stürmisch in unserer Kirche! Und ich bin wütend! Und deswegen kann dieser Artikel leider nicht so sachlich werden, wie es vielleicht wünschenswert ist. Aber der Reihe nach:

Heute war Seelsorgebereichsforum für unsere Pfarrei. Das war ein moderierter Austausch zwischen den Verantwortlichen beim Pastoralen Zukunftsweg des Bistums in Köln und unserer Pfarrei.

Worum ging es?
Es ging um den Pastoralen Zukunftsweg. Eine Verwaltungsreform, die uns als Aufbruch ins Paradies verkauft wird, aber in Wahrheit eine Fusion und Umstrukturierung ist, um Pfarreien so zusammen zu legen, dass bei abnehmenden Priesterzahlen noch pro Pfarrei ein Priester vorhanden ist.

Wie macht man das?
Man legt so lange Pfarreien zusammen, bis man nur noch 50-60 Pfarreien hat, statt 183, wie zur Zeit. Kann man das so machen? Ja! Kirche ist keine Demokratie. Der Bischof kann anordnen und erzwingen. Das ist kein Problem! Wer keinen Bock hat, kann ja gehen.

Unter der Moderation der tapferen Frau Pohlmann, trafen sich heute insgesamt 18 Mitglieder von Kirchenvorstand (KV), Pfarrgemeinderat (PGR). Dazu kamen ein paar weitere Engagierte.

Via Youtube-Steam begrüßte uns Generalvikar Hofmann. Dann folgte ein langes Halleluja-Video über den Pastoralen Zukunftsweg und wie toll alles wird und wie sich Kirche vor Ort mit Engagementförderern und den ‚Teams von Verantwortlichen‘ zu einer wirklich runden Sache entwickeln wird. Das Wort Priestermangel kam nicht vor. Dass Kirchen geschlossen werden müssen, konnte man erahnen, dass das kirchliche Leben vor Ort abnehmen wird, wurde eigentlich nur gestreift.

Dann hatten wir dann doch fast 30 Minuten Zeit, unserem Herzen Luft zu machen, zu diskutieren und uns auf 3 Fragen zu einigen, die wir dann online nach Köln schicken durften. Es war cool zu sehen, dass Frau Pohlmann uns irgendwie dazu gebracht hat, das hinzubekommen. EIGENTLICH hätten wir viel viel mehr Zeit dazu haben müssen! Aber natürlich will das Bistum gar nicht so viele kluge Fragen und Bedenken und Ängste. Es soll eher so sein, dass man sagen kann: Wir haben die Basis doch beteiligt! Was wollt ihr!? UND es soll nicht so viel, besser kaum Arbeit machen. Also 3 Fragen und wenig Zeit. Soweit klar?

Unsere Fragen waren:

  • Warum wird uns eine notwendige Verwaltungsreform als spiritueller Durchbruch verkauft, statt ehrlich zu argumentieren, was erforderlich ist?
  • Wie verändert sich das GV, um die NEUEN PFARREIEN zu unterstützen und zeitnah und zügig eine transparente und gerechte Verteilung und Darstellung der Finanzen und anderer Ressourcen zu gewährleisten?
  • Wenn Einrichtungen aus übergeordneten Strukturen in die Gemeinde integriert werden sollen, wieso fallen die Kitas aus dem Schaubild „Gemeinde der Zukunft“ heraus?

Um 21 Uhr waren in Köln die Fragen der 31 Gemeinden, die heute online mit dem Generalvikariat (GV) verbunden waren sortiert und reduziert. Natürlich kam Jubel auf, als unsere erste Frage auch in Köln vorgelesen wurde und Generalvikar Hofmann zur Antwort ansetzte:

„Zu dieser Frage fällt mir ein, ein Wort des Heiligen Ignatius von Loyola der gesagt hat: Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit, mit der Realität. Ich glaube, dass wir ehrlich sind, denn im Video konnten Sie sehen was die äußeren Faktoren sind, die uns dazu antreiben uns zu ändern, uns zu fragen, was müssen wir anders machen. Wir wollen keine andere Kirche werden, wir wollen die Kirche Jesu Christi sein und bleiben, aber wir haben gesehen, wir müssen anders in vielerlei Hinsicht leben. Der Glaube ist nicht etwas abgehobenes rein spirituelles, rein geistliches, sondern der Glaube ist Geist und Fleisch, ist Gebet, ist Frömmigkeit und zugleich auch ganz konkrete Tat und der hat auch eine strukturelle Seite, das ist die sakramentale Struktur der Kirche, wo Göttliches und Menschliches zusammen kommt. Wichtig ist das alle unsere Überlegungen ein geistliches Ziel haben: die Evangelisierung. Wie können wir heute unter den Bedingungen unter denen wir heute Leben, die Freude am Evangelium den Menschen so glaubwürdig vermitteln, dass sie Interesse haben und mehr wissen möchten. Das ist das Ziel all unserer Überlegungen. Dabei gibt es auch strukturelle Dinge in den Blick zu nehmen. Wir müssen uns fragen welche Mittel haben wir heute, haben wir in Zukunft und wie setzen wir sie ein für dieses Ziel und das ist eine element geistliche Sichtweise. Ich glaube das es falsch wäre, wenn wir Verwaltung und Struktur isolieren, als Selbstzweck betrachten würden, macht es halt ein bisschen besser, schlanker günstiger und dann ist schon alles gut – nein – wir müssen uns insgesamt in unserer Haltung ändern, die fängt bei mir selbst fängt das alles an. Und die Art und Weise, wie wir auf die Mittel schauen, die wir haben, ist etwas geistliches. Unser Kardinal hat in seinem ersten Fastenhirtenbrief zum Zukunftsweg schon darauf hingewiesen, dass er dazu einlädt Versammlung, jede Sitzung mit einem Hören auf das Wort Gottes beginnen. Wir versuchen das z.B. im Erzbischöflichen Rat, im Diözesanpastoralrat, aber auch bei den Projekt- und Lenkungsteamsitzungen der aktuellen Etappe. Und die Erfahrung ist, dass sich, wenn man das regelmäßig so hält die Art und Weise des Denkens, des Sprechens, des Argumentierens, des miteinander umgehens ändern. Deswegen denke ich, dass wir hier ehrlich sind, dass wir nichts hinter dem Berg halten und dass das Ganze tatsächlich auch geistlich angekommen sein soll. Wie weit uns das gelingt, hängt von uns allen ab.“

