Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Gedanken’ Category

Wellness auf dem Friedhof

Posted by Florian Seiffert - 8. März 2016

Nach meinem Aufruf in KREUZundQUER gibt es den ersten Beitrag!
Dorothea Rettig mailt:

Wellness auf dem Friedhof

Jede Woche gehe ich an meinem Freien Tag auf den Friedhof. Hier liegen liebe Menschen, die ich verloren habe.
Am Anfang ging ich wegen der regelmäßigen Grabpflege hin. Mittlerweile ist der Friedhofbesuch meine persönliche Wellness-Zeit, die ich mir gern gönne:
Eigentlich ist der Friedhof ein Park, der zu jeder Jahreszeit seine Reize hat. Ich genieße die Natur, die wunderschöne uralte Blutbuche, die ich so gern auf ein Foto bannen würde – was mir seit Jahren nicht gelingt – weil sie zu groß ist und nicht frei genug steht. Die Eichhörnchen, die auf dem Baumstamm neben dem Grab Nachlaufen spielen. Das Veilchen am Stamm des „Hausbaums“ meiner Eltern, das jedes Jahr wieder hier blüht. Die Akelei, die im Sommer in den Grünstreifen an der Trauerhalle wächst, weil meine Mutter das überschüssige Saatgut auf dem Friedhof verteilte. Die verwunschenen Stellen im Schatten, wo das Unkraut alte Gräber überwuchert hat. Das Vogelgezwitscher und die gedämpften Laute vom Leben drum herum.
Ich liebe das Zwiegespräch mit den Toten. Hier kann ich meine Sorgen loswerden, ohne sie formulieren zu müssen. Ich kann bitten, auf die „neuen“ im Himmel aufzupassen. Oder auch auf die auf der Welt Gebliebenen, die es besonders nötig haben.
Manchmal gehe ich Umwege zu den Gräbern, um Grabsteine zu studieren oder eine neue Ecke zu entdecken. Die Ruhe um mich herum entspannt mich.
Gern zücke ich mein Handy, um einen schönen Anblick für mich festzuhalten. Aber wieso eigentlich nur für mich?

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Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Posted by Florian Seiffert - 3. Januar 2016

Ich war heute in der ‘Basiliek van Onze-Lieve-Vrouw-Tenhemelopneming’ (Liebfrauenbasilika) in Maastricht. Da fand ich dieses Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”. Ich fand es beeindruckend und möchte es an Euch weitergeben:

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

Gebet zur Lieben Frau „Stern des Meeres”

O Maria, „Stern des Meeres”, sieh mich hier niederknien vor Deinem
Gnadenthron, wo schon Unzählige, die Dein Mutterherz lieben, die
grössten Wohltaten durch Deine Vermittlung erhalten haben; wo Du für
die Betrübten Trost, für die Notleidenden Hilfe, für die Kranken
Heilung, für die Sünder Vergebung erwirbst.

Liebste Mutter, ich komme jetzt zu Dir mit der grössten
Zuversicht. Die zahlreichen Wunder, die hier auf Deine Fürbitte
geschehen sind, erfüllen mich, elenden Sünder, mit der süssesten
Hoffnung, dass Du, Mutter der Barmherzigkeit, auch mein Gebet erhören
wirst. Ja. ich bitte und flehe Dich, o süsseste Mutter, gnadenreieher
„Stern des Meeres”, lass mich von hier nicht weggehen, ohne erhört zu
sein. Du kannst mir helfen, Du bist ja die mächtigste nächst Gott; Du
willst mir helfen, da Du so voller Liebe für all Deine Kinder
bist. Gedenke, barmherzigste Jungfrau, dass man niemals gehört hat,
dass jemand, der vertrauensvoll seine Zuflucht zu Dir nahm, von Dir
verlassen worden ist; sollte ich dann der (die) erste Unglückliche
sein, den (die) Du von Dir weggehen liessest, ohne erhört zu sein?
Nein, nein, gute Mutter, an diesem heiligen Ort wirst Du durch Deine
allmächtige Fürbitte mir Hilfe in meiner Not und Trost in meinem
Leiden erwerben. Amen.

