Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Artikel’ Category

25 Jahre „Lichtblick – Café + mehr“

Posted by Florian Seiffert - 18. Februar 2021

Antje Gensichen schickt uns einen Pressetext zum Jubiläum:

»Seit 25 Jahren besteht das „Lichtblick – Café + mehr“ als vielseitiger Treffpunkt in Stammheim. Das Grundkonzept blieb sich gleich – die Ausgestaltung veränderte sich im Lauf der Zeit.

Am 3. März 1996 war es so weit: Säge, Bohrer und Farbrolle waren zur Ruhe gekommen und das Café öffnete seine Türen. Im Jahr zuvor hatte die Evangelische Gemeinde Stammheim das leerstehende Ladenlokal in der Gisbertstraße gekauft, ehrenamtliche Mitarbeiter hatten es in mehr als 2000 Arbeitsstunden umgebaut und hergerichtet. Seither ist das missionarisch-diakonische Projekt eine Institution in Stammheim. Hier können Gäste und Kunden Kirche erleben, die zu den Menschen geht und sie in ihrem ganz normalen Lebensumfeld begleitet.

Café und Laden sind Orte, zu denen jede und jeder kommen kann, ein offenes Ohr findet für Fragen und Nöte, Beratung erhalten kann in sozialen Fragen von Rente bis Pflege. Auch seelsorgerliche Gespräche ergeben sich, wenn Rat, Trost oder Zuspruch gewünscht sind. Selbstverständlich gibt es auch einen guten Kaffee oder Tee, Frühstück oder Kuchen zu Preisen, die man sich auch mit kleinem Portemonnaie leisten kann. Und wenn es mal ganz knapp ist, gibt es den Kaffee oder das Frühstück „vom Baum“, wo Spenden anderer Gäste hängen, die ihren Mitmenschen etwas Gutes tun wollen.

Neben dem Café gehört der Buchladen zum Angebot, in dem es auch Grußkarten, kleine Geschenkartikel, Honig, Kaffee, Tee und Schokolade aus fairem Handel zu kaufen gibt. Im Keller wird die Kleiderkammer geführt.
Im Café werden verschiedene Programme angeboten, sei es der regelmäßige Spielenachmittag oder die Handarbeitsgruppe „Bestrickend anders“. Es gibt Spanischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene oder Vorträge. Neu im Programm ist das Kinderkino. Besonders beliebt sind die monatlich stattfindenden Literaturlesungen, die in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk angeboten werden.

Das „Lichtblick Café +mehr“ hat viele Stammkunden. Die meisten gehören zur Gruppe der älteren Mitbürger, aber auch Familien mit Kindern beleben die Räumlichkeiten. Besonders beliebt bei ihnen ist das Frühstücksangebot, bei dem die Gäste ihr Frühstück selber zusammenstellen können: groß oder klein, mit Ei oder ohne, Tee oder Kaffee. Das Mitarbeiterteam lässt sich immer wieder neue Spezialitäten einfallen.

Das alles wird möglich durch die zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden, zurzeit etwa 70. Sie kümmern sich um Service im Café und im Laden, um die Annahme und Abgabe von Spenden in der Kleiderkammer, um die Gestaltung des Schaufensters und die jahreszeitliche Dekoration der Räumlichkeiten, um Einkauf, Wäsche, Programm … um alles. Ohne die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hätten Café, Laden und Kleiderkammer nicht 25 Jahre geführt werden können!

Die Initiative wird bis heute getragen von der Evangelischen Brückenschlaggemeinde Köln Flittard/Stammheim. Im Leitungskreis, der Ausrichtung und Programm des Cafés koordiniert, treffen sich engagierte Ehrenamtler der beiden christlichen Gemeinden am Ort. Auch die Mitarbeitenden gehören verschiedenen christlichen Konfessionen an – oder auch nicht. Willkommen zur Mitarbeit ist im Lichtblick jeder, dem das Miteinander im Stadtteil ein Herzensanliegen ist, der oder die gerne mit Menschen zu tun hat und sich engagieren möchte.
Rückfragen zum Laden, zum Café, zur Mitarbeit oder zum Programm beantworten wir gerne; rufen Sie an: 0221 666150.

