Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Geistlicher Impuls zum 18. Sonntag im Lesejahr C

Posted by michaelcziba - 31. Juli 2019

Liebe Gemeindemitglieder.
Ein sorgenfreies Leben, wie es sich der reiche Bauer im Gleichnis des heutigen Sonntagsevangelium wünscht, was ist dagegen einzuwenden? Die Sorge, mit dem Geld nicht über die Runden zu kommen; seine Rechnungen nicht bezahlen zu können; dem Menschen, die man liebt, etwas abschlagen zu müssen, diese Sorgen können zermürben; können dazu führen, dass ich nur um mich selbst kreise und um die Frage, wie soll ich all das schaffen, meinen Verpflichtungen gerecht werden. Ich glaube nicht, dass Jesus sich ein solches Leben für uns wünscht. Am Erfolg und Besitz des reichen Kornbauers, das er durch Fleiß und Geschick ehrlich erworben hat, – so glaube ich – hat Jesus nichts einzuwenden. Es ist meiner Ansicht nach etwas anderes, das er kritisiert. Zum einen: Das sich der Bauer allein auf seinen Besitz verlässt, statt auf Gott zu vertrauen. Die Scheunen sind voll, also ist alles bestens? Nein, ist es nicht, dass weiß jeder Mensch. So wertvoll finanzielle Sicherheit ist, sie ist nur ein Aspekt des Lebens. Ihm kann ich in allem vertrauen – auch in finanziellen Sorgen. Das Zweite, was Jesus kritisiert, ist die Fixierung auf sich selbst. Der Bauer freut sich eines materiell sorgenfreien Lebens und vergisst alle anderen, besonders die, um die es nicht so gut bestellt ist. Wie kann ich sorgenfrei sein, wenn mein Nächster Sorge trägt? Gar nicht, meint Jesus, der sein Leben immer für andere gelebt hat, für uns. Können wir diese Lebensweise und Lebenseinsicht von Jesus übernehmen?

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