Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Warum sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Posted by Florian Seiffert - 5. Juni 2018

Ein offener Brief zur Interkommunion.

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki!

Als Laie möchte ich mir erlauben Ihnen einige Fragen stellen, die mich die letzten Wochen sehr nachdenklich gemacht haben. Ich schicke voraus:

  • Ich habe nicht Theologie studiert.
  • Ich gehe in der katholischen Kirche zur Kommunion.
  • Ich teile den Glauben, dass Jesus Christus nach der Wandlung wesentlich im eucharistischen Brot vorhanden ist.
  • Ich bin mit einer evangelischen Christin verheiratet.
  • Ich bin es gewohnt meinen Glauben vor dem Forum der eigenen Vernunft zu rechtfertigen [1].

Deswegen verstehe ich die Debatte um Interkommunion und die Schreiben der Bischofskonferenz bzw. Briefe u.a. von Kardinal Woelki und Kollegen nach Rom nur bedingt.

Warum darf eine evangelische Christin (Ich wähle hier die weibliche Form, es sind aber hier und im ganzen Text immer Frauen und Männer, hier also Christinnen und Christen gemeint.) nicht die Eucharistie in der katholischen Kirche empfangen? Was wird von ihr beschädigt, wenn sie es tut? Was passiert schlimmes, wenn sie es tut?

Wovor müssen wir hier wen beschützen?

Ich schließe mich gerne Bischof Peter Kohlgraf an und frage: “Denken wir eigentlich, wir müssten den lieben Gott beschützen, indem wir bestimmen, wer zur Kommunion gehen darf und wer nicht?“ [2]

Wenn wir Jesus Christus in der Kommunion nicht beschützen müssen, müssen wir dann die evangelische Christin beschützen? Im Ernst? Vor Jesus Christus?

Mir fällt kein guter Grund ein, warum hier wer vor wem beschützt werden muss! Ich habe viele Artikel und Kommentare zur Interkommunion seit Februar 2018 gelesen. Aber alle bleiben stehen bei dem Axiom: Sie ist verboten. Nur über die Breite der Ausnahmen wurde gestritten. Gerhard Ludwig Kardinal Müller sagt [3]: „keine sakramentale Gemeinschaft ohne kirchliche Gemeinschaft“ und ‚wenn das Prinzip der Einheit von sakramentaler Gemeinschaft und kirchlicher Gemeinschaft zerstört werde, „wird die katholische Kirche zerstört“, so Müller‘. Ja aber warum denn Herr Kardinal?

Sind wir Katholikinnen wirklich sicher, dass all die, die in katholischen Eucharistiefeiern zur Kommunion gehen das “richtige“ und “echte“ Verständnis von sakramentaler und kirchlicher Gemeinschaft haben? Und geht eine katholische Christin unerlaubt zur Kommunion, wenn sie das rechte Verständnis nicht hat und vielleicht “nur“ zum Altar geht, weil es ihr guttut und weil sie sich dann Christus nahe fühlt oder sogar nur, weil sie es schon immer so gemacht hat? Und was daran zerstört bitte die Katholische Kirche – d.h. die Gemeinschaft der Gläubigen?

Da muss doch der Eckstein massiv zerbrochen sein, wenn das (eventuell falsche) Eucharistieverständnis die katholische Kirche zerstören kann.

Kardinal Woelki sagt, es gehe “um Leben und Tod“ [4]. Wer stirbt, wenn er (unerlaubt) zur Kommunion geht? Wer lebt?

Meine Herren, übertreiben Sie nicht?

Ich glaube, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreiben kann. Ich glaube, dass der Empfang der Eucharistie allen Menschen gut tut, dass Jesus in allen Menschen durch die Eucharistie gutes tun und bewirken kann, gerade auch, weil er alle Menschen liebt und sie zu sich führen möchte. Da kommt es auf das richtige Verständnis nicht an! (Medizin wirkt auch, wenn wir nichts von Biochemie verstehen!) Wie klein muss der Heilige Geist gedacht werden, wenn er nur in uns wirkt, wenn wir die richtige Einstellung und das richtige Verständnis haben! Warum also sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Im Kommunionhelferlehrgang [5] habe ich gelernt, dass Priester und KommunionhelferInnen niemandem die Kommunion verweigern dürfen, der vor ihnen steht. Dann und nur dann, wenn sie (oder er) aus der Kirche ausgeschlossen wurde und dies durch Aushang bekannt gemacht wurde, wird die Heilige Kommunion, die Eucharistie verweigert.

Als Beispiel wurde der Muslim Ali genannt der bei der Beerdigung seines Nachbarn zur Kommunion ging, weil alle das taten und Ali sich aus der Trauergemeinschaft nicht ausschließen wollte, schon aus Respekt vor seinem verstorbenen Nachbarn nicht. Ihm darf die Kommunion nicht verweigert werden und sie wurde ihm nicht verweigert.

Hatte Ali das richtige Verständnis der Eucharistie, der sakramentalen Gemeinschaft? Vielleicht ja! Das, was Herr Kardinal Müller darunter versteht, hatte er wohl eher nicht.

Ich glaube, Ali hat gut und richtig gehandelt und der Kommunionausteiler ebenfalls! Oder? Was hätte wer anders gemacht?

Ich möchte noch eine Geschichte aus dem Kommunionhelferinnenlehrgang fragend anschließen [5]. Im Mittelalter wurden übrig gebliebene konsekrierte Hostien, also die Heilige Kommunion an Kinder ausgeteilt, die vor der Kirche spielten. Wenn das rechtens war und ich glaube, dass es das war, warum sollte es heute Unrecht sein?

Wenn der in der Heiligen Kommunion anwesende Herr Jesus Christus, der mit dem allmächtigen Vater eins ist an evangelische Christen, Muslime, Hindus, …., an MENSCHEN ausgeteilt wird, was kann da bitte beschädigt oder zerstört werden, was kann daran Sünde sein?

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Die evangelischen Schwestern und Brüder auf der einen Seite und uns Katholiken auf der anderen trennt nach [1] das Verständnis der Eucharistie und das Papsttum. Wenn wir bei der Eucharistie bleiben, fällt mir auf, dass alle Artikel, Kommentare und Stellungnahme bei dem (unterschiedlichen) Verständnis stehen bleiben. Ist Jesus Christus wesentlich anwesend? Ist das Abendmahl (nur) ein Gedenken?

Warum gehen wir nicht weiter?

Ist das entscheidende bei Heiliger Kommunion und Abendmahl nicht, dass Jesus Christus in unser Herz kommt und dann liebevoll unser Handeln leitet oder sogar bestimmt? Ist es nicht das Wichtigste, dass wir uns ihm nahe fühlen, umarmt, wie von einer liebenden Mutter oder einem liebenden Vater? Getröstet, angenommen, erlöst?

Wenn wir nun nach Empfang von Abendmahl oder Kommunion so empfinden und handeln, ist es dann nicht (völlig) egal, wie Jesus Christus in unser Herz gekommen ist [6], [7]? Durch Kommunion oder durch Gedenken? Ist da der Unterschied zwischen Transsubstantiation und Konsubstantiation noch wichtig? Und wenn er wichtig ist, ist er wichtig für alle Christen (Menschen)?