Die Jubiläumsfeier 2021
Die Corona-Maßnahmen treffen auch das Jubiläum des „Lichtblick Café + mehr“: Es kann nur digital stattfinden. Deswegen gilt das Motto umso mehr: „Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere!“
Eingeladen ist jede und jeder dazu: Im Café kann per E-Mail unter info@lichtblick-cafe.de nach den Einwähldaten für die Teilnahme an unserer Zoomfeier am 5. März 2021 gefragt werden.
Am Online-Gottesdienst zum Jubiläum am 7. März 2021 kann man um 10.30 Uhr unter https://t1p.de/lichtblick-25 teilnehmen.«

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Präventionsschulungen

Posted by Florian Seiffert - 26. Januar 2021

Monika Lutz mailt:

Information zu anstehenden Präventionsschulungen:

Liebe Mitwirkende in unseren gemeindlichen Begegnungsorten. Vor einigen Wochen habe ich per Mail die Verantwortlichen/Leitungen/Ansprechpersonen/MitarbeiterInnen der einzelnen Bereiche/Gruppierungen/Vereine etc. angeschrieben im Blick auf neue Präventionsschulungen in 2021. Für die einen ist in diesem Jahr ein Vertiefungskurs nach 5 Jahren vorgegeben, andere müssen noch eine Grundschulung machen. Ich habe für diese Schulungen wieder den fiten Referenten gebucht. Angesichts der weiteren Corona-Gegebenheiten wird am 20.02.2021 ein Vertiefungskurs als Online Videokonferenz stattfinden. Dazu bedarf es aber einer persönlichen Anmeldung unter meiner Mailadresse=m.ch.lutz@web.de. Ab dem 21.01.2021 erhalten diejenigen, die 2016 (oder früher) einen Grundkurs gemacht haben von mir eine Einladung per Mail. FALLS jemand zum Kreis derjenigen gehört, die nun nach 5 Jahren einen Vertiefungskurs brauchen, von mir per Mail aber keine Einladung erhalten haben, mögen sich bitte per Mail bei mir melden. Ich maile die Einladung dann zu. Bitte beachten: es gibt einen Anmeldeschluss und eine begrenzte Teilnehmerzahl! Ich freue mich auf ein Kennenlernen und Passt bitte gut auf Euch auf!

Herzlichen Gruss
Monika Lutz,

Pastoralreferentin und Präventionsbeauftragte

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Weihnachten 2020 im Wohnheim Haferkamp

Posted by Florian Seiffert - 12. Januar 2021

Monika Lutz schickt uns den folgenden Artikel von Layal Allawe und Ralf Juras:

„Am Ende eines ungewöhnlichen Jahres 2020 war für Ralf Juras (Leiter des Stadtteilbüros) und Layal Allawe (Heimleitung des Wohnheims für Geflüchtete Haferkamp) klar, dass etwas unternommen werden muss, damit die Kinder das Jahr 2020 mit schönen Erinnerungen abschließen können. Dank der „Aktion Neue Nachbarn“ konnte mithilfe einer Spende das Heim schön weihnachtlich gestaltet werden. Weihnachten ist die Zeit der Lichter, der Düfte und der Besinnlichkeit. Durch die Dekoration konnte die gesamte Umgebung eine positive Ausstrahlung erhalten. Nicht nur das, es konnten dank der großzügigen Spende Geschenke für die Gemeinschaftsräume und für jedes einzelne Kind vergeben werden. Die Aktion sorgte bei den Kindern und allen Beteiligten für fröhliche und weihnachtliche Stimmung und hinterlässt schöne Erinnerungen an ein ungewöhnliches Fest 2020.“

Mehr Bilder finden Sie in folgendem pdf-Dokument: Aktion-neue-Nachbarn.pdf

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Menschen in Not caritativ zu helfen

Posted by Florian Seiffert - 1. Januar 2021

Monika Lutz schreibt:

Liebe Gemeindemitglieder,

die Adventszeit und das Weihnachtsfest ist für viele von uns immer wieder eine Herausforderung, für manche auch eine Überforderung-in menschlicher und in finanzieller Hinsicht.

