Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Es bleibt bei 12 Grad.

Posted by Florian Seiffert - 13. August 2022

Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung am 10.08.2022 beschlossen, die Temperaturen in den Kirchen während der Heizperiode zu den Gottesdiensten nicht mehr von 12 auf 16 Grad anzuheben. Es bleibt einfach bei den 12 Grad.

Der Kirchenvorstand von St.Clemens und Mauritius hat beschlossen, es bei der Grundtemperatur von 8 Grad zu belassen. Das Anheben der Temperatur ist so energieintensiv und muss schon 24h vor dem Gottesdienst erfolgen, dass sich heute niemand mehr damit wohlfühlt.

Das Heizen der Kirchen ist ein Relikt der Wirtschaftswunderzeit nach dem zweiten Weltkrieg. Man hatte Geld, Klimawandel gab es noch nicht im Bewusstsein und es war komfortabel. Also los. Es wurden überwiegend Gas-Gebläseheizungen eingebaut. Die wahrscheinlich sinnvolleren Fußbodenheizungen eher nicht. Vor dem Krieg gab es keine Kirchenheizung. Man war es gewöhnt und kam damit zurecht.

Schwierig am Heizen in Kirchen ist die Luftfeuchtigkeit. Warme Luft, kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Er fällt als Wasser (Tau) aus, wenn die Luft wieder abkühlt. Je nachdem, wie man heizt, lüftet und Feuchtigkeit (durch Atemluft) einbringt, fängt man sich Probleme mit Schimmel, der Orgel oder Kunstwerken ein. Das kann teurer werden, als einen höheren Gaspreis zu zahlen … Man muss also klug handeln.

Alternativen.
Man könnte nur eine Kirche im Sprengel heizen und alle anderen kalt lassen. Dann fragt sich: Welche? Gibt es Streit, wenn es ’nicht meine‘ ist?
Besser scheinen Sitzkissen (das machen viele Dauerkarteninhaber im Winter beim Effzeh auch). Wenn der Hintern warm ist friert es sich nicht so leicht.
Man könnte Decken beschaffen und die Gottesdienstbesucher:innen wickeln sich nach Bedarf darin ein.
Ich bin dafür bei unter 20 Besucher:innen in der Woche den Gottesdienst in die Sakristei oder den Pfarrsaal zu verlegen. Mit gutem Willen und etwas Kreativität, lässt sich da eine Lösung finden.

In St.Hubertus und Mariä Geburt prüft der Kirchenvorstand, ob man die Grundtemperatur absenken kann, ohne dass die Orgel Schaden nimmt.

Die Heizungen von St.Hubertus, St.Pius X und St.Bruder Klaus sind alle alt und müssen zukünftig erneuert werden. Nicht nur wegen des Geldes und wegen Putin, sondern vor allem wegen der Klimaerwärmung müssen wir weg vom Gas! Welche Möglichkeiten es gibt oder ob wir Heizung und Heizen sparen, müssen wir diskutieren und prüfen. Es hängt auch viel von uns Gottesdienstbesucher:innen ab. Wenn alle sagen: Heizung aus! haben Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand es leicht mit einer Entscheidung.

Den seit 20 Jahren im Raum stehenden Wunsch auf die Südseite des Daches von St.Hubertus eine Photovoltaik-Anlage zu bauen, wird vom Erzbistum nicht mehr so kritisch gesehen. Aber der Denkmalschutz der Stadt Köln zeigte uns deutlich die rote Karte. Vielleicht muss es noch schlimmer kommen, dass da etwas möglich wird.
Ich fände Solarmodule auf Kirchen ein sehr positives Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung und für Nachhaltigkeit.

Wie auch immer es kommt, unsere Kirchen werden im Winter weniger warm sein, so wie im Dom. Da gibt es keine Heizung.

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