Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Wallfahrt’ Category

Wallfahrtswoche – Lichterprozession

Posted by michaelcziba - 26. August 2020

Liebe Gemeindemitglieder,
aufgrund der Corona-Regeln wollen wir auf unsere Lichterprozession zu Beginn der Wallfahrtswoche zur „Freudenreichen Mutter von Stammheim“ nicht verzichten – aber wir müssen einiges ändern bzw. anders Handhaben. Im Anschluss an die Messe (allerdings mit einem kleinen zeitlichen Abstand) wird stellvertretend für die Gemeinde nur eine kleine Gruppe (Träger, Zelebrant, Vertreter der GvO) durch die Gemeinde gehen. Eine größere Beteiligung ist wegen des Aufwandes an zusätzlichen Ordnern etc. nicht umsetzbar. Dafür bitten wir Sie um Verständnis und wir bitten Sie dringend nicht mitzugehen. So können wir im Rahmen der Corona-Regeln des Landes NRW eine – wenn auch sehr kleine Variante – der Prozession durchführen.

Allerdings könnten sie unter Einhaltung der Abstandsregeln am Wegesrand stehen und so an der Prozession teilnehmen und Ihre Wünsche und Gebet der Gottesmutter sagen. Auch laden wir Sie ein, ihr Haus bzw. ihre Wohnung am Prozessionsweg ein wenig zu schmücken. Diese kleine Prozession wird über die Salvatorstraße – Am Oberhof – Am Plankengarten – Bonhoefferstraße – Gisbertstraße und Stammheimer Hauptstraße ziehen.

Ich hoffe, dass diese Version auf Ihr Verständnis trifft. Wir leben halt in sonderbaren Zeiten und müssen in Vielem neue Möglichkeiten suchen unseren Glauben zu leben, ohne alles über Bord zu werfen.
Ihr Pfr. Michael Cziba

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Wallfahrtswoche zur Freudenreichen Mutter in Stammheim

Posted by michaelcziba - 20. August 2020

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Pilgerinnen und Pilger,
auch in diesem Jahr werden wir die Wallfahrtswoche zur Freudenreichen Mutter in Stammheim durchführen. Allerdings unter den geltenden Bedingungen, die uns durch die Pandemie aufgezwungen sind, damit wir bei aller Tradition das unsere tun können, um gesund zu bleiben.
Daher wird es in diesem Jahr ein wenig anders laufen. Wir bitten Sie sich zu den Wallfahrtsgottesdiensten ab dem 31. August im Pfarrbüro (0221 663704) anzumelden. Die Zeiten finden Sie auf den aushängenden Plakaten bzw. in unserem Online-Kalender.
Das Pfarrfest am Ende der Wallfahrtswoche wird ebenfalls ausfallen müssen. Wir bitten dafür um Verständnis.
Ihr Pfr. Michael Cziba

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Wallfahrt nach Flüeli 2021

Posted by Florian Seiffert - 20. Juni 2020

Frau Schüßler mailt uns:

Leider musste ich die Wallfahrt zu Bruder Klaus nach Flüeli in diesem Jahr wegen Corona und mangels Anmeldungen absagen.
Für den Termin im nächsten Jahr vom 03.-10. Oktober 2021 kann sich ab sofort schon bei mir angemeldet werden:

Doppelzimmer mit D/WC: 710,00 Euro pro Person
Einzelzimmer mit D/WC: 840,00 Euro (in begrenzter Anzahl)
Änderungen vorbehalten!

Informationen zur Bezahlung und zum Reiseablauf erhalten Sie im nächsten Jahr.