Fällt die – so meine ich – größte Hürde auf dem Weg zur Einheit der Christen nicht weg, wenn wir uns erlauben zu denken, dass christliches Handeln das wichtigste ist nach dem Empfang der Kommunion bzw. nach Empfang des Abendmahles? Haben wir so lange auf Unterschiede beim Verständnis der Kommunion geschaut, dass wir nicht mehr sehen, dass die Wege dahinter wieder zusammenlaufen?

Oder andersrum: Was ginge verloren, wenn Christen zu allen Kommunionen von Katholiken, Evangelischen, Orthodoxen,… eingeladen und zugelassen wären? Muss es hier ein Richtig und Falsch geben? Und muss das Richtig immer beim eigenen Glauben liegen und das Falsch immer bei den anderen?

Papst Benedikt XVI. schrieb als Kardinal: Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt [8]. Karl Rahner sagte: Die Hölle ist leer [9].

Warum also ist die Frage der Kommunion, die Frage, wie Jesus Christus in unser Herzen kommt so, so wichtig? Wieso hat diese Frage (angeblich) die Kraft den Katholischen Glauben zu zerstören? Warum soll es hier um Leben und Tod gehen?

Mir kommt manchmal der Verdacht, dass es gar nicht um das Verständnis von Eucharistie und Abendmahl geht, sondern um Einfluss auf die Gläubigen. Welcher Hirte führt die Schafe? Wer hat mehr zu sagen? Wer weiß mehr Schafe hinter sich? Hat der Papst MEINER Meinung zugestimmt oder der eines anderen (Kardinals)?

Kann das sein? Könnte es darum in Wirklichkeit gehen? Und falls das so ist, ist das richtig?

Ich glaube, dass das Bild von Hirte und Schaf heute nicht mehr ganz genau passt. Um es klar zu sagen: Jesus Christus ist der gute Hirt. Gegen ihn bin ich ein (kleines, schwarzes) Schaf. Bei meinem Hirten Jesus Christus bin ich gut aufgehoben. Hier passt das Bild vom gutem Hirten und der Herde Schafe.

Lange Zeit in der Geschichte der Kirche traf das Bild auch hier unten auf der Erde zu. Papst, Bischöfe und Priester waren die Hirten, ihre Gemeindemitglieder waren Schafe. Der Pfarrer war (vielleicht neben dem Lehrer) der Einzige, der studiert hatte, der schon mal “in der Welt“ draußen war. Es war gut, wenn er seinen Gemeindemitgliedern sagen konnte, was richtig und falsch war und aus der Heiligen Schrift vorlesen konnte.

Aber heute? Praktisch alle können hier bei uns Lesen und Schreiben, sie sind unterrichtet im Denken. Viele haben studiert oder Ausbildungen abgeschlossen. Sie entscheiden selbst, was für sie gut und richtig oder böse und falsch ist. Sie übernehmen dafür die Verantwortung. Jemand, der das tut, ist kein Schaf mehr!

Ich glaube, ich bin kein Schaf und ich brauche keine menschlichen Hirten, die für mich entscheiden und bestimmen. Ich möchte gleichberechtigt mit Priestern und Bischöfen sprechen! Es wäre schön, sie könnten anerkennen, dass ich auch ohne Theologiestudium in Glaubensfragen (in Fragen meines Glaubens) mitreden (mit ihnen reden) kann.

Von meinen Bischöfen und der Deutschen Bischofskonferenz wünsche ich mir kluge Ratschläge! Keine Erlaubnisse, keine Verbote! Erklären Sie mir, warum ich etwas tun oder lassen soll. Noch besser: Seien Sie Beispiel! Sagen Sie mir, was Sie glauben und warum. Was Sie glücklich daran macht und warum Sie diesen oder jenen Weg gehen. Oder noch viel besser: Was fällt Ihnen schwer zu glauben, woran zweifelt ihr (gelegentlich)?

Beispiel: Sagen Sie mir, warum Sie in der Fastenzeit fasten. Worauf verzichten Sie? Was macht das mit Ihnen, wie fühlen Sie sich damit?

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki, bitte überzeugen Sie mich davon, dass es nicht gut ist bei den evangelischen Schwestern und Brüdern zur Kommunion zu gehen, wenn Sie selbst davon überzeugt sind! Sagen Sie mir, wo ich, wo meine Seele Schaden nimmt, wenn ich es tue. Ein Verbot reicht mir nicht (mehr).

Wenn Sie in Konferenzen und Konzilien Beschlüsse fassen und Sie glauben dabei vom Heiligen Geist gelenkt zu sein – was ich auch glaube – warum glauben Sie dann nicht, dass auch das ganze Volk Gottes, also die Kirche, vom Heiligen Geist gelenkt ist? Also ihr Bischöfe und wir Laien zusammen.

Kann es nicht auch durch den Heiligen Geist gelenkt sein, dass viele evangelische Christinnen zur Kommunion in der katholischen Kirche gehen? In eigener Verantwortung, (vielleicht) abgesprochen mit ihren Pfarrern? Auch bereit, dies beim jüngsten Gericht zu vertreten? Und bereit eine etwaige Strafe dann auf sich zu nehmen?

Es tut mir weh zu lesen, wie der Heilige Vater in dieser Frage kritisiert wird und durch wen [10], [11]. Dabei gibt gerade er mir das Gefühl auf den “Glaubenssinn der Gläubigen“ [12] zu hören.

Ich möchte zum Schluss noch zwei Stellen aus den Klageliedern zitieren, die es mir möglich erscheinen lassen, mit meiner Meinung hier nicht ganz falsch zu liegen.

Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. [12]

Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! [13]

Wenn Sie meiner Argumentation folgen können: Prima. Wenn nicht: Wo liege ich falsch und warum?

Oft hört man an einer solchen Stelle ein (hilfloses) “dann bist Du nicht katholisch“. Da frage ich mich immer: Ist es ein Wert an sich katholisch zu sein? Werden wir das als erstes gefragt an der Himmelstür? Oder gibt es gute Argumente, die mich von meiner hier geschilderten Meinung abbringen und mir vielleicht einen besseren (fröhlicheren?) Weg zu Gott weisen?

Mit freundlichen Grüßen
Florian Seiffert

Literatur:
[1] Kaplan Schwarz. Religionsunterricht Rhein-Gymnasium, Köln Mülheim. Ca. 1980.

[2] Bischof Peter Kohlgraf zur Kommunion. Abgerufen am 29.05.2018.
katholisch.de

[3] Kardinal Müller nennt Kommunion-Gespräche in Rom „armselig“. Abgerufen am 29.05.2018.
www.kirche-und-leben.de

[4] Kommunionstreit: Woelki will gesamtkirchliche Lösung. Abgerufen am 01.06.2018. www.katholisch.de

[5] Kommunionhelferlehrgang in Köln bei Pfarrer Bohl. Ca. 1993.

