Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Gedanken’ Category

Hans-Otto Bussalb zum Gedenken.

Posted by Florian Seiffert - 5. März 2018

Mich erreichen zwei Texte per EMail von Frau und Herrn Flohr zum Gedeken an Pfarrer Hans-Otto Bussalb. Dafür herzlichen Dank.

Die bei der Auferstehungsfeier vorgelesenen „Gedanken zum Gedenken für Hans-Otto:

Wir hören seine tiefen Gedanken über sein eigenes Leben:
„Aus 181 Afrika-Tagen

„ ……Ich atme die Luft, und sie ist mein.
Ich setze mich und das ist mein Platz.
Ich gehe immer denselben Pfad, und das ist mein Weg.
Ich nehme eine Frucht vom Baum
Und sie ist mein.
Wer kann mir verbieten, vom Baum der Erkenntnis zu essen?

Wem gehört der Baum?
Wer hat die Macht, den Besitz?
Warum soll ich nicht nehmen, gebrauchen, was allen gehört?

Hier bin ich geboren.
Dieser Fleck Erde macht meine Heimat aus.
Und was ich mit ihr mache, ist meine Macht.
Warum soll ich nicht schreien, so laut es mir Freude macht?

Ich bin ein Mensch, und ich mache was her!……..

Mbinga/ Tanzania – Dezember 1989

Weit entfernt von seiner Ursprungsheimat – Dreslingen !
Pause!!!!
Ein Ausschnitt seiner Vita:

Mit all seiner Trauer um seinen zu früh verstorbenen Vater.
Als einziger Sohn unter „Tanten“ und „Onkeln“ sowie durch seine gute,
tüchtige, liebevolle, wohl etwas strenge Mutter herangewachsen zu dem
früh reifen, jungen und bald gestandenen Mann, der hätte auch Architekt
werden wollen, aber er wurde Priester.

Wir von St. Peter Rommerskirchen kennen und kannten ihn als sehr
engagierten Pfarrer, der eine Menge bei uns Christinnen / Christen auf
die Beine stellte- (vorher hier nie gekannt) – wie den Pfarrgemeinderat
mit besonderer Note, den Tanzania- Kreis, der Erstaunliches
mobilisierte:
acht Container- Sendungen voll bepackt mit Tonnen voller Kleider,
Fahrrädern, Werkzeugen, Medikamenten, gewünschten Einzelstücken
wie Autoersatzteile, Netze, Angeln……..
aus Spenden und den Erlösen der vorher und nachher nie dagewesenen
Tanzania- Basaren um den 1. Advent jeden Jahres.
Die zahlreichen Helfer und Ausführenden hatten den meisten Spaß an
dr Freud, auch wenn, die Aktiven nachher von der langen, schweren
Arbeit kaputt waren.
Es gab Besuche von Deutschland nach Tanzania, von Tanzania nach
Deutschland. Viele echte Freundschaften entstanden durch die
gegenseitige Gastfreundschaft und den Briefwechsel. Es war einfach
herrlich. Der stets aufmunternde und zupackende Initiator war

Hans –Otto Bussalb!

Bei den Pfarrgemeinderätinnen und-räten
den Lektorinnen- und Lektoren
den Kommunionheferinnen und – Helfer
ging es ebenso zu mit…….
Ausflügen, Fahrten und gegenseitigen Besuchen, nicht zu vergessen die
fünf Karnevalsumzüge auf Rommerskirchener Straßen als Fußgruppe
mit unverwechselbaren Verkleidungen.
Diese Geselligkeit und Begeisterung erwuchs aus der persönlichen
Begegnung der neu erweckten Kreise durch keinen geringeren als
unseren geliebten und geachteten

Hans- Otto- Bussalb Pause
Wir wollen und dürfen ihn niemals vergessen , seinen vorbildlichen
Predigten auch an Fronleichnam auf verschiedenen Bauernhöfen seine
Gespräche, Ratschläge, Witze, sein Singen und Gitarrenspiel, das frohe,
verschmitzte Lachen und Klatschen.
Unvergessen sind die während seiner Zeit und durch sein Engagement entstandenen Kunstwerke:

  • Von der mittlerweile verstorbenen Künsterlin Felicitas Redmer entworfenen Bundglasfenst = großes Fenster band in der Kirche (ein Teil des Fensters wurde von Hans-Otto´s Mutter gestiftet)
  • Der Taufbrunnen (fließendes Wasser)
  • Die Christusstelle (Jesus nimmt Maria in den Himmel auf)
  • Die Kopie der Jupitersäule (gefunden nach der Zerstörung von St. Peter im Jahre 1943) Original im Bonner Landesmuseum

Er war ein besonderer Mensch und bleibt es immer in unserer Trauer
und unserem Leben, unserem Gedenken, Erinnern und der festen
Hoffnung auf das ewige Wiedersehen bei dem dreifaltigen GOTT
der Liebe, des Friedens, der Freude, der Gerechtigkeit
für Alle-
Schwarz und Weiß
Rot und Grün
Groß und Klein
Arm und Reich
Barmherzigkeit und Verzeihen für alle Zeit!!
So und Vieles mehr wollte der Mensch Hans-Otto- Bussalb!

