Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Gedanken’ Category

Geistlicher Impuls zum Montag der Karwoche

Posted by michaelcziba - 6. April 2020

Eröffnungsvers des Tages
Streite, Herr, gegen alle, die gegen mich streiten, bekämpfe alle, die mich bekämpfen! Ergreife Schild und Waffen: steh auf, um mir zu helfen! Herr, meine starke Hilfe.
(Psalm 35 (34), 1-2; Psalm 140 (139), 8)

Tagesgebet: Vom Tag (MB [12])
Allmächtiger Gott, in unserer Schwachheit versagen wir und sind anfällig für das Böse. Schau hin auf das Leiden deines Sohnes, richte uns wieder auf und schenke uns neues Leben. Darum bitten wir dich durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Wer einen Menschen liebt, sucht nach sichtbaren Zeichen für seine Liebe. Die konkreten Zeichen sollen zum Ausdruck bringen, wie wichtig der andere ist. Liebe ist nicht geizig. Liebe ist immer verschwenderisch. Mit dem teuren, kostbaren Öl, mit dem Maria Jesus die Füße salbt, zeigt sie, wie teuer und kostbar ihr der Herr ist. Ihre Liebe zu ihm ist Fülle und Übermaß. Wo Jesus ist, wird zurecht jedes Maß gesprengt, wie alle Kirchenväter in Ihren Predigten zu dieser Bibelstelle besonders betonten.
Die Argumentation des Judas dagegen ist vernünftig, selbst wenn ihm von Johannes unlautere Absichten unterstellt werden. Denn ein Pfund dieses Öls kostete etwa zehn Monatsgehälter. Nur ein Mensch, der die Einzigartigkeit Jesu erkannt hat und ihn maßlos liebt, kann so handeln.
Maßlose Liebe – das lässt uns heutzutage oft eher vorsichtig werden. Wie oft ist der eine oder andere schon enttäuscht worden, wenn er den Geliebten maßlos mit seiner Liebe überschütten wollte. Vielleicht wurde er zurückgestoßen, vielleicht wurde nicht erkannt, was diese Liebe zeigen wollte. Wie viel Liebe zerbricht gerade an Maßlosigkeit? Wahrscheinlich weil Maßlosigkeit menschlicher Liebe, mit maßlosen Wünschen an den anderen einhergeht. Man möchte genauso maßlos wieder geliebt werden. Man wird misstrauisch, wenn die Liebe nicht so beantwortet wird, wie man es sich vorstellt.
Jesus Christus liebt uns maßlos. Seiner maßlosen Liebe werden wir nie gerecht. Er erwartet von uns genau die Liebe, die wir geben können. Er sieht uns in unserer Gebrochenheit, und jedes kleine Übermaß an Liebe, das wir einander zu geben fähig sind, ohne den Wunsch, eine Gegenleistung dafür zu bekommen, führt uns einen Schritt näher zu ihm.

Fürbitten aus der Messe
Jesus Christus, der für uns Leiden und Tod auf sich genommen hat, wollen wir bitten:
– Für unseren Heiligen Vater Papst Benedikt XVI., dass seine Botschaft der Liebe Gottes von vielen gehört und angenommen wird. Herr, höre uns.
– Für die Eheleute, dass sie offen und fähig sind für eine gegenseitig sich verschwendende Liebe zueinander. Herr, höre uns.
– Für alle Getauften, dass sie immer wieder die Beziehung zu Jesus Christus zur Mitte ihres Glaubens, Liebens und Hoffens machen. Herr, höre uns.
– Für all jene, die um ihres Glaubens willen abgelehnt, verachtet und bedroht werden. Herr, höre uns.
– Für alle Ängstlichen dieser Tage, schenke deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Herr, höre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Herr, höre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Herr, höre uns.
– Für all jene, die großes Leid zu tragen haben, die unheilbar erkrankt sind oder unter einer schweren Last zu verzweifeln drohen. Herr, höre uns.
– Für unsere Verstorbenen, dass sie die Frucht der Erlösung erfahren dürfen. Herr, höre uns.
Herr, unser Gott, du hast uns in deinem liebenden Erbarmen deinen Sohn gesandt zu unserer Erlösung. Dafür danken wir dir und verehren dich heute und alle Tage unseres Lebens.