Hm. ….
Die Schultern fielen herunter, die Köpfe senkten sich. Nein, der Saal in St.Hubertus war mit der Antwort nicht glücklich, nein, auch nicht zufrieden. Wenn ich Zeit und Kraft habe, schreibe ich die Antwort noch auf, dazu muss ich mir das Video des Streams ca. 30-50 mal anhören … Ihr versteht.

Dann kamen weitere Fragen aus anderen Seelsorgebereichen und Pfarreien. Man spürte, dass SO SO viele engagierte Menschen gerade mit ihrer Zukunft, mit der Zukunft der Kirche von Köln und ihren Gemeinden vor Ort beschäftigt sind. Das war schon erhebend. Zwischen den Zeilen der Texte im Stream waren wir verbunden mit engagierten und sorgenvollen Menschen im ganzen Bistum. Und auch: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …

Generalvikar Hofmann führte aus, dass man nicht auf alle Fragen antworten könne, man möge bitte Verständnis haben, aber es gäbe dann eine Veröffentlichung, die die zusammengefassten Fragen beantworten würde …
DU MEINE GÜTE! Das hatten wir beim Pastoralgespräch in Flittard schon mal! Da hat erst für den Durchbruch gesorgt, dass wir alle Fragen, also ALLE FRAGEN, also JEDE EINZELNE FRAGE aufgeführt haben und dann die Antworten dazu veröffentlichten – ich denke das Bistum ist wirklich gut beraten, das auch so zu machen: JEDE FRAGE, also JEDE VERDAMMTE FRAGE veröffentlichen und die Antworten auf – nach Ähnlichkeit gruppierten – Fragen zu geben! Nur so fühlen sich die Fragesteller*innen auch ernst genommen! Wer seine Frage nicht liest, ist raus! Hat keinen Bock mehr! Glaubt dem Bistum nicht! Alle anderen Versionen von Veröffentlichung zu den Foren sind Schnulli-Bulli!
Klar? Klar!
(Und kommt mir nicht mit: Das macht aber viel Arbeit! IHR LEBT VON UNSERER KIRCHENSTEUER!)

Ich staunte über so einige kluge Fragen, fühlte aber auch, dass 250 Zeichen für eine Frage plus Hintergrund zu wenig sind (Im Übermittlungstool gingen nur 250 Zeichen – Du meine Güte!). Man muss die Leute sich austoben lassen beim Fragen, sonst kann man es auch lassen. Oder?
Die Antworten zu geben war schwierig. Die Expertinnen und Experten in Köln waren tapfer und gaben ihr Bestes, mussten sich aber doch schon mal arg winden. Und ich fragte mich: Wo ist der Bischof? Wo ist Kardinal Woelki? Warum ist der Jung, der dann alles entscheidet und festlegt nicht dabei? Wenn wir schon Schafe sind (was wir ja so nicht sind!) WO IST DANN UNSER HIRTE?

Ich wurde das Gefühl nicht los, das die wesentlichen Dinge feststehen, dass wir durch alle Fragen daran nichts mehr ändern. Man tut so, als hätten wir Einfluss mit unserem Seelsorgebereichsforum, aber ich glaube, wir dürfen noch ein paar kleine Nägelchen einschlagen und Schräubchen festziehen, aber der große Drops ist schon gelutscht.
In Köln wird es zukünftig 2 oder 3 Pfarreien geben. Wir könnten zu „Köln Ost“ werden mit Pfarrkirche St.Heribert in Deutz. Natürlich wird es einen schöneren Halleluja-Namen für die Pfarrei geben, weil St.Heribert so nach kleiner Einheit und meinem Onkel klingt. Und Köln-Ost ist doch ein Autobahnkreuz. Oder?

Über all den Bistumsfrust und dem Ärger, das PGR und KV in den Papieren und im Video nicht vorkamen, blieb für mich die Freude, die in dem Engagement der 18 Leute heute im Pfarrheim St.Hubertus steckte und zum Ausdruck kam. DAS ist für mich KIRCHE, die Gläubigen vor Ort, die miteinander in einem Boot sitzen und auch gegen den Sturm und Strom des GV anrudern und auch dann nicht aufgeben und wütend fester rudern, wenn es mal wieder stürmisch ist.

(Aktualisierung 01.10.2020, 18:34h – Ich habe eingefügt die Antwort des Generalvikars Monsignore Dr. Markus Hofmann nach dem Stream-Video unter: https://youtu.be/gYCgsb-RgmY)

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