[6] Liebe – und tu was Du willst. Augustinus: aphorismen.de

[7] Laß die Liebe in deinem Herzen wurzeln, und es kann nur Gutes daraus hervorgehen. Augustinus: aphorismen.de

[8] Heiliges Senfkorn. Abgerufen am 29.05.2018.
m.faz.net
Siehe auch: Salz der Erde, 7. Auflage. Mai 1997. Vorwort.

[9] Abgerufen am 29.05.2018
www.emk-zofingen.ch

[10] Kommunionstreit: Was ausländische Bischöfe über den deutschen Vorschlag sagen. Abgerufen am 29.05.2018.
de.catholicnewsagency.com

[11] Erzbischof: Konsens der deutschen Bischöfe kann Lehre nicht ändern. Abgerufen am 30.05.2018. www.kath.net

[12] “Die meisten Gläubigen sind theologisch nicht hinreichend geschult, um die Einladung des protestantischen Partners konfessionsverbindender Paare zum Sakrament der Eucharistie von der Einladung des katholischen Partners konfessionsverbindender Paare zum protestantischen Abendmahl unterscheiden zu können.“ Dogmatiker Karl-Heinz Menke.
www.domradio.de

[12] Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. Klagelieder 7,18

[13] Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! Klagelieder 7,16

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz:
creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Kurz: Sie dürfen diesen Text beliebig weiter veröffentlichen, solange Sie meinen Namen (Florian Seiffert) als Autor nennen. Sie dürfen auch gerne auf meinen Blog flohblog.wordpress.com verlinken.

Diesen Text als pdf-Datei:
Interkommunion.pdf

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Die Zukunft von St.Pius X.?

Posted by Florian Seiffert - 13. Mai 2018

Fakten:
Landregen fällt. Es ist offenbar fruchtbarer Landregen. Denn es kommen vier sehr sympatische Vertreter der syrisch-orthodoxen Gemeinde zu einem fruchtbaren Kennenlernen. Vom Pfarrgemeinderat sind Pfarrer Cziba, Norbert Gröger, Michael Wirz, Hajo Bauer und ich da. Frau Dartmann vom Generalvikariat ist auch gekommen. Super.

Wir zeigen die Kirche St.Pius X., die Sakristei, das Pfarrbüro, den Keller, den Turm, das Pfarrheim. Pfarrer Cziba macht jede Tür auf, wenn gewünscht.

Die 420 Sitzplätze in der Kirche sind optimal. Das Pfarrheim ist für 400 Personen viel zu klein. Das Ensemble aus Kirche, Innenhof und Pfarrheim gefällt, aber der Turm? Kann der weg? (Wohl eher nicht.) Wir gehen einmal um das gesamte Gelände. Wo kann man hier parken? Kann man noch Parkplätze gewinnen? Können wir auch noch Gottesdienste feiern, wenn St.Pius X. syrisch-orthodox ist? (Ja!) Können wir noch Belegungszeiten im Pfarrheim bekommen? (Ja!)

Wir und die syrisch-orthodoxen Christen beantworten uns gegenseitig alle Fragen, so gut wir können. Nach fast zwei Stunden und einem Gruppenbild, sind wir fertig. Wir verabreden, dass wir die Höhe der Betriebskosten von St.Pius X. an die syrisch-orthodoxen Gemeinde mitteilen. Die syrisch-orthodoxen Gemeinde klärt, was in der Kirche verändert werden müsste und welche Größenordnung von Investitionskosten auf die syrisch-orthodoxen Gemeinde bei einer Übernahme zukämen. Wenn das alles passt, überlegen wir zusammen die nächsten Schritte, die dann sicher gemeinsam mit Architekten Joachim Schürmann gegangen werden.
Die Kollegen laden uns herzlich zu einem Gottesdienst- und Gegenbesuch in ihre jetzige Kirche in der Klosterstraße in Köln ein. Sehr gerne!

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Meinung:
Ich habe ein gutes Gefühl. Ich würde das Ensemble St.Pius X. für den symbolischen Preis von 1€ verkaufen. St.Pius X. wäre in guten Händen, würde weiter als Gottesdienstraum genutzt und wäre für uns nicht aus der Welt und somit auch nicht als geistliche Heimat verloren. Wir könnten nach Absprachen weiter Gottesdienste feiern. Auch mit Einladungen zu Pfarrfesten dürfen wir rechnen. Das alles ist hundertmal besser als Verfall oder Stilllegung. Ich sehe positiv in eine hoffentlich fruchtbare Zukunft.

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

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Pleite

Posted by Florian Seiffert - 7. Mai 2018

Konzept 2035 — sind wir noch nicht. Aber wir müssen etwas tun, um es nicht zu werden!
Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands schreibt zur aktuellen finanziellen Situation unserer Gemeinde:

Die finanzielle Situation der Gemeinde St Hubertus und Mariä Geburt wird zunehmend kritisch.
Im Februar dieses Jahres hat die Gemeinde erstmals seit 2008 wieder finanzielle Abschlüsse erhalten. Die Einführung der „neuen“ zentralen Software der Erzdiözese hat 10 Jahre lang extreme Probleme bereitet, so dass die Gemeinde finanziell im Blindflug handeln musste. KV und PGR haben mit „Alles in Christus erneuern“ bereits ein Konzept erarbeitet, um die Kostenstruktur der Gemeinde an die zu Verfügung stehenden, geschätzten Mittel anzupassen.
Die jetzt vorliegenden Abschlüsse für die Jahre 2009 bis 2015 waren aber deutlich verlustreicher als erwartet: Auf der Einnahmenseite sind die Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln rückläufig, da auch in unserer Gemeinde die Zahl der registrierten Gemeindemitglieder rückläufig sind. Der Rückgang ist in Stammheim, Flittard und Bruder Klaus aber nicht dramatisch. Das Erzbistum weist der Gemeinde jedoch nur noch pauschal Mittel zu, und berücksichtigt die historisch gewachsene Gemeindestruktur mit ihren höheren Kosten nicht. Sehr negativ ausgewirkt hat sich die aktuelle Niedrigzinspolitik in Europa. Wir bekommen für die finanziellen Rücklagen der Gemeinde, die extrem sicher angelegt sind, keine Zinsen mehr, so dass die Finanzierung der Gemeinde aus Eigenmitteln weggebrochen ist. Auf der Ausgabenseite mussten zahlreiche teure Reparaturen an unseren Kirchen und unserer Gemeindeinfrastruktur durchgeführt werden, bei denen die Gemeinde den üblichen Eigenanteil von 30% aufbringen musste.
Dies alles hat sich zu hohen Verlusten, aktuell in der Größenordnung von 200.000,00 € im Jahr, aufgeschaukelt. Die Gemeinde hat dadurch bereits einen Großteil Ihrer freien Rücklagen aufgebraucht. Deutliche Einschnitte in der Kostenstruktur der Gemeinde sind jetzt notwendig und werden derzeit vorbereitet.