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Im Anfang war das Wort

Posted by Florian Seiffert - 1. Dezember 2015

Pfarrer Michael Cziba mailt das Geistliches Wort zu Weihnachten 2015:

Das eigentliche Evangelium des Weihnachtsfestes ist der Prolog aus dem Johannesevangelium und Beginn mit „Im Anfang war das Wort …“ (Johannes 1,1). Durch Goethes Faust ist diese erste Zeile des Johannesevangeliums sogar klassisch geworden – aber es bleibt trotz dieser Tatsache die Schwierigkeit, sie in eine Sinnvolle Übersetzung zu bringen: „Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?“, fragt Faust, als er diesem biblischen Text in die Deutsche Sprache übersetzen will. Die Einheitsübersetzung, die das griechische „Logos“ mit „Wort“ wiedergibt, entspricht zwar der christlichen Überzeugung, dass allein Gottes Wort Menschen zum Heil führen kann, aber Goethe hält zu Recht fest, dass der griechische Begriff weit mehr meint als ein sprachliches Element und die Übersetzung „Wort“ zu kurz greift. Der „Logos“ ist in der antiken Philosophie der Inbegriff der sich in der Welt entfaltenden göttlichen Weisheit, die alle Logik und Liebe verbindet und dem Weltwerden seine Richtung gibt. „Im Anfang war der Sinn!“, probiert es deshalb Goethes Faust, um sich dann erneut skeptisch zu fragen: „Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?“
Das Neue Testament identifiziert diesen Inbegriff der göttlichen Vernunft in der Welt mit Jesus. Deswegen hat der Johannesprolog seinen festen Sitz unter den Lesungen am Weihnachtsfest, trotz aller Schwierigkeit ihn zu verstehen. Dieses Kind, das in Bethlehem in der Krippe liegt, ist gemeint, wenn es im Johannesevangelium heißt: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ (Johannes 1,14). Aus diesem Grunde ist bei Goethe die faustische Übersetzungsaufgabe für den Johannesprolog ganz im Licht der Weihnachtsbotschaft zu sehen und von ihr erfüllt: Alles, was sich über Gottes Willen mit und in der Welt sagen lässt, wird in Bethlehem anschaulich. Die Schutzbedürftigkeit und Liebe des kleinen Kindes weist einen Weg des Friedens und der Feindesliebe, der Maßstab wird für alles, was Sinn und Vernunft, Kraft und Liebe beansprucht. Christi Tod am Kreuz zeigt schließlich Gottes Solidarität mit der leidenden Kreatur ist Richtschnur für alles, was dem Leben eines Christen, ja überhaupt eines Menschen Orientierung geben will. Diese Botschaft ist im zu Ende gehenden, weltweit so unfriedlichen Jahr 2015 mit Millionen Flüchtlingen hochaktuell: Im Anfang war … das göttliche Kind und seine Botschaft des Friedens und der Achtsamkeit, ein Wille zum Leben, das sich in einfühlender Liebe entfaltet. Hier lässt sich Gottes Wille mit seiner Welt erkennen. Die Hirten waren Zeugen. Die zahllosen Menschen, denen Jesus begegnet ist waren Zeugen und heute sollen wir Zeugen sein. Hat das Wort Gottes wirklich in uns einen Sitz? Eine Frage, die wir uns jedes Jahr Weihnachten stellen müssen. Ich wünsche uns allen, dass durch die Kraft der Menschwerdung unser Leben mehr durch ein Miteinander und durch Respekt geprägt wird.

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Hermann Gottfried? Gut gemacht!

Posted by Florian Seiffert - 11. Mai 2015

Der Maler Hermann Gottfried ist gestorben!

Apsis St.Hubertus Köln Flittard

Apsis St.Hubertus Köln Flittard


In der Kirchenzeitung lese ich, dass der Glasmaler und Künstler Hermann Gottfried vor einiger Zeit gestorben ist. In der Wikipedia finde ich, das Todesdatum: 02.04.2015. RIP.

