Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Erzbistum Köln’ Category

Sonderkollekte für den Wiederaufbau in Kroatien am 14. März 2021

Posted by michaelcziba - 27. Februar 2021

Kamen po kamen – Stein für Stein
Sammlung für den Wiederaufbau der vom Erdbeben zerstörten Gebäude in Kroatien
Ein verheerendes Erdbeben hat am 29. Dezember 2020 große Schäden in Kroatien angerichtet. Durch schnelle und intensive Hilfssammlungen der kroatischen Gemeinden im Erzbistum Köln, konnten direkt nach der Katastrophe schon Hilfstransporte organisiert werden. Die kroatischen Gemeinden haben bereits 60.000 Euro gesammelt.
Das Erzbistum Köln hat daraufhin zusätzlich zu diesen gesammelten Spenden einen Betrag in gleicher Höhe an die vom Erdbeben am meisten betroffene Diözese Sisak gespendet. Vlado Kosic, der Bischof von Sisak bedankte sich herzlich für die Solidarität und Hilfe aus dem Erzbistum Köln. Mit dem Gesamtbetrag von 120.000 Euro will er die Familien, die durch das Erdbeben ihr Zuhause verloren haben und deren Häuser stark beschädigt wurden ganz direkt beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen.
Gerade jetzt im Winter und während der Corona-Pandemie ist es überlebenswichtig für die Familien und Menschen, dass sie so bald wie möglich wieder in ihre Häuser zurückkehren können.
Um die extrem schwierige Lage für die Familien und Menschen in der Region um Sisak und Petrinja zu verbessern und die zerstörten Gebiete wieder Stein für Stein aufzubauen, laden wir am 14. März 2021 zu einer Sonderkollekte für die Opfer des Erdbebens in Kroatien ein und wollen auch in besonderer Weise für sie beten.
Es ist auch möglich, die Spende zu überweisen. Die entsprechenden Kontodaten dafür finden Sie auf der Homepage unserer Pfarrei, oder im Aushang.
Spendenkonto: DE 34 370 501 98 0019 6222 24, Kontoinhaber: Erzbistum Köln, Verwendungszweck: „Erdbeben Kroatien“

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Das Leben lieben

Posted by Florian Seiffert - 20. Februar 2021

Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln.
Fastenhirtenbrief 2021.

DAS LEBEN LIEBEN.
(vgl. Psalm 34,13)

Liebe Schwestern und liebe Brüder,
eine der Weihnachtskarten, die ich zum Ende des letzten Jahres zugeschickt bekommen habe, zeigt die Heilige Familie mit der Erdkugel in Händen. Eine zeitgenössische Künstlerin hat die Welt so brüchig gestaltet, wie sie in vielerlei Hinsicht geworden ist – so jedenfalls auch mein Empfinden. In ihrem Bild droht der Erdball förmlich auseinanderzubrechen. Doch da sind kleine und große Hände, die den Erdball stützen. Frauenhände, Männerhände, Kinderhände. Behutsam halten Maria, Josef und das Christuskind zusammen, was kaum noch zusammenzuhalten ist: eine Welt von Rissen durchzogen.

Mehr:
https://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/erzbistum/erzbischof/.content/documentcenter/predigten_rcw/210221_rcw_fastenhirtenbrief-2021.pdf

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Aufruf der Deutschen Bischöfe zur Aktion Dreikönigssingen 2021

Posted by michaelcziba - 30. Dezember 2020

Liebe Kinder und Jugendliche,
liebe Begleiterinnen und Begleiter in Gemeinden, Gruppen und Verbänden,
liebe Schwestern und Brüder!

