Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Artikel’ Category

Bürgerstammtisch am 5.12.2016

Posted by N. Groeger - 30. November 2016

Bruno Odenthal ladet zu diesem Infoabend ein.
Es wird auch der Brand vom 13.11.2016 auf dem Gelände des CHEMPARK’s besprochen.
einladung-17-buergerstammtisch
einladung-17-buergerstammtisch

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Konzert des Europäischen Kammerchores

Posted by michaelcziba - 17. August 2016

Herzliche Einladung zum Konzert des Europäischen Kammerchores am 10. September um 19.00 Uhr in St. Mariä Geburt. Eintritt frei (um Spenden wird gebeten).
2016 Chorkonzert Schauen Sie sich auch das angehängte Plakat an.

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Messe für Kinder am 28. August 2016 um 9:30 in St. Mariä Geburt

Posted by N. Groeger - 30. Juni 2016

Marie Löhrer sendet uns diese Einladung:
Pfarrbrief Messe für Kinder - August 2016

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Pressenotiz Schützenfest Flittard 2016

Posted by Florian Seiffert - 25. Juni 2016

Der Presseoffizier der Bruderschaft übermittelt die aktuelle Presseerklärung:

Pressemitteilung Schuetzenfest 2016 V1

Pressemitteilung Schützenfest 2016 V7

V7

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Projekt „Demenzsensible Kirchengemeinde“ …denn Demenz betrifft uns

Posted by Florian Seiffert - 10. Juni 2016

14.06.2016:
Pfarrer Ulrich Filler schickt das Plakat dabei&mittendrin

Plakat dabei&mittendrin

Plakat dabei&mittendrin

09.06.2016:
Pfarrer Ulrich Filler schreibt:

in der Familie, in der Nachbarschaft , in der Kirchengemeinde, in Stammheim und Flittard.
Aus diesem Grund hat sich unsere Gemeinde für das Projekt „dabei und mittendrin – Gaben und Aufgaben demenzsensibler Kirchengemeinden“ beworben und wurde als Projektgemeinde ausgewählt.
Doch was heißt „demenzsensible Gemeinde“? Menschen, die an Demenz erkranken, verändern sich und ziehen sich häufig aus dem gesellschaftlichen und kirchlichen Leben zurück. Wie schon der Titel „dabei und mittendrin“ besagt, geht es darum, dass betroffene Menschen und ihre Angehörigen sich als Teil der Gemeinde erfahren können, Zuspruch erfahren, sich gesehen und willkommen fühlen. Das Projekt soll helfen, Seelsorger, ehrenamtliche Mitarbeiter, Gemeindemitglieder und Angehörige noch stärker auf den Kontakt, den Dienst und die Begegnungen mit Menschen mit Demenz vorzubereiten. Und für gelingende Begegnungen im Alltag der Kirchengemeinde & Kommune zu sensibilisieren.
Dafür bieten wir Ihnen am 27.8. und 10.9.2016 zwei kostenlose Schulungstage an. Themen sind:

  • Informationen zum Krankheitsbild Demenz
  • Besonderheiten in der Kommunikation und im Umgang mit demenzkranken Menschen
  • Spiritualität als Kraftquelle für erkrankte Menschen und deren Angehörige
  • Wegweiser zu Hilfsangeboten vor Ort
  • Standortbestimmung für uns als Kirchengemeinde

Zudem werden zu einem späteren Zeitpunkt unsere Besuchsdienste zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen und erhalten Unterstützung für die besondere Situation von Geburtstags-, Kranken- und Alltagsbesuchen bei Menschen mit Demenz. Zwei Sonntagsgottesdienste sollen besonders für Menschen mit und ohne Demenz vorbereitet und gefeiert werden.
Die Schulungen sind kostenlos und stehen jedem offen – Angehörigen demenzkranker Menschen ebenso wie allen Interessierten in unserer Gemeinde. Jeder ist willkommen, sich am Projekt zu beteiligen.
Sind Sie neugierig geworden? Dann laden wir Sie herzlich ein zum

Informationsabend „Demenzsensible Kirchengemeinde“
am 12.7.2016 um 19.00 Uhr im Pfarrheim St. Bruder Klaus