Aber nichts oder niemand ging ihm über
>JESUS CHRISTUS<
Zitat von Hans-Otto-Bussalb:
„Die Heiligen dürfen nie so groß verherrlicht werden,
dass sie Jesus Christus in den Schatten stellen, verdunkeln!!

ER RUHE IN FRIEDEN!

Die Abschiedsrede von 1989 in Rommerskirchen

Rede zur Verabschiedung von
Herrn Pastor Hans-Otto Bussalb
am 31. August 1989

Sehr geehrter Herr Bussalb,
meine Damen und Herren,

als Sie am 2. April 1977 ihren Dienst hier in Rommerskirchen antraten, oder als sie am 28. November 1981, einem Samstag um 16:47 Uhr in unser Gästebuch schrieben:

Hiermit gebe ich zu Attest, dass ich, wenn der Himmel nicht einstürzt ( Bussalb wird Bischof, der Pfarrgemeinerat lehnt die Art der Sakramentenvorbereitung ab, wie sie seit September 1977 läuft usw.), bleibe ich mindestens 10 Jahre lang (als bis zum 1. April 1987) oder höchstens 12 Jahre lang (also bis zum 1. April 1989) in St. Peter Rommerskirchen und eventuell umliegende Ortschaften.

so wurde von Ihnen ein Zeitrahmen für ihre Tätigkeit vorgezeichnet, der aus damaliger Sicht in so weiter Ferne lag, dass man sich kaum drüber Gedanken machte, ob sie jemals diese, ihre Worte in die Tat umsetzen werden.

Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass es wohl nicht üblich ist, nach einem solchen Zeitraum die Früchte seiner Arbeit in Frage zu stellen um sich ganz darauf verlassen zu müssen, dass die in dieser Zeit ganz bewusst hingeführten mündigen Christen diese Arbeit in ihrem Sinne kämpferisch weiterführen werden.

Viele von uns kennen aus dem Beruf heraus oder wir erfahren es in der Politik, dass ein solcher Schritt, der ja einen freiwilligen Verzicht darstellt, unüblich ist . Wir erleben immer wieder, dass freiwillig selten Führungskräfte zugunsten des Nachwuchses Platz machen.

Nun ist es also so weit. Zum 1. September 1989 werden sie uns verlassen. Sie werden für zunächst einmal geplante 3 Jahre nach Afrika, Tansania gehen (genehmigt von Kardinal Meissner), um dort seelsorgerisch zu wirken.

Für viele von uns wird dies ein trauriger Tag werden, wobei ich mir bewusst bin, dass es auch Einige in diesem Ort geben wird, di sich auf diesen Tag freuen. Dies sin diejenigen, die sie bis heute als Grund benutzt haben, um sich aus der Gemeinschaft in St. Peter auszuschließen.

Wie man solche Christen nennt wissen wir alle, und ich bin der Letzte, der hierüber irgendwelche Urteile abgeben wird. Vielleicht findet doch der eine oder andere zurück zu Gemeinschaft unserer Kirche, warten auf ihren Abgang und gibt nicht zu, dass er ja längst zurückgefunden hätte, wenn da nicht die Angst vor einem Gesichtsverlust (christlich nicht zu verstehen) gewesen wäre.
Hier kann ich nur das Evangelium zitieren und sagen: „herzlich willkommen: verlorene Tochter oder verlorener Sohn“.

Da werden auch die Anderen sein, die sich darüber freuen werden, dass sie nunmehr in ihrem dörflichen Klüngel nicht mehr öffentlich an den Pranger gestellt werden, d.h. im sog. Gelben Blatt, unserem Informationsblatt wird dann nicht mehr auf die Versäumnisse oder Fehlentscheidungen hingewiesen.

Dies von einem Mann, der seine Aufgaben über den pastoralen Dienst hinaus, zum Wohle aller hier Wohnenden , als Pastor nicht erpressbar, verstanden hat.
Da sind aber auch diejenigen, die ihre einzige Aufgabe in den letzen Jahren darin sahen, ohne klärende Rücksprachen Sie zu verleumden.

Solange dies bei irgendwelchen Bierlaunen-Gesprächen stattfang, war dies schon schlimm genug; aber noch schlimmer waren diejenigen, die zum großen Teil falsches Zeugnis gegen sie bei Kardinal und Kreisdechant schriftlich ablegten.
Sie werden sich fragen, warum ich darauf eingehe.

Aus gegebenem Anlass heraus habe ich alle dies Briefe gelesen, lesen müssen und kann nur sagen, es ist eine Schande mit welchen Mitteln hier versucht wurde, um des eigenen Vorteils willen einen Menschen abzuqualifizieren.
Erschreckend ist auch, dass es viele sind, von denen ich sagen würde: „Wer im Glashaus sitzt, sollte grundsätzlich nicht mit Steinen werden.“

Da aber in den letzten 3 Jahren solche Schreiben nicht mehr in Köln angekommen sind, muss man also davon ausgehen, sie haben sich total verändert oder die „Briefeschreiber“ haben die Sinnlosigkeit ihres Tun´s eingesehen.