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Gebet für den Palmsonntag zum Thema: Bereitschaft zum Kreuz

Posted by michaelcziba - 5. April 2020

AGL 774, 7 von 1975
V: Das Kreuz ist das Zeichen des Christentums. Es ist das Zeichen unserer Erlösung. Wir sollen zu ihm aufschauen, uns zu ihm bekennen; denn der daran hängt, bringt der Welt das Leben.
A: Sei uns gegrüßt, du heiliges Kreuz.
L: Der Sohn Gottes stieg herab, und durch den Tod befreite er uns vom Tod. Vom Tod überwältigt, überwältigte er den Tod. Er hängte den Tod am Kreuz auf und befreite uns, die den Tod verdient haben. (Augustinus, Johanneskommentar)
V: Heiliges Kreuz, an dem der Tod bezwungen.
A: Sei uns gegrüßt, du heiliges Kreuz.
L: Schon im Alten Bund wird das Kreuz als Zeichen des Lebens angekündigt: Der Herr schickte Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen und viele Israeliten starben. Da betete Mose für das Volk. Der Herr antwortete Mo-se: Mach dir eine Schlange und hänge sie an einer Signalstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Signalstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und er zu der Kupferschlange aufblickte, so blieb er am Leben. (Num 21,6-9)
V: Heiliges Kreuz, gepflanzt als Baum des Lebens.
A: Sei uns gegrüßt, du heiliges Kreuz.
L: Wer ist die erhöhte Schlange? Der Tod des Herrn am Kreuz. Der Biss der Schlange ist tödlich. Der Tod des Herrn spendet Leben. Darum wollen wir auf Christus am Kreuz schauen, um von den Bissen der Sünde geheilt zu werden. Das Vorbild, die eherne Schlange, bewahrte das irdische Leben; das Kreuz Christi schenkt ewiges Leben. (Augustinus, Johanneskommentar)
V: Heiliges Kreuz, Zeichen des Sieges.
A: Sei uns gegrüßt, du heiliges Kreuz.
L: Jesus sagte zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat. (Joh 3,14-15)
V: Heiliges Kreuz, Zeichen der Liebe.
A: Sei uns gegrüßt, du heiliges Kreuz.
STILLE
V: Lasst uns aufschauen zum Herrn, der am Kreuz angenagelt ist. – Das Kreuz verkündet uns, dass wir durch das Blut Jesu Christi erlöst sind. Der Herr stärke unseren Glauben, dass im Kreuz allein das Heil ist. – Jesus Christus, für uns am Kreuz gestorben, durch die heilige Wunde deiner rechten Hand
A: erbarme dich unser.
V: Wenn wir das Kreuzzeichen machen, segnen wir uns und die anderen. Der Herr gebe uns ein bereites Herz, damit wir den Segen nicht vergeblich empfangen. –
Jesus Christus, für uns am Kreuz gestorben, durch die heilige Wunde deiner linken Hand
A: erbarme dich unser.
V: Das Zeichen des Kreuzes finden wir in den Kirchen, in unseren Wohnungen und an vielen anderen Orten. Der Herr helfe uns, dass wir dem Kreuz in unserem Alltag nicht ausweichen. – Jesus Christus, für uns am Kreuz gestorben, durch die heilige Wunde deines rechten Fußes
A: erbarme dich unser.
V: Das Kreuz wird geschmäht und verachtet. Es wird mißbraucht. Der Herr gebe uns die Kraft, uns zu ihm und seinem Kreuz zu bekennen. – Jesus Christus, für uns am Kreuz gestorben, durch die heilige Wunde deines linken Fußes
A: erbarme dich unser.
V: Das Zeichen des Kreuzes verkündet uns, dass wir hineingenommen sind in das Geheimnis des Leidens Christi. Der Herr helfe uns, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen und ihm nachfolgen. – Jesus Christus, für uns am Kreuz gestorben, durch die heilige Wunde deiner Seite
A: erbarme dich unser.
V: Lasset uns beten. – Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, dem Willen des Vaters gehorsam hast du im Heiligen Geist durch deinen Tod der Welt das Leben geschenkt; erlöse uns von allen Sünden und allem Bösen. Hilf, dass wir deine Gebote treu erfüllen, und lass nicht zu, dass wir uns jemals von dir trennen, der du lebst und herrschest in Ewigkeit.
A: Amen.