Ulrich Koemm

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 6. Mai 2018

Konzept 2035Am Sonntag, 06.05.2018 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PRG), um zwei Stunden zusammen mit Architekt Thomas Duda über die weiteren Weichenstellungen bei Konzept 2035 zu beraten.
Vorausschickend sei nochmal betont, dass die Pfarrei St.Hubertus und Mariä Geburt z.Zt. mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt. Ein „weiter so“ mit fünf Kirchen und Pfarr- und Jugendheimen kann es nicht geben. Deshalb sind Veränderungen d.h. hier Schließungen unabweisbar notwendig. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, sind wir in zwei oder drei Jahren pleite – dann bestimmen nicht mehr wir, was geht und was nicht!

Es herrscht Einigkeit in der Versammlung von 21 Personen darüber, dass ein Kirchenneubau mit einem Pfarrzentrum an der S-Bahnstation vom Tisch ist. Es herrscht auch Einigkeit darüber, dass die Kirche St.Johannes Ev. jetzt zügig geschlossen und nicht mehr genutzt werden soll. Ziel ist der Verkauf oder der Abriss. Der Grund ist: Die Kosten für St.Johannes Ev. stehen bei den Ausgaben der Pfarrei auf Platz Eins.
Diskutiert und kontrovers beleuchtet wurde die Situation von St.Pius X. Mit Schmerzen herrschte Einigkeit, dass eine Abgabe oder eine Teilabgabe der Kirche an eine andere christliche Gemeinde noch die beste Lösung sei, wenn es am Standort St.Pius X. weiter Versammlungsmöglichkeit für Frauengemeinschaft, Senioren, etc. gibt. Vielleicht ergibt sich hier kurzfristig etwas. Schmerzhaft ist, dass das so kurzfristig kommt. Über die Schließung von St.Johannes Ev. reden wir seit drei Jahren – das war schmerzhaft, ist es jetzt aber nicht mehr. Bei St.Pius X. ist das verständlicherweise anders.
Diskutiert wurde auch über ein neues Gemeindezentrum an St.Hubertus oder St.Mariä Geburt. Das Pfarr- und Jugendheim Salvatorstraße in Stammheim ist nicht mehr zeitgemäß und sanierungsbedürftig. Das Pfarr- und Jugendheim in St.Hubertus ist nicht wärmeisoliert und nicht behindertengerecht, also auch nicht zeitgemäß. Eine gute Lösung ist ein neues Gemeindezentrum mit EINEM Pfarrbüro, mit großen und kleinen Versammlungsräumen, um z.B. Erstkommuniontage oder Firmtreffen durchführen zu können und mit Wohnungen für Hauptamtliche. St.Mariä Geburt liegt zentraler, als St.Hubertus, es ist z.B. mit dem Fahrrad von St.Bruder Klaus aus besser zu erreichen. Dies könnte für einen Standort St.Mariä Geburt sprechen. Das ist der Diskussionsstand – das ist kein Beschluss!
Betont wurde nochmal (und nochmal), dass es in St.Pius X., in St. Hubertus, in St.Mariä Geburt und in St.Bruder Klaus je einen Versammlungsraum mit der Möglichkeit „Kaffee zu kochen“ geben wird. (Als die Kindergärten Flittard 18 Monate das Pfarrheim in St.Hubertus belegten, blieb das Gemeindeleben auch nicht stehen, sondern der Raum in der alten Schule zeigte, dass man sich flexibel auch mit der Nutzung eines Raumes behelfen kann! [Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist – David Ben-Gurion]).

Damit ist die kurzfristige Perspektive: Schließung von St.Johannes Ev. Und die mittelfristige: Abgabe von St.Pius X.
Sollte das nicht gelingen, stehen zumindest die Schließungen von Versammlungsflächen, also Pfarr- und Jugendheime auf dem Programm – dies aber so, dass Gemeindeleben weiter möglich bleibt.

Wie geht es weiter: Ich werde den Pfarrkalender für 2018 auswerten. Wie ist die Belegung der Pfarr- und Jugendheime? Geht eine Reduzierung des Pfarrheim hin zu einem Raum!? Ich erwäge auch, eine Aktualisierung für das Konzept 2035 zu schreiben, um es an die aktuelle Diskussion anzupassen. Ulrich Koemm wird die Zahlen der letzten Jahre aus dem Haushalt schicken, damit wir diese veröffentlichen können, um den Gemeindemitgliedern den Sparzwang deutlich zu machen und vor Augen zu führen. KV und PGR schließen Versammlungsflächen nicht, weil es Spass macht (nein, es macht keinen Spass, wirklich nicht!) oder um Anordnungen des Erzbistums zu erfüllen, sondern wir sparen, weil wir sonst in zwei oder drei Jahren pleite sind!
Diskutiert wurde auch die Situation von St.Bruder Klaus. Die Kirche soll erhalten bleiben. Mit St.Hubertus und St.Mariä Geburt hätten wir dann zukünftig drei Kirchen in der Gemeinde.
Die Versammlungsflächen in St.Bruder Klaus sind besonders, weil sie auch von nicht kirchlichen Vereinen genutzt werden. Eine Lösung könnte hier sein: Abgabe an einen Trägerverein oder Einnahmen durch Mieten in der Höhe des Unterhalts zu erzielen.

Ideen, die auch genannt wurden:

  • Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern!
  • Zusammenarbeit mit dem Johanniterstift bei „Altenarbeit“.
  • Pfarrheime schließen, aber den Versammlungsraum hinter eine Abtrennung in die Kirche verlegen.
  • Einen Pfarrbus kaufen – der ist billiger, als fünf Kirchen!

Siehe auch:

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

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Neues Layout des Webauftritts 2018

Posted by Florian Seiffert - 25. März 2018

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Besucherinnen und Besucher!

Florian Seiffert

Florian Seiffert

Ich habe den Webauftritts der Gemeinde auf ein responsives Layout umgestellt. Also auf ein Layout, was sich an die Größe des Displays anpasst (*). Das ist heute Stand der Technik. Den Webauftritt können Sie ab jetzt auch auf ihrem Tablett oder Smartphone problemlos benutzen. Das ging vorher nicht.

Gleichzeitig habe ich die meisten Texte überprüft, den Müll runtergebracht und neue Bilder eingebaut. Das ist noch eine kleine Baustelle. Es sind noch nicht wieder 2000 Bilder verfügbar, sondern erst 600. Ich ergänze die Bilder nach und nach.

Die Struktur des Auftritts habe ich beibehalten. So bleiben alle Links (Verweise) erhalten.

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben oder wenn Ihnen etwas fehlt, mailen Sie bitte an:
florian.seiffer@gmx.net

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Karwoche!

Sonnige Grüße
Florian Seiffert, Palmsonntag 2018

PS.: Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen in der Gemeindevertretung Bruder Klaus. Mit ihnen hatte ich 2017 zusammengesessen und Verbesserungen für den Webauftritt besprochen. Ich hoffe, ihr findet nun alles zu eurer Zufriedenheit.

*) Wenn ihr an einem PC sitzt: Macht mal das Fenster eures Browsers langsam immer schmaler und schaut, wie sich der Webauftritt verändert.