Hermann Gottfried hat 1976/77 meine Kirche St.Hubertus mit großflächigen Wandmalereien und Glasfenstern neu gestaltet. Ich erinnere mich, dass das im Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV) eine wilde Debatte seinerzeit war. Meine Mutter war damals im PGR und berichtet (meist kopfschüttelnd).
Dann irgendwann 1977 war es soweit und die heiligen Messen wurden aus dem Pfarrheim wieder in die Kirche verlegt. Sehr stolz präsentierte Pfarrer Fritz Frank die neue Ausmalung, die er theologisch gestaltet hatte. Auch den “heiligen Fritz” ließ er in der Apsis rechts verewigen.
Tja und dann kam die Enttäuschung für ihn. Man hörte nur Kritik: Die Augen, die dunkel gestaltet sind und ’nach innen sehen’, seien Totenköpfe und überhaupt … Es wurde (vielleicht wie es Hubertaner gerne tun?) praktisch nur geschimpft. Ich hörte niemanden, der mal sagt: “Interessant!”, “Wunderbar!” oder “mir gefällt das!”.
Ich war etwas verwundert und bin es bis heute. Mir gefällt diese Ausmalung. Ich schaue gerne auf diese Figuren mit den ausdrucksstarken Augen, die direkt in mich hineinblicken. Der Jesus hoch in der Apsis ist für mich ganz wunderbar. Ich schaue ihn sehr gerne an, wenn ich bete. Er hat mir sogar schon zugekniept. Ich bin ganz sicher!
Mir hat auch Fritz immer leid getan. Ich bin sicher, dass viel von seinem Herzblut an dieser Ausmalung und Gestaltung hängt. Und da ist doch schwer, wenn die laute Mehrheit das Werk ablehnt und man die stille Minderheit vielleicht nicht hört.

Auch an anderen Stellen bin ich bei einer Radtour oder in Jerusalem (Dormitioabtei) auf Kunst von Maler Gottfried gestoßen. Jedesmal sagte einer: Könnt ihr haben, nehmt es mit. Uns gefällt es nicht …

Ich glaube und hoffe, dass Hermann Gottfried jetzt im Himmel in das Herz des ein oder anderen Menschen sehen darf und da geschrieben findet:
Hermann Gottfried? Gut gemacht!

Florian Seiffert

Siehe auch:

  • Die

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Der Heilige Geist verhilft zur Erkenntnis

Posted by Florian Seiffert - 28. April 2015

Pfarrer Michael Cziba mailt den “Geistlichen Impuls Pfarrkontakte 2-2015”:

Das Menschheitswissen hat sich in den vergangenen vierzig Jahren verdreifacht. Neue Erfindungen erfolgen in immer kürzeren Abständen. Wenn jemand heute ein neues Betriebssystem für Computer erfindet, ist unser jetziger PC sehr schnell nur noch Müll. Alle sechs Monaten wird uns durch neue Worte eingeredet, dass die genutzten Handys oder der genutzte PC veraltet sind und wir neue kaufen müssen um aktuell zu sein. Diese rasante Entwicklung führt dazu, dass die Macher und Werbeleute das Sagen haben und die Entwickler stark unter Druck stehen und immer neues auf den Markt bringen müssen und die Denker von früher bloß noch nachdenken können. Wir sind versucht, auch unsere Lebensfragen vor allem mit Wissenschaft und Technik zu lösen. Da ist es kein Wunder, dass der religiöse Glaube vielen Menschen als eine Art Wissensersatz erscheint. Zum Beispiel: Für Aussagen über das menschliche Leben sind die Wissenschaften zuständig: die Biologie, die Medizin, die Physik, die