Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Archive for the ‘Wochenzettel’ Category

Geistlicher Impuls zum Sechsten Ostersonntag

Posted by michaelcziba - 5. Mai 2021

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Christentum ist keine „Gebotsreligion“. Tu dies nicht, mache das, halte dich an jenes. Wir haben nicht Jesus erwählt, um ihm zu dienen oder um ihn zu beeindrucken. Christ sein heißt, bis ins Mark unseres Daseins zu begreifen, dass wir immer schon geliebt sind. Ohne unser Zutun, nicht weil wir besonders gut sind, und schon gar nicht, weil wir besser als andere wären oder besonders viel leisten. 

Aus freier Entscheidung will Gott ein Gott der Menschen, ein Gott für uns sein. Jeder Versuch, seine Liebe mit Taten oder gehaltenen Geboten verdienen zu wollen, wäre eine komplette Verdrehung der Beziehung Gottes zu uns. Es gibt nichts zu verdienen, nur zu verstehen. Wir brauchen nichts weiter zu tun, als uns in seiner Liebe festzumachen und darin zu bleiben. Jeden Morgen, bevor wir in den Tag gehen, stellen wir uns bewusst vor Gott. In den heiligen Raum seiner Zusage: Du, Mensch, du bist mein von mir geliebter Freund. Ich habe dich erwählt, weil du in meinen Augen ein wunderbares Geschöpf bist. Bleibe heute in meiner Liebe. Erfülle deine Bestimmung, Frucht zu bringen. Und jetzt gehe hinaus und bleibe in der Liebe.

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Geistlicher Impuls zum Hochfest Christi Himmelfahrt

Posted by michaelcziba - 5. Mai 2021

Liebe Schwestern und Brüder!

Eine explizite Himmelfahrt kennen nur das Markus- und das Lukasevangelium, bei Matthäus schwingt sie unausgesprochen mit, weil das letzte Treffen Jesu mit seinen Jüngern auf einem Berg stattfindet. Bei allen dreien ist die Himmelfahrt Christi der Abschluss des Evangeliums – aber keine Endstation. 

Am deutlichsten wird das bei Lukas, bei dem die Jünger nach der Himmelfahrt nach Jerusalem zurückkehren, um auf die versprochene Herabkunft des Heiligen Geistes zu warten, von der der Evangelist in seiner Apostelgeschichte erzählt – die Himmelfahrt steht quasi in der Mitte des lukanischen Doppelwerkes. Aber auch bei Matthäus und Markus ist die Himmelfahrt Christi nicht End-, sondern Zwischenstation, weil ihre Evangelien mit einem Auftrag Jesu enden, der weit in die Zukunft greift, bis hinein in unsere Gegenwart und darüber hinaus: Geht hinaus zu allen Menschen! 

Am heutigen Tag werden die Gottesdienste vielerorts im Freien gefeiert, vielleicht weil Himmelfahrt mit einem offenen Himmel über sich anschaulicher ist. Zugleich wird aber deutlich, dass der heutige Tag uns in Bewegung bringen will. Nicht so sehr in die freie Natur, sondern zu den Menschen – unabhängig, wo sie sind: in der Nachbarschaft, am Rand der Gesellschaft oder in anderen Ländern.

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Geistlicher Impuls zum Fünften Ostersonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 28. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Wenn Jesus in Gleichnissen predigte, dann benutzte er immer Bilder aus dem Lebensumfeld seiner Hörer. Die waren ihnen vertraut, die konnten sie verstehen. – Ich sehe vor meinem Auge einen Weinstock, eng mit ihm verbunden eine Anzahl Trauben. Wer kennt heute noch Weintrauben anders als aus dem Obstregal im Supermarkt oder vom Obstverkäufer auf dem Wochenmarkt? Dennoch ein Bild, das zum Nachdenken einlädt: Die Trauben machen keinen besonderen Eindruck, klein sind sie, besonders saftig oder süß sehen sie nicht aus. Für mich ein tröstlicher Gedanke; ich muss kein Superchrist sein, muss nichts Besonderes hermachen, entscheidend ist meine Verbindung zum Weinstock. Um das Bild vom Weinstock und den Reben tiefer verstehen zu können, benötige ich „Zusatzinformationen“: Der Weinstock galt in Israel als der Baum des Messias, in Griechenland als Symbol der Fülle des Lebens. Wenn Jesus sich als den wahren Weinstock bezeichnet, dann verspricht er uns, dass er die Hoffnungen erfüllt, die Menschen mit dem Weinstock verbinden. Auch wenn wir aufgerufen sind, Frucht zu bringen – die Fülle, die Erfüllung unserer Sehnsucht kommt von Jesus; dazu sind wir weder aufgerufen noch in der Lage.

