Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Fest der Taufe des Herrn

Posted by michaelcziba - 6. Januar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Man muss sich noch einmal die Bedeutung der Taufe des Johannes vor Augen führen, um die Ungeheuerlichkeit der Taufe Jesu zu verstehen. Johannes hatte zur Vergebung der Sünden und zur Umkehr getauft. Und jetzt reiht sich Jesus unter die Menschen, die von Johannes getauft werden möchten. Das ist mehr als eine Geste. Das ist Ausdruck der menschlichen Natur Jesu, der wusste, dass auch er als Mensch der Umkehr bedürftig ist. Vielleicht zeigt sich hier auch die Unsicherheit Jesu über seinen weiteren Lebensweg. Er ist sich seiner Person (noch) nicht sicher, wie auch als Mensch, der sein Menschsein ernst nimmt und sich nicht gottgleich fühlt. Mit Worten aus Psalm 2 bezeugt Gott die Sohnschaft Jesu. Deshalb zählt die Taufe Jesu – wie das Fest der Erscheinung des Herrn und das erste Wunder Jesu bei der Hochzeit zu Kana – zu den Epiphanien, zu den Erscheinungen Gottes. Gott erscheint unter den Menschen – als Mensch, der ganz und gar Mensch ist. Und was ist mit unserer Taufe? Wenn wir kleine Kinder taufen, dann nicht zur Umkehr, nicht zur Vergebung der Sünden, sondern weil wir sie Gott anvertrauen, damit in unserer Menschlichkeit ein Funke Göttlichkeit entzündet wird.

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