Chemie. Was nach dem Tod kommt, lässt sich nicht nachprüfen. Also kann man es nicht wissen, sondern lediglich Vermutungen darüber anstellen. Man glaubt dann eben an die Existenz Gottes, an ein Leben nach dem Tod, an eine Auferstehung – oder auch nicht. Aber ist es nicht so, dass trotz allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in unserem praktischen Alltag eher eine untergeordnete Bedeutung spielen? Die meisten Lebensvollzüge spielen sich außerhalb der mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnis ab. Ein Geologe, der einen Stein untersucht, kann dessen Gewicht und Alter, seine Herkunft und seine chemische Zusammensetzung feststellen. Aber wenn ich ihn frage, warum es besser sei, diesen Stein als Bücherstütze zu benutzen, statt jemandem damit den Schädel einzuschlagen, so betrifft ihn diese Frage in seiner Eigenschaft als Forscher überhaupt nicht – weil es nicht um ein wissenschaftliches, sondern um ein ethisches Problem geht. All unsere Erkenntnisse der exakten Wissenschaften reichen nicht aus, um das Leben sinnvoll zu bestehen. Sie reichen nicht aus, weil sie sich nur auf ganz spezielle Aspekte der Wirklichkeit beschränken, nämlich auf das Messbare. Aber die Wirklichkeit als Ganze, so gern die Wissenschaft dies auch hätte, lässt sich nicht auf mathematische, physikalische und chemische Formeln reduzieren. Oder ist es vorstellbar, dass ein Physiker sich damit begnügen würde, bei der Aufführung einer Sinfonie von Beethoven die Luftschwingungen und Klangstärken zu messen? Auf der anderen Seite kann man Beethoven durchaus verstehen, ohne Musikgeschichte oder die Anatomie des menschlichen Ohrs studiert zu haben. Neben der wissenschaftlichen Erkenntnis gibt es ganz deutlich noch eine andere Art der Erkenntnis, die dort zustande kommt, wo jemand nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen sieht. Warum soll sich Politik also am Menschen und nicht an der Macht orientieren? Weshalb lohnt es sich, sich selber und anderen treu zu sein? Diese unwissenschaftlichen Fragen sind im Lebensalltag vorrangig. Und die Antworten darauf sind weltanschaulicher und religiöser Natur. Dabei handelt es sich um durchaus erfahrungsbedingte Gewissheiten und nicht um einen Wissensersatz. Wissen und Glauben richten sich auf das gleiche Ziel: die Wahrheit. Naturwissenschaft misst im Diesseits Länge und Breite, Höhe, Tiefe und Anzahl aus. Aussagen über den Sinn und das Jenseits sind dem Glauben vorbehalten. Weil aber die Wirklichkeit komplex ist, müssen sich Wissen und Glaube ergänzen und nicht gegenseitig ersetzen. Dabei kann uns der Heilige Geist helfen, dessen Fest wir am Ende Mai gefeiert haben. Dieser Geist, der uns von Gott zugesagt ist, begleitet uns auf unseren Wegen und schenkt uns die Kraft zu Fragen, zu denken, zu überlegen, dem Ursprung der Dinge und des Lebens auf den Grund zu gehen. Der Heilige Geist verhilft zur Erkenntnis aber lässt die Wirklichkeit nicht aus dem Blick. Ich wünsche uns allen, dass wir durch diesen Geist Gottes in der Lage sind Glaube und Wissen in Einklang zu bringen und sinnvoll für uns und andere einzusetzen.

