Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Konzept 2035’ Category

Update Projekt 2035

Posted by Florian Seiffert - 26. Mai 2018

Bruder Klaus, Flittard, Stammheim

Bruder Klaus, Flittard, Stammheim

Am Mittwoch, 23.05.2018 tagt die Projektgruppe 2035. Anwesend ist das Team Architekt Duda, das Team Erzbischöfliches Generalvikariat (GV), VertreterInnen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV), natürlich auch Pfarrer Cziba.
Wir gehen jeden Standort durch: Was hat sich getan, gibt es was zu informieren, zu verhandeln? Welche Hausaufgaben nehmen wir mit?

Es sieht so aus, als stünde einer Schließung und Außerdienststellung von St.Johann Ev. seitens des GV nichts im Weg. Das würde uns von den 200.000 €/Jahr die wir sparen müssen etwa die Hälfte abnehmen. Die Frage ist, welcher Investor könnte Kirche mit Grundstück übernehmen und was würde er an die Stelle bauen? Welche Vorgaben kann man in eine Verhandlung einbringen, damit da z.B. (sozialer) Wohnraum entsteht? Gibt man die ganze Liegenschaft ab oder behält die Kirche das Grundstück in Erbpacht, um Einnahmen zu erzielen?

Für St.Mariä Geburt wird ein Pfarrzentrum geplant. Was brauchen wir da an Räumen? Vier Gruppenräume, ein Saal für 80-100 Personen, das Pfarrbüro, ein Büro für den Pfarrer. Küche, Toiletten, Abstellräume. Das wird eng an der Stelle des alten Pfarrheims + Kindergarten. Ja, auf „der grünen Wiese“ wäre das leichter gewesen. Da hätten wir so groß bauen können, wie nötig (die Idee ist aber raus). Besondere Schwierigkeiten macht in St.Mariä Geburt die Tatsache, dass wir ca. 20 Autostellplätze schaffen müssen. Vorschrift. Eine Tiefgarage ginge, verhindert aber Kellerräume und ist sehr teuer. Geht das anders?

Bei St.Pius X. hat sich nichts getan. Die Betriebskosten sind absprachegemäß an die syrisch-orthodoxen Christen übermittelt. Jetzt warten wir hoffnungsvoll ab.

Für St.Bruder Klaus ist klar, dass das Pfarrheim eigentlich ein Siedlungsheim ist. Da kann es nicht sein, dass wir als Gemeinde das alleine finanzieren. Die Betriebskosten übersteigen die Einnahmen aus Vermietung z.Zt. bei weitem. Wir wären an einer Mitfinanzierung interessiert, aber auf Dauer geht keine Alleinfinanzierung mehr! Wer kann uns also helfen? Wer finanziert mit, um das bunte Leben in St.Bruder Klaus zu erhalten? Vorstellbar ist z.B. auch eine nicht mobile Abtrennung von Raum in der Kirche, wo dann Versammlungsfläche entstünde. Das Pfarrheim würde dann ab- oder aufgegeben.

Für St.Hubertus wird diskutiert, ob man z.B. im Pfarrhaus Lagerräume schaffen kann für Zeltlager und/oder Pfadfinder, wenn der Pfarrer nach Stammheim ins/zum Pfarrzentrum gezogen ist. Geht das? Kann man an der Stelle des Pfarrheims Wohnraum schaffen (wie es 1968 schon einmal geplant war)?

Hausaufgaben. Offen ist die Art der Zukunft der drei Pfarrbibliotheken. Der PGR wird gebeten mit den Mitarbeiterinnen zu sprechen. Erst danach machen wir Pläne. Der PGR redet auch mal informell mit dem Siedlerverein in der Bruder Klaus Siedlung. Wir klären auch: Wieviel Lagerraum brauchen wir genau? Das wird der KV feststellen. Die nächste Sitzung zu Projekt 2035 ist im Juli.

Am Donnerstag, 24.05.2018 tagt der Pfarrgemeinderat. U.a. geht es auch um Projekt 2035. Die Hausaufgaben mit den Pfarrbibliotheken werden wir gerne angehen. Pfarrer Filler stellt die Frage, welche Ziele verfolgt eine Pfarrbibliothek? Welchen christlichen (Bildungs)Auftrag erfüllen Sie? Ja. Wir bringen das in das Gespräch mit ein.

Am Freitag, 25.05.2018 bin ich mit im Stadtplanungsamt. Ein Termin mit der sehr netten und hilfsbereiten Frau Wegmann. Anwesend ist das Team Architekt Duda, Herrn Hugenott vom KV und ich vom PGR. Ich halte mich zurück, ich habe keine Ahnung. Herr Duda klopft vorsichtig ab, was denn die Stadt Köln zu dieser und jener Idee sagt. Ginge dies? Ginge das? Könnte man nicht? Ich lerne viele schöne neue Worte, wie Geschossigkeit oder Fluchtlinienplan oder Bauvoranfrage.

Es geht hier auch um Autostellplätze in St.Mariä Geburt. Schwierig. Man kann die Stellplätze auch ‚ablösen‘ d.h. wir zahlen Strafe von ca. 8000€ pro Stellplatz, den wir nicht bauen. Das kann schnell so teuer werden, dass sich doch eine Tiefgarage lohnt. Auch darf ein Pfarrzentrum nicht beliebig tief oder hoch sein, es muss sich an der Umgebungsbebauung orientieren. Reicht da der Platz für unser Vorhaben? Gehen drei oder sogar vier Geschosse? Kann man mit dem Grundstück, wo das Büro Stammheim steht etwas ausgleichen?