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Sammlung der Aktion „Danke an ….“ aus KREUZundQUER

Posted by N. Groeger - 20. März 2018

wir hatten ja für die aktuelle KREUZundQUER-Ausgabe eine Dankeschön-Aktion gestartet. Im Heft konnten wir aus Platzgründen nicht
alle Dankeschöns abdrucken. Hier die komplette Sammlung mit alle 62 Meldungen im elektronischen Format.
Die Redaktion .
Sammlung_Danke_ komplett Nerz

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Der Pfarrgemeinderat berichtet

Posted by Florian Seiffert - 11. März 2018

Konzept 2035Sonntag, 11.03.2018.

Heute ist nach der Messe um 09:30h ein Treffen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV). Wir wollen uns nach der PGR-Wahl 2017 gegenseitig kennenlernen und die neuen Fakten in unsere Strategie für die Gespräche mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat (EGV) für Projekt 2035 einbauen.

Neue Fakten?
Ja! Bisher war es mehr oder weniger Vermutung, seit letzter Woche ist es Gewissheit. Die Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt macht Miese. Etwa 100 bis 200 Tausend Euro pro Jahr. Durch diese Verluste schmelzen wir unsere Reserven, das Geld auf der Hohen Kante ab. Wenn wir nichts ändern, sind wir in drei bis vier Jahren im Minus, also pleite. Sehr wahrscheinlich – nein, mit Gewissheit!, wird dann das EGV unseren Haushalt „In Ordnung“ bringen. D.h. es wird dafür sorgen, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.
Woher kommt es, dass wir mehr ausgeben, als wir einnehmen? Die Kirche von Köln bezuschusst unsere Gemeinde aus Kirchensteuermitteln mit einem (mir unbekannten) Betrag für jede Katholikin und jeden Katholik, die oder der in unserer Gemeinde wohnt. Dazu kommen Einnahmen aus Pacht und Zinsen, von denen wir einen Teil behalten dürfen. Während diese Einnahmen über die Jahre eher konstant sind oder leicht abnehmen, sind die Kosten für Personal und Reparaturen ständig angestiegen. Da wir die Jahresabschlüsse unseres Haushalts von 2009 bis 2015 erst in der letzten Woche vom EGV bekommen haben, ist auch jetzt erst klar, wie hoch der Zwang zum Sparen ganz genau ist. Wie gesagt, bisher war es Vermutung, jetzt wissen wir es schwarz auf weiß.

Wie können wir sparen? Und zwar nicht nur ein bisschen! Wie spart man 200.000,- Euro im Jahr?
Es müssen die Pfarrheime und Kirchen geschlossen oder abgegeben werden, die hohe Unterhalts- und Reparaturkosten verursachen. Das ist schmerzhaft, denn an keiner Kirche wollen Menschen auf ihr Gotteshaus oder auf Versammlungsflächen verzichten.

Nach Diskussion mit KV und PGR ist heute folgendes Konsens:

  • St.Johannes Evangelist wird so schnell es möglich ist, d.h. so schnell es das EGV möglich macht, geschlossen oder abgegeben.
  • An jeder Kirche der Gemeinde soll es weiter einen oder zwei Räume geben, wo man sich nach der Messe treffen und Kaffee trinken kann, wo sich Jugendgruppen treffen können oder wo eine Agape möglich ist.

Heiß diskutiert wird die Notwendigkeit ein zentrales Zentrum zu bauen. Dort wäre das Pfarrbüro angesiedelt, evtl. Priesterwohnung(en), vielleicht auch mit Versammlungsräumen. Diskutiert wird auch eine Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern. Kann man Kirchenräume oder Versammlungsflächen gemeinsam finanzieren und betreiben? Ist es nicht schlauer, ein Zentrum an einer der Kirchen zu betreiben und zu erhalten? Warum müssen wir auf „die Wiese“ gehen, wenn man „bei den Menschen“ bleiben kann? Kann man nicht einen Teil einer Kirche als Café und Versammlungsraum nutzen? Bespiele dafür gibt es – es geht also.
Ich persönlich finde ein zentrales Zentrum, ein modulares Gebäude mit flexiblen Möglichkeiten und Provisorien eine gute Idee. Man muss halt schauen, was die zukünftigen Christinnen und Christen annehmen, was sie brauchen und was sie mit Ideen und Leben füllen.

Eine Option haben wir – für die ich aber sicher nicht bin. Wir könnten abwarten und nichts tun. Wir warten einfach, bis wir pleite sind und das EGV uns das Heft des Handelns aus der Hand nimmt. Das hat den Vorteil, dass wir in den Gremien „nichts schuld“ sind. Niemand kann beim Aldi oder beim Edeka auf uns PGR- oder KV-Mitglieder zukommen und uns beschimpfen: Was habt ihr denn da für einen Bockmist gebaut? Warum wird St.Dingens geschlossen und abgerissen? Und wir könnten sagen: Wir waren auch dagegen, aber das (böse) EGV hat das so beschlossen!
Mehr Rückgrat braucht man, wenn man sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lässt, das Tun und die Ziele des Handelns selbst bestimmt und, wie ich finde, seine Pflicht und Verpflichtung erfüllt und jetzt schon überlegt, wie wir einen ausgeglichenen Haushalt erreichen bei gleichzeitig einem weiter (möglichst) blühendem Gemeindeleben.

Der nächste Schritt wird sein, St.Johannes Ev. zu schließen oder abzugeben, vielleicht abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. Oder dort evtl. ein Gemeindezentrum zu errichten? Wenn das gestemmt ist, wird die nächste Frage sein, was mit St.Pius X. ist. Das Ensemble ist von dem Architekten Schürmann gebaut und darf ohne sein Zustimmung nicht verändert werden. Damit ist nur eine Nutzung als Gottesdienstraum oder Abriss möglich. Es stehen aber teure Erhaltungsarbeiten an, die wir vielleicht gezwungen sind einzusparen. Auf uns zu kommt auch recht bald: Was machen wir mit den Pfarrheimen in St.Mariä Geburt, was mit dem in St.Hubertus? Alternativen sind: Abreißen und durch Gebäude ersetzen, wo behindertengerechte Versammlungsmöglichkeiten mit Küche und Toiletten bestehen und wo Mietwohnungen das Gebäude finanzieren.

Noch ist nicht alles fest und beschlossen. Aber es ist auch nicht mit (Finanzierungs)Wundern zu rechnen. Schließungen werden kommen. Die Mitglieder von PGR und KV versuchen das Beste für eine bunte und lebendige Gemeinde hinzubekommen. Es wäre schön, wenn Sie uns mit Zuspruch und Verständnis unterstützen. Oder mit Ideen, die auch die Gemeindemitglieder an den anderen Kirchorten der Gemeinde unterstützen können, die umsetzbar sind, die das EGV genehmigen kann und die Ausgaben einsparen helfen.
Wenn Sie in dem spannenden Prozess mit Ideen, Tat und Rat helfen wollen: Im November sind Kirchenvorstandswahlen. Lassen Sie sich wählen und Sie sind in der ersten Reihe mit dabei!

