Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Was nun Kardinal Woelki?

Posted by Florian Seiffert - 26. September 2021

Ein Kommentar von Florian Seiffert.

Der Papst hat entschieden, alle Bischöfe, die bei der Behandlung und Aufklärung von sexuellem Missbrauch Fehler gemacht haben, bleiben im Amt. Es hat wohl gereicht, dass sie nicht in böser Absicht handelten. So bleibt auch Kardinal Woelki im Amt. Wie das auf die Betroffenen wirkt, ist für mich Spekulation.

Ich kann aber sagen, dass mein Vertrauen in die Kirchenleitung in Köln und in Kardinal Woelki schwer getrübt ist. Jetzt nimmt sich Kardinal Woelki eine Auszeit (oder sie wurde verordnet – auch Spekulation) und hat schon angekündigt, danach wieder die Leitung des Erzbistums zu übernehmen. Das hört sich nicht nach einer ergebnisoffenen Auszeit an. Kann Auszeit, Gebet und Nachdenken nicht auch dazu führen, dass er nicht mehr Erzbischof von Köln sein möchte? Offenbar nicht.

Die Auszeit soll wohl auch dazu führen, verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen. Ich frage mich, wie soll das gehen? Durch Abwarten? Wir Gläubige vergessen dann, was war? Einfach so? Aschermittwoch 2022 ist alles vorbei und das Vertrauen, wieder da? Ich denke, ich bin keine Blumenwiese, wo es sozusagen „von alleine“ wieder wächst.

Nein, Vertrauen kann man nicht verlangen, es wächst nicht einfach von alleine, es ist was anderes, als Vergessen. Vertrauen muss man sich verdienen. Das fängt für mich mit Demut an!  Und mit Respekt und mit Empathie. 

Ich fand Kardinal Woelki bisher einfach  nicht emphatisch, nicht einfühlsam oder mitfühlend. Sein Wort „Peanuts“ auf die bei unserer letzten Visitation genannte Zahl von Taufen nach der Kindergartenzeit von bis dahin nicht katholischen Kindern, ist mir da noch gut (in schlechter) Erinnerung.

Seit gestern denke ich darüber nach, was Kardinal Woelki und wir konkret machen können. Ein ungewöhnlicher Schritt, der mir aber möglich scheint und die Probleme des Erzbistums lösen helfen könnte, ist es zu wählen. Kardinal Woelki könnte sozusagen die Vertrauensfrage stellen und uns Menschen im Erzbistum fragen: Soll ich weiter euer Bischof sein? Möchtet ihr das? Oder soll ich meinen Platz für einen Nachfolger räumen. Alle Debatten, ob Kardinal Woelki im Amt bleiben kann/darf/muss etc. wäre sofort zu Ende. Ein Wahlergebnis würde ohne Zweifel akzeptiert werden. Es wäre ein mutiger Schritt, es setzte Zeichen und es würde meinen Respekt vor Kardinal Woelki deutlich erhöhen. 

Im November sind Wahlen zum Pfarrgemeinderat und zum Kirchenvorstand. Alle, die den PGR wählen dürfen (Wahlalter ab 16 – beim Kirchenvorstand ab 18)  wählen auch: Soll Kardinal Woelki im Amt bleiben oder auf sein Amt verzichten!

Dann wäre die Sache in Köln mutig und beherzt entschieden, es wäre ein Zeichen für die Kirche in der Welt gesetzt und es herrschte wieder mehr Frieden in der Zusammenarbeit zwischen Erzbistum und den Gemeinden. Und wir könnten uns der Frage zuwenden, wie sollen Gemeinden in der Zukunft aussehen? Vielleicht dann mit einer echten Beteiligung der Gemeinden, nicht nur einer Anhörung und ein paar sehr optimistischen Videos?

Und für die, die glauben, eine hierarchische Kirche kann doch nicht wählen: Beim Apostelkonzil wurden sieben Diakone gewählt, nicht ernannt. Geht also. Oder?

Lieber Kardinal Woelki: Lassen Sie uns wählen, legen Sie Ihr Leben in Gottes Hand – wie jeden Tag sonst auch!