Gerade in dieser Corona geprägten Zeit sind manche an ihre Grenzen gekommen. Vieles vertraute und scheinbar Wichtige war nicht möglich. Da war und ist man auf sich selbst geworfen und auf die Frage: was macht das Weihnachtsfest eigentlich für mich aus?

Geblieben ist für viele auch bei uns die schmerzvolle Erfahrung von Not und Ausgrenzung. Und das gilt auch in diesem Jahr nicht nur für die Geschenke unterm Tannenbaum, sondern auch für das Notwendige zur Ernährung und zum Leben.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die in den letzten Wochen und Monaten, gerade auch unter den erschwerten Coronabedingungen, wieder unermüdlich im Einsatz waren und sind, um Menschen in Not caritativ zu helfen und zur Seite zu stehen-sei es durch Spenden, im Stadtteilbüro, der Lebensmittelausgabe, der Kleiderkammer, in den Büros und bei all den Einzelkontakten in unserem Pfarrverband-wenn es nicht anders geht auch auf der Strasse! Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst am Mitmenschen, der oft sehr diskret stattfindet.

Deshalb auf diesem Weg meinen ganz herzlichen DANK an alle Caritashelferinnen und Caritashelfer und SpenderInnen in unserem Pfarrverband für Ihren unermüdlichen Einsatz verbunden mit dem Wunsch für ein gutes Jahr 2021 mit Gottes Segen für jeden von uns in unserer Pfarreien-gemeinschaft!

Ihnen Allen herzlichen DANK!

M. Lutz, Pastoralreferentin und Caritasbeauftragte

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Spendensammlung der Sternsinger 2021

Posted by Florian Seiffert - 17. Dezember 2020

Frau Rodig mailt:

Hallo,

da die Sternsinger jetzt doch nicht zum Sammeln durch Flittard, Stammheim und die Bruder-Klaus-Siedlung ziehen können, gibt es die Möglichkeit, online zu spenden. Die einzelnen Orte werden aber auch die Möglichkeit der Barspende anbieten. Wie dies umgesetzt werden kann, wird zu Zeit überlegt. Sobald dies klar ist, wird es dazu Informationen geben. Wir freuen uns über Ihre Spende, egal auf welchem Wege.

Hier nun der Link und der QR-Code für die Spendensammlung unserer kompletten Gemeinde:

https://spenden.sternsinger.de/SzhLCIAX

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1000 Dank alter Freund

Posted by Florian Seiffert - 30. November 2020

Gestern sagt meine liebe Frau zu mir: ‚So war das nicht abgesprochen!‘

Das kennen Sie doch. In jeder langen Beziehung gibt es Beziehungssätze, die man voneinander lernt und gerne benutzt. Und der Satz ‚So war das nicht abgesprochen!‘ ist ein echter Winfried-Felden-Satz, den habe ich von ihm gelernt. Und dann meine Frau von mir.

Nach wohl über 50 Jahren endete am Samstag, 28.11.2020 die (Mit)Arbeit von Winfried Felden in der Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt.