Wie zwischenzeitlich bei einem Gespräch mit dem Regionalbischof Herrn Luthe und dem Generalvikar Herrn Feldhoff herauskam, werden solche , zum Teil anonymen Briefe in Köln nur dann ernst genommen, wenn die Briefeschreiber zunächst ein Gespräch mit dem Pastor geführt oder zumindest von dem Brief eine Kopie zur Kenntnisnahme zugesandt haben.

Doch erinnern wir uns zurück:

Da kam ein junger, dynamischer Pastor in diese Pfarrgemeine, die lange, lange Jahre von einem lieben, väterlichen Pastor bereut wurden.

Und schon war es aus mit der ruhigen Angebotskirche.

Nein, war denn nun hier los. Da wurde zunächst einmal ein nicht mehr vorhandener Pfarrgemeinderat neu gewählt und nahm seine Arbeit auf.

Da wurden alte Zöpfe abgeschnitten, Da wurde man plötzlich zur Mitarbeit aufgefordert und es wurde einem klar gemacht, dass mit dem Wort Kirche nicht eine Gebäude mit einem Glockenturm, sondern vielmehr die Gemeinschaft der hier lebenden, getauften Christen gemeint ist.

Da wurde man wieder darauf zurück erinnert dass man, bedingt durch das Sakrament der Firmung, als mündiger Christ für die Sache „JESU“ einzustehen hat.

Da wurden ja unmögliche Neuerungen hier in Rommerskirchen , wo es bisher immer so schön in der Kirche war, eingeführt; ich beschränke mich auf die Erwähnung der Elternrunden bei Kommunion und Firmung, auf die Taufgespräche usw., und zu allem Überfluss fanden diese nicht im Pfarrzentrum sondern auch noch privat bei Gastfamilien statt.

Wir alle kennen noch die Reaktionen auf solche Neuerungen:
-ich gehe doch nicht zur Kommunion, sonder mein Kind
-nein ich gehe doch nicht privat zu irgendeiner Familie ins Haus, usw..
Naja, aus heutiger Sicht wissen wir, hier wurde der Versuch gestartet, uns allen immer wieder vor Augen zu führen, dass wir eine christliche Gemeinschaft darstellen – eben eine lebendige Kirche in Rommerskirchen.

Doch wir müssen auch Dank sagen, Dank für das was hier mit uns und für uns geschaffen wurde. Alles hier in die Wege geleitete aufzuführen ist müßig und ich traue mir dieses auch nicht zu. Hervorzuheben ist aber vor allem der Aufbau der Partnerschaften mit Mange und Ngarenaro/Arusha in Tansania, das Land in das sie nun ihr Wirken verlegen werden. Mit dieser Partnerschaften hat die Pfarrgemeinde gewiesen, dass sie echt katholisch, das heißt wir alle weltbezogen geworden sind.

Erwähnenswert ist weiterhin die damit verbundene Gründung des Tansania-Kreises, die Gründung von Liturgie-Kreisen, das jährlich Pfarrfest, usw., bei den Investitionen die Erhaltung und Verschönerung unserer Kirche sowie die fast vollende Neugestaltung des nördlichen Fensterbandes.

Nicht unerwähnt bleiben können die von ihnen montags in den verschiedenen Ortsteilen durchgeführten Hausmessen und die jährlichen Fronleichnamsprozessionen, die auch immer in die verschiedenen Ortsteile der Pfarrgemeinde führten und somit die Größe und Verbundenheit der Gemeinde dokumentierten.

Wie viele haben sich hier in unserer Kirche mit Kraft engagiert und tun dies heute noch. Wir alle wissen, das war nicht immer leicht, vor allem wenn man so nah mit ihnen zusammenarbeitet bekam man schon mal den Ärger direkt mit, für den man im Zweifel nicht konnte. Aber das war und ist ja wohl menschlich verständlich.

Da ist aber auch die Arbeit im Pfarrgemeinderat zu nennen, die unter anderem Vorsorge für die Zukunft der Pfarrgemeinde beinhaltetet, dies vor allem unter dem Gesichtspunkt des sog. Stellenplanes 1987, d.h. der Zusammenführung der beiden Pfarreien St. Peter Rommerskirchen und St. Martinus Nettesheim.

Ihre Bemühungen unsere Pfarrgemeinde so weit zu bringen, das sie bereits heute ohne Pfarrer aufkommen könnte. Ein Ziel Ihrer Arbeit, das ich, wie sie wissen anders beurteile.

Darüber hinaus soll nicht unerwähnt bleiben, das wir die ersten Schritte gemeinsam mit unserer evangelischen Schwestergemeine in Richtung Ökumene getan haben, eine Aufgabe, die in den nächsten Jahren sicherlich noch stärker als bisher angegangen werden sollte.

Hier haben sie den Samen gelegt, der sicherlich in ihrem Sinne aufgehen wird.

Da ist der Mensch Hans-Otto Bussalb, der im Rahmen seiner Tätigkeiten viele Informationen guter und böser Art zu verarbeiten hatte und vor allem bei schlechten Nachrichten kaum damit fertig wurde und sich des Öfteren von dieser Pfarrgemeinde im Stich gelassen fühlte.