Auch in dieser besonderen Zeit werden sich die Sternsinger wieder auf den Weg machen. Der Stern von Bethlehem wird sie von Haus zu Haus führen. Sie bringen den Segen des neugeborenen Kindes, verbunden mit guten Wünschen für das neue Jahr. Dabei bitten sie um eine Spende für Kinder-Hilfsprojekte in rund 100 Ländern weltweit.
Die 63. Aktion Dreikönigssingen im Jahr 2021 steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“. Im Beispielland Ukraine müssen viele Kinder lange von ihrem Vater, ihrer Mutter oder beiden getrennt leben, weil diese im Ausland arbeiten. Die Sternsingeraktion nimmt sie in den Blick: Sie zeigt auf, warum Eltern zum Arbeiten ihre Heimat verlassen müssen und was das für die Kinder bedeutet. Zugleich macht die Aktion deutlich, wie die Projektpartner der Sternsinger Kinder schützen und stärken, denen es an elterlicher Fürsorge fehlt.
Im biblischen Leittext zur kommenden Sternsingeraktion (Mt 18,1-5) beantwortet Jesus die Frage der Jünger, wer im Himmelreich der Größte sein, indem er ein Kind in die Mitte stellt: „Wer sich so klein macht, wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“
Der Segen, den die Sternsinger an die Tür schreiben, ist für alle Menschen ein sichtbares Zeichen der Zuwendung Gottes. Für die Projektpartner und die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen ist der Segen gerade angesichts der Corona-Pandemie auch ein Ausdruck unserer Verbundenheit und Solidarität.
Wenn sich die Sternsinger in diesem Jahr aufmachen, tun sie dies unter schwierigen Bedingungen. Wir bitten Sie daher herzlich, sie als Segensbringer freundlich zu empfangen und mit Ihren Spenden dazu beizutragen, dass die Sternsinger auch im Jahr 2021 zum Segen werden für Kinder und Familien an vielen Orten dieser Welt.
Fulda, den 24.09.2020
Für das Erzbistum Köln
+ Rainer Maria Card. Woelki, Erzbischof von Köln

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Aufruf der Deutschen Bischöfe zur Adveniat-Aktion 2020

Posted by michaelcziba - 9. Dezember 2020

Liebe Schwestern und Brüder,
seit 1961 schlägt de Weihnachtskollekte eine Brücke der Geschwisterlichkeit und Ermutigung nach Lateinamerika und in die Karibik. Sie hilft dort, wo die Not am größten ist und Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen sind.
Die Corona-Pandemie trifft die Armen in Lateinamerika mit großer Härte. Durch das Zusammenleben in engen Hütten sind Abstandsregeln nicht einzuhalten. Hygienemaßnahmen sind kaum umsetzbar. Viele Menschen haben ihren Broterwerb verloren. Hunderttausende leiden Hunger. Selten war die Weihnachtskollekte von Adveniat so wichtig wie in diesem Jahr.
Unter dem Motto „ÜberLeben“ stellt die Adveniat-Aktion Menschen in den Mittelpunkt, die in ländlichen Gebieten besonders von der Pandemie betroffen sind. Die kirchlichen Partner vor Ort sind oft die einzigen, die an ihrer Seite bleiben und die Bedürftigen unterstützen. Sie helfen in akuter Not, schenken Kranken und Trauernden Beistand, schaffen Existenzgrundlagen und eröffnen Bildungsmöglichkeiten. Die Kirche lebt die frohe Botschaft Jesu mit den Armen und für sie.
Mit der Kollekte am Weihnachtsfest können wir ein Zeichen der Verbundenheit setzen. Wir bitten Sie: Bleiben Sie den Menschen in Lateinamerika und der Karibik verbunden, nicht zuletzt im Gebet.
Fulda, den 24.09.2020
Für das Erzbistum Köln
+ Rainer Maria Card. Woelki, Erzbischof von Köln

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Erschreckt es nicht zu Tode?

