Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Geistlicher Impuls zum 7. Ostersonntag im Lesejahr A

Posted by michaelcziba - 20. Mai 2020

Liebe Schwestern und Brüder.

Am Ende der Abschiedsreden Jesu steht dieses Gebet, das auch „johanneisches Vater unser“ genannt wird. Diese Worte sind so dicht, weil Jesus hier mehr als in allen anderen Reden und Handlungen einen tiefen Blick in sein Inneres preisgibt. In diesem Zwiegespräch mit dem Vater legt er das Geheimnis seiner Person und seines Selbstverständnisses offen. So wie wir, wenn wir beten, unser Herz öffnen und uns mit allem, was wir sind, vor Gott stellen. Der erste Teil des Gebetes zentriert sich auf die Beziehung zwischen Jesus und dem Vater. Am Schluss seines Lebens bittet er noch einmal um seine Verherrlichung (die sich in der Stunde seines Sterbens vollziehen wird), die unlöslich mit der Verherrlichung des Vaters verbunden ist. Im zweiten Teil des Gebetes geht es um die Menschen, um derentwillen er auf die Erde gekommen ist. Sie sind hineingenommen in die Innigkeit zwischen ihm und dem Vater, weil sie ihn erkannt haben, oder besser: weil zwischen ihnen eine einzigartige Liebesbeziehung besteht und sie durch diese Liebe Anteil an Gottes Welt haben. Das Gebet „zieht den großen Gott in das kleine Herz; es trägt die hungrige Seele empor zu Gott, dem lebendigen Quell, und bringt zusammen zwei Liebende: Gott und die Seele“ (Gertrud von Helfta).

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