Florian Seiffert, PGR

Siehe auch:

Aktualisierung 12.03.2018.
Bruno schreibt mir: … Alle Kirchen in unserer Gemeinde bis auf St. Johannes Ev. stehen auf der offiziellen Dankmalschutzliste – also auch St. Pius X. (seit 2001). Das bedeutet nicht nur, dass ein Abriss nicht in Frage kommt, sondern auch, dass man verpflichtet ist, es instand zu halten. Für Änderungen ist nicht nur die Erlaubnis des Architekten bzw. seiner Nachfahren erforderlich, sondern auch die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. …

Ich schaue gleich mal nach, was für Überraschungen die Liste sonst noch so birgt:
Suche in der Denkmalliste …

Toll. Und jetzt?
Ich glaube das kommt auf die Frageliste für Kardinal Woelki. Er kommt uns ja im Januar 2019 besuchen.

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Hans-Otto Bussalb zum Gedenken.

Posted by Florian Seiffert - 5. März 2018

Mich erreichen zwei Texte per EMail von Frau und Herrn Flohr zum Gedeken an Pfarrer Hans-Otto Bussalb. Dafür herzlichen Dank.

Die bei der Auferstehungsfeier vorgelesenen „Gedanken zum Gedenken für Hans-Otto:

Wir hören seine tiefen Gedanken über sein eigenes Leben:
„Aus 181 Afrika-Tagen

„ ……Ich atme die Luft, und sie ist mein.
Ich setze mich und das ist mein Platz.
Ich gehe immer denselben Pfad, und das ist mein Weg.
Ich nehme eine Frucht vom Baum
Und sie ist mein.
Wer kann mir verbieten, vom Baum der Erkenntnis zu essen?

Wem gehört der Baum?
Wer hat die Macht, den Besitz?
Warum soll ich nicht nehmen, gebrauchen, was allen gehört?

Hier bin ich geboren.
Dieser Fleck Erde macht meine Heimat aus.
Und was ich mit ihr mache, ist meine Macht.
Warum soll ich nicht schreien, so laut es mir Freude macht?

Ich bin ein Mensch, und ich mache was her!……..

Mbinga/ Tanzania – Dezember 1989

Weit entfernt von seiner Ursprungsheimat – Dreslingen !
Pause!!!!
Ein Ausschnitt seiner Vita:

Mit all seiner Trauer um seinen zu früh verstorbenen Vater.
Als einziger Sohn unter „Tanten“ und „Onkeln“ sowie durch seine gute,
tüchtige, liebevolle, wohl etwas strenge Mutter herangewachsen zu dem
früh reifen, jungen und bald gestandenen Mann, der hätte auch Architekt
werden wollen, aber er wurde Priester.

Wir von St. Peter Rommerskirchen kennen und kannten ihn als sehr
engagierten Pfarrer, der eine Menge bei uns Christinnen / Christen auf
die Beine stellte- (vorher hier nie gekannt) – wie den Pfarrgemeinderat
mit besonderer Note, den Tanzania- Kreis, der Erstaunliches
mobilisierte:
acht Container- Sendungen voll bepackt mit Tonnen voller Kleider,
Fahrrädern, Werkzeugen, Medikamenten, gewünschten Einzelstücken
wie Autoersatzteile, Netze, Angeln……..
aus Spenden und den Erlösen der vorher und nachher nie dagewesenen
Tanzania- Basaren um den 1. Advent jeden Jahres.
Die zahlreichen Helfer und Ausführenden hatten den meisten Spaß an
dr Freud, auch wenn, die Aktiven nachher von der langen, schweren
Arbeit kaputt waren.
Es gab Besuche von Deutschland nach Tanzania, von Tanzania nach
Deutschland. Viele echte Freundschaften entstanden durch die
gegenseitige Gastfreundschaft und den Briefwechsel. Es war einfach
herrlich. Der stets aufmunternde und zupackende Initiator war

Hans –Otto Bussalb!

Bei den Pfarrgemeinderätinnen und-räten
den Lektorinnen- und Lektoren
den Kommunionheferinnen und – Helfer
ging es ebenso zu mit…….
Ausflügen, Fahrten und gegenseitigen Besuchen, nicht zu vergessen die
fünf Karnevalsumzüge auf Rommerskirchener Straßen als Fußgruppe
mit unverwechselbaren Verkleidungen.
Diese Geselligkeit und Begeisterung erwuchs aus der persönlichen
Begegnung der neu erweckten Kreise durch keinen geringeren als
unseren geliebten und geachteten

Hans- Otto- Bussalb Pause
Wir wollen und dürfen ihn niemals vergessen , seinen vorbildlichen
Predigten auch an Fronleichnam auf verschiedenen Bauernhöfen seine
Gespräche, Ratschläge, Witze, sein Singen und Gitarrenspiel, das frohe,
verschmitzte Lachen und Klatschen.
Unvergessen sind die während seiner Zeit und durch sein Engagement entstandenen Kunstwerke:

  • Von der mittlerweile verstorbenen Künsterlin Felicitas Redmer entworfenen Bundglasfenst = großes Fenster band in der Kirche (ein Teil des Fensters wurde von Hans-Otto´s Mutter gestiftet)
  • Der Taufbrunnen (fließendes Wasser)
  • Die Christusstelle (Jesus nimmt Maria in den Himmel auf)
  • Die Kopie der Jupitersäule (gefunden nach der Zerstörung von St. Peter im Jahre 1943) Original im Bonner Landesmuseum

Er war ein besonderer Mensch und bleibt es immer in unserer Trauer
und unserem Leben, unserem Gedenken, Erinnern und der festen
Hoffnung auf das ewige Wiedersehen bei dem dreifaltigen GOTT
der Liebe, des Friedens, der Freude, der Gerechtigkeit
für Alle-
Schwarz und Weiß
Rot und Grün
Groß und Klein
Arm und Reich
Barmherzigkeit und Verzeihen für alle Zeit!!
So und Vieles mehr wollte der Mensch Hans-Otto- Bussalb!

Aber nichts oder niemand ging ihm über
>JESUS CHRISTUS<
Zitat von Hans-Otto-Bussalb:
„Die Heiligen dürfen nie so groß verherrlicht werden,
dass sie Jesus Christus in den Schatten stellen, verdunkeln!!

ER RUHE IN FRIEDEN!

Die Abschiedsrede von 1989 in Rommerskirchen

Rede zur Verabschiedung von
Herrn Pastor Hans-Otto Bussalb
am 31. August 1989

Sehr geehrter Herr Bussalb,
meine Damen und Herren,

als Sie am 2. April 1977 ihren Dienst hier in Rommerskirchen antraten, oder als sie am 28. November 1981, einem Samstag um 16:47 Uhr in unser Gästebuch schrieben:

Hiermit gebe ich zu Attest, dass ich, wenn der Himmel nicht einstürzt ( Bussalb wird Bischof, der Pfarrgemeinerat lehnt die Art der Sakramentenvorbereitung ab, wie sie seit September 1977 läuft usw.), bleibe ich mindestens 10 Jahre lang (als bis zum 1. April 1987) oder höchstens 12 Jahre lang (also bis zum 1. April 1989) in St. Peter Rommerskirchen und eventuell umliegende Ortschaften.

so wurde von Ihnen ein Zeitrahmen für ihre Tätigkeit vorgezeichnet, der aus damaliger Sicht in so weiter Ferne lag, dass man sich kaum drüber Gedanken machte, ob sie jemals diese, ihre Worte in die Tat umsetzen werden.

Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass es wohl nicht üblich ist, nach einem solchen Zeitraum die Früchte seiner Arbeit in Frage zu stellen um sich ganz darauf verlassen zu müssen, dass die in dieser Zeit ganz bewusst hingeführten mündigen Christen diese Arbeit in ihrem Sinne kämpferisch weiterführen werden.

Viele von uns kennen aus dem Beruf heraus oder wir erfahren es in der Politik, dass ein solcher Schritt, der ja einen freiwilligen Verzicht darstellt, unüblich ist . Wir erleben immer wieder, dass freiwillig selten Führungskräfte zugunsten des Nachwuchses Platz machen.

Nun ist es also so weit. Zum 1. September 1989 werden sie uns verlassen. Sie werden für zunächst einmal geplante 3 Jahre nach Afrika, Tansania gehen (genehmigt von Kardinal Meissner), um dort seelsorgerisch zu wirken.

Für viele von uns wird dies ein trauriger Tag werden, wobei ich mir bewusst bin, dass es auch Einige in diesem Ort geben wird, di sich auf diesen Tag freuen. Dies sin diejenigen, die sie bis heute als Grund benutzt haben, um sich aus der Gemeinschaft in St. Peter auszuschließen.

Wie man solche Christen nennt wissen wir alle, und ich bin der Letzte, der hierüber irgendwelche Urteile abgeben wird. Vielleicht findet doch der eine oder andere zurück zu Gemeinschaft unserer Kirche, warten auf ihren Abgang und gibt nicht zu, dass er ja längst zurückgefunden hätte, wenn da nicht die Angst vor einem Gesichtsverlust (christlich nicht zu verstehen) gewesen wäre.
Hier kann ich nur das Evangelium zitieren und sagen: „herzlich willkommen: verlorene Tochter oder verlorener Sohn“.

Da werden auch die Anderen sein, die sich darüber freuen werden, dass sie nunmehr in ihrem dörflichen Klüngel nicht mehr öffentlich an den Pranger gestellt werden, d.h. im sog. Gelben Blatt, unserem Informationsblatt wird dann nicht mehr auf die Versäumnisse oder Fehlentscheidungen hingewiesen.

Dies von einem Mann, der seine Aufgaben über den pastoralen Dienst hinaus, zum Wohle aller hier Wohnenden , als Pastor nicht erpressbar, verstanden hat.
Da sind aber auch diejenigen, die ihre einzige Aufgabe in den letzen Jahren darin sahen, ohne klärende Rücksprachen Sie zu verleumden.

Solange dies bei irgendwelchen Bierlaunen-Gesprächen stattfang, war dies schon schlimm genug; aber noch schlimmer waren diejenigen, die zum großen Teil falsches Zeugnis gegen sie bei Kardinal und Kreisdechant schriftlich ablegten.
Sie werden sich fragen, warum ich darauf eingehe.

Aus gegebenem Anlass heraus habe ich alle dies Briefe gelesen, lesen müssen und kann nur sagen, es ist eine Schande mit welchen Mitteln hier versucht wurde, um des eigenen Vorteils willen einen Menschen abzuqualifizieren.
Erschreckend ist auch, dass es viele sind, von denen ich sagen würde: „Wer im Glashaus sitzt, sollte grundsätzlich nicht mit Steinen werden.“

Da aber in den letzten 3 Jahren solche Schreiben nicht mehr in Köln angekommen sind, muss man also davon ausgehen, sie haben sich total verändert oder die „Briefeschreiber“ haben die Sinnlosigkeit ihres Tun´s eingesehen.

Wie zwischenzeitlich bei einem Gespräch mit dem Regionalbischof Herrn Luthe und dem Generalvikar Herrn Feldhoff herauskam, werden solche , zum Teil anonymen Briefe in Köln nur dann ernst genommen, wenn die Briefeschreiber zunächst ein Gespräch mit dem Pastor geführt oder zumindest von dem Brief eine Kopie zur Kenntnisnahme zugesandt haben.

Doch erinnern wir uns zurück:

Da kam ein junger, dynamischer Pastor in diese Pfarrgemeine, die lange, lange Jahre von einem lieben, väterlichen Pastor bereut wurden.

Und schon war es aus mit der ruhigen Angebotskirche.

Nein, war denn nun hier los. Da wurde zunächst einmal ein nicht mehr vorhandener Pfarrgemeinderat neu gewählt und nahm seine Arbeit auf.

Da wurden alte Zöpfe abgeschnitten, Da wurde man plötzlich zur Mitarbeit aufgefordert und es wurde einem klar gemacht, dass mit dem Wort Kirche nicht eine Gebäude mit einem Glockenturm, sondern vielmehr die Gemeinschaft der hier lebenden, getauften Christen gemeint ist.

Da wurde man wieder darauf zurück erinnert dass man, bedingt durch das Sakrament der Firmung, als mündiger Christ für die Sache „JESU“ einzustehen hat.

Da wurden ja unmögliche Neuerungen hier in Rommerskirchen , wo es bisher immer so schön in der Kirche war, eingeführt; ich beschränke mich auf die Erwähnung der Elternrunden bei Kommunion und Firmung, auf die Taufgespräche usw., und zu allem Überfluss fanden diese nicht im Pfarrzentrum sondern auch noch privat bei Gastfamilien statt.

Wir alle kennen noch die Reaktionen auf solche Neuerungen:
-ich gehe doch nicht zur Kommunion, sonder mein Kind
-nein ich gehe doch nicht privat zu irgendeiner Familie ins Haus, usw..
Naja, aus heutiger Sicht wissen wir, hier wurde der Versuch gestartet, uns allen immer wieder vor Augen zu führen, dass wir eine christliche Gemeinschaft darstellen – eben eine lebendige Kirche in Rommerskirchen.

Doch wir müssen auch Dank sagen, Dank für das was hier mit uns und für uns geschaffen wurde. Alles hier in die Wege geleitete aufzuführen ist müßig und ich traue mir dieses auch nicht zu. Hervorzuheben ist aber vor allem der Aufbau der Partnerschaften mit Mange und Ngarenaro/Arusha in Tansania, das Land in das sie nun ihr Wirken verlegen werden. Mit dieser Partnerschaften hat die Pfarrgemeinde gewiesen, dass sie echt katholisch, das heißt wir alle weltbezogen geworden sind.

Erwähnenswert ist weiterhin die damit verbundene Gründung des Tansania-Kreises, die Gründung von Liturgie-Kreisen, das jährlich Pfarrfest, usw., bei den Investitionen die Erhaltung und Verschönerung unserer Kirche sowie die fast vollende Neugestaltung des nördlichen Fensterbandes.

