Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘PGR’ Category

Der Pfarrgemeinderat berichtet: Einen Schritt weiter!

Posted by Florian Seiffert - 14. Juni 2019

St.Johannes Ev.

Wir sind einen Schritt weiter. Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PGR) haben diese Woche zwei Gespräch mit möglichen Investoren für St.Johannes Evangelist geführt.

Gesprochen wurde einmal mit der Aachener Wohnungsbaugesellschaft und dann mit der Gemeinnützigen AG für Wohnungsbau (GAG), um beim Abriss von St.Johannes Ev. und beim Wohnungsneubau in Neu-Stammheim einen Schritt weiter zu kommen.
Wir haben unser Grundstück vorgestellt und klargemacht, dass ein Verkauf des Grundstücks oder von Teilen davon im erzbischöflichen Generalvikariat (eGV) nicht genehmigungsfähig ist und so eigentlich nur eine Nutzung in Erbpacht bleibt.
Ein Neubau der Kita wäre super, dann mindestens vierzügig oder fünfzügig. Eine Integration der Kita in Wohnbebauung ist kein Problem für uns. Freiflächen der Kita auf einem Flachdach wären cool.

Beide Investoren war interessiert und wollen bis Ende August ein Konzept oder einen Plan vorlegen. Wir sind gespannt.

Gibt es weitere interessierte Investoren?

Siehe auch:

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Predigtreihe zum Jahresthema des PGR – Teil 07

Posted by michaelcziba - 9. Juni 2019

Teil 07 zum Schrifttext Apg 2,1-11 (+12-13)

Wir feiern heute Pfingsten, ein eigenartiges Fest an der Schwelle zum Sommer, ein farbloses Fest gemessen an der Kraft der Weihnacht und des Aufbruchs von Ostern. Wir feiern Pfingsten, Fest des hereinbrechenden Geistes und der be¬ginnenden Kirche. Aber ist mit diesem Hinweis mehr gegeben als eine leere Formel?
Gottes Wort muss wieder helfen, und Gottes Wort kann helfen, wenn wir es ernsthaft bedenken im Bericht von jenem Tag, da Gottes Geist die Menschen zu wandeln begann. Und solches Nachdenken sollte nicht gleich wieder zu ergründen suchen, was genau passiert sei, und wie man solches erklären könne; Begegnung mit Gott ist nicht zu erklären, sowenig wie die Liebe, die man erfährt, ohne sie genau beschreiben zu können. Und genau davon wird uns erzählt: Menschen haben etwas erfahren, und was sie erfuhren war dieses: Es geht weiter.
Darum geht es: Es geht weiter. – Nachdem die Jünger immer wieder dem Auferstandenen begegnet waren und darin die Überzeugung gewonnen hatten, „er lebt“ und „es geht weiter“, wird diese Überzeugung am jüdischen Erntefest fünfzig Tage nach Ostern noch einmal machtvoll dokumentiert: Es geht weiter; Gottes Geist, der Geist Jesu kommt auf die versammelten Jünger. Das ist Pfingsten: Jesu Geist erfasst die Jünger. Nicht mehr einfache Begegnung mit dem Lebendigen, nicht mehr einfache Überzeugung von seiner Gegenwart, sondern Erleben seiner Kraft; Erfasstwerden von seinem Leben, das wie Feuer entflammt und erhellt.
Darum geht es in einem zweiten Schritt: Es geht weiter in seiner Gemeinde. – Einbruch des Geistes, Aufbruch seiner Kraft ist freies Geschenk, aber Geschenk an seine Gemeinde; zugesprochen denen, die sich an Jesus halten und mit ihm leben (wie es Jesus in den Abschiedsreden an seine Freunde sagt); übertragen denen, die auf den Auferstandenen zugehen (wie es das Evangelium heute zeigt); ausgegossen über die, welche auf sein Wort hin betend miteinander warten (wie die Apostelgeschichte berichtet).
Das ist Pfingsten: Jesu Geist kommt auf seine Gemeinde. Der Geist weht, wo er will, aber er will seine Gemeinde. Nirgends sonst ist er verheißen und nirgends sonst bricht er in dieser radikalen Weise auf.
Aber es braucht auch jeden einzelnen von uns. Der eben zu Jesus hält und mit ihm leben will, der Gottes Wort erwartet und eben dem Wehen des Geistes vertraut.
Und das ist das dritte Entscheidende: Es geht weiter durch uns. – Das ist nicht aus dem Text selbst abzulesen, wohl aber aus der Tatsache, dass er heute zu uns gesagt ist. Erinnerungen an das Aufbrechen des Geistes meint nicht nur sich Erinnern an das Damals, sondern will den Blick auf uns werfen.
Das ist Pfingsten: Konfrontation mit unserer Chance. Und das kann vom bisher Bedachten nur heißen: es geht weiter, wenn wir uns vom Geist erfassen lassen, wenn Jesu Geist nicht nur Gegenstand unseres Denkens, sondern Wirkkraft unseres Lebens ist; es geht weiter in seiner Gemeinde, wenn wir uns zu ihr bekennen und in ihr seiner Gegenwart innewerden; es geht weiter zur Einheit der Welt, wenn wir die Kraft des Geistes andere spüren lassen und „Feuer und Sturm des Glaubens“ an sie weitergeben. Und dann können wir frohen Mutes über den Jordan gehen, in ein neues Land des Glaubens und in eine von Gott getragene Zukunft.
Wir müssen nur dem Geist Gottes trauen und aus seiner Kraft leben.
Können wir das?