Da ist auch der weniger bekannte Einsatz von Ihnen, das sie jederzeit sofort und sei es mitten in der Nacht alles liegen ließen um in Not geratenen Mitchristen sofort zur Seite zu stehen.
Ach wenn man dieses ihnen manchmal damit dankte, das bei der Wendung zum Guten weiterhin auf sie geschimpft wurde.

Da gab es aber auch die gemeinsamen Feste, Unternehmungen und Gespräche, die mir und wie mir bekannt ist, auch vielen anderen sehr viele gegeben haben.

Hier an dieser Stelle sei hierfür Dank gesagt und ich glaube, das ich dies nicht nur für mich sondern für viele der hier Anwesenden sagen darf.

Nun beginnt also mit dem morgigen Tag ein neuer Lebensabschnitt für sie. Sie werden in Afrika für drei Jahre ihre Tätigkeit in einem Kulturkreis aufnehmen, den wir, wie sie es auszudrücken pflegen, Mitteleuropäer nur sehr schwer verstehen können. Diese Tätigkeit dürfte kein Spaziergang werden, da sie trotz der jetzt schon andauernden monatelangen Vorbereitungen auf die sich zwangsläufig ergebenen Schwierigkeiten, vor allem der Sprache hinweisen.

Hier können wir Zurückbleibenden nur den göttlichen Beistand für ihre Arbeit erbitten.

Zu guter Letzt sein Ihnen für ihren, manchmal auch nicht immer verstandenen Einsatz, ihre Glaubensübermittlung, ihre Hilfsbereitschaft, kurzum ihre mehr als 12-jährige Tätigkeit hier in St. Peter Rommerskirchen gedankt.

Bleiben sie der Kämpfer für die Sache „JESU“, sowie sie immer ihre Tätigkeit verstanden haben. Kommen sie bitte gesund zurück und vergessen sie allen Ärger und denken nur an die guten Dinge und Erfolge der letzten Jahre mit Dankbarkeit zurück.

Ich schließe mit einem Wort des von Ihnen sehr verehrten, leider verstorbenen Kardinal Josef Höffner, wir hier in Rommerskirchen verlieren mit Ihnen ein „Original“, welches nicht so schnell ersetzt werden wird.

Erwin Flohr – Vorsitzender Pfarrgemeinderat St. Peter Rommerskirchen

A.O. 27. August 1989

Siehe auch:

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Berate Dich

Posted by Florian Seiffert - 22. Juli 2016

Berate dich nicht mit einer Frau über ihre Nebenbuhlerin, / mit einem Feind über den Kampf gegen ihn, / mit einem Händler über das Geschäft, / mit einem Käufer über die Ware, / mit einem Geizhals über die Liebestätigkeit, / mit einem Unbarmherzigen über das Glück des Mitmenschen, / mit einem Faulen über seine Arbeit, / mit einem Arbeiter über die Aussaat, / mit einem trägen Sklaven über die Menge der Arbeit. Vertraue dich nie diesen Menschen an, / wenn du Rat einholst.

Doch berate dich mit einem stets Besonnenen, / von dem du weißt, dass er die Gebote hält, / mit einem, dessen Herz denkt wie dein Herz / und der dir hilft, wenn du strauchelst.

Doch achte auch auf den Rat deines Gewissens. / Wer ist dir treuer als dieses?

Jesus Sirach 37, 11-13

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Wellness auf dem Friedhof

Posted by Florian Seiffert - 8. März 2016

Nach meinem Aufruf in KREUZundQUER gibt es den ersten Beitrag!
Dorothea Rettig mailt:

Wellness auf dem Friedhof

Jede Woche gehe ich an meinem Freien Tag auf den Friedhof. Hier liegen liebe Menschen, die ich verloren habe.
Am Anfang ging ich wegen der regelmäßigen Grabpflege hin. Mittlerweile ist der Friedhofbesuch meine persönliche Wellness-Zeit, die ich mir gern gönne:
Eigentlich ist der Friedhof ein Park, der zu jeder Jahreszeit seine Reize hat. Ich genieße die Natur, die wunderschöne uralte Blutbuche, die ich so gern auf ein Foto bannen würde – was mir seit Jahren nicht gelingt – weil sie zu groß ist und nicht frei genug steht. Die Eichhörnchen, die auf dem Baumstamm neben dem Grab Nachlaufen spielen. Das Veilchen am Stamm des „Hausbaums“ meiner Eltern, das jedes Jahr wieder hier blüht. Die Akelei, die im Sommer in den Grünstreifen an der Trauerhalle wächst, weil meine Mutter das überschüssige Saatgut auf dem Friedhof verteilte. Die verwunschenen Stellen im Schatten, wo das Unkraut alte Gräber überwuchert hat. Das Vogelgezwitscher und die gedämpften Laute vom Leben drum herum.
Ich liebe das Zwiegespräch mit den Toten. Hier kann ich meine Sorgen loswerden, ohne sie formulieren zu müssen. Ich kann bitten, auf die „neuen“ im Himmel aufzupassen. Oder auch auf die auf der Welt Gebliebenen, die es besonders nötig haben.
Manchmal gehe ich Umwege zu den Gräbern, um Grabsteine zu studieren oder eine neue Ecke zu entdecken. Die Ruhe um mich herum entspannt mich.
Gern zücke ich mein Handy, um einen schönen Anblick für mich festzuhalten. Aber wieso eigentlich nur für mich?