Posted by Florian Seiffert - 29. November 2020

»Warum sagen mir Menschen, dass sie sich um mich sorgen, dass ich Konsequenzen fürchten müsste, wenn ich solche Fragen stelle? Warum haben sie den Eindruck, dass unsere Kirche in Bezug auf den Klerus ein System von Befehl und Gehorsam sei, von unbedingter Loyalität und totaler Identifikation, Macht und Abhängigkeit, das keine Nestbeschmutzer dulde? Erschreckt es nicht zu Tode, dass wir mit solchen Kategorien in Verbindung gebracht werden?«

Lesen Sie den Brief des Landpfarrers Meik Schirpenbach der Katholischen Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen:

https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/export/sites/gemeinden/pfarreien_grevenbroich_vollrather_hoehe/_galerien/PDF/Fragen-an-meine-Kirche.pdf

oder

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2020-11-27/sorgen-eines-landpfarrers-pfarrer-aus-dem-rheinland-veroeffentlicht-brief

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Pastoraler Zukunftsweg – Antworten.

Posted by Florian Seiffert - 26. November 2020

Seelsorgebereichsforen: Am häufigsten gestellte Fragen zur Pfarrei der Zukunft

https://www.zukunftsweg.koeln/aktuelles/neuigkeiten/seelsorgebereichsforen-am-haeufigsten-gestellte-fragen/

Während der Seelsorgebereichsforen im September und Oktober 2020 reichten die Teilnehmenden aus dem gesamten Erzbistum ihre Fragen zur „Pfarrei der Zukunft“ digital ein.

Über einige der Fragen wurde bereits an den verschiedenen Abenden gesprochen.
Dazu gehören die Antwort auf die Frage „War alles schlecht, was bisher lief?“ und Ausführungen zu den Themengebieten Engagement, Rolle des Pfarrers und Kindertagesstätten.

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Aufruf der deutschen Bischöfe zum Diaspora-Sonntag 2020

Posted by michaelcziba - 5. November 2020

Liebe Schwestern und Brüder.
„Werde Hoffnungsträger!“ Das ist das Leitwort des diesjährigen Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerkes. Hoffnungsträger in der Welt von heute zu sein, ist die Berufung und der Auftrag von uns Christen. Die christliche Hoffnung erwächst aus dem Glauben an Jesus Christus. Sie schenkt uns und der ganzen Gesellschaft Orientierung, Mut und Kraft.
Auch in der Diaspora Nord- und Ostdeutschlands, Nordeuropas und im Baltikum wollen katholische Christen Hoffnungsträger sein. In Regionen, in denen die große Mehrheit anders- und nichtgläubig ist, geben sie der Frohen Botschaft des Evangeliums ein Gesicht. Sie sprechen Menschen, denen der Glaube fremd geworden ist, auf Gott an. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt unsere Glaubensschwestern und -brüder dort mit jährlich etwa 1.200 Projekten. Es fördert die Ausbildung von Frauen und Männern, die in der Seelsorge tätig sind. Es hilft Räume zu schaffen für Begegnung und Gebet, für Kinder- und Jugendarbeit sowie für den Dienst an jenen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Auch katechetisches Material und Fahrzeuge für die weiten Wege in den Gemeinden werden vom Bonifatiuswerk mitfinanziert.
Wir bitten Sie, liebe Schwestern und Brüder, anlässlich des Diaspora-Sonntags am 15. November um Ihr Gebet und Ihre großzügige Spende bei der Kollekte, damit auch die Christen in der nordischen Diaspora dem Leitwort entsprechen können „Werde Hoffnungsträger!“
Mainz, den 4. März 2020
Für da Erzbistum Köln
+ Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln

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Stellungnahme zur „Pfarrei der Zukunft“ im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges

Posted by Florian Seiffert - 30. Oktober 2020

Der Pfarrgemeinderat Flingern/Düsseltal hat eine:

“Stellungnahme zur „Pfarrei der Zukunft“ im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges“

veröffentlicht. Große Leseempfehlung:

https://www.katholisches-flingern-duesseltal.de/export/sites/flingern-duesseltal/.content/.galleries/downloads/Sonderbeilage-Pastoraler-Zukunftsweg-HP.pdf

Wir sind nicht allein!