Nicht unerwähnt bleiben können die von ihnen montags in den verschiedenen Ortsteilen durchgeführten Hausmessen und die jährlichen Fronleichnamsprozessionen, die auch immer in die verschiedenen Ortsteile der Pfarrgemeinde führten und somit die Größe und Verbundenheit der Gemeinde dokumentierten.

Wie viele haben sich hier in unserer Kirche mit Kraft engagiert und tun dies heute noch. Wir alle wissen, das war nicht immer leicht, vor allem wenn man so nah mit ihnen zusammenarbeitet bekam man schon mal den Ärger direkt mit, für den man im Zweifel nicht konnte. Aber das war und ist ja wohl menschlich verständlich.

Da ist aber auch die Arbeit im Pfarrgemeinderat zu nennen, die unter anderem Vorsorge für die Zukunft der Pfarrgemeinde beinhaltetet, dies vor allem unter dem Gesichtspunkt des sog. Stellenplanes 1987, d.h. der Zusammenführung der beiden Pfarreien St. Peter Rommerskirchen und St. Martinus Nettesheim.

Ihre Bemühungen unsere Pfarrgemeinde so weit zu bringen, das sie bereits heute ohne Pfarrer aufkommen könnte. Ein Ziel Ihrer Arbeit, das ich, wie sie wissen anders beurteile.

Darüber hinaus soll nicht unerwähnt bleiben, das wir die ersten Schritte gemeinsam mit unserer evangelischen Schwestergemeine in Richtung Ökumene getan haben, eine Aufgabe, die in den nächsten Jahren sicherlich noch stärker als bisher angegangen werden sollte.

Hier haben sie den Samen gelegt, der sicherlich in ihrem Sinne aufgehen wird.

Da ist der Mensch Hans-Otto Bussalb, der im Rahmen seiner Tätigkeiten viele Informationen guter und böser Art zu verarbeiten hatte und vor allem bei schlechten Nachrichten kaum damit fertig wurde und sich des Öfteren von dieser Pfarrgemeinde im Stich gelassen fühlte.

Da ist auch der weniger bekannte Einsatz von Ihnen, das sie jederzeit sofort und sei es mitten in der Nacht alles liegen ließen um in Not geratenen Mitchristen sofort zur Seite zu stehen.
Ach wenn man dieses ihnen manchmal damit dankte, das bei der Wendung zum Guten weiterhin auf sie geschimpft wurde.

Da gab es aber auch die gemeinsamen Feste, Unternehmungen und Gespräche, die mir und wie mir bekannt ist, auch vielen anderen sehr viele gegeben haben.

Hier an dieser Stelle sei hierfür Dank gesagt und ich glaube, das ich dies nicht nur für mich sondern für viele der hier Anwesenden sagen darf.

Nun beginnt also mit dem morgigen Tag ein neuer Lebensabschnitt für sie. Sie werden in Afrika für drei Jahre ihre Tätigkeit in einem Kulturkreis aufnehmen, den wir, wie sie es auszudrücken pflegen, Mitteleuropäer nur sehr schwer verstehen können. Diese Tätigkeit dürfte kein Spaziergang werden, da sie trotz der jetzt schon andauernden monatelangen Vorbereitungen auf die sich zwangsläufig ergebenen Schwierigkeiten, vor allem der Sprache hinweisen.

Hier können wir Zurückbleibenden nur den göttlichen Beistand für ihre Arbeit erbitten.

Zu guter Letzt sein Ihnen für ihren, manchmal auch nicht immer verstandenen Einsatz, ihre Glaubensübermittlung, ihre Hilfsbereitschaft, kurzum ihre mehr als 12-jährige Tätigkeit hier in St. Peter Rommerskirchen gedankt.

Bleiben sie der Kämpfer für die Sache „JESU“, sowie sie immer ihre Tätigkeit verstanden haben. Kommen sie bitte gesund zurück und vergessen sie allen Ärger und denken nur an die guten Dinge und Erfolge der letzten Jahre mit Dankbarkeit zurück.

Ich schließe mit einem Wort des von Ihnen sehr verehrten, leider verstorbenen Kardinal Josef Höffner, wir hier in Rommerskirchen verlieren mit Ihnen ein „Original“, welches nicht so schnell ersetzt werden wird.

Erwin Flohr – Vorsitzender Pfarrgemeinderat St. Peter Rommerskirchen

A.O. 27. August 1989

Siehe auch:

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Erinnerung an Pfarrer Hans-Otto Bussalb: Relaxte Tischgespräche

Posted by Sandra Wirz - 1. Februar 2018

Zu Beginn jeden Jahres fuhren die Kommunionsgruppen der BKS nach Haus Winnerath in der Eifel zu einem Intensiv-Wochenende. Traditioneller Weise fuhr dann Pfarrer Schneider als geistlicher Beistand mit. 2005 war er verhindert und anstatt dessen sollte Pfarrer Bussalb für einen halben Tag kommen. Da in früheren Jahren Pfarrer Bussalb schon mal wegen schlecht eingestellter Medikamente „nit jot drop“ war, schauten bei der Ankündigung des neuen Gastes einige der begleitenden Mütter etwas erschrocken. Denn einige unter den Jungs waren hibbelig und vorlaut. Würde das gut gehen?

Kurz vor dem Mittagessen erschien Pfarrer Bussalb, erkundigte sich, wann das Mittagessen beginnen sollte und empfahl sich dann zu einem kleinen Spatziergang rund ums Eifeldörfchen. Derweil tobte die Rasselbande im Schnee.

Bevor das Essen aufgetragen wurde, sondierte Pfarrer Bussalb die Sitzordnung und setzte sich vor Kopf an den Jungenflügel des Tisches. Die Jungs testeten ihren Neuzugang sofort mit einem frechen Witz. Pfarrer Bussalb lachte amüsiert und lenkte die Konversation auf interessante Themen. Die Jungs waren begeistert ob der Aufmerksamkeit, die ihnen entgegengebracht wurde. Die Mütter in der Runde konnten ein entspanntes Mittagessen genießen.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst, bei dem Pfarrer Bussalb ebenfalls sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen für nervöse und hibbelige Kinder aufbrachte, mußte er dann wieder Richtung Köln aufbrechen. Dort mußte noch eine Abendmesse gelesen werden. Er drückte sein großes Bedauern aus, jetzt schon los zu müssen – er wäre gerne noch länger geblieben. Mit großem Hallo und ebenfalls großem Bedauern verabschiedeten ihn die Zurückbleibenden.

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Demenzsensible Kirchengemeinde „dabei und mittendrin“

Posted by N. Groeger - 6. Januar 2018

Was macht der Sachausschuss:   Angebote für Menschen mit Demenz

-Gottesdienste
-gemeinsames Kaffeetrinken mit Angehörigen
-Vermittlung von Anschriften und Anlaufstellen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
-Einzelaktionen – Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Ansprechpartner: Hildegard Böhm
Telefon: 644511
Mail: hildegard.boehm@koeln.de
Immer dabei + mittendrin
Pfarrer Ulrich Filler und das Johanniter-Stift in Köln-Flittard

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