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Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Posted by Florian Seiffert - 3. Januar 2016

Ich war heute in der ‚Basiliek van Onze-Lieve-Vrouw-Tenhemelopneming‘ (Liebfrauenbasilika) in Maastricht. Da fand ich dieses Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”. Ich fand es beeindruckend und möchte es an Euch weitergeben:

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

O Maria, „Stern des Meeres“, sieh mich hier niederknien vor Deinem
Gnadenthron, wo schon Unzählige, die Dein Mutterherz lieben, die
grössten Wohltaten durch Deine Vermittlung erhalten haben; wo Du für
die Betrübten Trost, für die Notleidenden Hilfe, für die Kranken
Heilung, für die Sünder Vergebung erwirbst.

Liebste Mutter, ich komme jetzt zu Dir mit der grössten
Zuversicht. Die zahlreichen Wunder, die hier auf Deine Fürbitte
geschehen sind, erfüllen mich, elenden Sünder, mit der süssesten
Hoffnung, dass Du, Mutter der Barmherzigkeit, auch mein Gebet erhören
wirst. Ja. ich bitte und flehe Dich, o süsseste Mutter, gnadenreieher
„Stern des Meeres”, lass mich von hier nicht weggehen, ohne erhört zu
sein. Du kannst mir helfen, Du bist ja die mächtigste nächst Gott; Du
willst mir helfen, da Du so voller Liebe für all Deine Kinder
bist. Gedenke, barmherzigste Jungfrau, dass man niemals gehört hat,
dass jemand, der vertrauensvoll seine Zuflucht zu Dir nahm, von Dir
verlassen worden ist; sollte ich dann der (die) erste Unglückliche
sein, den (die) Du von Dir weggehen liessest, ohne erhört zu sein?
Nein, nein, gute Mutter, an diesem heiligen Ort wirst Du durch Deine
allmächtige Fürbitte mir Hilfe in meiner Not und Trost in meinem
Leiden erwerben. Amen.

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Im Anfang war das Wort

Posted by Florian Seiffert - 1. Dezember 2015

Pfarrer Michael Cziba mailt das Geistliches Wort zu Weihnachten 2015:

Das eigentliche Evangelium des Weihnachtsfestes ist der Prolog aus dem Johannesevangelium und Beginn mit „Im Anfang war das Wort …“ (Johannes 1,1). Durch Goethes Faust ist diese erste Zeile des Johannesevangeliums sogar klassisch geworden – aber es bleibt trotz dieser Tatsache die Schwierigkeit, sie in eine Sinnvolle Übersetzung zu bringen: „Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?“, fragt Faust, als er diesem biblischen Text in die Deutsche Sprache übersetzen will. Die Einheitsübersetzung, die das griechische „Logos“ mit „Wort“ wiedergibt, entspricht zwar der christlichen Überzeugung, dass allein Gottes Wort Menschen zum Heil führen kann, aber Goethe hält zu Recht fest, dass der griechische Begriff weit mehr meint als ein sprachliches Element und die Übersetzung „Wort“ zu kurz greift. Der „Logos“ ist in der antiken Philosophie der Inbegriff der sich in der Welt entfaltenden göttlichen Weisheit, die alle Logik und Liebe verbindet und dem Weltwerden seine Richtung gibt. „Im Anfang war der Sinn!“, probiert es deshalb Goethes Faust, um sich dann erneut skeptisch zu fragen: „Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?“
Das Neue Testament identifiziert diesen Inbegriff der göttlichen Vernunft in der Welt mit Jesus. Deswegen hat der Johannesprolog seinen festen Sitz unter den Lesungen am Weihnachtsfest, trotz aller Schwierigkeit ihn zu verstehen. Dieses Kind, das in Bethlehem in der Krippe liegt, ist gemeint, wenn es im Johannesevangelium heißt: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ (Johannes 1,14). Aus diesem Grunde ist bei Goethe die faustische Übersetzungsaufgabe für den Johannesprolog ganz im Licht der Weihnachtsbotschaft zu sehen und von ihr erfüllt: Alles, was sich über Gottes Willen mit und in der Welt sagen lässt, wird in Bethlehem anschaulich. Die Schutzbedürftigkeit und Liebe des kleinen Kindes weist einen Weg des Friedens und der Feindesliebe, der Maßstab wird für alles, was Sinn und Vernunft, Kraft und Liebe beansprucht. Christi Tod am Kreuz zeigt schließlich Gottes Solidarität mit der leidenden Kreatur ist Richtschnur für alles, was dem Leben eines Christen, ja überhaupt eines Menschen Orientierung geben will. Diese Botschaft ist im zu Ende gehenden, weltweit so unfriedlichen Jahr 2015 mit Millionen Flüchtlingen hochaktuell: Im Anfang war … das göttliche Kind und seine Botschaft des Friedens und der Achtsamkeit, ein Wille zum Leben, das sich in einfühlender Liebe entfaltet. Hier lässt sich Gottes Wille mit seiner Welt erkennen. Die Hirten waren Zeugen. Die zahllosen Menschen, denen Jesus begegnet ist waren Zeugen und heute sollen wir Zeugen sein. Hat das Wort Gottes wirklich in uns einen Sitz? Eine Frage, die wir uns jedes Jahr Weihnachten stellen müssen. Ich wünsche uns allen, dass durch die Kraft der Menschwerdung unser Leben mehr durch ein Miteinander und durch Respekt geprägt wird.