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Vatikan würdigt Anstrengungen zur Aufarbeitung – Weihbischöfe im Amt bestätigt

Posted by Florian Seiffert - 24. September 2021

Die Stellungnahme des Erzbistums Köln:

https://www.erzbistum-koeln.de/news/Papst-Kardinal-Woelki-bleibt-und-nimmt-Auszeit/

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Kardinal Woelki bleibt

Posted by Florian Seiffert - 24. September 2021

Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln. Er nimmt aber eine Auszeit.

Die Erklärung des Heiligen Stuhls im Wortlaut:
https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2021/Mitteilung-des-Heiligen-Stuhls-24.09.2021.pdf

Mitteilung-des-Heiligen-Stuhls-24.09.2021.pdf

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Regenbogenfahne an Kirche St. Bruder Klaus

Posted by Florian Seiffert - 22. Mai 2021

Die Gemeindevertretung (GvO) St. Bruder Klaus hat auf ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen als Zeichen der  Solidarität mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die Regenbogenfahne bei uns am Kirchturm aufzuhängen.

Das Verbot der Glaubenskongregation homosexuellen Paaren den kirchlichen Segen zu verweigern hat uns dazu bewogen auch bei uns in BKS „Farbe“ zu bekennen und dies nach außen deutlich zu machen.

Eine Regenbogenfahne als Zeichen des Protestes gegen das Verbot von Papst Franziskus, homosexuelle Paare zu segnen, hing bzw. hängt seit Gründonnerstag u. a. 40 Tage an der Kirche St. Clemens in Köln Mülheim, sowie an einer Vielzahl weiterer Kirchen im Erzbistum Köln.

Das Verbot der Segnung homosexueller Paare zeugt von einer rückwärtsgewandten Sexualmoral der Amtskirche, die auf Ausgrenzung zielt,  und mit der heutigen Lebenswirklichkeit vieler Menschen nicht übereinstimmt, ja vielmehr diese sogar ausblenden will.
Jesus hat gesagt Liebe Deinen Nächsten und dazu zählen alle Menschen gleich welcher Couleur. 
Es ist anmaßend diesen Paaren ihre Liebe zueinander nicht abzunehmen, und dann dieser Liebe den Segen zu verweigern.
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Aber eine Segnung von Blumen, Häusern, Motorrädern, die Liste kann beliebig fortgesetzt werden, ist möglich, nur Menschen die sich zu ihrer Liebe bekennen, verweigert man den Segen. 

Das ist nicht unsere Auffassung von christlicher Nächstenliebe und das wollen wir unmissverständlich klar stellen.

Wir legen Wert darauf unsere Solidarität nicht nur auf Lesben und Schwule zu begrenzen, sondern den Segen allen zu geben, die in gegenseitiger Liebe eine Partnerschaft pflegen.

Uns ist durchaus bewusst, dass es auch andere Auffassungen in der Gemeinde gibt, das ist nur natürlich. Gern würden wir die Gelegenheit nutzen hierüber miteinander ins Gespräch kommen. Vielleicht ergibt sich nach dem Sinken der Corona Inzidenzen bald die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch im Pfarrheim.

Für die GvO St. Bruder Klaus

Werner Spiller

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Stellungnahme zur Situation in unserer katholischen Kirche

Posted by Florian Seiffert - 7. April 2021

Als katholische Laien-Vertreter*innen der ehemaligen Heimatpfarrei von Kardinal Woelki verfolgen wir das Geschehen im Erzbistum Köln mit besonderer Aufmerksamkeit. Seit langem regt sich in uns Widerstand gegen Auffassungen, Haltungen und konkrete Umsetzungen. Denn wir stehen für anderes ein!

Wir erleben in unserer Gemeinde, dass Menschen massiv an der katholischen Kirche zweifeln und verzweifeln. Die Menschen fühlen sich von ihrer Kirche verlassen und verraten, denn sie gibt ihnen kaum Antworten auf ihre Fragen und Bedürfnisse. Viele sind enttäuscht und ziehen sich zurück.

Und auch viele engagierte Katholik*innen fragen sich vermehrt, ob sie für diese Kirche noch geradestehen und sich einbringen wollen. Viele sehen im Umgang der Kirchenleitungen mit den Gemeinden, Kritikern und anders Denkenden eine eklatante Missachtung des von Gott gegebenen Auftrags. Dieser Umgang hat mit unserem Verständnis von Menschlichkeit und Liebe nichts zu tun. Auch die angestrebten Lösungen anstehender Probleme und Fragen im sogenannten Pastoralen Zukunftsweg gehen an den erlebten Realitäten vorbei.