Es gibt bei keinem Standort einen Bebauungsplan, der die genaue Nutzung des Grundstücks vorschreibt, außer beim alten und neuen Pfarrheim St.Hubertus. Der Bebauungsplan schreibt da Pfarrheim oder Kita … vor, also Gemeinbedarf. Hm. Was also könnte man anstelle des Pfarrheims dann bauen? Gehen Wohnungen mit Versammlungsflächen im Erdgeschoss?

Zu einigen Fragen, die wir haben, wäre eine Bauvoranfrage sinnvoll. Dann bekommt man eine verbindliche Antwort, die aber Geld kostet und (viel) Zeit braucht, da das Bauamt sehr überlastet ist.

Soweit der Überblick bis zum 25.05.2018. Es ist nichts entschieden. Lösungen und Beschlüsse entstehen, wenn Ideen, Notwendigkeiten, Finanzen und Vorschriften gut genug zusammenpassen. Da sind wir noch nicht. Aber ich denke, wir sehen jetzt Lösungen am Horizont. Ob wir sie erreichen oder wann wir sie erreichen ist im Moment noch offen.

Sie haben auch Ideen dazu? Ideen, die die Menschen an allen Kirchstandorten akzeptieren können? Die möglich und finanzierbar sind? Sprechen Sie mich an oder schreiben Sie mir. Ich würde mich freuen.

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Belegungsauswertung Pfarrheime 2017

Posted by Florian Seiffert - 17. Mai 2018

Ich habe für Projekt 2035 die Belegung der Pfarrheime für 2017 ausgewertet. Es geht um die Frage: Kommt man mit einem Raum (mit Toilette und Möglichkeit Kaffee zu kochen) aus? (Hubertus hat es ja schon ausprobiert, als die Kindergärten im Pfarrheim untergebracht waren.)

Auswertung

Auswertung

Auswertung

Florian Seiffert, 17.05.2018

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Die Zukunft von St.Pius X.?

Posted by Florian Seiffert - 13. Mai 2018

Fakten:
Landregen fällt. Es ist offenbar fruchtbarer Landregen. Denn es kommen vier sehr sympatische Vertreter der syrisch-orthodoxen Gemeinde zu einem fruchtbaren Kennenlernen. Vom Pfarrgemeinderat sind Pfarrer Cziba, Norbert Gröger, Michael Wirz, Hajo Bauer und ich da. Frau Dartmann vom Generalvikariat ist auch gekommen. Super.

Wir zeigen die Kirche St.Pius X., die Sakristei, das Pfarrbüro, den Keller, den Turm, das Pfarrheim. Pfarrer Cziba macht jede Tür auf, wenn gewünscht.

Die 420 Sitzplätze in der Kirche sind optimal. Das Pfarrheim ist für 400 Personen viel zu klein. Das Ensemble aus Kirche, Innenhof und Pfarrheim gefällt, aber der Turm? Kann der weg? (Wohl eher nicht.) Wir gehen einmal um das gesamte Gelände. Wo kann man hier parken? Kann man noch Parkplätze gewinnen? Können wir auch noch Gottesdienste feiern, wenn St.Pius X. syrisch-orthodox ist? (Ja!) Können wir noch Belegungszeiten im Pfarrheim bekommen? (Ja!)

Wir und die syrisch-orthodoxen Christen beantworten uns gegenseitig alle Fragen, so gut wir können. Nach fast zwei Stunden und einem Gruppenbild, sind wir fertig. Wir verabreden, dass wir die Höhe der Betriebskosten von St.Pius X. an die syrisch-orthodoxen Gemeinde mitteilen. Die syrisch-orthodoxen Gemeinde klärt, was in der Kirche verändert werden müsste und welche Größenordnung von Investitionskosten auf die syrisch-orthodoxen Gemeinde bei einer Übernahme zukämen. Wenn das alles passt, überlegen wir zusammen die nächsten Schritte, die dann sicher gemeinsam mit Architekten Joachim Schürmann gegangen werden.
Die Kollegen laden uns herzlich zu einem Gottesdienst- und Gegenbesuch in ihre jetzige Kirche in der Klosterstraße in Köln ein. Sehr gerne!

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Meinung:
Ich habe ein gutes Gefühl. Ich würde das Ensemble St.Pius X. für den symbolischen Preis von 1€ verkaufen. St.Pius X. wäre in guten Händen, würde weiter als Gottesdienstraum genutzt und wäre für uns nicht aus der Welt und somit auch nicht als geistliche Heimat verloren. Wir könnten nach Absprachen weiter Gottesdienste feiern. Auch mit Einladungen zu Pfarrfesten dürfen wir rechnen. Das alles ist hundertmal besser als Verfall oder Stilllegung. Ich sehe positiv in eine hoffentlich fruchtbare Zukunft.