Er schrieb der Redaktion von KREUZundQUER, wo er Mitglied ist, ganz schlicht: ‚Es hat viel Spaß mit euch allen gemacht, aber für mich ist es einfach genug.‘

Angefangen hatte seine Mitarbeit als Messdiener und Lektor in St. Hubertus noch in den 1970er Jahren. Über die Jungendarbeit und das Pfarrjugendleitungsteam PJT, wurde er am 08.11.1981 in den fünften Pfarrgemeinderat (PGR) gewählt. Mitglieder waren damals: Georg Becker, Anneliese Esser, Winfried Felden, Monika Kühle, Edith Meyer, Winfried Niesen, Horst Puff, Auguste Räßler, Thomas Schmitz und Elisabeth Willuhn. Winfried war dann ununterbrochen 34 Jahre (und zwei Monate) Mitglied im PGR. Zurückgetreten ist er dort mit Wirkung zum 31.12.2015. Weiter tätig war er noch in der Redaktion von KREUZundQUER. Bis Samstag.

Seit unserer gemeinsamen Zeit in der Oberministrantenrunde von St.Hubertus und dem Pfarrgemeinderat (ab 06.12.1982) sind wir befreundet.

Was haben wir in den langen PGR-Jahren nicht alles erlebt? Wie oft haben wir uns hart mit Kardinal, Bischöfen, Generalvikariat, Diakon Niesen, Kaplan Hendrikx, Pfarrer Fritz Frank oder Pfarrer Rolf Schneider auseinandersetzen müssen. Du meine Güte. Auch zwischen Winfried und mir sind schonmal die Fetzen geflogen. Und nein, es war nicht immer gut!

Ein dicker (aber goldener) Brocken war Pfarrer Fritz Frank. Er war 1969 nach Flittard gekommen und auf seine Art zunächst bretthart. Als Messdiener hatten wir immer etwas Gamaschen in der Sakristei, als Lektor ein paar mehr. Aber über tausende gemeinsam verbrachte Gottesdienste, Stunden und Sitzungen, hatten wir ihn weichgekocht (oder er uns?), er war vertraut, zugänglich, erzählte immer wieder dieselbe schreckliche Geschichte einer Leichenschau, als er Kaplan an St.Bruno in Klettenberg war, trank Bier mit uns und wir durften Fritz zu ihm sagen. Er hat trotz seiner Mühen mit uns und wir mit ihm ein sehr lebendiges Gemeindeleben aufgebaut. Er hielt sich an alle Beschlüsse im PGR-Vorstand und im PGR, das war sehr viel wert. Das lernten wir später noch ganz anders kennen.

Besonders hart war der Kampf um die Kindergartengruppen. Das Erzbistum wollte, dass wir ‚Trägervielfalt‘ herstellen und 7 (SIEBEN!!) katholische Kindergartengruppen abgeben. Wir hatten dazu nach langen Mühen ein Gespräch mit Generalvikar Norbert Feldhoff und es war wohl das schlimmste Gespräch, was wir mit einem Kirchenmann je hatten. Es ging nicht um Trägervielfalt, das sagte Feldhoff nur so, weil man den eigentlichen Grund nicht nennen ‚durfte‘: Geld. Es ging schlicht darum, dass das Erzbistum sparen wollte und wußte, die Kindergartengruppen muss dann das Land NRW weiter finanzieren (Ich bin bis heute der Meinung, dass der Kardinal damals seinen Amtseid, den er NRW leistete, verletzt hat). Was das mit den Kindern, den Eltern und Erzieherinnen machte, war dem Generalvikar und wohl auch dem Kardinal schlicht egal. Lasset die Kinder zu mir kommen? EGAL! ‚Ich genehmige euch keine einzige Baumaßnahme mehr, wenn ihr die Gruppen nicht abgebt – und wenn euch die Gebäude über dem Kopf zusammenfallen!‘. So einfach war das. Gegen Erpressung hatten wir keine Chance.

Ähnliche Kämpfe hatten wir beim Projekt ‚Zukunft heute‘ oder dem erzwungenen Beitritt zur Zentralrendantur. Das hatten Winfried und mein Bruder Anselm im Kirchenvorstand versucht zu verhindern. Keine Chance.