Bruder-Klaus-Platz 3, 51063 Köln

Wer an diesem Termin keine Zeit hat, aber am Projekt interessiert ist, kann sich gern an Pfr. Ulrich Filler (Tel.: 0221 / 16 99 72 62) oder das Pastoralbüro wenden (Tel. 0221 / 66 37 04). Weitere Infos finden Sie auch auf unserer Homepage christen-am-rhein.com.
Wir führen das Projekt gemeinsam mit dem Johanniter-Stift in Köln-Flittard durch.
Professionelle Begleitung und Unterstützung erhält die Gemeinde von der Initiatorin des Projekts, Antje Koehler, von der Alexianer Köln GmbH sowie Elmar Trapp und Josef Schäfers vom Kath. Stadtdekanat. Das Projekt wird aus Mitteln des Stiftungszentrums des Erzbistums Köln finanziert und in unserer Gemeinde exemplarisch durchgeführt. Das heißt, von unseren Erfahrungen sollen auch andere Kölner Kirchengemeinden erfahren und profitieren.
Wir freuen uns auf viele Begegnungen, hilfreiche Anstöße und einen lebendigen Austausch!

Pfr. Ulrich Filler

Flyer:

dabei und mittendrin projektuebersicht

dabei und mittendrin projektuebersicht

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Der Flittarder Silberschatz

Posted by Florian Seiffert - 12. Mai 2016

Das älteste Schild der Flittarder Schützengesellschaft.

Das älteste Schild der Flittarder Schützengesellschaft.


Seit 1594 sammelt die Flittarder Schützengesellschaft Silber. Das tut sie gut 100 Jahre. Dann wird 1696 aus der Schützengesellschaft eine Schützenbruderschaft. Und die St.Sebastianus Schützenbruderschaft Flittard (und Stammheim) sammelt weiter. Bis 2016 sind es 179 Königsschilde und Münzen in Flittard. Gerade eben kommt noch das neue Silberschild von Theo Karbig dazu. Also sind es jetzt 180 Königsschilde.

Seit gut 20 Jahren war es mein Wunsch, diese Schilde abzulichten. Bei meiner ersten Inventur 1996 ging das noch nicht ordentlich. Jetzt im Jahr des Herrn 2016 ging es und in einem kleinen Kraftakt habe ich den gesamten Flittarder Silberschaft abgelichtet, alle Vorderseiten, alle Rückseiten, die Bilder bearbeitet, sortiert, hochgeladen und jetzt in unseren Webauftritt sebastianus-flittard.de eingebaut.

Während der Arbeit mit diesen kleinen wertvollen Metallstücken wurde mir klar, wie privilegiert ich war, diese Arbeit machen zu dürfen. Kaum einer in Flittard hat sich je diese Schilde genau ansehen können. Hier und da sieht man ein Schild. Z.B. wenn es neu ist und der König es bei der Mitgliederversammlung stolz von Hand zu Hand gehen lässt oder wenn der König die wertvolle Königskette trägt, die einen (kleinen) Teil des Silberschatzes dem Licht der Öffentlichkeit zeigt. Aber alle Schilde, in Ruhe, bei gutem Licht? Das hatten wohl nur die Schatzhüter Bernhard Willuhn und Willi Heuser und vielleicht noch die Kobolde, die die Banktresore bewachen, wo der Schatz das Jahr über ruht, und jetzt ich – ein kleiner grüner Schütze :-) Super!

Nach einigem Nachdenken war ich entschlossen, die Bilder in geeigneter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dann kann jede(r) mit diesen Schilden arbeiten, sie analysieren, sich an den z.T. kunstvollen Zeichnungen oder den groben Buchstaben alter Zeiten zu erfreuen. Und damit das alles möglichst einfach ist und man sich nicht durch die Bilderlagerstätte der Bruderschaft bei flickr klicken muss, gibt es für eine begrenzte Zeit alle Bilder in hoher Auflösung zum Runterladen.
Ich verzichte ausdrücklich auf alle Urheberrechte (d.h. ich stelle sie unter eine CC0-Lizenz). Alle können alles, was sie wollen mit den Bildern machen: Verkaufen, Verschenken, als Ölbild ins Wohnzimmer hängen, in eure Webauftritte einbauen, bei Facebook posten, an die Hauswand malen lassen, …
Auch die Stammheimer Kollegen mögen die Bilder gerne in ihren Webauftritt einbauen. (Ich würde gerne Bilder der alten Stammheimer Schilde bei uns einbauen – immerhin waren wir viele, viele Jahre eine Bruderschaft aus einer Wurzel).
Ihr findet die zip-Datei (396MByte) eine Weile unter:

koenigsschilde-flittard-2016.zip.