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Wer ist dieser Jesus Christus für mich?

Posted by Florian Seiffert - 2. Februar 2015

Kreuz

Kreuz

Dechant Pfarrer Michael Cziba schickt das geistliche Wort:

Liebe Gemeindemitglieder!
Wir stehen mitten in der Fastenzeit und damit vor Ostern, des höchsten Festes unseres Glaubens. Ich möchte einladen, in den verbleibenden Tagen vor Ostern einmal folgender Frage nachzugehen: Wer ist dieser Jesus Christus für mich? Welche Beziehung habe ich tatsächlich zu ihm? Welchen Platz gebe ich ihm in meinem Leben?
Jesus ist für mich ganz persönlich der Mensch, der wie kein anderer Gott nahe stand, und doch gleichzeitig Gott selbst. Er ist wie kein anderer mit Gott vertraut. Zugleich ist er ganz und gar Jesus, der Mensch. Er hat sich eingelassen auf dieses Leben mit Haut und Haar. Und er hat diese Leidenschaft für uns Menschen bei der Auferstehung nicht am Kreuz hängen lassen. Darum bleibt er auch jetzt für mich der Jesus von Nazareth, der mit den Menschen fühlt. Manchmal nenne ich ihn Herr, weil ich glaube, dass er mir einiges voraus hat. Wie viel kann ich von ihm lernen, was er uns vorgelebt hat! Aber ich gebe auch zu, ich will gar nicht immer von ihm lernen. In zuviel Demut hat mir die Kirche diesen Jesus eingewickelt. Und ich kenne zu viele Menschen, die sich vor lauter christlicher Demut darin verstrickt haben, sich nichts mehr zutrauen zu können. Manchmal gehöre ich auch dazu, viel öfter als mir lieb ist.
Aber Christus ist nicht groß, weil er die Menschen klein hält. Mit ihm, dem Bruder, im Gespräch bleiben, mich von seinem Wort führen lassen, das tue ich leider viel seltener, als ich das eigentlich möchte. Aber Christus herrscht mich nicht an. Er lädt mich immer wieder ein. Immer neu kann ich mich darum bemühen, dass er in meinem Leben Platz findet – oder seinen Platz behält. In den Evangelien begegne ich dem Menschensohn, der keine Scheu hat, sich mit den bedürftigen Menschen auf eine Stufe zu stellen. Heute würde er sich vielleicht zu denen setzen, die auf den Fluren der Job-Zentren, der Übergangsheime, der Flüchtlingsheime sitzen und ausharren. Er würde sich in denen erkennen, die vor dem Prüfungsausschuss um ihre Anerkennung als Asylbewerber zittern. Er würde sich sehen in der Frau im Altenheim, für die die eigenen Kinder keine Zeit mehr haben. Wenn wir Ostern feiern, sollten wir nicht nur an den Auferstandenen denken und an seine Herrlichkeit, sondern uns ganz bewusst sein Wort und vor allem sein Handeln in Erinnerung rufen. Wer Jesus für uns ist, muss letztlich jeder für sich selbst beantworten. Danken wir ihm für die Möglichkeit, dass wir die Möglichkeit haben als seine Schwestern und Brüder in der Welt von heute zu leben und zu wirken.

