Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Gedanken’ Category

Geistlicher Impuls zum Zweiten Fastensonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 24. Februar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Noch einmal voller Glanz. Noch einmal ganz großes Kino auf dem Berg. Es strahlt ein Licht, das viel mehr ist als alle Lichter auf Erden. Das Licht Gottes, ein Himmelslicht. Alle, die dabei sind, spüren, was hier Einmaliges geschieht. Und möchten bleiben. Am liebsten für immer. Die Jünger wollen Hütten bauen, weil sie ahnen: So schön kann’s nie mehr werden. Hier wollen wir bleiben, hier ist Gott nahe. Dabei übersehen sie, dass Gott sein Licht nicht einfach so schenkt, sondern ein Ziel hat. Das Ziel heißt: Auf den sollt ihr hören. Ihr sollt nicht auf der Welt hören, sondern auf den Sohn. Der volle Glanz des Himmels ist kein Selbstzweck. Gott beleuchtet nicht sich selbst. Er leuchtet für die dunklen Zeiten. Bald nach dem Berg kommt ja die Passion, das Leiden, der Spott und der Hohn auf Gottes Sohn. Auch dann gilt: Auf den sollt ihr hören. Wenn er vor Pontius und Pilatus steht und tapfer sagt: Mein reich ist nicht von dieser Welt. Dann gilt es, sich an den Glanz des Berges zu erinnern und die Wahrheit zu erkennen. Gott strahlt nicht immer. Aber auch, wenn er nicht strahlt oder sehr ferne scheint, leuchtet er. Jesus wusste, dass nichts ohne Gottes Willen geschieht. Selbst dann nicht, wenn er Gottes Willen nicht versteht. Dann fügt er sich und sagt: Dein Wille geschehe. In diesen Worten leuchtet Gott. Auch in der Finsternis.

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Geistlicher Impuls zum Aschermittwoch

Posted by michaelcziba - 17. Februar 2021

Aschermittwoch – 17.Februar
Liebe Schwestern und Brüder!
Am Beginn der Fastenzeit hören wir Jahr für Jahr die ungeheuerlichen Sätze: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“, und „Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht“.
Für uns! Darauf kommt es an! Ein Unschuldiger musste unsere Schuld auf sich nehmen, damit wir vor Gott als gerecht da stehen. Durch den Tod dieses Unschuldigen hat Gott uns seine Versöhnung angeboten, damit die Welt nicht an ihrer eigenen Unversöhnlichkeit zugrunde geht. Wer mit sich und Gott unversöhnt ist, ist sich selber nicht gut. Wer sich selber nicht gut ist, schadet sich und seiner Umgebung. Das Zeichen der Versöhnung mit Gott ist das Kreuz. Seinen Tod für uns Ernstzunehmen als den schmerzlichsten Ausdruck der göttlichen Liebe, das ist der erste Schritt zur Versöhnung mit ihm, die immer dort wirksam wird, wo wir aufhören, Leiden zu produzieren und anfangen, Wunden zu heilen.

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Geistlicher Impuls zum Ersten Fastensonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 17. Februar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Das Evangelium des Ersten Fastensonntages ist knapp, prägnant, auf den Punkt gebracht, kein Wort zu viel. Es ist so ohne alles Drumherum, dass einem beinahe die Luft wegbleibt. Vielleicht ist es der typische Stil des Markusevangeliums, vielleicht ist es aber auch der Geschmack der beginnenden Fastenzeit, die uns zur Kargheit und zu einer wunderbaren Konzentration auf das Wesentliche einlädt. Das Evangelium bringt in seiner Kürze mehrere zentrale Aussagen über Jesus: Er steht in der Tradition der Propheten; in diesem Fall beinahe in unmittelbarer Nachfolge von Johannes dem Täufer, dem radikalen Gottsucher. Er war ganz Mensch und kannte und kannte Trockenheit, Dürre und Versuchung. Er leitet mit der sich erfüllenden Zeit eine neue Ära ein und weist mit seinem ganzen Leben auf Gottes neue Welt, auf das Reich Gottes hin. Und das Evangelium sagt auch etwas über uns, zu uns, die wir uns in dieser Fastenzeit wieder neu auf Jesus Christus hin ausrichten wollen: Kehrt um, das heißt, wandelt euch, denkt nicht zu klein und geht über eure bisherigen engen Grenzen hinaus, traut euch und dem Leben und Gott Größeres zu. Glaubt an das Evangelium; glaubt also – endlich -, dass Gott wirklich das gute, gerechte und erfüllte Leben für euch und für alle Menschen will. Das ist die Einladung dieser Fastenzeit.