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

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Pleite

Posted by Florian Seiffert - 7. Mai 2018

Konzept 2035 — sind wir noch nicht. Aber wir müssen etwas tun, um es nicht zu werden!
Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands schreibt zur aktuellen finanziellen Situation unserer Gemeinde:

Die finanzielle Situation der Gemeinde St Hubertus und Mariä Geburt wird zunehmend kritisch.
Im Februar dieses Jahres hat die Gemeinde erstmals seit 2008 wieder finanzielle Abschlüsse erhalten. Die Einführung der „neuen“ zentralen Software der Erzdiözese hat 10 Jahre lang extreme Probleme bereitet, so dass die Gemeinde finanziell im Blindflug handeln musste. KV und PGR haben mit „Alles in Christus erneuern“ bereits ein Konzept erarbeitet, um die Kostenstruktur der Gemeinde an die zu Verfügung stehenden, geschätzten Mittel anzupassen.
Die jetzt vorliegenden Abschlüsse für die Jahre 2009 bis 2015 waren aber deutlich verlustreicher als erwartet: Auf der Einnahmenseite sind die Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln rückläufig, da auch in unserer Gemeinde die Zahl der registrierten Gemeindemitglieder rückläufig sind. Der Rückgang ist in Stammheim, Flittard und Bruder Klaus aber nicht dramatisch. Das Erzbistum weist der Gemeinde jedoch nur noch pauschal Mittel zu, und berücksichtigt die historisch gewachsene Gemeindestruktur mit ihren höheren Kosten nicht. Sehr negativ ausgewirkt hat sich die aktuelle Niedrigzinspolitik in Europa. Wir bekommen für die finanziellen Rücklagen der Gemeinde, die extrem sicher angelegt sind, keine Zinsen mehr, so dass die Finanzierung der Gemeinde aus Eigenmitteln weggebrochen ist. Auf der Ausgabenseite mussten zahlreiche teure Reparaturen an unseren Kirchen und unserer Gemeindeinfrastruktur durchgeführt werden, bei denen die Gemeinde den üblichen Eigenanteil von 30% aufbringen musste.
Dies alles hat sich zu hohen Verlusten, aktuell in der Größenordnung von 200.000,00 € im Jahr, aufgeschaukelt. Die Gemeinde hat dadurch bereits einen Großteil Ihrer freien Rücklagen aufgebraucht. Deutliche Einschnitte in der Kostenstruktur der Gemeinde sind jetzt notwendig und werden derzeit vorbereitet.

Ulrich Koemm

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 6. Mai 2018

Konzept 2035Am Sonntag, 06.05.2018 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PRG), um zwei Stunden zusammen mit Architekt Thomas Duda über die weiteren Weichenstellungen bei Konzept 2035 zu beraten.
Vorausschickend sei nochmal betont, dass die Pfarrei St.Hubertus und Mariä Geburt z.Zt. mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt. Ein „weiter so“ mit fünf Kirchen und Pfarr- und Jugendheimen kann es nicht geben. Deshalb sind Veränderungen d.h. hier Schließungen unabweisbar notwendig. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, sind wir in zwei oder drei Jahren pleite – dann bestimmen nicht mehr wir, was geht und was nicht!

Es herrscht Einigkeit in der Versammlung von 21 Personen darüber, dass ein Kirchenneubau mit einem Pfarrzentrum an der S-Bahnstation vom Tisch ist. Es herrscht auch Einigkeit darüber, dass die Kirche St.Johannes Ev. jetzt zügig geschlossen und nicht mehr genutzt werden soll. Ziel ist der Verkauf oder der Abriss. Der Grund ist: Die Kosten für St.Johannes Ev. stehen bei den Ausgaben der Pfarrei auf Platz Eins.
Diskutiert und kontrovers beleuchtet wurde die Situation von St.Pius X. Mit Schmerzen herrschte Einigkeit, dass eine Abgabe oder eine Teilabgabe der Kirche an eine andere christliche Gemeinde noch die beste Lösung sei, wenn es am Standort St.Pius X. weiter Versammlungsmöglichkeit für Frauengemeinschaft, Senioren, etc. gibt. Vielleicht ergibt sich hier kurzfristig etwas. Schmerzhaft ist, dass das so kurzfristig kommt. Über die Schließung von St.Johannes Ev. reden wir seit drei Jahren – das war schmerzhaft, ist es jetzt aber nicht mehr. Bei St.Pius X. ist das verständlicherweise anders.
Diskutiert wurde auch über ein neues Gemeindezentrum an St.Hubertus oder St.Mariä Geburt. Das Pfarr- und Jugendheim Salvatorstraße in Stammheim ist nicht mehr zeitgemäß und sanierungsbedürftig. Das Pfarr- und Jugendheim in St.Hubertus ist nicht wärmeisoliert und nicht behindertengerecht, also auch nicht zeitgemäß. Eine gute Lösung ist ein neues Gemeindezentrum mit EINEM Pfarrbüro, mit großen und kleinen Versammlungsräumen, um z.B. Erstkommuniontage oder Firmtreffen durchführen zu können und mit Wohnungen für Hauptamtliche. St.Mariä Geburt liegt zentraler, als St.Hubertus, es ist z.B. mit dem Fahrrad von St.Bruder Klaus aus besser zu erreichen. Dies könnte für einen Standort St.Mariä Geburt sprechen. Das ist der Diskussionsstand – das ist kein Beschluss!
Betont wurde nochmal (und nochmal), dass es in St.Pius X., in St. Hubertus, in St.Mariä Geburt und in St.Bruder Klaus je einen Versammlungsraum mit der Möglichkeit „Kaffee zu kochen“ geben wird. (Als die Kindergärten Flittard 18 Monate das Pfarrheim in St.Hubertus belegten, blieb das Gemeindeleben auch nicht stehen, sondern der Raum in der alten Schule zeigte, dass man sich flexibel auch mit der Nutzung eines Raumes behelfen kann! [Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist – David Ben-Gurion]).

