Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Geistlicher Impuls zum Palmsonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 24. März 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Die Mächtigen dieser Welt demonstrieren gerne ihre Macht mit Waffen und wirtschaftlichen Muskelspielen. Der Mann, den wir Christen, Sohn des allmächtigen Gottes nennen, er reitet nach Jerusalem hinein. Dort wird der Konflikt mit den Mächtigen sich zuspitzen – und er kommt auf einem Esel. Auf einem Esel, den er sich auf ziemlich dubiose Art und Weise ausgeliehen hat.
Keinem der vier Evangelisten ist es peinlich, die Sache mit dem Esel zu erwähnen. Nach den Propheten (mit der Bezeichnung „der Prophet“ ist damit immer der Prophet Jesaja gemeint) kommt der wahre König in Demut und nicht mit den Insignien der Macht.
Begreifen wir Christen eigentlich, was das bedeutet? Wenn wir uns noch so sehr auf der Seite des Guten wähnen, wir werden dieses nicht mit Gewalt durchsetzen können. Und wenn wir noch so sehr das Gute für unsere Mitmenschen wollen, wir können das nicht erzwingen. Das erfordert eine gehörige Portion Demut.
Wollen wir uns von Jesus anstecken lassen, dann können wir nur auf einem Esel reiten. Will heißen: Unbewaffnet, nur mit unserem Vertrauen in den Gott des Lebens, uns mit Haut und Haaren auf das Leben und das Sterben einlassen. Uns für den Esel nicht zu schade sein. Darauf vertrauen, dass die Liebe immer lebendig sein wird, dass ist unser Anspruch.

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