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Geistlicher Impuls zum Samstag der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 4. April 2020

Eröffnungsvers des Tages
Herr, halte dich nicht fern! Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe. Ich bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. (Psalm 22 (21), 20.7)

Tagesgebet Vom Tag (MB 132)
Barmherziger Gott, du wirkst das Heil der Menschen zu jeder Zeit; in diesen Tagen aber bist du uns besonders nahe. Trage Sorge für dein Volk, schütze die Getauften und alle, die sich auf die Taufe vorbereiten. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Ein Mensch soll getötet werden, weil menschliche Herzen und politische Machtverhältnisse durch ihn ins Wanken geraten. Ein Mensch der Liebe, der die Güte in die Welt gebracht hat. Kajaphas bringt in der Manier eines nüchternen Realpolitikers das stichhaltige Argument, das endgültig zu Jesu Tod führt: Besser einer geht zugrunde, als dass das Volk um seine Ruhe und seine Macht gebracht wird. Nach Jesu Tod allerdings tritt genau das ein, was politische Klugheit zu verhindern suchte: Der Tempel wird zerstört werden und das jüdische Volk seine nationale Unabhängigkeit verlieren. Jesus weiß, dass in ihm die Möglichkeit aller Erfüllungen ist und alle Verheißungen sich durch ihn verwirklicht können – aber die Menschen verschließen sich. Er, der sich zum Anwalt jedes Einzelnen macht, zwingt nicht zum Glauben, weil die Entscheidung zum Heil aus Freiheit kommen muss. Einmal wird er wiederkommen – und „hinter jedem Menschenangesicht und hinter jedem Menschenschicksal wird er stehen und ihm sein ewiges Maß geben“ (Romano Guardini).

Fürbitten aus der Messe
Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Gottes Sohn uns das Leben geschenkt. Ihn, unseren Herrn, bitten wir:
– Herr Jesus Christus, lass die Kirche allen Menschen dein Heil verkünden, dass du uns durch deinen Tod und deine Auferstehung geschenkt hat. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Führe die Mächtigen dieser Welt zur Erkenntnis, dass sie für das Heil alter Menschen ihres Volkes verantwortlich sind. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Stärke unsere Gemeinden, dass sie immer mehr zu deinem Volk werden und durch Wort und Tat dich bezeugen als den, der in ihrer Mitte wohnt. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Hilf den Kranken und Trauernden, dass sie durch deine Auferstehung neue Hoffnung und Kraft für das Leben finden. Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenke unseren Verstorbenen und allen Toten dein ewiges Leben, das sie in ihrem Leben glaubend erhofft haben. Wir beten besonders in den Intentionen der Messen, die leider ausfallen müssen: als Jahrgedächtnis für Elisabeth Pelzer geb. Kissel; für Elfriede Korczulla; für Fred Kothoff; für Agnes und Oswald Namyslo; für Anna und Ludwig Smotzok und alle Angehörigen; für Ruth Siniawa und die LuV der Familie; für Arnolde Wessel. Wir bitten dich, erhöre uns.
Barmherziger Gott, aus Liebe zu uns ist dein Sohn in den Tod gegangen, damit wir, von allen Sünden befreit, das Leben erlangen. Dafür danken wir dir alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

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Geistlicher Impuls zum Freitag der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 3. April 2020

Eröffnungsvers des Tages
Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst. Entreiße mich der Hand meiner Feinde und Verfolger. Herr, lass mich nicht scheitern, denn ich rufe zu dir. (Psalm 31 (30), 10.16.18)