Der Umgang mit Missbrauchsopfern in der Vergangenheit wird als große Schuld, bisher ohne deutliche Reue und Konsequenzen angesehen. Daran ändern auch die bisherigen personellen Konsequenzen wenig. Wir sehen darin keine umfassende Übernahme von moralischer Verantwortung gegenüber den Missbrauchsopfern.

In der katholischen Kirche gilt ein hierarchisches und feudal anmutendes System. Wir sind im Geiste des deutschen Grundgesetzes mit den dazugehörigen demokratischen Prinzipien aufgewachsen und in unsere Positionen demokratisch gewählt. Wir haben durch die Taufe Anteil am „gemeinsamen Priestertum der Gläubigen“. Dazu passen viele Umgangsweisen und Haltungen des Erzbistums nicht: die strikte Trennung zwischen Laien und Klerikern, zwischen Gemeinde und erzbischöflichem Generalvikariat (eGV), zwischen Gehorsamsgelöbnis und freier Gewissensentscheidung. Wir wünschen uns von der katholischen Kirche eine Neuentdeckung dieses „gemeinsamen Priestertums“ und erwarten Folgendes:

  1. Wir erwarten den Umgang miteinander auf Augenhöhe

Der „Pastorale Zukunftsweg“ gaukelt Beteiligung vor, ohne uns Laien die Möglichkeit zu geben, wirklich Einfluss nehmen zu können. „Wir fordern, dass der Pastorale Zukunftsweg ein Prozess mit echter Partizipation wird. Die Gemeinschaft aller getauften Menschen muss entscheidenden Einfluss auf die Zukunft unserer Kirche haben. Dafür braucht es zuallererst ein Zuhören und Wahrnehmen der Bedürfnisse, Gedanken und Vorschläge der gläubigen Menschen.“ (Gregor Stiels, Januar 2021) Das ist auch unsere Position.

Wir sind im höchsten Maße entrüstet, wie mit den Verantwortlichen der katholischen Hochschulgemeinde und ihrer Homepage umgegangen wird, wie Priester, die sich kritisch äußern, einbestellt und gemaßregelt werden. Die Liste ließe sich noch lange fortführen.

Wir stehen fassungslos vor der unmöglichen Aufgabe unseres Kirchenvorstands, auf der einen Seite Geld einsparen zu sollen, und auf der anderen Seite keine Entscheidungen ohne die Genehmigung des eGV treffen zu können. Und wir verstehen nicht, dass Entscheidungen vom eGV verweigert werden, weil angeblich kein pastorales Zukunftskonzept vorläge, dieses jedoch bereits seit Jahren Grundlage verschiedenster Verhandlungen ist (Stichwort: Kirchengebäude St. Johannes Evangelist in Stammheim). Das Vorgehen ist derart absurd, dass das vermutete Ziel des eGVs nur sein kann, den Kirchenvorstand so mürbe zu machen, dass niemand mehr diese ehrenamtliche Arbeit machen möchte, damit das eGV übernehmen und alleine schalten und walten kann.

Genauso unverständlich ist es, dass wir zur Teilnahme an der Zentralrendantur gezwungen wurden, um die Gemeinden zu entlasten. Diese ist jedoch nicht in der Lage, klare Zahlen zu benennen, wenn es z.B. um die Kosten eines Gebäudes, wie dem Pfarrsaal in Bruder Klaus, geht.

Ein Umgang miteinander auf Augenhöhe erfordert Teilhabe und Transparenz. Wir erwarten, dass die demokratisch gewählten Systeme in der Gemeinde erhalten bleiben und noch stärker als bisher in die Entscheidungen des Erzbistums einbezogen werden.

  1. Wir erwarten die Aufrechterhaltung pfarrlicher Strukturen im gewachsenen Rahmen

Die Pfarrgemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt entstand am 01.01.2011 durch die Fusion von drei Pfarreien mit damals fünf Kirchorten. Wir haben vieles versucht, um als eine Gemeinde zusammenzuwachsen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Gläubige, um sich angesprochen und wohlzufühlen, kleinere Bezüge um „ihren“ Kirchturm herum brauchen. An ein Team von Hauptamtlichen, die sich abwechseln, können sie sich gewöhnen, an einen anderen Kirchort kaum oder gar nicht.

