Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

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Geistlicher Impuls zum Hochfest der Geburt Johannes des Täufers

Posted by michaelcziba - 16. Juni 2020

Liebe Schwestern und Brüder!
Wenn viele Menschen das Wort „Prophet“ hören, denken sie in der Regel an etwas Schlimmes. Propheten sagen Unglück voraus. Es gibt das Wort „Unheilsprophet“, aber das Wort „Glücksprophet“ habe ich noch nie gehört. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Propheten des Alten Testaments dem Volk Israel meistens Katastrophen vorhergesagt haben.
Ganz anders der Prophet, an den wir in diesem Monat denken: Johannes, der Täufer. Am 24. Juni – sechs Monate vor der Geburt Jesu an Weihnachten – feiert die Kirche seinen Geburtstag. Meistens erinnert die Kirche an den Todestag besonderer Frauen und Männer, aber bei Johannes ist es etwas anderes. Wie bei Jesus und bei der Gottesmutter Maria feiert die Kirche seinen Geburtstag. Vielleicht liegt es daran, dass Johannes kein Unheil, sondern Glück angekündigt hat: das Auftreten Jesu. Dabei ist Johannes, wie ihn uns die Evangelien schildern, auf den ersten Blick kein so freundlicher Mensch gewesen. Schon sein Aussehen schreckte ab: In Fellen gekleidet. Und sein Auftreten war manchmal ziemlich hart. Gegenüber den Menschen seiner Zeit konnte Johannes schon böse werden, benutzte Schimpfworte und drohte ihnen. Doch all das diente nur einem Zweck: Er wollte die Menschen auf das Auftreten Jesu vorbereiten. Das sollten sie auf keinen Fall verpassen. Und deshalb wollte Johannes die Menschen aufrütteln durch sein Auftreten. Doch nie ging es Johannes dabei um sich selbst, sondern immer nur um Jesus. Ganz bescheiden stellte er sich in seinen Dienst. Das kann man sich schwer vorstellen, bei einem solch herausragenden und unbequemen Mann, doch genau so war es.

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