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Protokoll des PGR 28.5.2019

Posted by vnestler - 5. Juni 2019

2019 – 28.5. Protokoll PGR

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Das neue Firmkonzept

Posted by fjostermann - 4. Juni 2019

Der Pfarrgemeinderat hat nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Sakrament der Firmung ein neues Konzept erstellt, das in Zukunft umgesetzt werden soll. Wer sich nur für das Ergebnis interessiert, der findet in der Firmkonzept-2019-Kurzfassung alles, was aktuell im Pfarrgemeinderat beschlossen wurde.

Wer nicht nur das Ergebnis sehen will, sondern sich über für die Überlegungen und alternativen Gestaltungsmöglichkeiten informieren will, der findet im Firmkonzept-2019 das vollständige Protokoll unseres Wochenendes.

Viel Vergnügen beim Lesen!

 

 

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Predigtreihe zum Jahresthema des PGR – Teil 06

Posted by michaelcziba - 2. Juni 2019

Teil 06 zum Schrifttext Apg 7,55-60

Die Steinigung des Stephanus, des ersten Märtyrers, steht innerhalb der Apostelgeschichte nicht zufällig am Übergang zu einer neuen Epoche des frühen Christentums: Die bisherigen Grenzen der Gemeindetätigkeit werden überschritten. Die Steinigung des Stephanus ist die letzte Erzählung von der Jerusalemer Gemeinde. Sie umreißt Strukturmomente künftigen Christentums: die Verfolgung, die Möglichkeit der Umkehr (in der Person des Saulus), die Zerstreuung der Christen über die damalige bekannte Welt samt der für die Christen grundlegenden missionarischen Ausrichtung. Sind wir uns der Vergleichbarkeit dieser Situation bewusst. Nachdem wir seit dem 3. Ostersonntag über einzelne Aspekte für eine Zukunft der Gemeinde vor Ort, über einzelne Aspekte der christlichen Lebensweisen nachgedacht haben, kommen wir jetzt zu den wirklich großen Herausforderungen: Nämlich der Umsetzung im Leben. Das bedeutet es aus meiner Sicht, wirklich „über den Jordan gehen“. Sich selbst zu ändern. Sich selbst voll und ganz auf Gottes Gegenwart und Geleit zu verlassen. Gegen allen Zeitgeist aus der Kraft der Gebote Gottes zu leben. Sind wir dazu bereit?