Anmeldungen bitte an:

Karoline Schüßler
Tel.: 0221-641764
karo-line1965@gmx.de

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Studienreise nach Danzig und Masuren

Posted by michaelcziba - 23. Januar 2020

Liebe Gemeindemitglieder,
die Katholische Kirchengemeinde bietet in Zusammenarbeit mit VIATOR-Reisen vom 7. bis 14. Mai 2020 eine Studienreise nach Danzig und Masuren an. Interessenten können sich auf unserer Internetseite http://www.christen-am-rhein.com die Ausschreibung herunterladen bzw. im Pfarrbüro diese erhalten.
Ihr Pfr. Michael Cziba

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Wallfahrtswoche zur Freudenreichen Mutter

Posted by michaelcziba - 22. August 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Vom 1. September bis zum 8. September feiern wir wieder unsere Wallfahrtswoche zur Freudenreichen Mutter von Stammheim.
Herzliche Einladung an den zahlreichen Gottesdiensten und unserem traditionellen Orgelkonzert (am Mittwoch unserer Wallfahrtswoche) teilzunehmen. Die einzelnen Termine entnehmen Sie bitte den aushängenden Plakaten.
Besonders laden wir Sie ein, am 1. September um 19.30 Uhr an der Eröffnungsmesse und der anschließenden Lichterprozession mit unserer Mutter teilzunehmen, und natürlich am 8. September um 10.00 an der Abschlussmesse, die gleichzeitig ja auch unsere Pfarrfestmesse in Stammheim ist, teilzunehmen.
Wir freuen uns darauf, Sie in dieser Woche begrüßen zu dürfen.

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Danke-Schön-Abend

Posted by michaelcziba - 22. August 2019

Liebe Ehrenamtler in Stammheim.
Wie immer wollen wir in unserer Wallfahrtswoche die Gelegenheit nutzen all unseren Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich das ganze Jahr über für unsere Gemeinde einsetzen einmal zu danken. Egal ob zum Beispiel bei den Sternsingern zu Beginn des Jahres oder beim Kirchchor, ob beim Stadtteilbüro oder bei den Messdiener, und, und, und…
Wir haben so viele Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, das man nicht wirklich alle aufzählen kann. Dank Ihnen allen lebt unsere Gemeinde und setzt ein lebendiges Zeichen. Sie ALLE laden wir daher zu einem kleinen Danke-Schön ein. Dieser Danke-Schön-Abend findet am 6. September um 19.00 Uhr in unserem Pfarrheim Salvatorstraße statt. Bitte kommen Sie alle.
Herzliche Einladung auch, schon vorher zur Marienvesper um 18.00 Uhr in St. Mariä Geburt zu kommen.
Ihr Michael Cziba

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Pfarrwallfahrt nach Kevelaer

Posted by michaelcziba - 20. Juni 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Unsere Pfarrgemeinde lädt herzlich zur jährlichen Pfarrwallfahrt ein. Wir fahren am 25. September 2019 nach Kevelaer. Die Fahrkosten betragen 20,00 Euro. Sie können sich am sofort im Pfarrbüro anmelden. (Abfahrtzeiten: Haltestelle Friedhof Stammheim um 7.00 Uhr; Kirche St. Hubertus ca. 7.10 Uhr und Johanniter-Stift um ca. 7.15 Uhr).

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Impuls zur Israelwallfahrt am 12. April – Impuls 13