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Geistlicher Impuls zum 6. Sonntag im Jahreskreis B

Posted by michaelcziba - 10. Februar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Ein Aussätziger kam zu Jesus, schreibt Markus. Kurz und bündig – wie selbstverständlich. Doch wie Angst einflößend und ekelerregend der Anblick dieser Kranken für viele Menschen damals war, das können wir uns heute wohl kaum noch vorstellen. Mit denen wollte keiner zu tun haben, alle Gesunden hielten möglichst weiten Abstand. Die meisten der „Ausgesetzten“ würden nie mehr in die menschliche Gemeinschaft aufgenommen werden. Und so einer wird der erste Missionar! Jesus kommt dieser beschädigten Gestalt so nahe, dass der rein wird: heil und wieder Mensch. Darüber kann der Geheilte nicht schweigen. Er verkündet den Heiland überall dort, wo Menschen auf so eine Botschaft nur gewartet haben. Jeder Mensch ist eine Mission, erinnert Papst Franziskus. Egal wie unansehnlich, beschädigt und vereinsamt wir auch sein mögen – Gott liebt uns und kommt uns ganz nahe. Und diese Geschichte sollen wir verbreiten, weil so viele darauf warten.

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Geistlicher Impuls zum 5. Sonntag im Jahreskreis B

Posted by michaelcziba - 3. Februar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Jesus heilt viel und betet viel. Davon spricht das Markusevangelium immer wieder. Das gehört gewissermaßen zusammen, jedenfalls bei Jesus, der ja ohne jede medizinische Kenntnis heilt. Heilen ist mehr als gesund zu machen. Heil zu machen ist einen Frieden herzustellen zwischen dem Kranken, seiner Krankheit, den ihn umgebenen Menschen und Gott. Heilen heißt, einen Menschen mit allem zu versöhnen, was ihn umgibt. Dazu war Jesus in der Lage. Manchmal macht er einen Kranken gesund: und die vergessen dann sogar, ihm zu danken. Viel öfter noch wird er Kranke heil gemacht haben, sie also versöhnt haben mit Gott und der Welt. Das ist das wirkliche Wunder, das möglich ist, aber nicht sehr oft geschieht.
Mit alldem aber will Markus aber noch etwas anderes erzählen. Er will, dass alle Welt ein Geheimnis sieht und dennoch nicht ausspricht: Jesus ist der Messias, der Gesalbte Gottes. Natürlich sieht man das, wenn man Jesus heilen sieht. Er ist einzigartig. Reden soll man davon aber nicht, Jesus verbietet es mehrfach im Markusevangelium. Warum tut er das? Weil die wahre Gottessohnschaft erst durch die Auferweckung enthüllt wird. Weil alles, was Jesus sagt und tut, vorläufig und angreifbar ist vor seiner Auferweckung. Noch könnte ein wilder Zauberer am Werk sein. Noch fehlt die Bestätigung Gottes. Die kommt Ostern. Und dann unverwechselbar: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

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Geistlicher Impuls zum 4. Sonntag im Jahreskreis B