Damit ist die kurzfristige Perspektive: Schließung von St.Johannes Ev. Und die mittelfristige: Abgabe von St.Pius X.
Sollte das nicht gelingen, stehen zumindest die Schließungen von Versammlungsflächen, also Pfarr- und Jugendheime auf dem Programm – dies aber so, dass Gemeindeleben weiter möglich bleibt.

Wie geht es weiter: Ich werde den Pfarrkalender für 2018 auswerten. Wie ist die Belegung der Pfarr- und Jugendheime? Geht eine Reduzierung des Pfarrheim hin zu einem Raum!? Ich erwäge auch, eine Aktualisierung für das Konzept 2035 zu schreiben, um es an die aktuelle Diskussion anzupassen. Ulrich Koemm wird die Zahlen der letzten Jahre aus dem Haushalt schicken, damit wir diese veröffentlichen können, um den Gemeindemitgliedern den Sparzwang deutlich zu machen und vor Augen zu führen. KV und PGR schließen Versammlungsflächen nicht, weil es Spass macht (nein, es macht keinen Spass, wirklich nicht!) oder um Anordnungen des Erzbistums zu erfüllen, sondern wir sparen, weil wir sonst in zwei oder drei Jahren pleite sind!
Diskutiert wurde auch die Situation von St.Bruder Klaus. Die Kirche soll erhalten bleiben. Mit St.Hubertus und St.Mariä Geburt hätten wir dann zukünftig drei Kirchen in der Gemeinde.
Die Versammlungsflächen in St.Bruder Klaus sind besonders, weil sie auch von nicht kirchlichen Vereinen genutzt werden. Eine Lösung könnte hier sein: Abgabe an einen Trägerverein oder Einnahmen durch Mieten in der Höhe des Unterhalts zu erzielen.

Ideen, die auch genannt wurden:

  • Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern!
  • Zusammenarbeit mit dem Johanniterstift bei „Altenarbeit“.
  • Pfarrheime schließen, aber den Versammlungsraum hinter eine Abtrennung in die Kirche verlegen.
  • Einen Pfarrbus kaufen – der ist billiger, als fünf Kirchen!

Siehe auch:

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

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Der Pfarrgemeinderat berichtet

Posted by Florian Seiffert - 11. März 2018

Konzept 2035Sonntag, 11.03.2018.

Heute ist nach der Messe um 09:30h ein Treffen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV). Wir wollen uns nach der PGR-Wahl 2017 gegenseitig kennenlernen und die neuen Fakten in unsere Strategie für die Gespräche mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat (EGV) für Projekt 2035 einbauen.

Neue Fakten?
Ja! Bisher war es mehr oder weniger Vermutung, seit letzter Woche ist es Gewissheit. Die Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt macht Miese. Etwa 100 bis 200 Tausend Euro pro Jahr. Durch diese Verluste schmelzen wir unsere Reserven, das Geld auf der Hohen Kante ab. Wenn wir nichts ändern, sind wir in drei bis vier Jahren im Minus, also pleite. Sehr wahrscheinlich – nein, mit Gewissheit!, wird dann das EGV unseren Haushalt „In Ordnung“ bringen. D.h. es wird dafür sorgen, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.
Woher kommt es, dass wir mehr ausgeben, als wir einnehmen? Die Kirche von Köln bezuschusst unsere Gemeinde aus Kirchensteuermitteln mit einem (mir unbekannten) Betrag für jede Katholikin und jeden Katholik, die oder der in unserer Gemeinde wohnt. Dazu kommen Einnahmen aus Pacht und Zinsen, von denen wir einen Teil behalten dürfen. Während diese Einnahmen über die Jahre eher konstant sind oder leicht abnehmen, sind die Kosten für Personal und Reparaturen ständig angestiegen. Da wir die Jahresabschlüsse unseres Haushalts von 2009 bis 2015 erst in der letzten Woche vom EGV bekommen haben, ist auch jetzt erst klar, wie hoch der Zwang zum Sparen ganz genau ist. Wie gesagt, bisher war es Vermutung, jetzt wissen wir es schwarz auf weiß.

Wie können wir sparen? Und zwar nicht nur ein bisschen! Wie spart man 200.000,- Euro im Jahr?
Es müssen die Pfarrheime und Kirchen geschlossen oder abgegeben werden, die hohe Unterhalts- und Reparaturkosten verursachen. Das ist schmerzhaft, denn an keiner Kirche wollen Menschen auf ihr Gotteshaus oder auf Versammlungsflächen verzichten.

Nach Diskussion mit KV und PGR ist heute folgendes Konsens:

  • St.Johannes Evangelist wird so schnell es möglich ist, d.h. so schnell es das EGV möglich macht, geschlossen oder abgegeben.
  • An jeder Kirche der Gemeinde soll es weiter einen oder zwei Räume geben, wo man sich nach der Messe treffen und Kaffee trinken kann, wo sich Jugendgruppen treffen können oder wo eine Agape möglich ist.

Heiß diskutiert wird die Notwendigkeit ein zentrales Zentrum zu bauen. Dort wäre das Pfarrbüro angesiedelt, evtl. Priesterwohnung(en), vielleicht auch mit Versammlungsräumen. Diskutiert wird auch eine Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern. Kann man Kirchenräume oder Versammlungsflächen gemeinsam finanzieren und betreiben? Ist es nicht schlauer, ein Zentrum an einer der Kirchen zu betreiben und zu erhalten? Warum müssen wir auf „die Wiese“ gehen, wenn man „bei den Menschen“ bleiben kann? Kann man nicht einen Teil einer Kirche als Café und Versammlungsraum nutzen? Bespiele dafür gibt es – es geht also.
Ich persönlich finde ein zentrales Zentrum, ein modulares Gebäude mit flexiblen Möglichkeiten und Provisorien eine gute Idee. Man muss halt schauen, was die zukünftigen Christinnen und Christen annehmen, was sie brauchen und was sie mit Ideen und Leben füllen.