Die genealogischen Details zu den Schilden und Münzen gibt es in unserem Webauftritt – wißt ihr ja.

Die Verbreitung der Bilder hat noch einen Vorteil. Die Bilder und damit eine Bauanleitung für unseren Silberschatz werden besser überleben. Sollte – was Gott verhüten möge – eine Meteor den Banktresor treffen, in dem der Silberschatz wohnt, dann hätten wir keinen Silberschatz mehr. Wenn es Bilder des Schatzes gibt, ist etwas von dem großen kulturellen Wert gerettet. Und je mehr Kopien es gibt, desto besser. Von der Heiligen Schrift gibt es auch kein Original mehr (glaub ich), sondern nur Urenkel von Urenkeln von Kopien ..

Also Männer (und Frauen): Ladet runter! Das hilft dem Erhalt unseres Schatzes!

Ich war ein Zwerg auf den Schultern von Riesen. Ein herzliches Dankeschön geht deswegen an:

  • Alle Könige und Königinnen für 180 prachtvolle Silberschilde!
  • Alle Brudermeister und Vorstände – nicht viele Bruderschaften haben noch ihren alten und originalen Silberschatz. Männer, das war gute Arbeit!
  • Willi Heuser für seine Hilfe und Unterstützung.
  • Bernhard Willuhn für die erste Inventur 1996 – war ein super Nachmittag.
  • Thomas Schmitz für seine genealogischen Forschungen über die Flittarder Könige und ihrer Familien und den kleinen genealogischen Vortrag, den er bei jeder Krönung eines neuen Königs hält – er macht das nur für mich und sich! (ich bin sicher)
  • Bruno Odenthal, der mein Anliegen im Vorstand unterstützte.
  • Hans-Peter Roggendorf, der jedes Jahr nach einem Bild seines Königsschildes von 1996 fragte. Das hielt die Idee wach!
  • Dietger Braun, der immer wieder dringende EMails schrieb, damit er endlich mal das Schild seines Vorfahr Theodorus Kappenhagen bekäme. Ja Herr Braun, jetzt haben Sie es. Ich habe extra noch zwei Bilder mehr gemacht. :-)
  • M* für lange Geduld und Unterstützung.

Hier noch ein Poster des gesamten Silberschatzes. Bitte ausdrucken und an den Kühlschrank hängen :-)

poster

poster


Dieses Poster ist in dem zip-File enthalten.

Aktualisierung 16.05.2016
In der zip-Datei ist jetzt auch das Schild 2015 von Theo Karbig enthalten und die Poster sind auf den neuesten Stand gebracht.

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20 Jahre miteinander, füreinander

Posted by vnestler - 11. April 2016

Das Lichtblick – Café + mehr feiert Jubiläum
am 5. Mai 2016 (Christi Himmelfahrt)

In diesem Jahr feiert das das ökumenisches Stadtteil-Projekt der evangelischen und katholischen Gemeinden in Stammheim und Flittard – sein zwanzigjähriges Bestehen.

Ein Grund zur Dankbarkeit und Freude. Und natürlich wird auch gefeiert: An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, den 5. Mai 2016, findet ein Straßenfest mit Trödelmarkt, Sponsorenlauf und der Möglichkeit, zusammen zu sitzen, zu essen und zu klönen, statt. Los geht es nach dem gemeinsamen Sternmarsch der beiden Ortsgemeinden (ehemals: ökumenische Christus­prozession) bis zum späten Nachmittag.

Gottesdienste / Messen / Prozession

  • 9:00 Uhr
    Gottesdienst im Johanniter-Stift in Köln-Flittard und
    Heilige Messe in St. Pius in Köln-Flittard;
    anschließend gemeinsame Prozession nach Stammheim
  • 9:30 Uhr
    Gottesdienst in der Immanuel-Kirche (Bonhoefferstraße 10) und
    Heilige Messe in St. Johannes Evangelist (Ricarda-Huch-Str. 1);
    anschließend gemeinsame Prozession
  • ca. 11:00 Uhr
    gemeinsamer Abschluss der beiden Prozessionen
    in der Scharffensteinstraße am

Straßenfest

  • 11:30 Uhr
    Beginn Straßenfest mit Grill, Kuchen, Kinderangebot,
    Trödelmarkt (im Anschluss an den gemeinsamen Abschluss)

Sie möchten das Fest unterstützen?  Infos auch unter: http://www.lichtblick-cafe.de/info-unterstuetzung.pdf

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AMORIS LAETITIA

Posted by Florian Seiffert - 8. April 2016

08.04.2016, aktualisiert: 23.04.2016.