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Einladung zum Monat Mai

Posted by michaelcziba - 21. April 2021

Liebe Gemeindemitglieder!
Herzliche Einladung zur Mitfeier der der besonderen Gottesdienste im Marienmonat Mai. Wir feiern jeden Dienstag um 16.30 Uhr in St. Mariä Geburt eine Maiandacht. An jedem Freitag feiern wir, wie immer, um 15.00 Uhr eine Rosenkranzandacht in St. Pius X. Ebenfalls Freitags feiern wir vor jeder Abendmesse (also um 17.30 Uhr in St. Hubertus und um 18.00 Uhr in St. Bruder Klaus) eine Maiandacht.

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Geistlicher Impuls zum Vierten Ostersonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 21. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Um ein guter Hirte zu sein, muss man die Schafe kennen, um intuitiv zu wissen, wann sie etwas brauchen. Man muss die Natur um sie herum kennen, um zu wissen, wo Gefahr lauert, wo es Futter und Wasser gibt. Ein Hirte braucht Aufmerksamkeit und ein gutes Gespür für die Situation. Er muss in Beziehung sein zur Natur und zu den Schafen, die ihm anvertraut sind. Mit seiner geschulten Intuition weiß er die Zeichen zu deuten und seiner Aufgabe gerecht zu werden.
In der Schöpfungsgeschichte steht, der Mensch solle über die Schöpfung herrschen. Aber das ist nicht richtig übersetzt. Das ursprüngliche Wort kommt aus der Hirtensprache und bedeutet, so zu herrschen, wie ein guter Hirte seine Herde und seine Aufgabe beherrscht. Uns ist diese Erde anvertraut mit allem, was darauf lebt. Und wir sollen Hirten sein. Achtsam für die Zeichen und die Bedürfnisse unserer Mitwelt. In Beziehung sein zu Mensch und Natur. Wir müssen nicht wie Jesus unser Leben geben. Aber zumindest unsere Vorstellung, wir könnten gegen die Natur und gegen die sozialen und ökologischen Bedingungen herrschen, sollten wir sterben lassen.

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Geistlicher Impuls zum Dritten Ostersonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 14. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Wir Menschen sind doch eigentlich verrückte, widersprüchliche und schwerfällige Wesen. Es gibt keine größere Sehnsucht als die nach Frieden und Freude, nach Glück und Lebendigkeit, nach Begegnung und Verheißung. Aber die Umsetzung dieser Sehnsucht fällt vielen schwer.
Es ist heute die Evangelienstelle unmittelbar nach der Geschichte von den Emmausjüngern, nach dieser tausendmal erzählten und gemalten Begegnung mit Jesus, in der den Jüngern das Herz brennt und das Erkennen aufgeht. Und jetzt haben sie – auch noch der Erzählung der beiden, die mit Jesus unterwegs waren – schon wieder Angst und können es nicht glauben, dass er tatsächlich kommt, dass er leibhaftig da ist, dass er wirklich den Frieden will, dass er den Fisch und das Leben teilen will, dass er das Leben für alle bringt. Ich schüttle den Kopf über die Jünger damals und über uns Menschen heute, die genauso verrückt, widersprüchlich und schwerfällig sind. Und gleichzeitig schüttle ich staunend und dankbar den Kopf über Gott, über den auferstandenen Herrn, der nicht müde wird, sich immer neu zu zeigen und begreiflich zu machen. Und der nicht aufhört, uns seinen Frieden zu wünschen und uns, so wie wir eben sind, zu seinen Zeugen und Zeuginnen zu machen.