Wir hatten ungezählte Sitzungen und Wochenenden mit dem Kooperationsrat der Pfarrverbandskonferenz, den diversen damals noch eigenständigen Vorständen und Pfarrgemeinderäten von St.Pius X., Stammheim und St. Bruder Klaus. Viele gute und aufrechte Menschen sind uns da begegnet und haben uns begleitet. Viele hätten mal eine eigene Laudatio verdient (gehabt): Anneliese Esser, Ingrid Lammich, Manfred Lorenz, Margot Wienand, Gerda Saalfeld und viele, viele andere.

Als klar wurde, dass wir einen neuen Pfarrer namens Michael Cziba bekommen, sind wir nach Refrat zu seiner dortigen Abschlussmesse gefahren. Er staunte nicht schlecht, als sein neuer PGR schonmal ein paar Vertreter geschickt hatte! Vielleicht war das ein Baustein für ein gutes Verhältnis. Draus geworden sind viele gute Ferienfreizeiten, die heute noch Frucht bringen, ein paar leckere, kulinarische Glanzpunkte und eine verlässliche Zusammenarbeit.

Ich erinnere mich an viele Stunden in Winfrieds Auto. Wir standen nach den diversen PGR- und Ausschusssitzungen auf einem Parkplatz und diskutierten noch ein oder zwei Stunden, was passiert war und was die nächsten Schritte sein müssten. So lange, bis wir wussten, wie wir es angehen wollten.

In jeder der PGR-Sitzungen, die ich leitete, saß Winfried mir irgendwo gegenüber. Das half mit sehr. Ein Blick und ich wußte, was Winfried zu etwas dachte und empfahl und konnte gut reagieren, hatte Sicherheit.

Winfried hat zwei ganz glanzvolle Eigenschaft, die ich so nie mehr getroffen habe: a) Winfried schaut auf ein Problem und weiß, wie man das anpacken muss oder wen man anrufen muss oder zu wem man damit am besten geht und wer das noch wissen muss. Ratlos habe ich ihn nie gesehen!

Und b) Winfried hat Wortwitz. Er kann Dinge ausdrücken, die andere auch nach einem Germanistikstudium nicht so hinbekommen. Ihr müsstet mal seine Urlaubsberichte lesen (können). Das Herz ginge euch auf! Und dazu ist Winfried diesbezüglich ganz bescheiden: Er bildet sich auf diese beiden Eigenschaften nichts ein, garnix, glaubt wahrscheinlich, dass ich ihn auf den Arm nehmen will, wenn ich sowas schreibe. Aber nein. Da ist er wirklich richtig gut!!

Winfried und ich haben zusammen unzählige Schriftstücke, Briefe und Protokolle verfasst. Es war am Ende immer eine Freude, wenn da auf dem Papier etwas stand und ich dache: Perfekt. Damit kann man arbeiten.

Zwei weitere Freunde sind uns in besonderer Erinnerung: Raymund Weber und Weihbischof Manfred Melzer. Beide haben oder hatten das Herz auf dem richtigen Fleck, waren immer ansprechbar und hilfsbereit, manchmal unkonventionell und immer richtig gut. Mit ihnen konnte man im Weinberg des Herrn gut arbeiten. Du meine Güte! Es war immer ein erhebendes Gefühl mit Winfried das Generalvikariat zu verlassen nach einem Gespräch mit einem der beiden oder nach einem Wochenende mit Raymund Weber: Jedesmal hatten wir das Gefühl: Die Kuh ist vom Eis, wir sind einen Schritt weiter, haben etwas fürs Herz und/oder den Verstand mitgenommen – dem Weinberg geht es besser. Nicht, dass es immer einfach war, wir bekamen schonmal die Leviten gelesen – aber es war konstruktiv und hilfreich. Es war kein ‚jaja‘ sagen und dann ’neinein‘ machen, wie an vielen anderen Stellen. Es waren zuverlässige und belastbare Absprachen. Oder gute zwischenmenschliche Glaubenserlebnisse, die lange Kraft gaben. So, wie man das halt braucht!