Das bedeutet, dass neue Strukturen gefunden werden müssen, die auch von den sogenannten Laien (Pastoralreferentinnen, Gemeindereferentinnen, Sozialpädagog*innen etc.), die angestellt beschäftigt werden müssen, ausgefüllt werden.

„Das Konzept eines von einem zentralen Pastoralteam aus der Ferne qualifizierten und begleiteten Teams von Verantwortlichen überzeugt uns nicht. (…) Das Kriterium, dass eine Gemeinde sich ohne solche ortsbezogene feste Begleitung selbstständig durch ein Team von Verantwortlichen trägt oder eben vergeht, erscheint uns nicht sachgerecht, ja lieblos. Es entspricht nicht der Realität heutiger Ehrenamtlichkeit und auch nicht unbedingt dem, was wir als unser Charisma ansehen. Hier wird die Verantwortlichkeit überdehnt, die wir in Teams von Ehrenamtlichen ehrenamtlich tragen können und wollen.“ (Pfarrgemeinderat Flingern/ Düsseltal Stellungnahme 2020 zur „Pfarrei der Zukunft“ im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges) Das ist auch unsere Haltung.

  1. Wir erwarten Gleichberechtigung und eine offenere Sexualmoral

Wir erwarten die Gleichberechtigung von Frauen bis hin zu allen Weiheämtern und eine Aufhebung des Pflichtzölibats. Wir sehnen uns nach einer offeneren Sexualmoral, die sich am jesuanischen Vorbild orientiert, Geschiedene gleich behandelt und Homosexualität nicht ablehnt. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Entscheidung der Bischöfe vieler Bistümer in Deutschland, homosexuelle Paare auch weiterhin zu segnen. Wir wünschen uns eine Kirche, die Orientierung bietet und keine Ausgrenzung vollzieht.

  1. Wir erwarten die Übernahme der Verantwortung und die Ahndung aller Vorfälle von Machtmissbrauch bis hin zu sexuellem Missbrauch

Zu diesem Thema ist unseres Erachtens die katholische Kirche mit ihren veralteten und hierarchischen Strukturen und Haltungen in ganz entschiedenem Maße gefordert, Veränderungen einzuleiten. Dazu gehört nicht allein die offene Aufklärung der Missbrauchsfälle der Vergangenheit, sondern auch die Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden und die vorurteilsfreie Suche nach strukturellen Veränderungen. Aus gutem Grund trennt der Staat legislative, exekutive und judikative Gewalt. Es ist dringend geboten, dass die Kirche diesen Schritt auch vollzieht.

„Wir wünschen uns eine Kirche, die offen zu Fehlern und Verbrechen steht, deren klare Haltung zu sichtbarem und konsequentem Handeln führt, die sich gegenüber den Opfern angemessen und demütig verhält und einen glaubwürdigen Neuanfang wagt.“ (Katholikenausschuss der Stadt Köln, März 2021)

  1. Wir erwarten einen angstfreien Umgang miteinander

Wir stellen fest, dass Gemeindemitglieder, Laien und Kleriker, bei ihren Meinungsäußerungen immer wieder große Vorsicht walten lassen. Menschen haben Angst und befürchten Nachteile, wenn sie ihre Meinung frei äußern. Wie sehen z.B., dass Maria 2.0 die Möglichkeit entzogen wird, ihre Meinung in kirchlichen Foren frei zu äußern. Wir wünschen uns eine Kirche, in der man angstfrei über Meinungsverschiedenheiten streiten kann.

  1. Wir erwarten, dass Bischöfe von ihrem Kirchenvolk gewählt werden

Wir wünschen uns, dass Bischöfe von ihrem Kirchenvolk gewählt werden. Wir sind sicher, dass der Heilige Geist auch in einer Wahl wirkt, nicht nur in einem Vorschlag des Domkapitels und einer Ernennung aus Rom.

  1. Wir erwarten die Mahlgemeinschaft mit unseren evangelischen Schwestern und Brüdern

Was wird beschädigt, wenn evangelische Christ*innen in der katholischen Kirche zur Kommunion gehen? Was wird beschädigt, wenn Katholikinnen am Abendmahl der evangelischen Kirche(n) teilnehmen? Kann Jesus Christus in Gestalt von Brot und Wein jemanden beschädigen? Ist es nicht viel wichtiger, dass wir im Sinne und Geist von Jesus Christus handeln, als dass wir kleinlich darauf beharren Recht zu haben bei der Frage, wie nun Jesus in unser Herz gekommen ist – durch Transsubstantiation oder Konsubstantiation? Lasst uns geschwisterlich gemeinsam zusammen feiern. Gerne in Vielfalt – aber zusammen!