Eine Option haben wir – für die ich aber sicher nicht bin. Wir könnten abwarten und nichts tun. Wir warten einfach, bis wir pleite sind und das EGV uns das Heft des Handelns aus der Hand nimmt. Das hat den Vorteil, dass wir in den Gremien „nichts schuld“ sind. Niemand kann beim Aldi oder beim Edeka auf uns PGR- oder KV-Mitglieder zukommen und uns beschimpfen: Was habt ihr denn da für einen Bockmist gebaut? Warum wird St.Dingens geschlossen und abgerissen? Und wir könnten sagen: Wir waren auch dagegen, aber das (böse) EGV hat das so beschlossen!
Mehr Rückgrat braucht man, wenn man sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lässt, das Tun und die Ziele des Handelns selbst bestimmt und, wie ich finde, seine Pflicht und Verpflichtung erfüllt und jetzt schon überlegt, wie wir einen ausgeglichenen Haushalt erreichen bei gleichzeitig einem weiter (möglichst) blühendem Gemeindeleben.

Der nächste Schritt wird sein, St.Johannes Ev. zu schließen oder abzugeben, vielleicht abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. Oder dort evtl. ein Gemeindezentrum zu errichten? Wenn das gestemmt ist, wird die nächste Frage sein, was mit St.Pius X. ist. Das Ensemble ist von dem Architekten Schürmann gebaut und darf ohne sein Zustimmung nicht verändert werden. Damit ist nur eine Nutzung als Gottesdienstraum oder Abriss möglich. Es stehen aber teure Erhaltungsarbeiten an, die wir vielleicht gezwungen sind einzusparen. Auf uns zu kommt auch recht bald: Was machen wir mit den Pfarrheimen in St.Mariä Geburt, was mit dem in St.Hubertus? Alternativen sind: Abreißen und durch Gebäude ersetzen, wo behindertengerechte Versammlungsmöglichkeiten mit Küche und Toiletten bestehen und wo Mietwohnungen das Gebäude finanzieren.

Noch ist nicht alles fest und beschlossen. Aber es ist auch nicht mit (Finanzierungs)Wundern zu rechnen. Schließungen werden kommen. Die Mitglieder von PGR und KV versuchen das Beste für eine bunte und lebendige Gemeinde hinzubekommen. Es wäre schön, wenn Sie uns mit Zuspruch und Verständnis unterstützen. Oder mit Ideen, die auch die Gemeindemitglieder an den anderen Kirchorten der Gemeinde unterstützen können, die umsetzbar sind, die das EGV genehmigen kann und die Ausgaben einsparen helfen.
Wenn Sie in dem spannenden Prozess mit Ideen, Tat und Rat helfen wollen: Im November sind Kirchenvorstandswahlen. Lassen Sie sich wählen und Sie sind in der ersten Reihe mit dabei!

Florian Seiffert, PGR

Siehe auch:

Aktualisierung 12.03.2018.
Bruno schreibt mir: … Alle Kirchen in unserer Gemeinde bis auf St. Johannes Ev. stehen auf der offiziellen Dankmalschutzliste – also auch St. Pius X. (seit 2001). Das bedeutet nicht nur, dass ein Abriss nicht in Frage kommt, sondern auch, dass man verpflichtet ist, es instand zu halten. Für Änderungen ist nicht nur die Erlaubnis des Architekten bzw. seiner Nachfahren erforderlich, sondern auch die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. …

Ich schaue gleich mal nach, was für Überraschungen die Liste sonst noch so birgt:
Suche in der Denkmalliste …

Toll. Und jetzt?
Ich glaube das kommt auf die Frageliste für Kardinal Woelki. Er kommt uns ja im Januar 2019 besuchen.

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Konzept 2035 – Gespräch im Generalvikariat

Posted by Florian Seiffert - 22. September 2016

Konzept 2035
Heute um 13:30h hatte das Generalvikariat (GV) die Gremienvertreter unserer Gemeinde zu einem Gespräch zum Konzept 2035 gebeten.
Das GV war vertreten durch Msg. Markus Bosbach, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Er hatte drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgebracht.
Wir waren eine kleine Delegation, angeführt von Dechant Michael Cziba (PGR, KV). Dabei waren Ulrich Koemm (KV), Christoph Schmitz (KV), Andreas Schmeichel (PGR) und ich (PGR).

Ulrich Koemm stellte unser Konzept nochmal vor und fasste klug zusammen. Schriftlich lag es dem GV ja schon länger vor. Msg. Bosbach stelle die verschiedenen Aspekte, wie Pastoral, Finanzen in den größeren Zusammenhang der Entwicklung des Erzbistums.

In offener Atmosphäre diskutierten wir dann die Inhalte und beantworteten Fragen. Frau Bollenbeck sagte, es könne schwierig werden das geplante Grundstück von der Stadt Köln zu bekommen und eine besonders schöne Stelle sei das da zwischen B8 und Eisenbahn auch nicht. Ja, aber es ist zentral und verkehrsgünstig gelegen! Und z.Zt. gibt es keine schönere oder zentralere Alternative, die alle Vorteile dieses Standortes bietet.
Das Gespräch kam mir ein bisschen wie eine Prüfung vor. Habt ihr daran gedacht?, habt ich euch dazu Gedanken gemacht? Was sagen die Kritiker(innen)? Was ist mit den Jungen, den Alten, was ist mit den jetzigen Versammlungsräumen, was braucht man noch wo vor Ort? Wie haben Sie das Konzept in die Gemeinden kommuniziert? Gibt es Rückmeldungen von Fernstehenden?