Tja. Ohne Winfried ist Arbeiten im PGR einfach irgendwie farbloser. Typen, wie Winfried fehlen (mir). Ich mag es gerne, wenn Probleme unkonventionell beleuchtet, besprochen und angepackt werden. Aber für Winfried war es jetzt insgesamt einfach genug. Das akzeptiere ich auch.

Ich habe ein paarmal ‚So war das nicht abgesprochen!‘ gesagt, aber er lächelte nur.

1000 Dank alter Freund!

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Erschreckt es nicht zu Tode?

Posted by Florian Seiffert - 29. November 2020

»Warum sagen mir Menschen, dass sie sich um mich sorgen, dass ich Konsequenzen fürchten müsste, wenn ich solche Fragen stelle? Warum haben sie den Eindruck, dass unsere Kirche in Bezug auf den Klerus ein System von Befehl und Gehorsam sei, von unbedingter Loyalität und totaler Identifikation, Macht und Abhängigkeit, das keine Nestbeschmutzer dulde? Erschreckt es nicht zu Tode, dass wir mit solchen Kategorien in Verbindung gebracht werden?«

Lesen Sie den Brief des Landpfarrers Meik Schirpenbach der Katholischen Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen:

https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/export/sites/gemeinden/pfarreien_grevenbroich_vollrather_hoehe/_galerien/PDF/Fragen-an-meine-Kirche.pdf

oder

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2020-11-27/sorgen-eines-landpfarrers-pfarrer-aus-dem-rheinland-veroeffentlicht-brief

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Pastoraler Zukunftsweg – Antworten.

Posted by Florian Seiffert - 26. November 2020

Seelsorgebereichsforen: Am häufigsten gestellte Fragen zur Pfarrei der Zukunft

https://www.zukunftsweg.koeln/aktuelles/neuigkeiten/seelsorgebereichsforen-am-haeufigsten-gestellte-fragen/

Während der Seelsorgebereichsforen im September und Oktober 2020 reichten die Teilnehmenden aus dem gesamten Erzbistum ihre Fragen zur „Pfarrei der Zukunft“ digital ein.

Über einige der Fragen wurde bereits an den verschiedenen Abenden gesprochen.
Dazu gehören die Antwort auf die Frage „War alles schlecht, was bisher lief?“ und Ausführungen zu den Themengebieten Engagement, Rolle des Pfarrers und Kindertagesstätten.

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Stellungnahme zur „Pfarrei der Zukunft“ im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges

Posted by Florian Seiffert - 30. Oktober 2020

Der Pfarrgemeinderat Flingern/Düsseltal hat eine:

“Stellungnahme zur „Pfarrei der Zukunft“ im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges“

veröffentlicht. Große Leseempfehlung:

https://www.katholisches-flingern-duesseltal.de/export/sites/flingern-duesseltal/.content/.galleries/downloads/Sonderbeilage-Pastoraler-Zukunftsweg-HP.pdf

Wir sind nicht allein!

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Fragen an den Pastoralen Zukunftswegs Köln

Posted by Florian Seiffert - 14. Oktober 2020

Am 01.10.2020 schrieb ich an das Erzbistum Köln bzw. die Seelsorgebereichsforen des Pastoralen Zukunftswegs Köln:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Mentimeter konnte ich meine Fragen heute leider nicht loswerden. 250 Zeichen, sind zu wenig, um eine Frage mit Hintergrund zu stellen und zu erklären. Ich schreibe Ihnen deswegen diese EMail.
Ich bin seit über 40 Jahren in meiner Pfarrei engagiert. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ich bin im Moment sehr wütend. Ich fühle mich nicht ernst genommen, Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände kommen im Pastoralen Zukunftsweg nicht vor. Die Nachricht der Reduktion von 180 Seelsorgebereichen auf 50-60 habe ich in einer Laufschrift auf NTV zuerst gesehen. Ist das das Schätzen des Ehrenamtes, was ich vor jeder KV- und PGR-Wahl von den Bistumsoberen lesen kann?