Das nachsynodale Schreiben des Heiligen Vaters AMORIS LAETITIA ist heute veröffentlicht worden.
Kaum ist es da, gibt es ein Echo in den Medien. Ich frage mich immer, wie schnell die Journalistinnen und Journalisten 304 Seiten lesen und verstehen können …

Dank des gut sortierten Servers des Vaticans vatican.va kann man sich das Schreiben in deutsch und im Original anschauen. Vielleicht besser, als sich von den Medien berichten zu lassen.

amoris laetitia

amoris laetitia

Ich habe das päpstliche Schreiben via LaTeX, latex2html und zweier perl-Scripte zu epub gewandelt, damit man es auf dem Smartphone oder dem Tablet lesen kann.

Ich gehe davon aus, dass der Heilige Vater nichts dagegen hat, dass sein wunderbares Schreiben in anderen Formaten – aber sonst unverändert – weiter verbreitet wird. Sollte das nicht in Ordnung sein, bitte ich um Nachricht, dann entferne ich amoris.epub wieder.

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Wellness auf dem Friedhof

Posted by Florian Seiffert - 8. März 2016

Nach meinem Aufruf in KREUZundQUER gibt es den ersten Beitrag!
Dorothea Rettig mailt:

Wellness auf dem Friedhof

Jede Woche gehe ich an meinem Freien Tag auf den Friedhof. Hier liegen liebe Menschen, die ich verloren habe.
Am Anfang ging ich wegen der regelmäßigen Grabpflege hin. Mittlerweile ist der Friedhofbesuch meine persönliche Wellness-Zeit, die ich mir gern gönne:
Eigentlich ist der Friedhof ein Park, der zu jeder Jahreszeit seine Reize hat. Ich genieße die Natur, die wunderschöne uralte Blutbuche, die ich so gern auf ein Foto bannen würde – was mir seit Jahren nicht gelingt – weil sie zu groß ist und nicht frei genug steht. Die Eichhörnchen, die auf dem Baumstamm neben dem Grab Nachlaufen spielen. Das Veilchen am Stamm des „Hausbaums“ meiner Eltern, das jedes Jahr wieder hier blüht. Die Akelei, die im Sommer in den Grünstreifen an der Trauerhalle wächst, weil meine Mutter das überschüssige Saatgut auf dem Friedhof verteilte. Die verwunschenen Stellen im Schatten, wo das Unkraut alte Gräber überwuchert hat. Das Vogelgezwitscher und die gedämpften Laute vom Leben drum herum.
Ich liebe das Zwiegespräch mit den Toten. Hier kann ich meine Sorgen loswerden, ohne sie formulieren zu müssen. Ich kann bitten, auf die „neuen“ im Himmel aufzupassen. Oder auch auf die auf der Welt Gebliebenen, die es besonders nötig haben.
Manchmal gehe ich Umwege zu den Gräbern, um Grabsteine zu studieren oder eine neue Ecke zu entdecken. Die Ruhe um mich herum entspannt mich.
Gern zücke ich mein Handy, um einen schönen Anblick für mich festzuhalten. Aber wieso eigentlich nur für mich?

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Pfarrer Fritz Frank zum Abschied

Posted by Florian Seiffert - 7. März 2016

Ich möchte heute, am Tage der Beerdigung, ein paar Geschichten über Fritz Frank aufschreiben und Sie alle ermutigen, auch Geschichten und Erinnerungen an Fritz Frank zu Papier zu bringen oder als Kommentar hier anzuhängen. Es gibt so viele Geschichten und Erinnerungen an ‚den alten Fritz‘ und als Hobby-Archivar, finde ich es wichtig, dass sie nicht verloren gehen.