Ihnen allen ein gesegnetes und vor allem glaubensstärkendes Osterfest.
Dechant Pfarrer Michael Cziba

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Weihnachten – Mit Jesaja an der Krippe

Posted by Florian Seiffert - 4. November 2014

Pfarrer Michael Cziba mailt das geistliche Wort für die Pfarrkontakte Nr. 4 – 2014:

Weihnachten steht vor der Tür (eigentlich im Einzelhandel ja schon seit dem Sommer) aber für uns Christen beginnt mit dem Advent die eigentliche Vorbereitungszeit auf dieses wichtige Fest zu Beginn des Kirchenjahres. Am Heiligen Abend, in der Heiligen Nacht werden wir uns auf den Weg zur Kirche machen. Aus dem Dunkel kommen wir ins Licht und feiern die Geburt Christi. Was die Propheten des Alten Bundes, allen voran Jesaja, im Auftrag Gottes verheißen haben, ist in dieser Nacht Wirklichkeit geworden. Der Prophet Jesaja, den man den Evangelisten unter den Propheten des Alten Bundes nennt, sieht erfüllt vom Heiligen Geist ein Licht, das allen Menschen erstrahlt. Mit Dunkel und Finsternis ist biblisch gesprochen nichts anderes gemeint als Sünde und Gottferne. Menschen, die sich in Schuld verstrickt haben, Menschen, denen Gott nichts bedeutet, erfahren in dieser Nacht, dass es einen Weg aus der Sünde gibt, dass Gott denen entgegenkommt, die von ihm nichts wissen wollen. Das ist ein Grund zur Freude. Es sollte freilich noch mehr als 700 Jahre dauern, bis der Engel den Hirten auf dem Feld verkündigen konnte. In seiner Schau sieht der Prophet Jesaja weder Krippe noch Stall, weder Engel noch Hirten, aber er sieht das Licht aufstrahlen, das die ganze Welt verändert, er sieht die Freude, die alle Welt erfasst, und er sieht wie alle Gewalt zur Erfolglosigkeit verurteilt ist. All das Licht, all die Freude, all der Friede aber geht aus von einem Kind, von einem Neugeborenen. Zwar sagt der Prophet nicht: dieses Kind ist Gottes eingeborener Sohn aber wie beschreibt er dieses Kind? „Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt ihn wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ Dieses Kind ist der Herr der Welt. Gibt es etwas machtloseres, etwas hilfloseres als ein Kind? Und doch wird jedes Jahr an Weihnachten deutlich, welche Macht von diesem Kind in der Krippe ausgeht. Menschen beschenken einander. Menschen denken aneinander. Menschen versöhnen sich. Menschen machen sich auf den Weg zum anderen. Menschen finden den Weg zur Kirche. Menschen fangen wieder an, an das Gute zu glauben.
Wenn wir nach dem Weihnachtsgottesdienst heimkehren, sollten wir das Licht der Heiligen Nacht hineintragen in das Dunkel der Welt. Wenn wir heimkehren, sollten wir die Freude der Heiligen Nacht an andere weiterschenken. Wenn wir heimkehren, sollten wir mithelfen, dass es in dieser Welt ein bisschen mehr Frieden gibt und weniger Streit. Wenn wir heimkehren, sollten wir unseren Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn vor den Menschen bekennen. Von den Hirten heißt es: „Die Hirten kehrten heim und rühmten Gott.“ Wird man das auch von uns sagen können?

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und auch einen guten Start ins Neue Jahr 2015.

Ihr Michael Cziba, Pfr.

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Papst Franziskus bittet für irakischen Christen zu beten.

Posted by Florian Seiffert - 9. August 2014

Papst Franziskus

Papst Franziskus

Papst Franziskus bittet via Twitter um unsere Solidarität, Hilfe und um unser Gebet!