Posted by michaelcziba - 27. Januar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Die Geschichte der jüdischen Synagoge (ihre Entstehung und Entwicklung) ist ungemein spannend. Wann und wo sie entstanden sind, ist in der Forschung höchst umstritten. Nicht wenige Exegeten meinen, dass das, was das Markusevangelium als Synagoge bezeichnet, wenig mit dem zu tun hat, was wir heute unter einer Synagoge verstehen. Weil zur Zeit Jesu das religiöse, kultische Leben auf den Tempel in Jerusalem konzentriert war. Wohin Jesus in Kafarnaum gegangen ist, war wohl eher ein allgemeiner Versammlungsraum nicht nur der religiösen, sondern auch der politischen Gemeinde. Und dort lehrt Jesus mit Vollmacht. Nicht in den engen Grenzen von Religion und Kult, sondern offen vor allen Augen und Ohren. Dass Religion auf den religiösen Bereich oder gar auf das Privatleben zu beschränken sei, war den Menschen damals völlig fremd. Kann es heute sein, dass nicht wenige Religion aus dem öffentlichen Leben verbannen möchten, weil sie eine „Lehre mit Vollmacht“ befürchten, die Sand ins gut laufende Getriebe von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft streuen könnte? Und wie gehe ich selbst damit um? Beschränke ich Jesu Worte auf mein religiöses Leben oder lasse ich auch den Alltag von ihnen prägen?
Ich persönlich glaube, diese strikte Trennung, die ja auch im grundgesetzt verankert ist, funktioniert nicht. Wenn ich als Christ*In Jesu Worte ernst nehme, kennt seine Vollmacht keine Grenzen.

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Geistlicher Impuls zum 3. Sonntag im Jahreskreis

Posted by michaelcziba - 20. Januar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Keine Zeit! Diese Antwort kennen wir alle. Und wir geben sie alle. Keine Zeit, das heißt: Dafür habe ich keine Zeit. Keine Zeit für Tabeas begeisterten Bericht vom Schullandheim. Keine Zeit, um mit Salome das neue Bilderbuch anzuschauen. Keine Zeit für das Gespräch mit der Nachbarin. Keine Zeit, auszuschlafen. Ich brauche meine Zeit für etwas, das – mir? – wichtiger ist. Was Paulus schreibt, klingt ganz ähnlich: Die Zeit ist zusammengedrängt, die Zeit ist verdichtet. Und doch ist damit etwas ganz anderes gesagt. Die Zeitverdichtung, von der der Apostel spricht, ist mehr als Zeitverknappung. Die verdichtete Zeit wird kostbar wie ein hochkarätiger Diamant. Dass wir Geschöpfe sind, dass unsere Zeit geschenkte Zeit ist – das Warten auf das Kommen Christi lässt uns eben dies in höchster Dramatik spüren. Die Zeit, die uns gegeben ist, sollten wir nicht verwässern. Unsere umtriebigen Wichtigkeits- und Alarmstufen werten die Zeit nicht auf, sondern ab. Ebenso wenig geht es darum, tote Zeit totzuschlagen. Freude und Leid, Liebe und Ehe und der rechte Weltgenuss – für all das ist Zeit. Aber alles ist verwandelt – weil unsere Zeit Gottes Zeit ist.

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Geistlicher Impuls zum 2. Sonntag im Jahreskreis

Posted by michaelcziba - 13. Januar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
„Schnelllebig“ nennt man unsere Zeit gemeinhin, obwohl wir durch Corona seit letztem Jahr doch stark ausgebremst werden. „Flexibilität“ verlangt der Arbeitsmarkt, die Schule, die Familie in diesen Zeiten stärker als gewohnt. Nicht nur Arbeitsverträge, auch enge menschliche Beziehungen stehen unter besonderer Herausforderung. Früher hat man gerne von der neuen „Befristung“ von BEziheugen gesprochen, heutzutage sind wir eher froh überhaupt in der Quarantäne noch Beziehungen zu haben.
Im religiösen Bereich kennt man das Phänomen der „Patchwork-Religion“: Man bastelt sich aus religiösen oder psychologischen Flicken die eigene, rasch erneuerbare Glaubenswelt zusammen. Ein Schlüsselwort des Johannesevangeliums aber ist das Wort „bleiben“. Auch in den heutigen Text hat Johannes das Wörtchen eingeschmuggelt. Jesus fordert die fragenden Jünger auf: „Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm.“ Wir Menschen sind nicht wie Pflanzen im Erdboden verwurzelt. Menschen sind Wesen mit der Fähigkeit, sich frei zu bewegen. Ja und Nein zu sagen. Das johanneische „Bleiben“ setzt Jesu „Komm und seht!“ voraus: die Einladung, Neues kennen zu lernen, es zu prüfen und schließlich verbindliche Entscheidungen zu treffen. Diese Fähigkeit gilt es zu fördern und zu entfalten. Jesus handelt so. Er sieht keinen Grund, die Suchbewegung der Johannesjünger zu hemmen oder zu verdammen. Nur freie Menschen sind in der Lage, nicht nur zu gehen, sondern auch zu bleiben. Nur frei Menschen können verzichten, damit andere leben und leben können.