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Geistlicher Impuls zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit (Zweiter Sonntag der Osterzeit)

Posted by michaelcziba - 7. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Über den Tod hinaus glauben, ist das Anstrengendste, was ein Mensch überhaupt tun kann. Da kann man fröhlich die Auferstehungslieder des Osterfestes singen und doch tief zweifeln. So wie Thomas. Er will und kann nicht einfach so den Worten seiner Freunde glauben. Er geht nach vorne und wieder zurück. Er vertraut und misstraut – sich oder Jesus oder seinen Freunden.
Thomas ist mehr als Thomas, der Zwilling; Thomas ist der Christ aller Christen frei nach dem alten Gebetsruf: Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Daran ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil. Es wäre für alle hilfreich, wenn wir uns gelegentlich eingestehen: Glauben ist anstrengend. Zum Glauben gehören Zweifel zwingend dazu. Hier geschieht etwas, was ich nicht begreifen muss, sondern einfach nur leben soll: Jesus lebt. Und ich lebe und rede so, als lebe er, auch wenn ich es nicht sehe und erst recht nicht anfassen kann. Thomas ist ein Erwählter, der diesen einzigartigen Moment hat, in dem der Auferstandene sich ihm beweist. Diesen Moment haben die meisten von uns nicht. Und sollen trotzdem auf die Knie gehen und bekennen: Mein Herr und mein Gott! Wie gelingt das?
Vielleicht indem wir er einfach tun. Wir tun, was Thomas tut, auch wenn wir nichts begreifen. Wer christlich leben will und nicht nur existieren, hat eine Pflicht zum Glauben. Zum Glauben an mehr als den Tod. Jesus lebt. Und ich lebe, als lebe er. Mit der ganzen Kraft meiner Liebe. Dann erweist sich bald, wie sehr Jesus lebt. Und meine Hoffnung, die winzig war wie ein Senfkorn, wächst ins Unermessliche.

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Geistlicher Impuls zum Ostersonntag im Lesejahr B

Posted by michaelcziba - 31. März 2021

Liebe Schwestern und Brüder!
Zunächst ist diese Ostererzählung eine Geschichte voller Missverstehen und Nichtverstehen. Maria, die glaubt, dass der Leichnam Jesu gestohlen wurde und Jesus zunächst für den Gärtner hält. Petrus und Johannes, die auf ihr Wort zum Grab eilen, das äußerst präzise beschriebene Innere des leeren Grabes vorfinden und nach Hause zurückkehren. Auch wenn es im Text heißt, dass Johannes glaubte, wird im Folgenden berichtet, dass sich die Jünger am Abend des Tages vor Furcht einschlossen. Kein wunderbares Erkennen, kein Jubel, keine Begeisterung – eine nüchterne, realistische Beschreibung, dass die Jünger nicht begreifen, weil tot eben tot ist und kein Leben kennt. Darin ähneln die Jünger den Christen, die heute nicht an die Auferstehung glauben, nicht glauben können oder wollen – will man den Umfragen Glauben schenken eine gar nicht so kleine Zahl. Die von Gott menschlich und deshalb zu klein denken. Gott hat mehr Möglichkeiten, als wir uns vorstellen können. Die Auferstehung ist das Mehr des Lebens, das den Tod überwindet. Das erkenne ich nicht mit den Augen, da kommt auch mein Verstand an seine menschlichen Grenzen, doch Gott sagt es uns zu, und auf seine Zusage kann ich mein Leben bauen.

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Ostergruß

Posted by michaelcziba - 31. März 2021

Liebe Gemeindemitglieder!
Ihm Namen unserer Gremien und unseres Seelsorgeteams wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest und Freude der Auferstehung. Möge die Kraft die Osterfestes uns helfen diese Zeiten zu bestehen und die Freude am Leben nicht zu verlieren.
Ihr Pfr. Michael Cziba

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Liebe Gemeinde

Posted by michaelcziba - 31. März 2021

Liebe Gemeindemitglieder.

m Namen des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates wünsche ich Ihnen allen gnadenreiche Kar- und Ostertage. Möge das Licht der Auferstehung Jesu die Dunkelheit in unserem Leben erhellen.

Pfarrer Michael Cziba

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