Wir wissen, dass viele unserer Forderungen und Wünsche nicht in Köln zu regeln sind. Wir wünschen uns aber, dass Kardinal Woelki sich in Rom für die entsprechenden Änderungen im Kirchenrecht stark macht.

Fazit:

Wir könnten angesichts der beschriebenen Situation den Kopf in den Sand stecken, unser Engagement niederlegen oder aus der Kirche austreten. Jedoch wollen wir mit diesem Schreiben deutlich machen, dass VERÄNDERUNG geboten ist. Wir wollen in unserer Kirche bleiben, uns weiterhin ehrenamtlich engagieren und für unser Verständnis unseres Glaubens eintreten.

Denn wir möchten zu einer Kirche gehören, in der das Gebot „Liebe den Nächsten wie dich selbst“ nicht nur gepredigt, sondern in allen Strukturen der Kirche präsent ist und von allen Gläubigen, Laien und Klerikern gemeinsam, gelebt wird.

Köln, April 2021
GvO St. Bruder Klaus, PGR St. Hubertus und Mariä Geburt

Hans-Josef Bauer, Anna Böhm, Christian Böhm, Michael Cziba, Elisabeth Frank, Christine Girod, Norbert Gröger, Sabine Grunthal, Armin Heilmann, Jürgen Kempf, Thomas Kosch, Maria Löhrer, Sigrid Metzinger, Veronika Nestler, Elke Niederehe, Alexandra Raue, Andreas Schmeichel, Bruno Schmidt-Girod, Florian Seiffert, Werner Spiller, Sandra Wirz.

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Impuls zu Mittwoch

Posted by Florian Seiffert - 5. April 2021

Zur Situation der Kirche im Erzbistum Köln wird die Gemeindevertretung St. Bruder Klaus und der Pfarrgemeinderat unserer Pfarrei am Mittwoch eine Stellungnahme veröffentlichen.

Da ich die letzten Tage mit Gedanken und Tätigkeiten dazu voll war – nicht ganz, aber ein bisschen – blieb bei mir ein Gedicht hängen, was sonst vielleicht vorbeigelaufen wäre. Es ist von Jehuda Amichai und heißt ‚Der Ort an dem wir recht haben‘.

An dem Ort, an dem wir recht haben,
werden niemals Blumen wachsen
im Frühjahr.

Der Ort, an dem wir recht haben,
ist zertrampelt und hart
wie ein Hof.

Zweifel und Liebe aber
lockern die Welt auf
wie ein Maulwurf, wie ein Pflug.
Und ein Flüstern wird hörbar
an dem Ort, wo das Haus stand,
Das zerstört wurde.

Ich glaube, Kardinal Woelki reicht es in den Gutachten zum Missbrauch ‚recht zu haben‘. Aber es werden für lange Zeit keine Blumen wachsen. Der Hof der Kirche in Köln ist zertrampelt.

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25 Jahre „Lichtblick – Café + mehr“

Posted by Florian Seiffert - 18. Februar 2021

Antje Gensichen schickt uns einen Pressetext zum Jubiläum:

»Seit 25 Jahren besteht das „Lichtblick – Café + mehr“ als vielseitiger Treffpunkt in Stammheim. Das Grundkonzept blieb sich gleich – die Ausgestaltung veränderte sich im Lauf der Zeit.

Am 3. März 1996 war es so weit: Säge, Bohrer und Farbrolle waren zur Ruhe gekommen und das Café öffnete seine Türen. Im Jahr zuvor hatte die Evangelische Gemeinde Stammheim das leerstehende Ladenlokal in der Gisbertstraße gekauft, ehrenamtliche Mitarbeiter hatten es in mehr als 2000 Arbeitsstunden umgebaut und hergerichtet. Seither ist das missionarisch-diakonische Projekt eine Institution in Stammheim. Hier können Gäste und Kunden Kirche erleben, die zu den Menschen geht und sie in ihrem ganz normalen Lebensumfeld begleitet.