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Geistlicher Impuls zum Fest der Taufe des Herrn

Posted by michaelcziba - 6. Januar 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Man muss sich noch einmal die Bedeutung der Taufe des Johannes vor Augen führen, um die Ungeheuerlichkeit der Taufe Jesu zu verstehen. Johannes hatte zur Vergebung der Sünden und zur Umkehr getauft. Und jetzt reiht sich Jesus unter die Menschen, die von Johannes getauft werden möchten. Das ist mehr als eine Geste. Das ist Ausdruck der menschlichen Natur Jesu, der wusste, dass auch er als Mensch der Umkehr bedürftig ist. Vielleicht zeigt sich hier auch die Unsicherheit Jesu über seinen weiteren Lebensweg. Er ist sich seiner Person (noch) nicht sicher, wie auch als Mensch, der sein Menschsein ernst nimmt und sich nicht gottgleich fühlt. Mit Worten aus Psalm 2 bezeugt Gott die Sohnschaft Jesu. Deshalb zählt die Taufe Jesu – wie das Fest der Erscheinung des Herrn und das erste Wunder Jesu bei der Hochzeit zu Kana – zu den Epiphanien, zu den Erscheinungen Gottes. Gott erscheint unter den Menschen – als Mensch, der ganz und gar Mensch ist. Und was ist mit unserer Taufe? Wenn wir kleine Kinder taufen, dann nicht zur Umkehr, nicht zur Vergebung der Sünden, sondern weil wir sie Gott anvertrauen, damit in unserer Menschlichkeit ein Funke Göttlichkeit entzündet wird.

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Menschen in Not caritativ zu helfen

Posted by Florian Seiffert - 1. Januar 2021

Monika Lutz schreibt:

Liebe Gemeindemitglieder,

die Adventszeit und das Weihnachtsfest ist für viele von uns immer wieder eine Herausforderung, für manche auch eine Überforderung-in menschlicher und in finanzieller Hinsicht.

Gerade in dieser Corona geprägten Zeit sind manche an ihre Grenzen gekommen. Vieles vertraute und scheinbar Wichtige war nicht möglich. Da war und ist man auf sich selbst geworfen und auf die Frage: was macht das Weihnachtsfest eigentlich für mich aus?

Geblieben ist für viele auch bei uns die schmerzvolle Erfahrung von Not und Ausgrenzung. Und das gilt auch in diesem Jahr nicht nur für die Geschenke unterm Tannenbaum, sondern auch für das Notwendige zur Ernährung und zum Leben.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die in den letzten Wochen und Monaten, gerade auch unter den erschwerten Coronabedingungen, wieder unermüdlich im Einsatz waren und sind, um Menschen in Not caritativ zu helfen und zur Seite zu stehen-sei es durch Spenden, im Stadtteilbüro, der Lebensmittelausgabe, der Kleiderkammer, in den Büros und bei all den Einzelkontakten in unserem Pfarrverband-wenn es nicht anders geht auch auf der Strasse! Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst am Mitmenschen, der oft sehr diskret stattfindet.

Deshalb auf diesem Weg meinen ganz herzlichen DANK an alle Caritashelferinnen und Caritashelfer und SpenderInnen in unserem Pfarrverband für Ihren unermüdlichen Einsatz verbunden mit dem Wunsch für ein gutes Jahr 2021 mit Gottes Segen für jeden von uns in unserer Pfarreien-gemeinschaft!

Ihnen Allen herzlichen DANK!

M. Lutz, Pastoralreferentin und Caritasbeauftragte

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