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Hermann Gottfried? Gut gemacht!

Posted by Florian Seiffert - 11. Mai 2015

Der Maler Hermann Gottfried ist gestorben!

Apsis St.Hubertus Köln Flittard

Apsis St.Hubertus Köln Flittard


In der Kirchenzeitung lese ich, dass der Glasmaler und Künstler Hermann Gottfried vor einiger Zeit gestorben ist. In der Wikipedia finde ich, das Todesdatum: 02.04.2015. RIP.
Nachtrag: Das Todesdatum in der Wikipedia ist falsch. Hermann Gottfried starb laut Todesanzeige am 03.04.2015.

Hermann Gottfried hat 1976/77 meine Kirche St.Hubertus mit großflächigen Wandmalereien und Glasfenstern neu gestaltet. Ich erinnere mich, dass das im Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV) eine wilde Debatte seinerzeit war. Meine Mutter war damals im PGR und berichtet (meist kopfschüttelnd).
Dann irgendwann 1977 war es soweit und die heiligen Messen wurden aus dem Pfarrheim wieder in die Kirche verlegt. Sehr stolz präsentierte Pfarrer Fritz Frank die neue Ausmalung, die er theologisch gestaltet hatte. Auch den „heiligen Fritz“ ließ er in der Apsis rechts verewigen.
Tja und dann kam die Enttäuschung für ihn. Man hörte nur Kritik: Die Augen, die dunkel gestaltet sind und ’nach innen sehen‘, seien Totenköpfe und überhaupt … Es wurde (vielleicht wie es Hubertaner gerne tun?) praktisch nur geschimpft. Ich hörte niemanden, der mal sagt: „Interessant!“, „Wunderbar!“ oder „mir gefällt das!“.
Ich war etwas verwundert und bin es bis heute. Mir gefällt diese Ausmalung. Ich schaue gerne auf diese Figuren mit den ausdrucksstarken Augen, die direkt in mich hineinblicken. Der Jesus hoch in der Apsis ist für mich ganz wunderbar. Ich schaue ihn sehr gerne an, wenn ich bete. Er hat mir sogar schon zugekniept. Ich bin ganz sicher!
Mir hat auch Fritz immer leid getan. Ich bin sicher, dass viel von seinem Herzblut an dieser Ausmalung und Gestaltung hängt. Und da ist doch schwer, wenn die laute Mehrheit das Werk ablehnt und man die stille Minderheit vielleicht nicht hört.

Auch an anderen Stellen bin ich bei einer Radtour oder in Jerusalem (Dormitioabtei) auf Kunst von Maler Gottfried gestoßen. Jedesmal sagte einer: Könnt ihr haben, nehmt es mit. Uns gefällt es nicht …

Ich glaube und hoffe, dass Hermann Gottfried jetzt im Himmel in das Herz des ein oder anderen Menschen sehen darf und da geschrieben findet:
Hermann Gottfried? Gut gemacht!

Florian Seiffert

Siehe auch:

  • Die

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Der Heilige Geist verhilft zur Erkenntnis

Posted by Florian Seiffert - 28. April 2015

Pfarrer Michael Cziba mailt den „Geistlichen Impuls Pfarrkontakte 2-2015“:

Das Menschheitswissen hat sich in den vergangenen vierzig Jahren verdreifacht. Neue Erfindungen erfolgen in immer kürzeren Abständen. Wenn jemand heute ein neues Betriebssystem für Computer erfindet, ist unser jetziger PC sehr schnell nur noch Müll. Alle sechs Monaten wird uns durch neue Worte eingeredet, dass die genutzten Handys oder der genutzte PC veraltet sind und wir neue kaufen müssen um aktuell zu sein. Diese rasante Entwicklung führt dazu, dass die Macher und Werbeleute das Sagen haben und die Entwickler stark unter Druck stehen und immer neues auf den Markt bringen müssen und die Denker von früher bloß noch nachdenken können. Wir sind versucht, auch unsere Lebensfragen vor allem mit Wissenschaft und Technik zu lösen. Da ist es kein Wunder, dass der religiöse Glaube vielen Menschen als eine Art Wissensersatz erscheint. Zum Beispiel: Für Aussagen über das menschliche Leben sind die Wissenschaften zuständig: die Biologie, die Medizin, die Physik, die Chemie. Was nach dem Tod kommt, lässt sich nicht nachprüfen. Also kann man es nicht wissen, sondern lediglich Vermutungen darüber anstellen. Man glaubt dann eben an die Existenz Gottes, an ein Leben nach dem Tod, an eine Auferstehung – oder auch nicht. Aber ist es nicht so, dass trotz allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in unserem praktischen Alltag eher eine untergeordnete Bedeutung spielen? Die meisten Lebensvollzüge spielen sich außerhalb der mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnis ab. Ein Geologe, der einen Stein untersucht, kann dessen Gewicht und Alter, seine Herkunft und seine chemische Zusammensetzung feststellen. Aber wenn ich ihn frage, warum es besser sei, diesen Stein als Bücherstütze zu benutzen, statt jemandem damit den Schädel einzuschlagen, so betrifft ihn diese Frage in seiner Eigenschaft als Forscher überhaupt nicht – weil es nicht um ein wissenschaftliches, sondern um ein ethisches Problem geht. All unsere Erkenntnisse der exakten Wissenschaften reichen nicht aus, um das Leben sinnvoll zu bestehen. Sie reichen nicht aus, weil sie sich nur auf ganz spezielle Aspekte der Wirklichkeit beschränken, nämlich auf das Messbare. Aber die Wirklichkeit als Ganze, so gern die Wissenschaft dies auch hätte, lässt sich nicht auf mathematische, physikalische und chemische Formeln reduzieren. Oder ist es vorstellbar, dass ein Physiker sich damit begnügen würde, bei der Aufführung einer Sinfonie von Beethoven die Luftschwingungen und Klangstärken zu messen? Auf der anderen Seite kann man Beethoven durchaus verstehen, ohne Musikgeschichte oder die Anatomie des menschlichen Ohrs studiert zu haben. Neben der wissenschaftlichen Erkenntnis gibt es ganz deutlich noch eine andere Art der Erkenntnis, die dort zustande kommt, wo jemand nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen sieht. Warum soll sich Politik also am Menschen und nicht an der Macht orientieren? Weshalb lohnt es sich, sich selber und anderen treu zu sein? Diese unwissenschaftlichen Fragen sind im Lebensalltag vorrangig. Und die Antworten darauf sind weltanschaulicher und religiöser Natur. Dabei handelt es sich um durchaus erfahrungsbedingte Gewissheiten und nicht um einen Wissensersatz. Wissen und Glauben richten sich auf das gleiche Ziel: die Wahrheit. Naturwissenschaft misst im Diesseits Länge und Breite, Höhe, Tiefe und Anzahl aus. Aussagen über den Sinn und das Jenseits sind dem Glauben vorbehalten. Weil aber die Wirklichkeit komplex ist, müssen sich Wissen und Glaube ergänzen und nicht gegenseitig ersetzen. Dabei kann uns der Heilige Geist helfen, dessen Fest wir am Ende Mai gefeiert haben. Dieser Geist, der uns von Gott zugesagt ist, begleitet uns auf unseren Wegen und schenkt uns die Kraft zu Fragen, zu denken, zu überlegen, dem Ursprung der Dinge und des Lebens auf den Grund zu gehen. Der Heilige Geist verhilft zur Erkenntnis aber lässt die Wirklichkeit nicht aus dem Blick. Ich wünsche uns allen, dass wir durch diesen Geist Gottes in der Lage sind Glaube und Wissen in Einklang zu bringen und sinnvoll für uns und andere einzusetzen.

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Wer ist dieser Jesus Christus für mich?

Posted by Florian Seiffert - 2. Februar 2015

Kreuz

Kreuz

Dechant Pfarrer Michael Cziba schickt das geistliche Wort:

Liebe Gemeindemitglieder!
Wir stehen mitten in der Fastenzeit und damit vor Ostern, des höchsten Festes unseres Glaubens. Ich möchte einladen, in den verbleibenden Tagen vor Ostern einmal folgender Frage nachzugehen: Wer ist dieser Jesus Christus für mich? Welche Beziehung habe ich tatsächlich zu ihm? Welchen Platz gebe ich ihm in meinem Leben?
Jesus ist für mich ganz persönlich der Mensch, der wie kein anderer Gott nahe stand, und doch gleichzeitig Gott selbst. Er ist wie kein anderer mit Gott vertraut. Zugleich ist er ganz und gar Jesus, der Mensch. Er hat sich eingelassen auf dieses Leben mit Haut und Haar. Und er hat diese Leidenschaft für uns Menschen bei der Auferstehung nicht am Kreuz hängen lassen. Darum bleibt er auch jetzt für mich der Jesus von Nazareth, der mit den Menschen fühlt. Manchmal nenne ich ihn Herr, weil ich glaube, dass er mir einiges voraus hat. Wie viel kann ich von ihm lernen, was er uns vorgelebt hat! Aber ich gebe auch zu, ich will gar nicht immer von ihm lernen. In zuviel Demut hat mir die Kirche diesen Jesus eingewickelt. Und ich kenne zu viele Menschen, die sich vor lauter christlicher Demut darin verstrickt haben, sich nichts mehr zutrauen zu können. Manchmal gehöre ich auch dazu, viel öfter als mir lieb ist.
Aber Christus ist nicht groß, weil er die Menschen klein hält. Mit ihm, dem Bruder, im Gespräch bleiben, mich von seinem Wort führen lassen, das tue ich leider viel seltener, als ich das eigentlich möchte. Aber Christus herrscht mich nicht an. Er lädt mich immer wieder ein. Immer neu kann ich mich darum bemühen, dass er in meinem Leben Platz findet – oder seinen Platz behält. In den Evangelien begegne ich dem Menschensohn, der keine Scheu hat, sich mit den bedürftigen Menschen auf eine Stufe zu stellen. Heute würde er sich vielleicht zu denen setzen, die auf den Fluren der Job-Zentren, der Übergangsheime, der Flüchtlingsheime sitzen und ausharren. Er würde sich in denen erkennen, die vor dem Prüfungsausschuss um ihre Anerkennung als Asylbewerber zittern. Er würde sich sehen in der Frau im Altenheim, für die die eigenen Kinder keine Zeit mehr haben. Wenn wir Ostern feiern, sollten wir nicht nur an den Auferstandenen denken und an seine Herrlichkeit, sondern uns ganz bewusst sein Wort und vor allem sein Handeln in Erinnerung rufen. Wer Jesus für uns ist, muss letztlich jeder für sich selbst beantworten. Danken wir ihm für die Möglichkeit, dass wir die Möglichkeit haben als seine Schwestern und Brüder in der Welt von heute zu leben und zu wirken.