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Fusionsfragen

Posted by Florian Seiffert - 2. Oktober 2020

Zu dem Seelsorgebreichtsforum vom Mittwoch und meinem Kommentar/Bericht erreichen mich Fragen, die ich öffentlich beantworten möchte:

Gibt es daneben und dem Video auch eine textliche Ausgabe? Mir ist nicht klar wohin uns das Erzbistum steuern möchte? Wie groß würde unsere Gemeinde?

Unsere neue Pfarrei wird groß, sehr groß. Wie schon gesagt, vielleicht ganz Köln-Ost. Von Flittard bis Porz. Damit müssen wir rechnen. Unterschieden wird in Zukunft zwischen Pfarrei und Gemeinde. Pfarrei ist eine Struktur, der ein Pfarrer vorsteht und die aus vielen Gemeinden bestehen kann. Gemeinden sind dann nicht nur, was heute St.Hubertus oder St.Bruder Klaus ist, auch Krankenhäuser oder Jugendkirchen können Gemeinde sein. Gottesdienste wird es sicher in der Pfarrkirche geben. Bei den Gemeinden KANN es Gottesdienste in der Woche und am Sonntag geben, sicher ist das aber nicht, garantiert schon gar nicht. Es hängt von der Zahl der Gottesdienstbesucher ab und davon, wieviel Priester wird haben werden. Das Bistum rechnet bis 2030 mit einem Rückgang bei Priestern um 50%.

Nein, zu der Veranstaltung gibt es keine Mitschrift.

Details gibt es unter: https://www.zukunftsweg.koeln/ oder fragt Google und Co mal nach: Pastoraler Zukunftsweg Köln

Wie ist der aktuelle Stand bei den Gebäuden in unserer jetzigen Pfarrgemeinde? Werden welche geschlossen? Werden welche neu gebaut (ich hatte von dem Pfarrheim Mariä Geburt gehört)?

Wir müssen damit rechnen, dass Pfarrheime und/oder Kirchen geschlossen werden. Das ist eigentlich nicht neu. Das ganz Projekt 2035 kreist(e)? ja darum. St.Johannes wird abgerissen werden, St.Pius X. wollen wir abgeben. Ein Pfarrzentrum wollen wir in St.Mariä Geburt bauen. Aber wir sind bei allen Vorhaben noch nicht weiter. Ich habe dazu aber nicht alle Informationen aus dem Kirchenvorstand. Das Erzbischöfliche Generalvikariat (GV) mauert in meinen Augen. Vielleicht auch wegen des Pastoralen Zukunftwegs. Es kann sein, dass unsere gesamte Arbeit für Projekt 2035 für die Katz war. Falls das passiert, platze ich!

Entschieden ist bisher eigentlich nur, dass der Pastorale Zukunftsweg zu sehr großen Pfarreien mit vielen Gemeinden führen wird. Das hatte ich schon mal verlinkt: https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/

Der Zeitplan sieht vor, dass die Umsetzung nächstes Jahr beginnt und bis 2030 über die Bühne ist. Ob das so kommt, liegt in Gottes Hand. Im Bistum Trier z.B. hat der Papst eingegriffen und die Pläne zu Großpfarreien gestoppt. Da sollte z.B. ganz Koblenz oder ganz Saarbrücken eine Pfarrei werden …

Gesagt wurde, dass man sich an uns wenden wird, also an den leitenden Pfarrer, dann erfahren wir weiteres.