Posted by michaelcziba - 12. April 2019

Liebe Israelpilger, liebe Gemeindemitglieder.
Wir stehen nun am Eingang der Karwoche. Nachdem wir in den letzten Tagen schon vorausgeschaut haben auf diese Woche und gestern das bevorstehende Osterfest beleuchteten, kommen wir heute nochmal an den Anfang der Karwoche zurück und gleichzeitig auch an ihr Ende, das den Auftrag der Nachfolge an uns richtet. Wir stehen damit Gedanklich, wie in jedem Jahr, mit Jesus und seinen Aposteln in Jerusalem. Jesus weiß – und auch die Jünger können es wissen: Jetzt geht es ums Ganze, ums Letzte.
Als Gemeinde und als Wallfahrer sind wieder vereint in unserer Gemeinde. Die Entfernung haben wir überwunden und feiern gemeinsam diese wichtigste Woche unseres Glaubens mit Jesus, den Jüngern und allen Christen auf der weiten Welt. Lesen wir heute zu Beginn LK 14,25-33.
Wir Menschen sind ja so beschaffen, dass wir gerne nur das Angenehme hören, das Unangenehme aber überhören. Jesus mutet uns Unangenehmes zu. Und es stellt sich leicht die Frage: Ist denn nun das Christentum eine Freudenbotschaft oder eine Leidensbotschaft. Dieses Stück scheint doch klar zu sagen: Wer Jesus nachfolgt, geht ins Leiden, und er soll sich gut überlegen, ob er das wirklich will. Nun sind wir aber tatsächlich von Gott so geschaffen, dass wir immer das Glück, die Freude, das Schöne suchen. Diese Suche haben wir nicht frei gewählt, sie gehört zu unserer Grundanlage. Wer das Gegenteil sucht, ist krank, psychisch krank. Der Gesunde sucht nicht Schmerz, sondern das Schöne, Gute, sogar das Angenehme. Worum geht es also Jesus? Jesus setzt voraus, dass die Welt aus dem Lot ist, nicht in Ordnung ist, dass die Sünde vorherrscht. Daher wird derjenige, der das Gute sucht, auf Widerstand stoßen. Jesus erfährt es an der eigenen Person: er möchte nichts Anderes als das Gute für den Menschen, er möchte dem Menschen den Vater im Himmel zurückbringen, aber das bringt ihm den Tod. Wer mit Jesus kämpft für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Wahrheit, für den Willen Gottes, bekommt ein Kreuz aufgeladen.
Jesus sagt aber noch mehr: Wer ihm nachfolgen will, muss Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwester gering achten. Jesu Einsatz für das Gute, für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, für das Reich Gottes ist so anspruchsvoll, dass diejenigen, die bei ihm mitmachen wollen, sich darüber im Klaren sein müssen: Das geht nur, wenn die dazu Entschiedenen sogar die nächsten Verwandten in die zweite Reihe stellen. Sie müssen im Zweifelsfall auf der Seite Jesu und gegen die Liebsten zu Hause stehen. Das ist sehr anspruchsvoll.
In gewissem Sinne muss man Jesus ja dankbar sein, dass er nicht um den heißen Brei herumredet, sondern Klartext. Da kann man nicht viel herumdeuteln. Ja, die Menschen, die sich ganz auf seine Seite stellen wollen, müssen sogar ihr eigenes Leben gering achten, hintenanstellen, notfalls ihr Leben lassen. Jesus sagt ja an anderer Stelle: Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Man kann nur sein Jünger sein, wenn man mit Jesus das Kreuz trägt.
Und es geht nicht nur um mich, um meine Person, es geht um die Welt. Wir können mittragen an dem Kreuz der Welt. Gott hat die Menschheit so geschaffen, dass alle mit allen auf geheimnisvolle Weise zusammenhängen. Jeder gute Gedanke ist nicht nur positiv für mich, sondern ist ein Beitrag für die Qualität der Welt. Jeder negative Gedanke, vor allem jedes negative Gefühl, schädigt die Menschheit. Wir sind ein geheimnisvoller, mystischer Leib. Wenn wir Christus folgen, ziehen wir andere mit hinein in den Weg Christi – ob wir es wissen oder nicht, ob wir davon sprechen oder nicht. Daher sind alle Menschen wichtig, die Gesunden und die Kranken, die Jungen und die Alten. Jede gute Tat erhebt die Menschheit, jede böse Tat erniedrigt die Menschheit.
Jesus hat durch sein Leiden und seine Auferstehung gleichsam das erste Steinchen an einem großen Mosaik an die richtige Stelle gelegt und umgedreht. Nun kommt es darauf an, dass wir unsere Steinchen am Welt-Mosaik an die richtige Stelle legen und umdrehen, sodass aus dem Ganzen das große Bild Jesu Christi entsteht. Bei meinem Tun geht es also nicht nur um mich, um mein Heil, meine Erlösung. Bei meinem Tun geht es um das Heil und die Erlösung der ganzen Welt. Missionar ist jeder, Missionare sind wir alle, wenn wir Jesus folgen, unser Kreuz tragen und auf die Auferstehung hoffen. Gerade auch der Hoffnungsschimmer, den wir in die Welt hineinstrahlen, ist wichtig, damit die Welt Hoffnung haben kann. Es ist also höchst wichtig, wie die Christen die nächsten Tage begehen, die Kartage. Auch wenn wir uns als verschwindend wenige fühlen sollten, so ist unsere innere Einstellung wichtig. Es kommt nie auf die Zahl an, auf die Vielen. Es kommt auf die innere Qualität von jedem von uns an. Unsere innere Nähe zum Herrn auf dem Kreuzweg ist ein Beitrag für das Licht der Welt. Wenn Jesus, das Kreuz tragend, uns in seiner Nähe sieht, ist das Stärke, Kraft, Freude. Wir können sein Kreuz tragen und leichter machen.
Bitten wir Jesus, dass er uns die Gnade schenke, ihm nahe sein zu können in den nächsten Tagen. Bitten wir ihn um die Kraft der Nachfolge und feiern wir Ostern als Kraftquelle unseres Glaubens.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute noch einmal ein gesegnetes Osterfest und eine gesegnete Osterzeit.

