Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum 32. Sonntag im Jahreskreis A

Posted by michaelcziba - 4. November 2020

Liebe Schwestern und Brüder.
Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl, das wir an diesem Sonntag hören, führen die geladenen Gäste alle möglichen Ausreden ins Feld, um der Einladung nicht folgen zu müssen. Ihnen sind eine Menge Dinge wichtiger, als beim Mahl dabei zu sein. Anders die Brautjungfrauen in diesem Gleichnis. Sie gehen hin; sie möchten dabei sein. Aber dann werden einige von ihnen, als es soweit ist, infolge ihrer Unbekümmertheit und Gedankenlosigkeit von der Feier buchstäblich ausgeschlossen. Manche fragen sich aufgrund dieses Gleichnis: Kann es sein, dass wir an der Himmelspforte abgewiesen werden, wenn uns eine einzige derartige Nachlässigkeit passiert ist? Was haben die Mädchen denn Böses getan? Sie haben doch niemanden betrogen und schon gar niemanden umgebracht. Nur ein kleines Versäumnis ist ihnen unterlaufen. Sonst waren sie ganz bestimmt gute Menschen und haben gewiss auch Gutes getan. Zählt das alles nicht? Kann man wegen einer solchen Kleinigkeit so hart bestraft werden?
Das sind Fragen, die in den vergangenen Jahrhunderten von vielen Christen gestellt worden, auf die das Gleichnis keine Antwort gibt, weil es hier nicht um Lohn und Strafe geht, sondern darum, dass wir das Reich Gottes nicht so nebenher und gedankenlos erlangen können. Wir sollen unser Leben dahin ausrichten, so wie wir unseren Beruf angehen, uns auf unsere Hochzeit, Ehe und Familie vorbereiten, den Bau eines Hauses planen, für unser Alter vorsorgen und das alles gewissermaßen bei allem, was wir tun, im Hinterkopf haben, anstatt es darauf ankommen zu lassen. Dann kann es uns nicht passieren, dass wir nachts vor geschlossene Ladentüren kommen, weil wir ja am hellen Tag an alles gedacht haben. Dann dösen wir nicht dahin, sondern leben ganz bewusst. Dann wird auch mehr aus unserem Leben, weil es auf ein großes Ziel hin ausgerichtet ist. Das ist es, was die klugen Jungfrauen aus meiner Sicht uns zu sagen haben. Und wenn wir einmal ganz aufmerksam die Menschen beobachten, dann werden wir merken, dass viele von ihnen es auch heute noch so machen, weil sie das Ziel klar erkannt und vor Augen haben.

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