  • Am ersten Adventssonntag 1969 kam mein Vater aus einer Abendmesse (was ungewöhnlich war, da es damals keine Abendmessen gab) und sagte: Heute haben wir den neuen Pfarrer eingeführt!
    Das ist meine erste Erinnerung an Fritz Frank.
  • Fritz Frank umschwebte immer eine Aura, der Unnahbarkeit. Als kleiner Messdiener war das nicht immer leicht. Ich wurde Lektor und später Kommunionhelfer – da war es schon leichter, seine herzliche Freundlichkeit hinter der Unnahbarkeit zu spüren: ‚So fein, da ist ja auch der Florian …‘.
    Am Tage meiner ersten Heiligen Messe als Kommunionhelfer kam Fritz Frank 5 Minuten vor Beginn zu mir und frage, ob alles in Ordnung sei oder ob es noch Fragen gäbe. Ich sagte, ich habe etwas Angst, dass vielleicht keiner der Flittarder zu mir zur Heiligen Kommunion kommt … Fritz Frank lächelte sein gütiges Fritz-Frank-Lächeln uns sagte: Sollte das passieren, setze ich mich hin.
    Es ging natürlich alles gut und Fritz musste sich nicht hinsetzen :-)
  • Bei Pfarrfesten hatte Fritz Frank immer seinen Bierzähler dabei. Da ist das Teil, wo man einmal draufdrückt und ein mechanischer Zähler zählt um eins hoch. Normalerweise wird das Ding benutzt, damit der Kirchenvorstand die Zahl der Gottesdienstbesucherinnen bestimmen kann. Fritz Frank benutze es zum Bier zählen.
    Das Pfarrfest mochte Fritz. Sooo Florian, hier ist Geld, geh uns mal Bier holen…
    So konnte Fritz mit seiner Gemeinde plaudern, war mit lecker Kölsch gut versorgt und er nutzte die Gelegenheit, um mit Menschen zu sprechen, die er nicht so häufig sah.
    In den 90ern sah ich beim Pfarrfest spät Nachmittags Fritz über die Hubertusstraße, Richtung Kirche gehen. Sein Schritt hatte nicht mehr ganz so die gewohnte Sicherheit. Ich eilte zu ihm und begleitete ihn die paar Schritte bis zur Pfarrhaustür.
    Da zog er seinen Bierzähler raus und zeigte ihn mir. Ich meine eine stattliche 25 gesehen zu haben. Fritz lächelte mich vergnügt an und sagte: Die habe ich nicht alle getrunken. Nur angetrunken. Jeder, der mit mir sprechen wollte, hat ein Kölsch mitgebracht …
  • Seit 1983 bin ich Mitglied des Pfarrgemeinderates und meinem Freund Winfried Felden und mir, war Fritz Frank immer ein zuverlässiger und treuer Begleiter, Ansprechpartner und Seelsorger. Ob wir gleicher oder verschiedener Meinung waren, es spielte keine Rolle. Fritz hat sich immer an sein Wort und die Beschlüsse des Pfarrgemeinderat (PGR) gehalten. Wie wertvoll das war, merkte ich erst, als ich dann mit anderen Geistlichen zu tun bekam, die das anders hielten.
    Wir hatten noch in den 80ern eine PGR-Wahl, die knapp ausgegangen war (damals hatte Hubertus noch viele Menschen, die im PGR mitarbeiten wollten). Ein Ex-Mitglied war nicht gewählt worden und es ging in der ersten Sitzung darum, ob der PGR Pfarrer Frank dessen Berufung empfehlen solle oder nicht. Nach hitziger Debatte, gab es ein Votum für die Berufung mit einer Stimme Mehrheit. Nach der Sitzung begleitete ein Mitglied des neuen PGR Fritz Frank bis an die Haustür, um ihn davon zu überzeugen der Empfehlung nicht zu folgen und nicht zu berufen.
    Meine Hochachtung hatte Fritz Frank dafür, dass er trotzdem die Berufung aussprach. Er wollte den PGR nicht verärgern – er war sein wichtigstes Beratungsgremium – und berief, wie empfohlen.
  • Ab den 80er Jahren gab es die Jugendsitzungen. Eine wird mir immer besonders in Erinnerung bleiben. Das ist die Sitzung mit der unvergleichlichen Geschichte mit ‚Harrwuchsi‘. In den Hautrollen Brunhilde und Pfarrer Fritz Frank.
    Pfarrer Frank musste auf die Bühne und er tat das auch (ganz tapfer). Ich glaube nicht, dass er da besonderen Spass bei hatte, aber er wusste, dass die Menge nicht will, dass er ein Spielverderber ist und so folgte er Brunhildes Wunsch auf die Bühne. Brunhilde wischte mit einer straffen Handbewegung die langen, sorgfältig über die Glatze gelegten Haare beiseite uns sagte: Was haben wir denn da? Eine Plääät!
    Dann ging es etwas hin und her, Fritz bekam das Zaubermittel Haarwuchsi und hatte plötzlich einen vollen grünen Lockenschopf. Der Saal tobte, Brunhilde strahlte. Ich drückte den Auslöser meiner Kamera.
    Fritz Frank und Brunhilde