Café und Laden sind Orte, zu denen jede und jeder kommen kann, ein offenes Ohr findet für Fragen und Nöte, Beratung erhalten kann in sozialen Fragen von Rente bis Pflege. Auch seelsorgerliche Gespräche ergeben sich, wenn Rat, Trost oder Zuspruch gewünscht sind. Selbstverständlich gibt es auch einen guten Kaffee oder Tee, Frühstück oder Kuchen zu Preisen, die man sich auch mit kleinem Portemonnaie leisten kann. Und wenn es mal ganz knapp ist, gibt es den Kaffee oder das Frühstück „vom Baum“, wo Spenden anderer Gäste hängen, die ihren Mitmenschen etwas Gutes tun wollen.

Neben dem Café gehört der Buchladen zum Angebot, in dem es auch Grußkarten, kleine Geschenkartikel, Honig, Kaffee, Tee und Schokolade aus fairem Handel zu kaufen gibt. Im Keller wird die Kleiderkammer geführt.
Im Café werden verschiedene Programme angeboten, sei es der regelmäßige Spielenachmittag oder die Handarbeitsgruppe „Bestrickend anders“. Es gibt Spanischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene oder Vorträge. Neu im Programm ist das Kinderkino. Besonders beliebt sind die monatlich stattfindenden Literaturlesungen, die in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk angeboten werden.

Das „Lichtblick Café +mehr“ hat viele Stammkunden. Die meisten gehören zur Gruppe der älteren Mitbürger, aber auch Familien mit Kindern beleben die Räumlichkeiten. Besonders beliebt bei ihnen ist das Frühstücksangebot, bei dem die Gäste ihr Frühstück selber zusammenstellen können: groß oder klein, mit Ei oder ohne, Tee oder Kaffee. Das Mitarbeiterteam lässt sich immer wieder neue Spezialitäten einfallen.

Das alles wird möglich durch die zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden, zurzeit etwa 70. Sie kümmern sich um Service im Café und im Laden, um die Annahme und Abgabe von Spenden in der Kleiderkammer, um die Gestaltung des Schaufensters und die jahreszeitliche Dekoration der Räumlichkeiten, um Einkauf, Wäsche, Programm … um alles. Ohne die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hätten Café, Laden und Kleiderkammer nicht 25 Jahre geführt werden können!

Die Initiative wird bis heute getragen von der Evangelischen Brückenschlaggemeinde Köln Flittard/Stammheim. Im Leitungskreis, der Ausrichtung und Programm des Cafés koordiniert, treffen sich engagierte Ehrenamtler der beiden christlichen Gemeinden am Ort. Auch die Mitarbeitenden gehören verschiedenen christlichen Konfessionen an – oder auch nicht. Willkommen zur Mitarbeit ist im Lichtblick jeder, dem das Miteinander im Stadtteil ein Herzensanliegen ist, der oder die gerne mit Menschen zu tun hat und sich engagieren möchte.
Rückfragen zum Laden, zum Café, zur Mitarbeit oder zum Programm beantworten wir gerne; rufen Sie an: 0221 666150.

Die Jubiläumsfeier 2021
Die Corona-Maßnahmen treffen auch das Jubiläum des „Lichtblick Café + mehr“: Es kann nur digital stattfinden. Deswegen gilt das Motto umso mehr: „Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere!“
Eingeladen ist jede und jeder dazu: Im Café kann per E-Mail unter info@lichtblick-cafe.de nach den Einwähldaten für die Teilnahme an unserer Zoomfeier am 5. März 2021 gefragt werden.
Am Online-Gottesdienst zum Jubiläum am 7. März 2021 kann man um 10.30 Uhr unter https://t1p.de/lichtblick-25 teilnehmen.«

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Präventionsschulungen

Posted by Florian Seiffert - 26. Januar 2021

Monika Lutz mailt:

Information zu anstehenden Präventionsschulungen:

Liebe Mitwirkende in unseren gemeindlichen Begegnungsorten. Vor einigen Wochen habe ich per Mail die Verantwortlichen/Leitungen/Ansprechpersonen/MitarbeiterInnen der einzelnen Bereiche/Gruppierungen/Vereine etc. angeschrieben im Blick auf neue Präventionsschulungen in 2021. Für die einen ist in diesem Jahr ein Vertiefungskurs nach 5 Jahren vorgegeben, andere müssen noch eine Grundschulung machen. Ich habe für diese Schulungen wieder den fiten Referenten gebucht. Angesichts der weiteren Corona-Gegebenheiten wird am 20.02.2021 ein Vertiefungskurs als Online Videokonferenz stattfinden. Dazu bedarf es aber einer persönlichen Anmeldung unter meiner Mailadresse=m.ch.lutz@web.de. Ab dem 21.01.2021 erhalten diejenigen, die 2016 (oder früher) einen Grundkurs gemacht haben von mir eine Einladung per Mail. FALLS jemand zum Kreis derjenigen gehört, die nun nach 5 Jahren einen Vertiefungskurs brauchen, von mir per Mail aber keine Einladung erhalten haben, mögen sich bitte per Mail bei mir melden. Ich maile die Einladung dann zu. Bitte beachten: es gibt einen Anmeldeschluss und eine begrenzte Teilnehmerzahl! Ich freue mich auf ein Kennenlernen und Passt bitte gut auf Euch auf!

Herzlichen Gruss
Monika Lutz,

Pastoralreferentin und Präventionsbeauftragte

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Weihnachten 2020 im Wohnheim Haferkamp

Posted by Florian Seiffert - 12. Januar 2021

Monika Lutz schickt uns den folgenden Artikel von Layal Allawe und Ralf Juras:

„Am Ende eines ungewöhnlichen Jahres 2020 war für Ralf Juras (Leiter des Stadtteilbüros) und Layal Allawe (Heimleitung des Wohnheims für Geflüchtete Haferkamp) klar, dass etwas unternommen werden muss, damit die Kinder das Jahr 2020 mit schönen Erinnerungen abschließen können. Dank der „Aktion Neue Nachbarn“ konnte mithilfe einer Spende das Heim schön weihnachtlich gestaltet werden. Weihnachten ist die Zeit der Lichter, der Düfte und der Besinnlichkeit. Durch die Dekoration konnte die gesamte Umgebung eine positive Ausstrahlung erhalten. Nicht nur das, es konnten dank der großzügigen Spende Geschenke für die Gemeinschaftsräume und für jedes einzelne Kind vergeben werden. Die Aktion sorgte bei den Kindern und allen Beteiligten für fröhliche und weihnachtliche Stimmung und hinterlässt schöne Erinnerungen an ein ungewöhnliches Fest 2020.“

Mehr Bilder finden Sie in folgendem pdf-Dokument: Aktion-neue-Nachbarn.pdf

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Menschen in Not caritativ zu helfen

Posted by Florian Seiffert - 1. Januar 2021

Monika Lutz schreibt:

Liebe Gemeindemitglieder,

die Adventszeit und das Weihnachtsfest ist für viele von uns immer wieder eine Herausforderung, für manche auch eine Überforderung-in menschlicher und in finanzieller Hinsicht.

Gerade in dieser Corona geprägten Zeit sind manche an ihre Grenzen gekommen. Vieles vertraute und scheinbar Wichtige war nicht möglich. Da war und ist man auf sich selbst geworfen und auf die Frage: was macht das Weihnachtsfest eigentlich für mich aus?

Geblieben ist für viele auch bei uns die schmerzvolle Erfahrung von Not und Ausgrenzung. Und das gilt auch in diesem Jahr nicht nur für die Geschenke unterm Tannenbaum, sondern auch für das Notwendige zur Ernährung und zum Leben.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die in den letzten Wochen und Monaten, gerade auch unter den erschwerten Coronabedingungen, wieder unermüdlich im Einsatz waren und sind, um Menschen in Not caritativ zu helfen und zur Seite zu stehen-sei es durch Spenden, im Stadtteilbüro, der Lebensmittelausgabe, der Kleiderkammer, in den Büros und bei all den Einzelkontakten in unserem Pfarrverband-wenn es nicht anders geht auch auf der Strasse! Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst am Mitmenschen, der oft sehr diskret stattfindet.

Deshalb auf diesem Weg meinen ganz herzlichen DANK an alle Caritashelferinnen und Caritashelfer und SpenderInnen in unserem Pfarrverband für Ihren unermüdlichen Einsatz verbunden mit dem Wunsch für ein gutes Jahr 2021 mit Gottes Segen für jeden von uns in unserer Pfarreien-gemeinschaft!

Ihnen Allen herzlichen DANK!

M. Lutz, Pastoralreferentin und Caritasbeauftragte

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