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Predigtreihe zum Jahresthema des PGR – Teil 5

Posted by michaelcziba - 30. Mai 2019

Teil 05 zum Schrifttext Apg 1,1-11 – von Pfr. Michael Cziba

Die mythologische Vorstellung einer „Himmelfahrt“ ist der Antwortversuch auf die alte menschliche Sehnsucht, nicht endgültig sterben zu müssen. Himmelfahrt wurzelt als Thema in den Mythen und Sagen alter Kulturen, auch in der biblischen Überlieferung. Letztlich meint sie eine Bewegung von unten nach oben, von der Erde zum Himmel, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren. Für Menschen bleibt der „Himmel“ das geahnte, noch nie gesehene Ziel und der erhoffte, noch nie erreichte Zustand, gar der Raum ewigen Lebens. Diese Sehnsucht hält sich bis in unsere aufgeklärte Zeit durch: trotz aller Verflüchtigung metaphysischer Inhalte, trotz der um sich greifenden philosophischen Destruktion aller religiösen Himmelsvorstellungen, trotz aller ästhetischen Popularisierung in der Kunst. Auch das Fest „Christi Himmelfahrt“ will das Nicht-Sichtbare visualisieren.
Dabei waren dem Verfasser des „lukanischen“ Doppelwerkes die zeitüblichen Vorstellungen bekannt: die antiken heidnischen und jüdischen Bilder der „Entrückung“ und „Himmelsreise“ im Kontext des Lebensendes großer Menschen. Wohl waren derartige Berichte damals nicht gerade alltäglich, aber durchaus nicht unbekannt: die Entrückung des Romulus, des Herakles, Alexanders d. Gr.; im biblischen Bereich: die des Henoch, Esra, Baruch, Mose, besonders des Elija (von dem ja diese Einseitigkeit des Bildes „vom über den Jordan gehen“ stammt). So ist es literarisch naheliegend, dass sich bei biblischen wie nichtbiblischen Erzählungen die jeweils gleichen Erzähl-Motive wiederfinden. Weder diese Erzählungen noch andere Texte des NT legen diese Sicht aber nahe, „Christi Himmelfahrt“ als Spektakel zu erklären, das die Naturgesetze übersteigt.
Vielmehr zeichnen sie das Geschehen als nicht bzw. kaum sichtbares, keineswegs konkret-vordergründiges Ereignis: Jesu Sein bei Gott im Himmel, sein Aufsteigen zum Vater, seine Auferweckung und Erhöhung als Einheit. Diese Texte verstehen Erhöhung und Aufstieg als inhaltliche Einheit, nicht wie in der Apostelgeschichte durch einen längeren Zeitraum und durch Einzelereignisse auseinander gerissen und zu einem dramatischen Geschehen ausgestaltet. Einheit ist dabei das entscheidende Stichwort. Wir müssen als Gemeinde eine Einheit bilden in der Unterschiedlichkeit des je einzelnen und der je eigenen Gruppe. Für die christliche Gemeinde kann eine Zukunft nur darin bestehen als eine wirkliche Gemeinschaft aufzutreten. Die Antworten zu geben versucht, auf die Fragen der Menschen nach dem Sinn des Lebens und nach dem Glauben. Es muss für uns darum gehen – neben dem ganz spezifischen Traditionellen – eben auch einfache Antworten zu geben auf den Glauben. Durch ein glaubwürdiges Beispiel christlichen Lebens (eben durch Taten und Zeichen, statt durch großartige Reden) andere Menschen für den Glauben zu begeistern. Wie weit können wir diese Einsicht nachvollziehen? Wie leben wir unseren Glauben? Reden wir positiv und anständig mit und von anderen oder leben wir, wie die Welt, von Neid und Missgunst, von Fehler suchen beim anderen und andere als Sündenböcke hinstellen. Was müssten wir ändern – wie können wir zur Einheit der Gemeinde beitragen und damit zum gegenseitigen Tragen in veränderten Situationen.