    Fritz Frank und Brunhilde


    Fritz Frank und Brunhilde

    Fritz Frank und Brunhilde


    Der Hammer für mich war, dass Fritz ohne Mühe sich mindestens am zweiten Tag hätte drücken können. Was er aber nicht tat. Nach der Jugendsitzung stieg er auch bei der Sitzung für Erwachsene auf die Bühne, liess sich seine Pläät freilegen und Haarwuchsi zauberte ihm grüne Lockenpracht auf das Haupt.
    Bis heute weiss ich nicht so genau, ob es ihm Spass gemacht hat oder nicht. Aber sicher war, dass wir im Publikum unsere Freude hatten und bis heute haben.
  • Ende der 80er war ich Mitglied im Vorstand des PGR und später dann Sitzungsleiter, dann auch PGR-Vorsitzender.
    Die Vorstandssitzungen bei Fritz Frank im Wohnzimmer hatten ihre besondere Atmosphäre und waren durch völlige Offenheit und großes Vertrauen geprägt. Hier wurde alles ausgepackt, auf den Tisch gelegt, beleuchtet, gewendet und besprochen. Das dauerte seine Zeit, war aber stets fruchtbar. Am Ende war eher nebenbei eine Tagesordnung entstanden und wir hatten die nächste PGR-Sitzung gut vorbereitet.
    Auch hier war es selbstverständlich und ich schätze es bis heute, dass man sein Wort hielt, seine Arbeit machte und auch in der Sitzung seine Meinung so vertrat, wie vorher in der Vorstandssitzung. So konnte man gut arbeiten. Viel war den damaligen PGR-Vorstandsmitgliedern zu verdanken, aber viel auch Pfarrer Frank.
  • Eine Sache, die wir nie hinbekamen, war Pfarrer Frank dazu zu bringen, vor der Kirche zu begrüßen oder auch nach der Heiligen Messe an der Kirchtür den GottesdienstbesucherInnen ein frohes Weihnachtsfest oder frohe Ostern zu wünschen. Er wollte es nicht und er machte es nicht.
    Erst sein Nachfolger Pfarrer Michael Cziba macht das souverän und lächelnd anders.
  • Eine Abordnung aus St.Hubertus machte in den 90ern mit den Kollegen aus St.Pius X eine kleine Vorstandssitzung. Ausser Fritz Frank und mir, waren Winfried Felden, Manfred Lorenz und Heinz-Josef Longerich dabei. Was wir besprachen, weiß ich nicht mehr, aber wir fanden diese Runde so fruchtbar, dass wir auch nach dem Fortgang von Fritz nach Mülheim an dieser Runde festhielten und uns regelmässig zum ‚Symposium‘ trafen. Fritz erfuhr Neuigkeiten und wir hörten uns seine Lieblingsgeschichten an.
    Mit konstanter Regelmäßigkeit erzählte er von seinem Freund Herrn V. Aber noch lieber hatte er eine Geschichte aus St.Bruno in Klettenberg, die von einem Doppelmord handelte. Die erzähle ich hier aber nicht. Die gibt es nur mündlich bei Mitgliedern des Symposiums :-)
  • Viele weitere Symposien folgten. Es war immer nett und Fritz freute sich uns zu sehen. Gleich nachdem er nach Mülheim umgesiedelt war, bot er allen, die er vorher geduzt hatte, die ihn aber mit Herr Pastor anredeten das Du an. So wurde er der Fritz für mich und später liebevoll auch ‚der alte Fritz‘.
  • Ein oder zwei Jahre nach seinem Wegzug nach Mülheim, war ich auf einer Kirchenvorstandssitzung als PGR-Vertreter dabei. Im alten Pfarrheim Hubertusstr. 4 war eine Wohnung frei und Pfarrer Cziba hatte das Herz und den Großmut, diese seinem Vorgänger anzubieten. Ich wurde beauftragt, die Sache in die Hand zu nehmen.
    Ich rief also Fritz einen Abend später an und unterbreitete das Angebot. Und – ich kannte Fritz ja schon langer genug – sagte, dass er natürlich eine Woche (mindestens) Bedenkzeit habe und ich mich wieder melden würde.
    Gut eine Woche später rief ich wieder an. Fritz sagte, dass Angebot sein die größte Freude für ihn gewesen und sein schönstes Weihnachtsgeschenk. Er habe sich das Für und Wider auf Karteikärtchen geschrieben und im Wohnzimmer ausgebreitet und dann alles sorgfältig erwogen und leider, leider müsse er ablehnen. Er bliebe mit einem weinenden Auge in Mülheim.
    Ich staunte, dass er diese Herzenssache so systematisch angegangen und bewältigt hatte! Er hat auch nie mehr davon angefangen oder gejammert: Ach hätte ich doch. Nein, er hatte entschieden und das war’s für ihn.
  • Pfarrer Frank rief mich im Sommer 2015 an und wollte mir (dringend) von der Geschichte der Ausmalung von St.Hubertus erzählen. Er wusste, dass ich mich als Hobby-Pfarr-Archivar und Archivar der Bruderschaft dafür interessierte.
    Ich besuchte Fritz also am 15.07.2015 und ich fragte, ob ich seinen Vortrag mit dem iPad aufzeichnen dürfe. Ich machte ein kurzes Probevideo, zeigte es ihm, Fritz lächelte und ich hatte seine Einwilligung.
    Dieses Video ist also der Vortrag von Fritz Frank zur Geschichte der Ausmalung von St.Hubertus in Köln Flittard.
  • Das letze Mal trafen Winfried Felden und ich Fritz Frank am 1.2.2016. Wir hatten Symposium, aber leider fehlte der ‚Pius-Teil‘ krankheitsbedingt. Fritz ging schon krumm, wie ein rechter Winkel und Winfried und ich waren betroffen von der schnellen Veränderung zum schlechteren. Aber im Kopf war Fritz topfit, gut gelaunt und freundlich und interessiert wie immer. Er machte mir (Winfried vielleicht weniger ;-) die Freude und erzählte uns die Doppelmordgeschichte ein letztes Mal. Ich weiß nicht, wie oft er sie mir erzählt hat – aber diesmal begann er sie mit: Vielleicht habe ich euch schon mal erzählt …
    Florian und Fritz am 1.2.2016