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Impuls zur Israelwallfahrt am 11. April – Impuls 12

Posted by michaelcziba - 11. April 2019

Liebe Israelpilger, liebe Gemeindemitglieder.
Am heutigen Tag werden unsere Pilgerinnen und Pilger die Heimfahrt antreten und wenn alles gut läuft, diesen Tag mit einer Heiligen Messe in der Grabeskirche beginnen. Allerdings ist der Name, den unsere orthodoxen Schwestern und Brüder benutzen, aus meiner Sicht wesentlich passender: Auferstehungskirche. Wir erinnern uns in der Osternacht an dieses tiefste Glaubensgeheimnis. Wir erinnern uns an die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Es ist der krönende und emotionalste Moment einer jeden Pilgerreise ins Heilige Land.
Fragen wir uns einmal: Wie sähe die Welt aus, wenn wir nicht an eine Auferstehung Jesu glauben könnten? Wie sähe die Welt für uns aus, wenn wir registrieren müssten: Jesus ist gestorben und so wie alle anderen Menschen im Grab geblieben? Jesus wäre durch die Menschen definitiv vernichtet, ausgeschaltet worden? Die Sache Jesu wäre vorbei. Sein moralisches Leben und sein Ruf nach dem Reich Gottes wären eine unter vielen moralischen Aufbrüchen im Lauf der Geschichte, aber nicht mehr. Moralische Appelle hat es viele gegeben, und auch viele Aufbrüche. Aber wirkliche Durchbrüche hat es nicht gegeben, die Welt ist immer gleich geblieben. Nur Naivlinge meinen, dass es eines Tages besser wird, dass eines Tages Gerechtigkeit ausbrechen wird. Realisten sind der Überzeugung, dass alle Menschen, die wie Jesus leben, umgebracht, beseitigt werden, vielleicht nicht gleich gekreuzigt, aber doch wenigstens eliminiert, weil sie nicht ins System passen.
Und was glauben wir Christen, wenn wir die Auferstehung Jesu bekennen?
Wir glauben, dass das Scheitern Jesu am Kreuz letztlich kein Scheitern ist, sondern ein Sieg, ein Sieg über den Tod und das Böse und über den Egoismus. Wir glauben, dass ihn der Vater von den Toten auferweckt hat, dass sein Leben und Tun also von Gott-Vater bestätigt wurde, dass Jesus nicht nur Recht hatte, sondern gesiegt hat und am Ende der Zeit sogar siegen wird. Er wird siegen nicht nur, weil er Recht hatte, sondern weil er bis in den Tod hinein geliebt hat, weil er noch im Sterben seine Feinde geliebt hat, weil er noch im Sterben nicht auf sie geflucht, sondern ihnen verziehen hat. Die Liebe trägt den Sieg davon. Das zeigt uns die Auferstehung Jesu.
Auf diesem Hintergrund ist es nun wirklich interessant, was in der Liturgie der Osternacht alles geschieht.
Erstens die Weihe des Feuers. Wir sind im Dunkel der Nacht. Das Feuer erinnert an die Wärme, die von der Liebe des Herrn ausgeht, an das Licht, das von ihm ausgeht. Jesus hatte gesagt: ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen, ich bin das Licht der Welt. Denken wir an diese Worte, wenn wir das Feuer sehen. Und vom Feuer geht das Licht der Osterkerze aus, mit der wir in die Kirche einziehen. Und das Licht verbreitet sich unter den Gläubigen, aber alles österliche Licht in den Herzen und auf den Gesichtern geht von der Kerze aus, die Christus symbolisiert. Und dann singt der Priester oder ein Vorsänger den Hymnus an die Kerze, an Christus. Und er singt auch von der „seligen Schuld“, von der „felix culpa“. Die Schuld der Menschen ist selig, weil sie einen solchen Freund gefunden haben, der die Schuld von ihren Schultern nimmt und die Schuld auf die eigenen Schultern nimmt. Und er hat den Schuldschein ans Kreuz geheftet.