  • Ich bitte die internationale Gemeinschaft, alle Opfer der Gewalt im Irak zu beschützen.
  • Ich bitte alle Pfarreien und katholischen Gemeinschaften, an diesem Wochenende besonders für die irakischen Christen zu beten.
  • Herr, wir bitten dich, jenen Menschen im Irak zu helfen, die aller Habe beraubt wurden.
  • Ich bitte euch, heute einen Moment innezuhalten und für alle zu beten, die im Irak gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen.
  • Ich bitte alle Menschen guten Willens, sich mit mir im Gebet für die Christen im Irak und alle verfolgten Gemeinschaften zu verbinden.

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Der Name ist Programm

Posted by ufiller - 11. April 2014

In der Lesung Gen 17,1a.3-9 wird von dem Patriarchen Abraham berichtet. Das erste Buch der Bibel erzählt seine Geschichte. Vor Abraham erzählt die Heilige Schrift die Urgeschichte von der Schöpfung der Welt und des Menschen, von  Adam und Eva, Kain und Abel, Noah und der Sintflut und dem Turmbau zu Babel. Die Menschheit hat das Paradies verloren, die Gemeinschaft mit Gott, das ewige Leben und in der babylonischen Sprachverwirrung wurde auch die Gemeinschaft der Menschen untereinander schwer gestört. Gott aber gibt nicht auf. Er will Heil und Rettung schenken und er beginnt damit, einen Plan zu verwirklichen, an dessen Beginn ein Mann steht. Dieser Mann wird von Gott gerufen. Er soll seine Heimat verlassen, denn Gott will einen Bund mit ihm schließen. Ursprünglich hieß dieser Mann Abram. „In jenen Tagen erschien der Herr dem Abram. Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach: Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham – Vater der Menge – wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt. Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen. Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein. Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein. Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.“ Die Bedeutung dieses neuen Bundes, dieses neuen Anfangs der Heilsgeschichte kommt in dem Namenswechsel zum Ausdruck: Aus Abram wird Abraham. Abram setzt sich aus ´ab (Vater) und rām (hoch, erhaben) zusammen, hat also die Bedeutung: der Vater (oder: mein Vater) ist erhaben. Die Erweiterung des Namens zu Abraham gibt Zeugnis von der Verheißung Gotts. Die Silbe -ham verweist auf  das Wort hāmōn (Menge). Im Namen wird der Auftrag angedeutet. Abraham soll eine unzählbare Schar von Nachkommen haben, er soll Vater einer Menge, einer Masse von Völkern werden. Auch Abrahams Frau Sarai erhält einen neuen Namen. Auch hier geht es nicht um einen völligen Namenswechsel, sondern um eine kleine Änderung: Sarai ist eine altertümliche Form von Sara, beides bedeutet „Herrin“ oder „Fürstin“. Durch die neue Namensform wird die Berufung Saras herausgestellt: Sie soll die Stammmutter von Königen, gemeinsam mit Abraham Ursprung vieler Völker werden.
Der Name ist Programm! Immer wieder stoßen wir auf diesen Zusammenhang. Simon, der erste der Apostel, erhält von Jesus einen neuen Namen: Simon, der Felsenmann, Simon Petrus. Denn er ist der Fels, auf dem die Kirche erbaut wird. Und noch heute wird bei der Wahl eines neuen Papstes mit Spannung erwartet, wie er sich nennen wird. Und als zur Überraschung vieler der Kardinal aus Argentinien auf den Balkon des Petersdomes trat, da war seine Namenswahl auch Programm. Sie weist auf ein Pontifikat im Geiste des hl. Franz von Assisi hin.
Der Name ist Programm! Das gilt auch vom Gottesnamen selbst. Abraham erfährt ihn noch nicht. Erst Mose hat die Offenbarung am Dornbusch, der brennt und doch nicht brennt. Dort offenbart Gott seinen Namen: Jahwe – Ich bin der „Ich-bin-da“. Jahwe ist der, der da ist, der sein Volk begleitet. Das ist der Name, unter dem das Volk Israel ihn anrufen darf, und bis heute erweist das Volk der Juden dem Gottesnamen den größten Respekt. Der Alte Bund wird im Neuen Bund erfüllt. Von Jesus wird im Philipperbrief gesagt: „Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: ‚Jesus Christus ist der Herr‘ – zur Ehre Gottes, des Vaters.“ (Phil 2,9ff.) Durch Taufe und Firmung gehören wir in der Kirche zu der Gemeinschaft derer, die den Namen des Herrn anrufen dürfen. Unsere Antwort auf unsere Berufung zum Glauben ist die Anrufung des Gottesnamens durch Jesus Christus, mit dem Namen, den der Vater zum Namen des Heils gemacht hat: Jesus, Je-schua heißt: Jahwe rettet! Und Christus heißt: Der Gesalbte, der vom Heiligen Geist erfüllte Messias, der Herr. Indem wir in der Gemeinschaft der Kirche auch heute den heiligen Namen Jesus anrufen, erfüllen wir die Verheißung Gottes, der im brennenden Dornbusch zu Mose sagte: „Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen.“ (Ex 3,15)
Der Name ist Programm! Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, wird die engültige Vollendung der Welt beschrieben. Am Ende der Zeiten erhalten auch wir Menschen einen neuen Namen. Aber auch das Böse, die antichristlichen Mächte, werden durch den Namen, die lästerlichen Titel auf ihrem Haupt, beschrieben. Und es wird deutlich, wie das Böse in seiner Herrschaft den Menschen unfrei macht. Aber es siegt der auferstandene Herr – und die an ihn glauben, nehmen teil an seinem Sieg und tragen den Namen des Lammes auf ihrer Stirn, das heißt, sie nehmen teil am Leben des Dreifaltigen Gottes. „Schließlich – als hätte der Seher von Patmos auch die leidenschaftliche Sehnsucht des Menschen nach Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung und die Angst vor Überfremdung vorausgeahnt – wird dem „Sieger“, der den „Namen des Tieres“ nicht einmal annimmt und das Bild des Tieres nicht anbetet, verheißen: ‚Ich will ihm einen weißen Stein geben und auf den Stein einen neuen Namen schreiben, den niemand weiß als der Empfänger‘ (2,17). Der Mensch, und zwar der einzelne, wird also vollendet in seiner Eigenart, in seiner Individualität, in seiner Persönlichkeit, in seiner Unantastbarkeit, nach der Idee seines Schöpfers, der keine Serienproduktion kennt. Gott wird den ‚Namen des Menschen‘ nicht – wie dies alle Mächte tun – missbrauchen, sondern ‚heilig machen‘. Das ist das letzte Ziel des Gebotes, den Namen Gottes heilig zu halten.“ (Alfred Kardinal Bengsch)