Ich habe schon ein paar Fusionen, das Pastoralgespräch, Zukunft heute, den Zwang in die Zentralrendanturen und ein furchtbares Gespräch zur Schließung von 7 katholischen Kindergartengruppen mit Generalvikar Feldhoff hinter mir. Es tut mir leid, wieder Worte zu hören, die ich schon kenne, Zusagen und Versprechen, die schon oft, ganz oft nicht eingehalten wurden. Mein Vertrauen in solche Worte ist eigentlich Null. Ich gebe Ihnen aber die 490zigste Chance. Ich kann nicht anders!
Ich würde mich freuen, sie nutzten sie. Und ja, ich freue mich über eine Antwort.

Hier meine Fragen zum Pastoralen Zukunftsweg:

1) Wo kommen die ganzen Leute her, die demnächst in der „Pfarrei der Zukunft“ das Gemeindeleben tragen? Wie motivieren wir auch junge Leute? Pfarrer Meurer sagt auf diese Fragen: „Dann kommen die ganz von selbst“ (siehe: https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2020-09-15/wir-haben-es-selbst-der-hand-wie-wir-gemeinde-gestalten-auftakt-der-153-seelsorgebereichsforen-im)
Wir haben bei der letzten Fusion allein aus St.Hubertus in Flittard ca. 25 Ehrenamtliche aus PGR und KV verloren (um die anderen Kirchtürme war es ähnlich). Übrig sind in St.Hubertus heute noch 2 Personen in KV und PGR (Zwei!). Niemand in PGR und KV hat heute schon gesagt: Neue Struktur? Größere Einheit? Super, da möchte ich mitmachen! Worauf stützt der so gute Pfarrer Meurer die Hoffnung, dass Menschen „dann ganz von selbst kommen?“ Nicht jede(r) hat sein Charisma, seine Ausstrahlung, seine fünf Talente!

2) PGR und KV sind offenbar keine Ansprechpersonen! Die Meldung: 180 Seelsorgebereiche werden zu 50-60 zukünftigen Pfarreien und einer Vielzahl von Gemeinden
(https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/)
kommt ohne PGR und KV aus. In keinem der Texte, die wir für den heutigen Tag bekommen haben, kommt das Wort Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand vor. Auch wurden PGR und KV nicht als Multiplikator*innen oder vielleicht leichter Überzeugbare benutzt, noch wurde um die Mitglieder geworben, um in der Pfarrei der Zukunft oder auf dem Weg dahin eine Rolle zu spielen. Warum?

3) In unserer Gemeinde gibt es keinen ordentlichen Überblick über die Finanzen. Wir können nicht sagen, was uns das Pfarrheim St.Bruder Klaus im letzten Jahr an Strom, Wasser, Heizung, Reparaturen gekostet hat. Wir haben keine Jahresabschlüsse aus den letzten Jahren, schon gar keine, denen wir mit Herz und Verstand zustimmen können! Also jetzt ist das Chaos schon groß, eher sehr groß! Wie soll das erst werden, wenn die Einheit Pfarrei noch größer ist?

4) Köln hat, wie so viele andere Bistümer den Weg beschritten, die Zahl der Pfarreien der Zahl der Priester anzupassen. Weniger Priester bedeutet: Größere Pfarreien. Ist das nicht ein Weg in die Sackgasse? Wird es in Köln am Ende eine Pfarrei geben und der Dom ist die Pfarrkirche?