Wir werden wohl beteiligt werden, wenn es um die Details geht und dürfen sicher etwas dazu sagen. Aber demokratisch, wird das nicht sein, schätze ich. Und ob in Porz dann Libur noch zu unserer Pfarrei gehört oder nicht, das ist dann wohl auch egal. Es könnte auch sein, dass wir zu eine großen Pfarrei in Leverkusen kommen …

Natürlich stecken wir den Kopf nicht in den Sand, aber ganz vieles haben wir nicht in der Hand. Zum Beispiel fällt auf, dass die neuen Gemeindeleitungen „Teams von Verantwortlichen“ heißen und nein, sie werden nicht GEWÄHLT, sie werden vom Pfarrer ernannt! Pfarrgemeinderäte kamen nicht vor in den Unterlagen und in dem Video auch nicht, auch keine Kirchenvorstände. Es kann sein, dass Kardinal Woelki keine demokratisch organisierten Gremien mehr haben möchte. Das ist Spekulation, aber ich habe ein bisschen den Verdacht.

Gibt es weitere Fragen?

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Seelsorgebereichsforum

Posted by Florian Seiffert - 1. Oktober 2020

Es ist stürmisch in unserer Kirche! Und ich bin wütend! Und deswegen kann dieser Artikel leider nicht so sachlich werden, wie es vielleicht wünschenswert ist. Aber der Reihe nach:

Heute war Seelsorgebereichsforum für unsere Pfarrei. Das war ein moderierter Austausch zwischen den Verantwortlichen beim Pastoralen Zukunftsweg des Bistums in Köln und unserer Pfarrei.

Worum ging es?
Es ging um den Pastoralen Zukunftsweg. Eine Verwaltungsreform, die uns als Aufbruch ins Paradies verkauft wird, aber in Wahrheit eine Fusion und Umstrukturierung ist, um Pfarreien so zusammen zu legen, dass bei abnehmenden Priesterzahlen noch pro Pfarrei ein Priester vorhanden ist.

Wie macht man das?
Man legt so lange Pfarreien zusammen, bis man nur noch 50-60 Pfarreien hat, statt 183, wie zur Zeit. Kann man das so machen? Ja! Kirche ist keine Demokratie. Der Bischof kann anordnen und erzwingen. Das ist kein Problem! Wer keinen Bock hat, kann ja gehen.

Unter der Moderation der tapferen Frau Pohlmann, trafen sich heute insgesamt 18 Mitglieder von Kirchenvorstand (KV), Pfarrgemeinderat (PGR). Dazu kamen ein paar weitere Engagierte.

Via Youtube-Steam begrüßte uns Generalvikar Hofmann. Dann folgte ein langes Halleluja-Video über den Pastoralen Zukunftsweg und wie toll alles wird und wie sich Kirche vor Ort mit Engagementförderern und den ‚Teams von Verantwortlichen‘ zu einer wirklich runden Sache entwickeln wird. Das Wort Priestermangel kam nicht vor. Dass Kirchen geschlossen werden müssen, konnte man erahnen, dass das kirchliche Leben vor Ort abnehmen wird, wurde eigentlich nur gestreift.

Dann hatten wir dann doch fast 30 Minuten Zeit, unserem Herzen Luft zu machen, zu diskutieren und uns auf 3 Fragen zu einigen, die wir dann online nach Köln schicken durften. Es war cool zu sehen, dass Frau Pohlmann uns irgendwie dazu gebracht hat, das hinzubekommen. EIGENTLICH hätten wir viel viel mehr Zeit dazu haben müssen! Aber natürlich will das Bistum gar nicht so viele kluge Fragen und Bedenken und Ängste. Es soll eher so sein, dass man sagen kann: Wir haben die Basis doch beteiligt! Was wollt ihr!? UND es soll nicht so viel, besser kaum Arbeit machen. Also 3 Fragen und wenig Zeit. Soweit klar?

Unsere Fragen waren:

  • Warum wird uns eine notwendige Verwaltungsreform als spiritueller Durchbruch verkauft, statt ehrlich zu argumentieren, was erforderlich ist?
  • Wie verändert sich das GV, um die NEUEN PFARREIEN zu unterstützen und zeitnah und zügig eine transparente und gerechte Verteilung und Darstellung der Finanzen und anderer Ressourcen zu gewährleisten?
  • Wenn Einrichtungen aus übergeordneten Strukturen in die Gemeinde integriert werden sollen, wieso fallen die Kitas aus dem Schaubild „Gemeinde der Zukunft“ heraus?