Und dann folgen die vielen Lesungen. Sie erinnern uns daran, dass Leben und Sterben Jesu eine lange Vorgeschichte haben. Gott hat nicht nur in Jesus an uns gehandelt, sondern jahrhundertelang an seinem Volk. Er hat eine sehr lange Geschichte mit seinem Volk. Er hat Abraham berufen. Ein einzelner, einsamer Mann in der Wüste. Das kann uns sagen: Niemand darf verzweifeln, weil er ja allein gegen eine Welt steht, denn auch mit Einzelnen kann Gott eine große Geschichte beginnen. Und dann hat Gott sein Volk nicht nur in die Sklaverei Ägyptens gehen lassen, sondern auch herausgeführt. Auch das Leben in Sklaverei ist kein Leben ohne Gott. Denn er ist bei den Sklaven, er beruft Moses, bildet ihn heran, und Gott befreit sie durch ihn und gibt ihnen sein Gesetz. Und dann schickt er immer wieder Propheten, die an ihn erinnern, die sein Volk mahnen, zurechtweisen, auch trösten. Gott ist bei seinem Volk. Und dann singen die von Jesus Befreiten das Alleluja. Vierzig Tage haben sie auf das Alleluja verzichtet. Es scheint wichtig, dass das Leben Perioden hat. Nur so wird es kein Einerlei. Wehe, wenn wir die 40 Tage der Fastenzeit, des Weges nach Jerusalem vergessen, wenn wir unser Ramadan vergessen. Wir fasten nicht nur wegen unserer Schönheit und Gesundheit, wir fasten, weil wir einen Herrn haben, der uns liebend in seine Arme schließen will. Und dann ist das Alleluja-Fasten zu Ende und wir dürfen wieder das Auferstehungs-Alleluja singen. Und wir sollen es kräftig singen. Und dann kommt die Feier der Taufe. Es ist schön, wenn in der Osternacht auch Kinder oder Erwachsene getauft werden. Wenn nicht, dann ist es umso nötiger, dass alle Getauften ihre Taufe erneuern. Taufe ist sicher Eingliederung in das Volk Gottes, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch und vor allem Abstieg in den Tod Christi ist, um mit ihm aufzuerstehen. Das Untertauchen ist das Eintreten in die Todesgemeinschaft mit ihm und das Auftauchen ist das Auferstehen. Wenn wir es schon als kleine Kinder nicht selbst vollziehen konnten, so sollten wir doch wenigstens jetzt in der Osternacht geistig in Jesu Tod hinein sterben, um mit ihm aufzuerstehen. Und dann feiern wir die Eucharistie. Auf sie hatten wir am Karfreitag verzichtet. Wir feiern sie also in gewisser Weise neu. Wir feiern in ihr Jesu Sterben und Auferstehen, wir feiern und erleben sein Angebot: „Nehmt und esst mich. Ich sterbe, damit ihr lebt. Ich will in euch leben, ich will immer in euch sein. Ich schenke mich euch.“
Und dann feiern wir das Osterfest. Christus ist von den Toten erstanden. Er stirbt nicht mehr. Er lebt, um immer für uns einzutreten. Wir dürfen leben mit dem Wissen: Er tritt für mich ein. Er setzt sich in Leben und Tod für mich ein. Der Auferstandene ist an meiner Seite. Heute und alle Tage meines Lebens gilt: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.
Und in diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest und eine gesegnete Osterzeit.