Ich glaube, wir konnten die Fragen, die zu beantworten waren gut beantworten und ich glaube, es ist uns gut gelungen ein bisschen Aufbruchsstimmung und Begeisterung rüber zu bringen.
Zentral ist vielleicht, dass unser Konzept modular ist, es scheitert nicht, wenn der Standort an der S-Bahn nicht zu bekommen ist. Wir kennen nicht heute schon alle Antworten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir Probleme lösen können und uns gemeinsam auf den Weg machen wollen.

Als Ulrich Koemm das Treffen (sehr geschickt) zusammenfasste: Wir nehmen mit in die Gemeinde, dass wir den im Konzept geschilderten Weg mit dem GV weiter gehen werden, kam von Msg. Bosbach kein Widerspruch.
Es ist klar, dass dies keine Genehmigung im engeren Sinne ist, aber es ist schon mal ermutigend, dass wir nicht gegen ein striktes Nein gelaufen sind!
Das GV wird PGR und KV nun bis November einen Brief schreiben und Vorschläge machen, welche Schritte nun wie möglich sein könnten. Evtl. braucht es dann noch ein Treffen, evtl. kann man auch schon kleinere Schritte sofort in Angriff nehmen.

Ich war froh und erleichtert nach den Treffen. Ich denke, wir können weiter gehen!

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat
22.09.2016

PS :-)
PGR = Pfarrgemeinderat
KV = Kirchenvorstand
GV = Erzbischöfliches Generalvikariat

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Weiterentwicklung ‚Konzept 2035‘

Posted by Florian Seiffert - 28. Januar 2016

UpDate 01.04.2016:

Konzept 2035Der Papst twittert heute:

Als Christen dürfen wir uns nicht in uns verschließen, sondern müssen offen sein vor den anderen und für die anderen.

Der Pfarrgemeinderat (PGR) und der Kirchenvorstand (KV) haben eingeladen, das Konzept 2035 (Konzept für die künftige Gemeindestruktur) zu Lesen, zu diskutieren und es in weiteren Schritten auszubauen und zu verbessern.
Auf dem Neujahrsempfang der Pfarrei ist dies am 1.1.2016 geschehen, ebenso wie auf den Neujahrsempfängen der ‚Kirchtürme‘ in Flittard und Stammheim.

Damit Anregungen, Vorschläge, Kritik, Meinungen zu dem Konzept 2035 nicht verloren oder unter gehen, lade ich alle Menschen ein, ihre Kommentare an mich weiter zu leiten. Ich sammle sie und veröffentliche sie hier in diesem Posting. Wahrscheinlich wird der gemeinsame Ausschuss von PGR und KV, der das Konzept erstellt hat sich dann dieser Kommentare annehmen. Jedenfalls halte ich das für eine gute Idee, es ist aber in dem Ausschuss noch nicht besprochen.

In der Vollversammlung des PGR gestern wurde besprochen, dass wir noch Diskussionsmöglichkeiten zu dem Konzept anbieten. Wahrscheinlich bis zum Sommer 2016. Auch da können Sie noch ihre Ideen einbringen und Lob, Kritik etc. äußern.

Im Protokoll des PGR von gestern wird stehen:

Damit wir die Menschen ernst nehmen und nichts verloren geht sammelt Florian Seiffert alle Kommentare, Meinungen, Hinweise, Anmerkungem zum Konzept 2035. Schreiben Sie bitte eine EMail an florian@seiffert.net oder geben Sie einen Briefumschlag adressiert an Florian Seiffert im Pfarrbüro St.Hubertus ab, den sich Florian Seiffert dann in der Sakristei abholen kommt. (Oder schreiben Sie an Florian Seiffert, Werthstr. 4, 53332 Bornheim).

Florian Seiffert, 28.01.2016

Bis jetzt ist bei mir angekommen:

  • … bemängelte, dass sich nicht alle Altersgruppen in dem Konzept wider finden. Es ist wichtig Jung und Alt mitzunehmen. Damit es gelingt, sollten sich alle Altersklassen wieder finden.
  • … regte an, über die Gründung einer Stiftung zur Erhaltung der Pfarrheime nachzudenken. Mittels eines Briefes an alle Gemeindemitglieder solle die Spendenbereitschaft abgefragt werden.
  • … regte an, für den Bau des neuen Gemeindezentrums auch das Gelände am Haferkamp zwischen Stammheim und Flittard in Betracht zu ziehen.
  • Pfarrer Michael Cziba beruhigte die erregten Gemüter mit der Aussage, dass an den verbleibenden Kirchtürmen auf alle Fälle Räumlichkeiten erhalten oder wieder geschaffen werden, die kleineren Gruppen weiterhin ein Treffen vor Ort ermöglicht. Sollte also ein Pfarrheim aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgerissen werden müssen, könne beispielsweise im Erdgeschoss eines dort neu entstehenden Wohnhauses eine Wohnung mit „veränderbaren“ Wänden für diese Zwecke entstehen.
  • … regte an, Kontakt mit Winfried Kissel, dem Pfarrer von Rösrath, aufzunehmen, der offensichtlich ein neues Gemeindezentrum für seine 3 „Altgemeinden“ gegen den Willen vieler Gemeindemitglieder geschaffen hat. Das Resultat und die Resonanz bei den verantwortlichen Gremien lohne sich einmal vor Ort zu betrachten und heutige Meinungen zu dem Projekt zu hören.
  • Es ist eine interessante Idee und einige gute Überlegungen. Manches freut mich (Schließung Pfarrheim Mariä Geburt) und anderes halt nicht (Schließung Pfarrheim und Kirche Pius). Aber die Gründe sind verständlich und nachvollziehbar. Den gewählten neutralen Standort an der S-Bahn finde ich prima. Das hätte eine ähnliche Aushängeschildwirkung wie St. Johannes. Man könnte ihn evtl. nur noch toppen durch eine Bebauung des Ackers zwischen Flittard und Stammheim sprich neben Familie W. Aber das dürfte nicht so einfach sein und für viele wieder eine Bevorzugung/Benachteiligung bedeuten.
  • Von der Oberministrantenrunde gibt es mündlich eine positive Meldung. Eine schriftliche ist anegkündigt.
  • 10.3.2016: … soeben habe ich das ganze Konzept 2035 gelesen. Ich finde es sehr interessant, informativ und auch innovativ. Die Idee eines neuen Pfarrzentrums ist sehr nachvollziehbar dargestellt. Ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt
  • 16.3.2016. Aus dem Protokoll der Oberministrantinnenrunde zum Konzept 2035:
    Christliche Asylanten alleine als Mieter ist nicht OK, Andersgläubige in „kirchlichen“
    Wohnungen wohnen zu lassen könnte auch den Dialog fördern; Sozialwohnungen sind
    grundsätzlich eine gute Idee,
    Vorschlag: Gästezimmer im Zentrum zur Vermietung an Pilger;
    Das Konzept ist grundsätzlich eine gute Lösung: Es sollte im Blick bleiben: was
    braucht die Gemeinde, was ist machbar;
    Die langsame Entwicklung des Konzepts (Zeitplan) hilft auch, dass sich die Menschen
    auf andere Wege einstellen können.`
    Aufwändig: die Leute die vorher zu Fuß zur Kirche gegangen sind haben es zum
    Gemeindezentrum (Pfarrbüro) viel weiter;
    Die Sorge wird geäußert, dass die Gemeindearbeit unter der Entfernung leiden könnte.
    Wird es einen Versammlungsraum geben, der groß genug ist für die ganze Gemeinde?
    Könnte der neue Kirchenraum auch für Gemeindeversammlungen genutzt werden?
    Es sollte in dem neuen Zentrum neben einem großen Raum auch viele kleinere Räume
    für Gruppierungen geben.
    Man sollte sich was überlegen, wie man dann alte Menschen zur Kirche bekommt
    (Fahrdienst?) – wenn dann die alten Leute noch in der Messe fehlen, steht der Pfarrer
    irgendwann alleine da.
    S-Bahn als Bauplatz ist von BKS gut zu erreichen
    Wichtig: Es soll Räume weiterhin vor Ort geben, in denen sich die Ortsangehörigen
    (Gruppen) treffen können.
    Bedenken: Kleine Räume innerhalb eines Neubaus vor Ort (mit Wohnungen zur
    Vermietung darüber) können vielleicht „Kirche“ verdrängen und nicht mehr so
    deutlich machen, dass dort eine kirchliche Gruppierung unterwegs ist (wie z.B. die
    Jugendheime).
    Das Gemeindeleben vor Ort könnte weniger werden, wenn man ein großes
    Gemeindezentrum hat und vieles dort stattfinden lässt.
    Ein gemeinsames Gemeindezentrum könnte eine Chance sein, dass die jetzige
    Gemeinde mit 5 Ortskirchen enger zusammenwachsen kann (ein Pfarrfest für alle?).
  • 30.03.2016:
    Konzept für eine künftige Gemeindestruktur 2035
    Einige Gedanken dazu von Maria Wermter –

    Zunächst möchte ich den Verfassern des Konzeptes danken, da steckt viel Arbeit drin. Dass es nicht einfach immer soweiter gehen kann, ist klar, einerseits weil 4 Pfarreien zusammen gelegt wurden und so manches doppelt da ist andererseits wegen sinkender aktiver Teilnahme der ohnehin sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder.