Um 21 Uhr waren in Köln die Fragen der 31 Gemeinden, die heute online mit dem Generalvikariat (GV) verbunden waren sortiert und reduziert. Natürlich kam Jubel auf, als unsere erste Frage auch in Köln vorgelesen wurde und Generalvikar Hofmann zur Antwort ansetzte:

„Zu dieser Frage fällt mir ein, ein Wort des Heiligen Ignatius von Loyola der gesagt hat: Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit, mit der Realität. Ich glaube, dass wir ehrlich sind, denn im Video konnten Sie sehen was die äußeren Faktoren sind, die uns dazu antreiben uns zu ändern, uns zu fragen, was müssen wir anders machen. Wir wollen keine andere Kirche werden, wir wollen die Kirche Jesu Christi sein und bleiben, aber wir haben gesehen, wir müssen anders in vielerlei Hinsicht leben. Der Glaube ist nicht etwas abgehobenes rein spirituelles, rein geistliches, sondern der Glaube ist Geist und Fleisch, ist Gebet, ist Frömmigkeit und zugleich auch ganz konkrete Tat und der hat auch eine strukturelle Seite, das ist die sakramentale Struktur der Kirche, wo Göttliches und Menschliches zusammen kommt. Wichtig ist das alle unsere Überlegungen ein geistliches Ziel haben: die Evangelisierung. Wie können wir heute unter den Bedingungen unter denen wir heute Leben, die Freude am Evangelium den Menschen so glaubwürdig vermitteln, dass sie Interesse haben und mehr wissen möchten. Das ist das Ziel all unserer Überlegungen. Dabei gibt es auch strukturelle Dinge in den Blick zu nehmen. Wir müssen uns fragen welche Mittel haben wir heute, haben wir in Zukunft und wie setzen wir sie ein für dieses Ziel und das ist eine element geistliche Sichtweise. Ich glaube das es falsch wäre, wenn wir Verwaltung und Struktur isolieren, als Selbstzweck betrachten würden, macht es halt ein bisschen besser, schlanker günstiger und dann ist schon alles gut – nein – wir müssen uns insgesamt in unserer Haltung ändern, die fängt bei mir selbst fängt das alles an. Und die Art und Weise, wie wir auf die Mittel schauen, die wir haben, ist etwas geistliches. Unser Kardinal hat in seinem ersten Fastenhirtenbrief zum Zukunftsweg schon darauf hingewiesen, dass er dazu einlädt Versammlung, jede Sitzung mit einem Hören auf das Wort Gottes beginnen. Wir versuchen das z.B. im Erzbischöflichen Rat, im Diözesanpastoralrat, aber auch bei den Projekt- und Lenkungsteamsitzungen der aktuellen Etappe. Und die Erfahrung ist, dass sich, wenn man das regelmäßig so hält die Art und Weise des Denkens, des Sprechens, des Argumentierens, des miteinander umgehens ändern. Deswegen denke ich, dass wir hier ehrlich sind, dass wir nichts hinter dem Berg halten und dass das Ganze tatsächlich auch geistlich angekommen sein soll. Wie weit uns das gelingt, hängt von uns allen ab.“

Hm. ….
Die Schultern fielen herunter, die Köpfe senkten sich. Nein, der Saal in St.Hubertus war mit der Antwort nicht glücklich, nein, auch nicht zufrieden. Wenn ich Zeit und Kraft habe, schreibe ich die Antwort noch auf, dazu muss ich mir das Video des Streams ca. 30-50 mal anhören … Ihr versteht.