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Predigtreihe zum Jahresthema des PGR – Teil 04

Posted by michaelcziba - 26. Mai 2019

Teil 04 zum Schrifttext Apg 15,1-2.22-29 – von Pfr. Michael Cziba

Die vorgegebene Leseordnung rückt eine für die frühe Kirche theologisch brisante Frage in den Vordergrund: Kann man Christin oder Christ sein, ohne die jüdischen Gesetze zu halten? Das Christentum war in dieser frühen Zeit noch sehr stark an das Judentum gebunden, aber immer mehr Nichtjuden schlossen sich der neu entstehenden Gemeinschaft an. Wie aber sollte man mit diesen, aus jüdisch-christlicher Sicht heidnischen Menschen umgehen? Gehörte das Jüdische konstitutiv zum Christentum dazu, oder sollte man eigene Wege – unabhängig von jüdischen Gesetzen und Lebensvorstellungen – gehen? In Antiochia konzentrierte sich die Frage auf die Notwendigkeit der Beschneidung: Muss also ein nichtjüdischer – und damit nicht beschnittener Mann – sich beschneiden lassen, um zum Christentum gehören zu können? Man war sich in dieser Frage alles andere als einig, es kam zu großen Auseinandersetzungen, die dazu führten, dass Paulus und Barnabas zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem geschickt wurden.
In Jerusalem legt Petrus in einer großen Rede dar, dass Gott diese Frage bereits entschieden habe, indem er den Heiden den Glauben als Gabe des Heiligen Geistes schenkte. Der Glaube an Christus reicht, um Christin oder Christ zu sein. Schwierigkeiten ergeben sich aber im Zusammenleben von Judenchristen und Heidenchristen. Im sog. Aposteldekret, das den Hauptteil der Lesung bildet, wird daher auf die beiden gestellten Fragen Bezug genommen: Den Heiden werden keine Lasten, wie etwa die Beschneidung auferlegt, denn der Glaube an Christus reicht, um gerettet zu werden. Um das Zusammenleben aber mit den jüdischen Mitschwestern und Mitbrüdern zu ermöglichen, um Tischgemeinschaft halten zu können, wird den Heidenchristen auferlegt, Dinge zu meiden, die den jüdischen Reinheitsvorschriften zutiefst widersprechen. Es handelt sich hier also nicht um eine Frage des Glaubens, sondern um Rücksichtnahme und Wertschätzung des Anderen. Die Gemeinde, die aus dem Glauben an Christus aus Juden und Heiden zusammenwächst, braucht Grundlagen für das gemeinschaftliche Miteinander.
Und da genau dort können wir auch für unsere manchmal zerstrittene Christenheit innerhalb der Katholischen Kirche und innerhalb der Christlichen Kirchen und Konfessionen lernen. Wir alle sollten uns mehr auf das wesentliche konzentrieren, auf den gemeinsamen Glauben und die Geschichtlichen Entwicklungen und Traditionen nicht als das Trennende zu sehen, sondern in dieser Unterschiedlichkeit das zentrale gemeinsame Glaubenszeugnis und Glaubensbekenntnis sehen. Schon die ersten Christen haben diesen Weg immer wieder eingeschlagen und bis heute gibt es sieben katholische Kirchen, die sich in den Kernfragen einig sind, obwohl äußerlich betrachtet, durch die Traditionen große Unterschiede bestehen. Warum können wir in dieser äußerlich angespannten Situation für alle christlichen Kirchen nicht das Zusammenführende betonen in der Unterschiedlichkeit der einzelnen Traditionen und Unterscheidungen. Warum machen wir nicht mehr miteinander, statt nebeneinander oder gegeneinander. Dies gilt aber nicht nur für die Ökumene, sondern ist auch in jeder Katholischen Gemeinde zu sehen. Man will das Alte behalten, und wenn sich schon mal was ändern muss, dann immer bei den anderen. Wenn wir als Gemeinde den Mut des Aufbruchs besitzen und zeigen wollen, müssen zuerst diese Engstirnigkeiten unter uns aufgehoben werden. Müssen wir lernen, im Miteinander das christliche deutlich sichtbarer zu machen. Nur so können wir überlebensfähig für die Zukunft werden und aufbrechen in die neue ungewisse Richtung. Nur so könne wir ernsthaft über den Jordan gehen, um neu zu werden und Neues zu erleben.