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Impuls zur Israelwallfahrt am 10. April – Impuls 11

Posted by michaelcziba - 10. April 2019

Liebe Israelpilger, liebe Gemeindemitglieder.
Am Gründonnerstag feiert die Kirche die Einsetzung des Heiligen Abendmahls durch Jesus Christus. Jesus hat dabei der ganzen Kirche das Sakrament der Eucharistie geschenkt. Die Eucharistie ist nach katholischer Auffassung Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens. Tatsächlich ist die Sonntagsmesse für die allermeisten Katholiken der zentrale Punkt ihres Glaubenslebens, wie es ja auch unsere Kardinal in seinem Fastenhirtenbrief am Ersten Fastensonntag dieses Jahres betont und ausgeführt hat. Umso wichtiger ist es, dass wir möglichst genau verstehen, was wir dabei feiern. Es wird immer viel über die Messe diskutiert und vielleicht gestritten worden. Es geht um die tridentinische und die nachkonziliare Messliturgie. Das hat wahrscheinlich der guten Feier selbst nichts genützt. Deswegen ist es sinnvoll, sich Grundlegendes über die Eucharistie in Erinnerung zu rufen. Natürlich ist die Messe eine Erinnerung an Jesus, vor allem an sein Leiden und Sterben am Kreuz. Jesus hat ja selbst den Aposteln gesagt: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Wir tun es also, um uns seiner zu erinnern. Und wehe, wenn die Welt, wenn die Christen einmal sein Leiden und Sterben vergessen würden! Wir tun es tatsächlich, um der Welt in Erinnerung zu halten, dass er für uns gestorben ist. Wer immer sonntags oder auch werktags die Messe mitfeiert, darf sich sagen: Ich trage dazu bei, dass Jesu Sterben und auch seine Auferstehung in der Weltgeschichte nicht vergessen wird. Wie gut, dass wir so eine Aufgabe haben. Wir alle!
Aber die Eucharistiefeier ist natürlich nicht nur eine Erinnerung. In ihr wird das Lebensopfer Jesu gegenwärtig, präsent. Wohlgemerkt: Es wird nicht wiederholt. Aber das Sterben, der Tod und die Auferstehung werden geheimnisvoll mitten unter uns gegenwärtig. Früher hat man gesagt: Das damalige blutige Opfer wird heute unblutig gegenwärtig. Wir dürfen uns das noch ein wenig besser verdeutlichen: Jesus tritt gleichsam unter uns und sagt uns: Ich setze hier und heute wieder mein Leben für euch ein, ich sterbe für euch, um euch so meine Liebe zu zeigen und Leben zu schenken. Er wird unter uns gegenwärtig, er ist mitten unter uns gegenwärtig, anwesend. Und das gilt auch, wenn wir die Kommunion nicht empfangen. Auch wenn wir aus irgendeinem Grund die Kommunion nicht empfangen, dürfen wir doch glauben, dass Jesus mitten unter den Feiernden steht und ihnen sagt: Hier bin ich, ich schenke mich euch, ich gebe mich euch. Nehmt mich, ich will in euch leben, ich will in euch lebendig sein. Das gilt auch für diejenigen, die die Kommunion nicht empfangen wollen oder können.
Wir glauben also, dass Jesus wirklich und nicht nur symbolisch gegenwärtig ist, wenn die Eucharistie gefeiert wird. Wir sollten den alten Streit, ob Jesus wirklich oder nur im Symbol gegenwärtig ist, begraben. Denn Jesus schenkt sich in den heiligen Gestalten bei jeder Messfeier wirklich. Und wenn wir dann die Kommunion empfangen, dürfen wir glauben: Er geht mit seiner Kraft in mich ein. Er will in mir lebendig sein. Er will in mir leben. Weil wir die heilige Gestalt auch körperlich berühren, weil wir die heilige Hostie in den Mund bekommen, können wir Jesus gleichsam