Tagesgebet: Vom Tag (MB 131)
Barmherziger Gott, wir haben aus menschlicher Schwachheit gefehlt und können aus eigener Kraft dem Netz der Sünde nicht entrinnen. Komm uns in deiner Güte zu Hilfe und befreie uns von aller Schuld. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Wieder eine Auseinandersetzung um Person und Anspruch Jesu. Und wieder drohen Steingeschosse. Gotteslästerung ist der Vorwurf. Jesus mach sich zu Gott und sei nur ein Mensch. Jesus argumentiert, dass er Gesandter und Sohn des Vaters sei und dessen Auftrag ausführe. Seine Werke, seine Zeichen und Reden bezeugen die Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn. Das Einssein mit dem Vater ist Glaubenshilfe für jeden, der nicht blind ist. Wer sich aber innerlich gegen diese Zeichen sperrt, den können sie auch nicht überzeugen. „Mensch, lass dich los zu deinem Gott hin, und du wirst dich selbst wieder haben“ (Alfred Delp).

Fürbitten aus der Messe
Herr, das Entscheidende an dir, deine tragende Mitte, ist der Vater. Wir bitten ihn durch dich:
– Vater, viele kennen dich nicht, weil ihnen das Menschliche an der Kirche den Blick verstellt. Rühre du sie an. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Vater, viele haben sich von dir abgewandt, weil dein Wille ihnen unbequem ist. Rühre du sie an. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Christus, höre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Christus, höre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Christus, höre uns.
– Vater, lass unsere Verstorbenen in dein Reich gehen, damit sie dort den Lohn für ihre Mühen erlangen. Heute gedenken wir Elisabeth und Günther Pawletta, der Ordensschwester Georgia Pawletta, für die Eheleute Pawletta und David und für Erika Mrohs. Christus, höre uns.
Vater, durch Jesus, deinen Sohn, flehen wir zu dir: Sei du unser Gott. Heute und an allen Tagen bis in Ewigkeit. Amen.

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Geistlicher Impuls zum Donnerstag der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 2. April 2020

Eröffnungsvers des Tages
Christus ist der Mittler des Neuen Bundes; durch seinen Tod erhalten die Berufenen die Verheißung des ewigen Lebens. (vgl. Hebräerbrief 9, 15)

Tagesgebet: Vom Tag (MB 130)
Allmächtiger Gott, erhöre unser Gebet und beschütze uns, denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich. Reinige uns von aller Sünde und hilf uns, in deiner Gnade zu leben, damit wir Erben deiner Verheißung werden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Die Auseinandersetzung des Johannesevangeliums mit den Juden spiegelt weniger die Verhältnisse zur Zeit Jesu, als die Situation zur Zeit seiner Entstehung (zwischen 90 und 100 n.Chr.) wieder. Nach der Zerstörung des Tempels (70) musste das übrig gebliebene Judentum eine neue Identität finden, in deren Mittelpunkt die Thora und die „Überlieferungen der Väter“ standen. Zwischen dieser neu erstarkten jüdischen Gruppe und den Christen spielten sich die theologischen Auseinandersetzungen ab, die ihren Niederschlag im Johannesevangelium gefunden haben. Vor allem stand der Alleinanspruch Jesu, Gottes endgültiger Offenbarer zu sein, dem jüdischen Glauben unversöhnlich gegenüber. Jede Gruppe betonte mehr das Anderssein als die gleichen religiösen Wurzeln. Dadurch kam es zur Verteufelung der „anderen“. Jesus aber ging es nicht um Spaltung, sondern um Befreiung des Menschen zu einem tieferen Ergriffensein von Gott, das allein ihn aus allen anderen Abhängigkeiten lösen könnte. Doch wer nicht hören oder verstehen will, kann sich – weder damals noch heute, weder als Jude noch als Christ – auf die befreiende Botschaft Jesu einlassen.