Dann kamen weitere Fragen aus anderen Seelsorgebereichen und Pfarreien. Man spürte, dass SO SO viele engagierte Menschen gerade mit ihrer Zukunft, mit der Zukunft der Kirche von Köln und ihren Gemeinden vor Ort beschäftigt sind. Das war schon erhebend. Zwischen den Zeilen der Texte im Stream waren wir verbunden mit engagierten und sorgenvollen Menschen im ganzen Bistum. Und auch: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …

Generalvikar Hofmann führte aus, dass man nicht auf alle Fragen antworten könne, man möge bitte Verständnis haben, aber es gäbe dann eine Veröffentlichung, die die zusammengefassten Fragen beantworten würde …
DU MEINE GÜTE! Das hatten wir beim Pastoralgespräch in Flittard schon mal! Da hat erst für den Durchbruch gesorgt, dass wir alle Fragen, also ALLE FRAGEN, also JEDE EINZELNE FRAGE aufgeführt haben und dann die Antworten dazu veröffentlichten – ich denke das Bistum ist wirklich gut beraten, das auch so zu machen: JEDE FRAGE, also JEDE VERDAMMTE FRAGE veröffentlichen und die Antworten auf – nach Ähnlichkeit gruppierten – Fragen zu geben! Nur so fühlen sich die Fragesteller*innen auch ernst genommen! Wer seine Frage nicht liest, ist raus! Hat keinen Bock mehr! Glaubt dem Bistum nicht! Alle anderen Versionen von Veröffentlichung zu den Foren sind Schnulli-Bulli!
Klar? Klar!
(Und kommt mir nicht mit: Das macht aber viel Arbeit! IHR LEBT VON UNSERER KIRCHENSTEUER!)

Ich staunte über so einige kluge Fragen, fühlte aber auch, dass 250 Zeichen für eine Frage plus Hintergrund zu wenig sind (Im Übermittlungstool gingen nur 250 Zeichen – Du meine Güte!). Man muss die Leute sich austoben lassen beim Fragen, sonst kann man es auch lassen. Oder?
Die Antworten zu geben war schwierig. Die Expertinnen und Experten in Köln waren tapfer und gaben ihr Bestes, mussten sich aber doch schon mal arg winden. Und ich fragte mich: Wo ist der Bischof? Wo ist Kardinal Woelki? Warum ist der Jung, der dann alles entscheidet und festlegt nicht dabei? Wenn wir schon Schafe sind (was wir ja so nicht sind!) WO IST DANN UNSER HIRTE?

Ich wurde das Gefühl nicht los, das die wesentlichen Dinge feststehen, dass wir durch alle Fragen daran nichts mehr ändern. Man tut so, als hätten wir Einfluss mit unserem Seelsorgebereichsforum, aber ich glaube, wir dürfen noch ein paar kleine Nägelchen einschlagen und Schräubchen festziehen, aber der große Drops ist schon gelutscht.
In Köln wird es zukünftig 2 oder 3 Pfarreien geben. Wir könnten zu „Köln Ost“ werden mit Pfarrkirche St.Heribert in Deutz. Natürlich wird es einen schöneren Halleluja-Namen für die Pfarrei geben, weil St.Heribert so nach kleiner Einheit und meinem Onkel klingt. Und Köln-Ost ist doch ein Autobahnkreuz. Oder?

Über all den Bistumsfrust und dem Ärger, das PGR und KV in den Papieren und im Video nicht vorkamen, blieb für mich die Freude, die in dem Engagement der 18 Leute heute im Pfarrheim St.Hubertus steckte und zum Ausdruck kam. DAS ist für mich KIRCHE, die Gläubigen vor Ort, die miteinander in einem Boot sitzen und auch gegen den Sturm und Strom des GV anrudern und auch dann nicht aufgeben und wütend fester rudern, wenn es mal wieder stürmisch ist.

(Aktualisierung 01.10.2020, 18:34h – Ich habe eingefügt die Antwort des Generalvikars Monsignore Dr. Markus Hofmann nach dem Stream-Video unter: https://youtu.be/gYCgsb-RgmY)

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