greifen. Aber auch wenn wir das Sakrament nicht empfangen können, können wir uns dennoch ganz liebend mit ihm verbinden. Ja, vielleicht ist sogar manchmal die liebende Verbindung mit Jesus wesentlicher als der physische Kommunionempfang. Man kann manchmal den Eindruck haben, die Menschen empfingen zwar die Hostie, aber dass sie sich dabei liebend mit Jesus verbinden, davon ist nach außen mitunter wenig zu spüren. Also, seien wir versichert: Die innige, liebende Verbindung mit Jesus hängt nicht allein davon ab, ob wir die Kommunion empfangen oder nicht. Die tiefe Verbindung geht über das Herz, sein und unser liebendes Herz.
Das bisher Gesagte ist aber noch keineswegs alles, aber es ist wichtig. Wir feiern die Eucharistie nicht allein, sondern in Gemeinschaft. Viele Getaufte verbinden sich in der Eucharistie mit ihrem Herrn. Sie wachsen dadurch zusammen. Sie sind zwar schon durch die Taufe in den Leib Christi eingefügt, aber sie werden es noch intensiver durch die Eucharistie, weil sie an einem gemeinsamen Tisch feiern. Aber nicht nur die Christen, die gemeinsam Eucharistie feiern, wachsen intensiver zu einem Leib zusammen Sie wachsen auch mit denen geheimnisvoll, mystisch zusammen, die rund um den Globus die Eucharistie feiern. Eucharistie feiernde Gemeinden bilden ein Netz rund um unseren Globus. Man kann nicht gültig Eucharistie feiern, ohne in den ganzen Leib Christi rund um den Erdball eingefügt zu werden. Jede feiernde Gemeinde muss offen sein, bereit dazu, mit anderen Gemeinden ein Netz zu bilden. Keine Gemeinde ist allein, sie ist Glied in einer langen Kette von Feiernden. So wächst der Leib Christi durch Raum und Zeit. Am Ende der Tage werden wir staunend erkennen, dass wir ja zusammen gehörten und zusammen waren – nicht nur mit denen, mit denen wir gefeiert haben, sondern auch mit allen Brüdern und Schwestern, die sich an Jesus Christus fest gemacht haben vor uns und nach uns und weit weg am anderen Ende des Globus.
Die Eucharistiefeier ist also ein geheimnisvoller, ein mystischer Vorgang. Es ist nichts, was Menschen machen, was man menschlich organisieren kann. Wir haben das Eigentliche nicht in der Hand. Das Eigentliche wird uns geschenkt, und wir können es nur im Glauben annehmen. Und daher haben die Menschen Recht, die die Liturgiegestaltung in Grenzen weisen. Was wir gestalten können, ist nur der Rahmen, das Eigentliche können wir nicht gestalten. Aber den Rahmen müssen und dürfen wir gestalten. Aber er darf nicht das Zentrale werden. Wenn wir nur noch auf den Rahmen schauen, dann verlieren wir alles. Der Rahmen ohne das Bild ist nichts wert.
Ich glaube, wir stehen kirchengeschichtlich an einem Zeitpunkt, wo wir das Mysterium der Eucharistie neu entdecken müssen und können. Wir haben die Liturgie reformiert. Und nun nach einigen Jahrzehnten hat sich gezeigt, was man reformieren kann und muss und was unantastbar bleiben muss. Wir müssen das Geheimnisvolle, das Mysterium in der neuen Liturgie unterstreichen und leben. Das ist möglich. Wir dürfen – wie gesagt – den Rahmen gestalten, aber heute ist es an der Zeit, in der Form der Messfeier deutlich werden zu lassen, dass das Zentrale ein Mysterium ist, das wir letztlich nicht verstehen können, das wir nicht gestalten, in das wir hineingenommen werden, in das wir uns hineinnehmen lassen müssen. Lesen wir heute Mt 26,20-29.

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