    Aber ich meine, wir sollten das Zusammenwachsen nicht überbewerten.Wichtig ist die Gemeinde vor Ort im Sinne von kleinen christlichen Gemeinschaften, wo man sich kennt und kennen lernen kann, wo man auch noch aufeinander achtet und Anteil nimmt, wie es z.B. in der BKS noch gegeben ist.
    In anderen Bereichen z.B. Seniorenarbeit oder Sport geht der Trend zu ortsnahen Netzwerken, gefragt ist Nahversorgung und nicht nicht Zentrum, das man nur mit Auto und Bus erreichen kann. Es gibt zu viele, die das nicht können. Wir haben dieses nahe Netzwerk mit Kirchen und Sozialräumen, sollen wir es wirklich auflösen?
    Ich erlebe, dass z.B. Seniorennetzwerke und Sportgruppen händeringend noch bezahlbaren Räumen suchen, manchmal stellt die GAG einen Gemeinschaftsraum zur Verfügung (in Stammheim) manchmal ein Seniorenheim oder eben eine Kirchengemeinde. Letzteres fiele jetzt evtl. weg, wodurch die Suche noch schwieriger würde. Wäre es nicht auch für uns als Kirchengemeinde von Vorteil oder eine Aufgabe, diese Gruppen zu unterstützen und sich so stärker in der Gesellschaft zu vernetzen.
    Freilich wäre er erforderlich, das Problem von Gemeinschaftsräumen auf höherer Ebene, Stadt oder Diözese, zu lösen, indem sich mal Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Seniorennetzwerke, Sportvereine etc. zusammen tun. Dass die Kirche keinen Gemeindesaal mehr finanzieren und stattdessen bei anderen Unterschlupf suchen will, denen es vielleicht finanziell auch nicht gut geht, ist nicht ohne weiteres zu verstehen.
    5 Kirchen, von der Besucherzahl her gesehen, sind viel, wenn von denen noch welche marode sind, bleibt wohl tatsächlich nur die Aufgabe, aber es trifft sich unglücklich, dass a) die neuen Kirchen verschwinden würden, die uns viel leicht mehr ansprechen, und b) die Kirchen und Pfarrheime gerade in den großen neueren Wohngebieten verschwinden, in Flittard z.B., wo auch schon die evangelische Kirche weg ist, da ist dann nichts mehr, muss das sein? Da wäre mal Ökumene gefragt: Kirchen und Pfarrheime gemeinsam nutzen? Gemeinsam planen, wo welche Kirche aufgegeben wird?

    Zum geplanten neuen Gemeindezentrum habe ich zuerst die Frage, ob bei der Stadt geklärt ist, ob das Grundstück in dem vorgesehenen Zeitrahmen überhaupt zur Verfügung steht?
    Im übrigen ist die Bezeichnung „verkehrstechnischer Knotenpunkt“ etwas euphemistisch. Die S.Bahn-Station liegt so einsam und isoliert, dass man sie bei Dunkelheit am liebsten nicht mehr betreten möchte. Ein Vorteil sind die 3 Bus-Linien, mit denen man die Gebiete der Pfarrgemeinde erreichen kann, aber auch die Haltestellen liegen isoliert, abgetrennt durch 2 Hauptverkehrsstraßen. Da können sich einsame Haltestellen und Pfarrzentrum wenigstens Gesellschaft leisten. Gibt es irgendwo in der Diözese schon ein Modell für so eine einsame Lage? Ich fürchte, die Randlage außerhalb der Sicht- und Hörweite der Gemeindemitglieder wird eher ein Symbol dafür, dass Kirche und Religion aus der Mitte des Lebens der Menschen entschwindet als dass dort eine neuer Aufbruch gelingt. Der hängt eher davon ab, was darin statt findet.
    Wohnungen dort für Migranten wären eher das Gegenteil von Integration.
    Was spricht dagegen, das Gemeindezentrum auf dem Platz von St. Johannes zu bauen?
    Was das soziale Engagement der Gemeinde betrifft, wäre zu überlegen, ob an einem der aufzugebenden Kirchorte, z.B. St. Pius, eine Mehrgenerationen-Wohnanlage gebaut werden könnte.

    Mich persönlich betrifft die Vision 35 voraussichtlich nicht mehr, aber ich hoffe, dass die jüngeren Generationen ihren Weg finden, Gemeinde zu leben.

  • 29.03.2016
    Hallo zusammen,

    die Idee eines gemeinsamen Pfarrzentrums hört sich im ersten Augenblick
    sehr interessant an. Ich stelle mir hierzu jedoch eine Frage:

    Was ist ein Pfarrzentrum „draußen auf der grünen Wiese“ wert?

    Ich persönlich bin der Meinung, ein Gemeindehaus, ein Pfarrheim gehört
    „mitten ins Dorf“, bzw. sollte Ortsmittelpunkt sein. Denn dort spielt
    sich das Leben der Gemeinde ab. Natürlich muss sich eine Pfarrgemeinde
    auch den drängensten Zukunftsfragen stellen. Natürlich besteht unsere
    Gemeinde aus St. Hubertus, St. Pius X, St. Mariä Geburt, St. Johannes
    Ev. und St. Bruder-Klaus. Und genau so natürlich ist es wichtig, eine
    Gemeinde (auch finanziell) zukunftsfähig zu machen. Aber will man
    wirklich das glücklicherweise noch sehr lebendige Gemeindeleben „aufdie
    grüne Wiese“ auslagern?

    Mit freundlichen Grüßen
    Mike Paunovich

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Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 19. November 2015

Konzept 2035Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind durch das Generalvikariat des Erzbistums Köln aufgefordert worden, Planungen für den weiteren Bestand der Kirchengemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt vorzulegen.
In einer Arbeitsgruppe dieser beiden gewählten Gremien ist das nun vorliegende Konzept
St. Hubertus und Mariä Geburt 2035
entstanden.
Es soll nun in der Gemeinde ausführlich diskutiert, besprochen und auch weiterentwickelt werden.
Dazu sind wir auf Ihre Vorschläge und Meinungen angewiesen.
Einer erste Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zum Sammeln der unterschiedlichen Vorschläge und Meinungen wird es beim gemeinsamen Neujahrsempfang am 01.01.2016 im Anschluß an die Messe um 16.00 Uhr in St. Bruder Klaus geben, zum dem wir Sie heute bereits herzlich einladen wollen.
Wer eine Papierversion dieses Konzeptes haben möchte, kann sich gerne mit dem Pfarrbüro seiner Wahl in Verbindung setzten und sich dort eins ausdrucken lassen.

Konzept 2035

Konzept 2035

Siehe auch:

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