    Florian und Fritz am 1.2.2016


    Wie häufiger, machte ich ein Bild von Fritz und mir. Fritz fragte, wann er das denn mal bekommen könne. Bald dachte ich und schickte es ihm als Postkarte ein paar Tage später. Ich hoffe, er hat es noch bekommen.

    Wir kamen irgendwie auf das Thema Sterben und Fritz hatte zu dem Thema viel und Gutes zu sagen. Er erzählte vom Tod seines Vaters und schon als ich noch Obermessdiener war, hatte er das mal getan und seine Geschichte hatte mir die Trauerbegleitung in den Todesfällen meiner Familie sehr erleichtert. Fritz sagte, dass zwei Ärzte ihm versichert haben, er könnte mühelos 100 Jahre alt werden. Als wir dann davon sprachen, ob er das denn wolle, sagte er: Wenn es soweit ist, möchte ich bereit sein. Und ich bin mit mir im reinen. Er sagt es nicht nur, er war es auch.

    Krumm, wie Fritz Frank war, konnte er beim Abschied nicht hoch zu meinen Augen schauen. Er versuchte es, aber der Körper wollte nicht. Da beugte ich mein Knie und so konnte Fritz mich anschauen und wir lächelten uns an und verabschiedeten uns mit kräftigem Händedruck und freundlichen Worten. Ich wußte nicht, dass es erstmal der letzte Abschied war und dass es wohl einige Zeit dauern wird, bis wir uns wiedersehen.

  • Die Todesnachricht von Fritz erreichte mich im Auto am Telefon und mein erster Gedanke war: Da hat Fritz alles richtig gemacht. Sanft eingeschlafen. Und sicher auch bereit gewesen. Ad sum. Hier bin ich Herr.
  • Wie mein Freund Thomas es für die Schützenbruderschaft sagte: Wir werden ihn nicht vergessen und wir sind froh, dass er 47 Jahre bei uns war.
Sarg Fritz Frank in St.Hubertus

Sarg Fritz Frank in St.Hubertus

Grab Fritz Frank

Grab Fritz Frank

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