Fürbitten aus der Messe
Jesus Christus hat sich uns Menschen immer neu offenbart. Zu ihm, dem Sohn Gottes, rufen wir:
– Herr, lass alle, die eine verantwortungsvolle Aufgabe in deiner Kirche übernommen haben, den Glauben an dich lebendig verkünden. Christus, höre uns.
– Herr, lass Juden und Christen immer wieder im Dialog neue Wege aufeinander zugehen, damit deine Worte nicht ungehört bleiben. Christus, höre uns.
– Herr, lass die Politiker aller verfeindeten Nationen immer neu den Weg des Friedens suchen, damit alle Menschen in Frieden leben können. Christus, höre uns.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Christus, höre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Christus, höre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Christus, höre uns.
– Herr, lass alle Notleidenden dieser Tage Menschen mit offenen Händen und Herzen begegnen, damit sie Teil an den Gütern der Erde haben. Christus, höre uns.
– Herr, lass unsere Verstorbenen bei dir in deinem Reich sein, damit sie dort den Lohn für ihre Mühen erlangen. Heute gedenken wir des Jahrgedächtnisses des Heiligen Papstes Johannes Paul II. Christus, höre uns.
Jesus, du bist der Christus, der Gesalbte, der uns zum Leben führt. Dir sei Dank und Ehre in alle Ewigkeit.

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Geistlicher Impuls zum Mittwoch der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 1. April 2020

Eröffnungsvers vom Tag
Du hast mich von meinen Feinden befreit, o Herr, mich über meine Gegner erhoben, dem Mann der Gewalt mich entrissen. (Psalm 18 (17), 49)

Tagesgebet: Vom Tag (MB 129)
Barmherziger Gott, du selber weckst in uns das Verlangen, dir zu dienen. Heilige uns durch Werke der Buße, erleuchte und stärke uns, damit wir treu den Weg deiner Gebote gehen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
In dem Film „Dead man walking“ („Toter Mann kommt“) wird ein junger Mann zum Tode verurteilt, weil er ein schweres Verbrechen begangen hat. Anfangs leugnet er die Tat. Eine Nonne begleitet ihn während der letzten Tage vor seiner Hinrichtung. Sie sagt ihm, er könne von Gott Vergebung erfahren, wenn er seine Tat nicht länger leugnen und bereuen würde. Sie zitiert die Worte aus dem Evangelium: „Die Wahrheit wird dich befreien“. Am Tag seiner Hinrichtung bekennt der bis dahin verhärtete Mann tief erschüttert seine Schuld. Kurz bevor er die tödliche Spritze bekommt, sagte die Nonne zu ihm: „Schau mich an, wenn es so weit ist. Ich will für dich das Gesicht der Liebe sein“. Er schaut die Nonne an, die ihm unter Tränen zulächelt, während er im Todeskampf liegt. Und man spürt, in ihrem Gesicht lächelt ihm Gottes Gnade. Nur ein Film. Aber er vermittelt, was es heißen kann, Schuld anzuerkennen und frei zu werden – für die Wahrheit.

Fürbitten aus der Messe
Gott ist uns in Jesus Christus nahe gekommen. In ihm hat er uns gezeigt, wie stark der Glaube sein kann. So wenden wir uns an ihn.
– Wir wollen beten für alle, die den Glauben leben und teilen: dass sie durch ihre Standfestigkeit Menschen den Weg weisen. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Wir wollen beten für alle, die am Glauben verzweifelt sind: dass sie durch die Botschaft Christi die Zweifel überwinden und so dich neu erkennen. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Wir wollen beten für alle, die auf der Suche nach dem wahren Glauben sind: dass sie durch die Gemeinschaft der Glaubenden Kraft für ihr Leben erhalten. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Wir wollen beten für unsere Gemeinden: dass sie immer neu eine offene Heimat für alle Glaubenden und Orte voller Lebendigkeit sind. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Wir wollen beten für alle Toten: dass sie die Erfüllung ihres Glaubens bei dir in deinem Reich des Friedens finden. Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns.
Du, unser Vater, bist uns nahe und erhörst unsere Anliegen. Dir gebührt immer neu Lob und Ehre in Ewigkeit.