Ihnen allen ein gesegnetes und vor allem glaubensstärkendes Osterfest.
Dechant Pfarrer Michael Cziba

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Weihnachten – Mit Jesaja an der Krippe

Posted by Florian Seiffert - 4. November 2014

Pfarrer Michael Cziba mailt das geistliche Wort für die Pfarrkontakte Nr. 4 – 2014:

Weihnachten steht vor der Tür (eigentlich im Einzelhandel ja schon seit dem Sommer) aber für uns Christen beginnt mit dem Advent die eigentliche Vorbereitungszeit auf dieses wichtige Fest zu Beginn des Kirchenjahres. Am Heiligen Abend, in der Heiligen Nacht werden wir uns auf den Weg zur Kirche machen. Aus dem Dunkel kommen wir ins Licht und feiern die Geburt Christi. Was die Propheten des Alten Bundes, allen voran Jesaja, im Auftrag Gottes verheißen haben, ist in dieser Nacht Wirklichkeit geworden. Der Prophet Jesaja, den man den Evangelisten unter den Propheten des Alten Bundes nennt, sieht erfüllt vom Heiligen Geist ein Licht, das allen Menschen erstrahlt. Mit Dunkel und Finsternis ist biblisch gesprochen nichts anderes gemeint als Sünde und Gottferne. Menschen, die sich in Schuld verstrickt haben, Menschen, denen Gott nichts bedeutet, erfahren in dieser Nacht, dass es einen Weg aus der Sünde gibt, dass Gott denen entgegenkommt, die von ihm nichts wissen wollen. Das ist ein Grund zur Freude. Es sollte freilich noch mehr als 700 Jahre dauern, bis der Engel den Hirten auf dem Feld verkündigen konnte. In seiner Schau sieht der Prophet Jesaja weder Krippe noch Stall, weder Engel noch Hirten, aber er sieht das Licht aufstrahlen, das die ganze Welt verändert, er sieht die Freude, die alle Welt erfasst, und er sieht wie alle Gewalt zur Erfolglosigkeit verurteilt ist. All das Licht, all die Freude, all der Friede aber geht aus von einem Kind, von einem Neugeborenen. Zwar sagt der Prophet nicht: dieses Kind ist Gottes eingeborener Sohn aber wie beschreibt er dieses Kind? „Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt ihn wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ Dieses Kind ist der Herr der Welt. Gibt es etwas machtloseres, etwas hilfloseres als ein Kind? Und doch wird jedes Jahr an Weihnachten deutlich, welche Macht von diesem Kind in der Krippe ausgeht. Menschen beschenken einander. Menschen denken aneinander. Menschen versöhnen sich. Menschen machen sich auf den Weg zum anderen. Menschen finden den Weg zur Kirche. Menschen fangen wieder an, an das Gute zu glauben.
Wenn wir nach dem Weihnachtsgottesdienst heimkehren, sollten wir das Licht der Heiligen Nacht hineintragen in das Dunkel der Welt. Wenn wir heimkehren, sollten wir die Freude der Heiligen Nacht an andere weiterschenken. Wenn wir heimkehren, sollten wir mithelfen, dass es in dieser Welt ein bisschen mehr Frieden gibt und weniger Streit. Wenn wir heimkehren, sollten wir unseren Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn vor den Menschen bekennen. Von den Hirten heißt es: „Die Hirten kehrten heim und rühmten Gott.“ Wird man das auch von uns sagen können?

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und auch einen guten Start ins Neue Jahr 2015.

Ihr Michael Cziba, Pfr.

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Papst Franziskus bittet für irakischen Christen zu beten.

Posted by Florian Seiffert - 9. August 2014

Papst Franziskus

Papst Franziskus

Papst Franziskus bittet via Twitter um unsere Solidarität, Hilfe und um unser Gebet!

  • Ich bitte die internationale Gemeinschaft, alle Opfer der Gewalt im Irak zu beschützen.
  • Ich bitte alle Pfarreien und katholischen Gemeinschaften, an diesem Wochenende besonders für die irakischen Christen zu beten.
  • Herr, wir bitten dich, jenen Menschen im Irak zu helfen, die aller Habe beraubt wurden.
  • Ich bitte euch, heute einen Moment innezuhalten und für alle zu beten, die im Irak gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen.
  • Ich bitte alle Menschen guten Willens, sich mit mir im Gebet für die Christen im Irak und alle verfolgten Gemeinschaften zu verbinden.

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