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Das Pfarrmagazin KREUZundQUER 2/2019 ist da

Posted by N. Groeger - 24. Mai 2019

Das Pfarr-Magazin „KREUZundQUER“ Ausgabe 2/2019 liegt in den einzelnen Büros/Pfarrbüro/Stadtteilbüro zu weiteren Verteilung.
In Stammheim liegen die zu verteilenden Exemplare ab Montag den 27.05.2019 im Stadtteilbüro Stammheim.
Hier die Ausgabe in elektronischer Form.
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Predigtreihe zum Jahresthema des PGR – Teil 03

Posted by michaelcziba - 19. Mai 2019

Teil 03 zum Schrifttext Apg 14,21b-27 – von Pfr. Michael Cziba

Die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte berichtet von der ersten Missionsreise des Apostels Paulus. Die Reisegruppe befindet sich nun auf dem Rückweg, von daher kann der Text durchaus als eine Art Rückblick und Ergebnisbericht gesehen werden. Was hatten sie nicht alles erlebt und erfahren – sehr spannend liest sich der Reisebericht der Glaubenden. Menschen bekehrt, Kranke geheilt, sich gegen Irrlehren gewehrt und immer wieder die Geschichte von Jesus erzählt, der sich als der wahre Messias herausstellte. Dabei waren sie immer wieder auf Menschen gestoßen, die sie durch ihre Erzählungen vom Glauben überzeugen konnten, und sie hatten immer wieder den Heiligen Geist gespürt, der ihnen Kraft und die Gabe des Redens gab.
Beim lesen sollte man aus meiner Sicht aber bedenken, dass hier von Erfolgen berichtet wird. Er ist eine kurze Zusammenfassung der Missionsreise und beinhaltet nicht das tägliche Einerlei und die damals auch vorhandenen mühevollen Schritte und „Niederlagen“. Die „Jünger“, die im Text erwähnt werden, sind neu gewonnene Christen, die sich ganz der Nachfolge Jesu verschrieben haben. Ihnen wird Mut zugesprochen. „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.“ Und wenn das erwähnt werden muss, ist das schöne Bild das mancher sich vorstellt, von der Welle des Erfolgs der ersten Christenmissionare bestimmt nicht richtig. Und auch der daraus abgeleitete hängende Kopf: Wir haben keinen Erfolg wie damals, also verwalten wir das Ende; ist aus meiner Sicht zu einfach gedacht und zeigt nur fehlenden Glauben auf. Ein wichtiger Bestandteil des Glaubens ist nämlich das Vertrauen in die Gegenwart Gottes und die Zusage seiner Kraft und seines Geistes. Und das gilt immer und vor allem jetzt. Wenn ich anfange eigene Erfolge zu zählen, kann ich ganz schnell den Elan verlieren und wahrscheinlich haben auch die ersten Christen diese Erfahrung gemacht. Denn sonst müsste man nicht Mut zusprechen und die Mühe andeuten, die mit der Mission bzw. dem Glaubensleben verbunden ist. Bei Paulus ist dieser Satz: „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.“, nicht einfach so dahin gesagt, sondern deckt sich mit den Erfahrungen des Apostels.
Der zitierte Satz erinnert mich gerade zu prophetisch an heutige manchmal resignative Aufseufzer. Auch heute empfinden sich viele überzeugte Christen als Agierende in einer „heidnischen“ Welt. Ihnen wäre eine Identifikation mit den neugewonnenen Jüngern der paulinischen Missionsreise sicher hilfreich. Und vor allem sollten auch wir uns öfters Mut zusprechen und nicht immer auf das „gescheiterte“ Blicken, sondern das viele Positive mehr in den Blick nehmen. Statt zu jammern, sollten wir uns mehr freuen über das viele Gute und erreichte.
Ich hoffe, dass wir dies noch können oder wieder lernen können!