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Geistlicher Impuls zum Dienstag der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 31. März 2020

Eröffnungsvers des Tages
Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn. (Psalm 27 (26), 14)

Tagesgebet: Vom Tag (MB 128)
Gütiger Gott, schenke uns Beharrlichkeit und Ausdauer auf dem Weg deiner Gebote, damit auch in unseren Tagen viele Menschen zu dir finden und deine Kirche dir immer eifriger dient. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Die Gegner Jesu wollen Beweise der Gottessohnschaft Jesu. Aber wie soll man etwas beweisen, was aus dem Bereich logisch und innerweltlich nachprüfbarer Argumente herausfällt? Nur dem Glauben eröffnet sich der Zugang zur Welt Gottes, aus der Jesus kommt. Das achte Kapitel des Johannesevangeliums ist ganz dieser Auseinandersetzung zwischen Jesus und seinen Gegnern gewidmet. In immer neuen Gedanken und Bildern wird versucht, das Wesentliche zu verdeutlichen und den Gegnern Jesu klarzumachen, warum Menschen sich für Christus entschieden haben und an ihn glauben. Das beherrschende Thema im heutigen Abschnitt ist das „Fortgehen“ und die „Erhöhung“ Jesu. Wie wenig ihn die Juden verstehen, zeigt ihre Andeutung von Selbstmordabsichten Jesu – krassester Ausdruck für die Kluft zwischen Jesus und ihnen. Ihre eigentlichen Wurzeln sind in „dieser Welt“. Durch sie wird ihr Wesen und Denken geprägt. Wer aber in dieser Welt bleibt und nicht an Jesus, den „Ort der Selbstoffenbarung Gottes“ (Felix Porsch) glaubt, der wird auch den Vater nicht finden und schließt sich selbst vom Heil aus.
Der Glaube ist nie zweifelsfrei. Glaube hat immer auch mit „Glaubensnot“ zu tun. Glauben – „Aushalten des Schweigens Gottes; das scheinbare „Schrumpfen“, seine Verdichtung … die dauernde Auferstehung des Glaubens aus dem Grab des Unglaubens“ (Karl Rahner). Den Glauben „haben“ wir nicht ein für alle Mal. Er muss errungen werden, Tag für Tag.

Fürbitten aus der Messe
Gott ist ein gütiger Vater. Er lässt uns nicht im Stich und hört uns an, wenn wir ihn bitten. So rufen wir zu ihm:
– Für die Kirche. Schenke allen Christinnen und Christen die Kraft, ihre Gemeinde als dein Volk zu gestalten und aufzubauen. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Frauen und Männer in der Politik. Schenke ihnen und den Regierungen deinen Geist, der sie leitet. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für unsere Gemeinde. Bewahre sie vor Verbrechen und Unheil. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Einsamen und Fremden in unserer Nachbarschaft. Sende ihnen Menschen, die Gemeinschaft mit ihnen suchen. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für alle, die deinen Namen nicht kennen. Führe sie zur Erkenntnis und zum ewigen Leben. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für unsere Verstorbenen: Rufe sie hinaus in das Leben, das niemals endet. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
Guter Gott, dir sei Ehre und Lob und Herrlichkeit in Ewigkeit.

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Geistlicher Impuls zum Montag der 5. Fastenwoche

Posted by michaelcziba - 30. März 2020

Eröffnungsvers des Tages
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach; meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag. (Ps 56 (55), 2)

Tagesgebet: Vom Tag (MB 127)
Barmherziger Gott, in deinem Sohn hast du uns die Fülle des Segens geschenkt. Gib uns Kraft, unsere sündhaften Gewohnheiten abzulegen und in der neuen Wirklichkeit zu leben, damit einst die Herrlichkeit deines Reiches an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Wie Jesus den Konflikt um die Ehebrecherin und die sie zum Tod verurteilenden Männer auflöst, ist eine der beeindruckendsten Szenen, die uns von ihm überliefert ist. Man will Jesus auf die Probe oder besser: eine Falle stellen. Verhält er sich dem mosaischen Gesetz entsprechend, das bei Ehebruch die Steinigung vorsieht, dann straft er seine Menschlichkeit Lügen. Hält er sich aber nicht an dieses Gesetz, so bricht er mit den Grundlagen der jüdischen Religion. Die Männer, die sich als Richter aufspielen und sich zunächst keiner Schuld bewusst sind, treten durch die Reaktion Jesu aus ihrer moralischen Selbstsicherheit heraus und lernen, in sich selbst hineinzuschauen statt zu verurteilen. Jesu Verhalten macht deutlich: Keiner ist ohne Schuld. Deshalb sollte sich jeder davor hüten, die Schuld eines anderen in den Blick zu nehmen und die eigenen Fehler zu verdrängen. Wenn wir für uns Barmherzigkeit erbitten, die wir so notwendig brauchen, dürfen wir sie anderen nicht verweigern. – Die Frau aber kann noch einmal neu beginnen.