5) „Ich nehme wahr, dass die Menschen sich sehr nach Seelsorgern sehnen, die sich die Zeit nehmen und sich ihnen zuwenden“, sagt ganz zu Recht Bischof Timmerevers von Dresden-Meißen (https://www.katholisch.de/artikel/25731-krankenhausseelsorge-waehrend-corona-wir-konnten-unsere-arbeit-tun). Wo kommen unsere zukünftigen Seelsorger her? Warum setzen wir da offenbar nur auf Priester?

6) Wenn man sich unter
(https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/) den Artikel „Diözesanpastoralrat – Sondersitzung – Pastoraler Zukunftsweg“ durchliest, hat man den Eindruck, der Weg ins Paradies sei endlich entdeckt und wir werden alle durch diese Reform froh und immer nur glücklich sein. Und man fragt sich, warum sind wir nicht schon viel früher aufgebrochen? (Das Video heute war auch so!) Ich möchte eine solche Sprache mal „Hallelujasprache“ nennen. Dass es Sorgen und Ängste gibt, dass wir Menschen verlieren werden, dass vielleicht auch Pfarrer nicht mehr können oder überfordert sein werden, kommt in dem Text nicht vor. Man hat nicht das Gefühl, dass man Ernst genommen wird mit Sorge oder Not. Als Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand schon gar nicht. Muss das sein? Geht es nicht auch etwas nüchterner? Könnt ihr nicht auch mal die Gedanken mitteilen, die ihr zu den erwartbaren Widerständen habt?

Es grüßt Sie herzlich,
Florian Seiffert


PGR-Mitglied
St.Hubertus und Mariä Geburt

Gestern kam die Antwort des Erzbistums:

Sehr geehrter Herr Seiffert,
haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail im Nachgang des Seelsorgebereichsforums in Ihrem Seelsorgebereich. Ich gehöre zum Organisationsteam der Seelsorgebereichsforen und reagiere gerne auf Ihre Ausführungen. Zunächst vielen Dank für Ihr langjähriges Engagement in Ihrem Seelsorgebereich! Danke auch für Ihre Fragen und, trotz Ihrer Enttäuschungen aus der Vergangenheit, für Ihr offenes Feedback zu den verschiedenen Punkten. Sie können sich leicht vorstellen, dass nach den Foren, an denen insgesamt 175 unserer 180 Seelsorgebereiche teilgenommen haben, eine große Zahl von Rückmeldungen bei uns eingeht. Wir freuen uns darüber sehr und sind nach Kräften bemüht, allen zu antworten. Das wird aufgrund der Vielzahl der Zuschriften nicht immer sehr detailliert möglich sein. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, im Anschluss an die Seelsorgebereichsforen die am häufigsten gestellten Fragen in einer Übersicht von Fragen und Antworten („FAQs“) zu veröffentlichen.
Ich möchte kurz auf einzelne Aspekte eingehen, die Sie angesprochen haben:

Es wird in der Pfarrei der Zukunft selbstverständlich gewählte Gremien geben. Leider lagen zum Zeitpunkt der Seelsorgebereichsforen noch nicht die Überlegungen des Fokusteams „Gremienarchitektur“ vor. Feststeht, dass es auf den verschiedenen Ebenen des Erzbistums gewählte Gremien geben wird und so Mitbestimmung möglich und explizit gewünscht ist. So wird es z.B. auf der Pfarreiebene ein pastorales Gremium und ein Verwaltungsgremium (Kirchenvorstand) geben.
Besonders danke ich Ihnen für Ihre Hinweise zur Wahl der Sprache der Präsentationen, der Berichterstattungen und des Videos. Ich nehme das gerne in die jeweiligen Gremien und für die weitere Kommunikation mit.

Viele Ihrer Fragen decken sich mit den Hauptfragen, auf die wir schriftlich antworten werden. Diese werden allen Interessierten als „FAQs“ auf unserer Website http://www.zukunftsweg.koeln zugänglich gemacht und bis Ende Oktober veröffentlicht. Daher möchte ich Sie gerne auf diese vertrösten.

Herzliche Grüße

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