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Predigtreihe zum PGR-Jahresthema – Teil 02

Posted by michaelcziba - 12. Mai 2019

Teil 02 zum Schrifttext Apg 13,14.43b-52 – von Pfr. Michael Cziba

In der letzten Woche haben wir uns – sozusagen die Hausaufgabe mit auf den Weg geben lassen: Vertrauen wir noch auf Gottes Gegenwart in unserer Welt? Ich hoffe mal, dass manche von uns sich mit dieser Frage länger als nur einen Augenblick beschäftigt haben und für sich eine Antwort gefunden haben. Die Apostelgeschichte erzählt an diesem Sonntag, wie sich das Wort Gottes vom Rand der damaligen Welt, also von Jerusalem, bis ins Zentrum der damaligen Welt nach Rom ausgebreitet hat. Interessanterweise heißt es dabei immer: das eine Wort breitet sich aus; dieses Wort, das Gott ein für alle mal gesprochen hat, das Wort Gottes, das Fleisch, das Mensch, geworden ist in Jesus von Nazareth. Die Botschaft von dieser endgültigen Selbstmitteilung Gottes erreicht die Menschen aller Zeiten auf eben diesem Wege, durch andere, einfache Menschen. Das Evangelium, das Wort, das Jesus ist, kommt eben auf zwei Beinen daher, oder gar nicht. Nicht als Buch, Mitteilung oder Information, sondern in ganz konkreten Menschen, Paulus und Barnabas und vielen anderen.
Einfache Menschen – keine Gelehrten oder besonders ausgebildete Fachleute haben das Wort verbreitet. Es wurde keine große Aktion ins Leben gerufen, kein großes Projekt beworben, kein neues Buch geschrieben. Einfache Menschen erzählten einfach dieses Wort weiter bzw. lebten dieses Wort in ihrem Alltag, so dass andere neugierig wurden, vielleicht nachfragten, aber auf alle Fälle begeistert wurden.
Heute kann uns diese Erzählung von den kleinen Anfängen ermutigen. Als die Israeliten durch den Jordan zogen in das gelobte Land, haben sie auf das Wort der Kundschafter gehört und durch diesen Bericht und die ermutigenden Worte einiger weniger Wagemutiger den Mut gefasst den Jordan zu überqueren. Aber Paulus und Barnabas und auch Josua und das Volk Israel haben darauf vertraut, dass Gott ihnen beisteht. Gott führt und begleitet uns auf unseren Weg. Wir benötigen aber eine Grundvoraussetzung: Das wir nämlich wie ein Kind darauf vertrauen können: Gott ist für mich da. Wir benötigen den Mut von Gott zu sprechen – durch Worte und Taten. Natürlich können und sollten wir dabei auch auf bestehende Strukturen zurückgreifen und nicht immer alles gleich neu erfinden müssen. In jeder Gemeinde – oder besser gesagt – in jedem Gemeindemitglied steckt sehr viel Potenzial. Das Potenzial seinen eigenen Glauben in Worte (oder Taten) auszudrücken und die Fähigkeit seinen Glauben zu erfragen und zu hinterfragen. Paulus und Barnabas haben den schon gläubigen Menschen ja nicht so viel neues über Gott berichtet, sondern einfach die Botschaft der Auferstehung – fußend auf den vielen Verheißungen und Prophezeiungen des Alten Bundes – die in und durch Jesus Christus wirklich wurde. Das für die Etablierten störende war ja eher die Tatsache, dass diese Botschaft nicht nur für einen elitären Kreis bestimmt war, sondern für alle Menschen. Und da sind wir schon bei der nächsten Frage: Haben wir den Mut aus der Kraft der Gegenwart Gottes, jedem Rede und Antwort über unseren Glauben zu geben?

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