Fürbitten aus der Messe
Jesus Christus ist die Auferstehung und das Leben. Zu ihm rufen wir:
– Für die Kirche: Stärke sie in ihrem Einsatz für das Recht eines jeden Menschen auf selbst bestimmtes Leben. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns!
– Für die Alten und die Jungen in unserem Land: Lass sie sich gegenseitig helfen und voneinander lernen. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns!
– Für alle, die um einen lieben Menschen trauern: Stärke ihre Hoffnung auf die Auferstehung. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns!
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für uns als Gemeinde: Halte den Glauben an dich, den Menschensohn, in uns lebendig. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns!
– Für unsere Verstorbenen: Rufe sie hinaus in das Leben, das niemals endet. Christus, unser Leben: Wir bitten dich, erhöre uns!
Gott, du bist der Urheber alles Guten. In dir dürfen wir leben, schon jetzt und bis in Ewigkeit.

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Gebet für den 5. Fastensonntag zum Thema: Dienst am Nächsten

Posted by michaelcziba - 29. März 2020

AGL 774,6 von 1975
L: So spricht der Herr: Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln Unschuldiger zu lösen; jedes Joch zu zerbrechen, den Hungrigen dein Brot zu geben, die Armen aufzunehmen, die keine Wohnung haben; wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und deinen Bruder nicht im Stich zu lassen. (Jes 58,6-7)
V: Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben;
A: ich war durstig, / und ihr habt mir zu trinken gegeben;
V: ich war obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
A: ich war nackt, / und ihr habt mich bekleidet;
V: ich war krank, und ihr habt mich besucht;
A: ich war im Gefängnis, / und ihr seid zu mir gekommen.
V: Das ist ein Fasten, wie Gott es liebt.
A: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, / das habt ihr für mich getan.
L: Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Taten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Körper braucht – was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn ihm keine Taten folgen. (Jak 2,14a.15-17)
V: Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
A: ich war durstig, / und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
V: ich war obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen;
A: ich war nackt, / und ihr habt mich nicht bekleidet;
V: ich war krank, und ihr habt mich nicht besucht;
A: ich war im Gefängnis, / und ihr seid nicht zu mir gekommen.
L: Gib dem Hungrigen dein Brot und mach den Darbenden satt! Dann geht in der Finsternis dein Licht auf. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer nie versiegenden Quelle. Du baust die uralten Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern stellst du wieder her. (Jes 58,10-12)
A: Wenn wir unser Antlitz von keinem Armen wenden, / dann wirst auch du, o Gott, das Antlitz von uns nicht abwenden.
STILLE
V: Wir begleiten die Gaben, die wir geben, mit unserer Fürbitte für die Menschen, die in Armut und Unwissenheit leben. Wir beten für die Völker in Lateinamerika, Afrika, Asien und Ozeanien:
A: Herr, befreie sie von Hunger, Krankheit und Krieg.
V: Für die Machthaber und die Reichen in den Ländern der Dritten Welt:
A: Herr, gib ihnen Einsicht in das, was dem Wohl ihrer Völker dient.
V: Für die reichen Völker:
A: Herr, lass sie großzügig und klug helfen.
V: Für unsere Entwicklungshelfer:
A: Herr, mache sie zu Boten des Friedens / und zu Kündern der frohen Botschaft.
V: Für uns selbst:
A: Herr, lass uns durch unsere Gaben beitragen zum Frieden / und zum Heil der Welt.
V: Vater im Himmel, segne die Menschheit; die du erschaffen hast. Führe sie zum Heil durch Christus, unsern Herrn.
A: Amen.