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Gott verflucht den Menschen !?

Posted by ufiller - 6. April 2014

In der Fastenzeit hören wir in der Messfeier immer wieder die Botschaft der Propheten. Eine eindringliche Lesung stammt aus dem Buch des Propheten Jeremia (17,5-10). Dieser wurde bereits als junger Mensch von Gott zum Propheten berufen und hat sein ganzes Leben diesem Dienst gewidmet.  Wie kein Zweiter hat er sich in diesem Dienst förmlich aufgerieben. Größter Jubel und größte Verzweiflung, Euphorie und Depressionen, das Ringen und Hadern mit Gott und den Menschen, die seine Botschaft nicht verstehen und annehmen wollen – die ganze Bandbreite menschlichen Fühlens finden wir in den Texten des Jeremia. Fluch und Segen, Heil und Unheil, Tod und Leben – dieser Gegensatz bestimmt auch diese Lesung:
“So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt.”
Ein hartes Wort. Gott verflucht den Menschen! Worum es im Wesentlichen geht, steht wie ein Angelpunkt des ganzen Abschnitts im Zentrum des Textes: Verflucht der Mann, dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Hier haben wir die entscheidende Frage unseres Lebens, die Frage, die uns in den Tagen der österlichen Bußzeit wieder von neuem eindringlich vorgelegt wird: Wie ist es um dein Herz bestellt? Wohin wendest du dein Herz? Woran hängst du dein Herz? Wer oder was hat Platz in deinem Herzen? Für wen öffnest du es? Wenn sich unser Herz von Gott abwendet, kann er es nicht mehr füllen mit seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit, seinem Leben. Das Herz, das sich von Gott abwendet, entscheidet sich für den Tod. Es verflucht sich selbst. Und wer nicht in Gott ruht, wer nicht auf ihn vertraut, wer nicht als gottgeliebter Sünder aus seiner Liebe heraus lebt, der braucht andere Krücken und Stützen – doch kein Mensch, auch nicht der liebste, kann den Schöpfer und Herrn aller Dinge ersetzen. Das Leben wird zur harten Steppe, zum dürren Wüstenboden, zum salzigen Land. Der Mensch gleicht einem kahlen Strauch in unwirtlicher Gegend, vertrocknet und unfruchtbar. Das ist ein schönes Bild für die Betrachtung, die eigene Gewissenserforschung: Wenn ich mir die Landschaft meines Lebens vorstelle – wo finde ich da die Wüste, die leeren, unfruchtbaren Stellen, wo finde ich das salzige Land des Egoismus, der Ichbezogenheit, der Selbstverliebtheit; wo finde ich die Steppe der Schuld, des Stolzes, des Nicht-Verzeihen-Könnens?
Doch neben den Fluch stellt der Prophet die Zusage des Segens:
“Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.”
Wenn das Herz des Menschen offen ist für die Liebe und das Leben Gottes, gleicht er dem fruchtbringenden Baum am lebensspendenden Wasser. Das Wasser ist ein Bild für den Lebensstrom der göttlichen Gnade, die unser Leben unablässig fruchtbar macht. Der Mensch, der sein Herz für Gottes Liebe geöffnet hat, verfügt über eine ungeheure Möglichkeit: Er kann diese Liebe nehmen und er kann damit beginnen, seinen Alltag mit dieser Liebe zu füllen. Alles, was er tut, und sei es noch so winzig, banal und unbedeutend, kann er mit dieser Liebe und aus dieser Liebe heraus tun und auf diese Weise selbst die Probleme und Schwierigkeiten, die Widerwärtigkeiten des Alltags und sogar das Kreuz in all seinen Formen in etwas Schönes und Kostbares verwandeln. Wie viele Menschen leiden unter dem Gedanken, nichts mehr tun zu können? Wenn man alt und gebrechlich ist, gequält von Krankheit und Schmerz, wenn man eingeschränkt ist in seiner Mobilität oder ans Bett gefesselt, wenn man angewiesen ist auf die Hilfe und den Dienst anderer – gerade dann, wenn es so scheint, als könne man gar nichts mehr leisten und tun, gerade dann kann man wie ein Baum sein, der am Wasser der göttlichen Gnade und Liebe gepflanzt ist und der alles, was ihm widerfährt, mit Hilfe der göttlichen Liebe zu einer wunderbaren Frucht machen kann, zu einer Frucht, die anderen zugute kommt. Hier finden wir die Quelle einer Kraft, die buchstäblich die Welt verändern kann!
Unsere Lesung schließt mit einer Warnung, die auf eine gute Menschenkenntnis schließen läßt:
“Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten, wie es sein Verhalten verdient, entsprechend der Frucht seiner Taten.”
Ja, wir sind unverbesserlich und arglistig ist unser Herz. Wir sind wahre Meister darin, uns selbst etwas in die Tasche zu lügen, uns etwas vorzumachen, den Balken im eigenen Auge zu ignorieren und nach dem Splitter im Auge unseres Nächsten zu suchen. Verlassen wir uns nicht auf uns selbst! Vertrauen wir auf den himmlischen Vater! Übergeben wir ihm unser Herz, halten wir nichts zurück. Bitten wir ihn, es zu formen, es neu zu gestalten nach dem Herzen seines Sohnes. Dann wird er, der uns besser kennt, als wir uns selbst kennen, unser Herz immer mehr zu sich hinwenden, er wird unser Leben mit seiner Liebe erfüllen und es Frucht bringen lassen. Und dann werden wir auch im Gericht bestehen. Denn dort lautet die entscheidende Frage nicht: Was habe ich alles Frommes geleistet? Die entscheidende Frage lautet: Habe ich zugelassen, daß Gott mein Herz berührt? Habe ich zugelassen, daß er mein Leben mit seiner Liebe erfüllt? Habe ich zugelassen, daß er mir ein neues Herz und einen neuen Geist schenkt?
Schauen wir auf Maria, die Mutter des Herrn. In ihr sehen wir den Menschen, dessen Herz ganz bei Gott war, der ganz und gar von seiner Liebe erfüllt war. Lassen wir uns von ihr an die Hand nehmen. Sie begleitet uns, sie beschützt uns, sie tröstet uns und macht uns Mut, sie birgt uns unter ihrem Schutzmantel und führt uns immer wieder zu ihrem Sohn Jesus Christus, der uns auch heute seinen Segen schenkt.

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