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Geistlicher Impuls zum Fünften Fastensonntag im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 29. März 2020

Eröffnungsvers des Tages
Verschaff mir Recht, O Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen, denn du bist mein starker Gott. (Ps 43 (42), 1-2)

Tagesgebet (MB 123)
Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Impuls zum Evangelium
Liebe Schwestern und Brüder!
Die Auferweckung des Lazarus ist das größte und letzte Zeichen im Johannesevangelium, das Jesus als Herrn über Leben und Tod offenbart. Lazarus Erweckung hat mit uns zu tun. Denn Jesu Worte „Komm heraus“ fordern uns auf, unser Leben nicht verkümmern zu lassen. Und sie ermutigen uns, unser Leben zu gestalten und nach den eigenen Lebensmöglichkeiten zu suchen. Auferweckung wird erfahrbar, wo wir uns aus Fesseln befreien, aus Gräbern der Vergangenheit heraustreten und einen Schritt auf ein Plus an Lebendigkeit zugehen. Dort, wo wir lebendig sind, im Schmerz und im Glück, begegnet uns Jesus, und sein Zuspruch ist keine Vertröstung auf ein Jenseits, sondern gegenwärtige Wirklichkeit: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben“.

Fürbitten aus der Messe
Herr und Schöpfer unseres Lebens, zu dir kommen wir mit unseren Bitten, Anliegen, Sorgen und Nöten:
– Es gibt Situationen, da fühlen wir uns hilflos und ohnmächtig. Herr, schenke uns dann deine heilende Gegenwart. Herr, erbarme dich.
– Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die können wir nicht ungeschehen machen. Herr, öffne die verschlossenen Gräber in uns, so dass durch deine Gegenwart wieder Mut und Zuversicht in unser Leben einzieht. Herr, erbarme dich.
– Schenke den Ängstlichen dieser Tage deine Kraft und deinen Geist, damit Angst in Hoffnung verwandelt wird. Herr, erbarme dich.
– Beten wir besonders für alle Frauen und Männer, die sich während der aktuellen Corona-Pandemie mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; Segne, stärke und beschütze sie und erfülle ihre Herzen mit unerschütterlichem Glauben an deinen Beistand, mit Hoffnung auf deine Hilfe und mit Liebe zu dir und den Nächsten.
– Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Menschen, die Tag für Tag für das Leben in unserem Land im Einsatz sind – in den Lebensmittelgeschäften, bei der Logistik und an den vielen anderen Orten und in den vielen Berufen, die für unser tägliches Leben wichtig sind: Schenke Ihnen Kraft, Ausdauer und Gesundheit und Menschen, die Ihnen ihren Dank auch zeigen.
– Es gibt Glaubenserfahrungen, die nicht erklärbar sind, aber dennoch viel in uns bewirken. Herr, halte sie in uns wach und lebendig, so dass sie uns zu einer tiefen Verbundenheit mit dir führen. Herr, erbarme dich.
– Es gibt Menschen, die von uns gegangen sind, deren Verlust uns mit Trauer erfüllt. In den Augen der Welt sind sie tot. Doch im Glauben wissen wir: Wer an dich glaubt, ist niemals verloren. Herr, nehme unsere Verstorbenen auf in dein Reich. Wir beten heute besonders in den Intentionen der ausgefallenen Messen: Wir beten für die Eheleute Katharina und Josef Opladen und ihre verstorbenen Kinder; wir beten für die verstorbenen Eheleute Gertrud und Wilhelm Paffrath und Sohn Oswald. Herr, erbarme dich.
Dein Sohn Jesus Christus hat uns ein Leben in Fülle verheißen. Deshalb machen wir uns trotz Fehlversuchen und Rückschlägen immer wieder neu auf den Weg zu dir. Danke, dass du uns in deiner Liebe unterstützt entgegenkommst.

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