Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Wie geht es eigentlich weiter mit St.Johannes Ev.?

Posted by Florian Seiffert - 20. Oktober 2021

St.Johannes Ev. ist stillgelegt, am 14.07.2018 fand dort die letzte Heilige Messe statt. Die Profanierung (Entweihung), steht aus, die Erlaubnis dazu liegt vor.

Seit 2018 verhandelte der Kirchenvorstand (KV), unterstützt vom Pfarrgemeinderat und von Pfarrer Cziba mit verschiedenen Investoren mit dem Ziel, die Kirche abzureißen und durch eine neue Bebauung zu ersetzen. Es stellte sich schnell heraus, dass das Kirchengrundstück zu klein ist und kein Investor Interesse nur an dem Kirchgrundstück hat. Wir hatten ein paar Probleme, dem Erzbischöflichen Generalvikariat (eGV) eine große Lösung schmackhaft zu machen, nämlich all unsere Liegenschaften rund um St.Johannes Ev. in die Planungen einzubeziehen. Also: Kirche, Jugendheim, Kaplanei, Offene Tür (OT) und Kindergarten.

Es gelang aber. Die Siedlung rings um St.Johannes ist GAG-Siedlung und so wunderte es nicht, dass sich die GAG besonders ins Zeug legte und am Ende als einzige Partei einen Plan und ein Angebot vorlegte.

Besprochen ist jetzt folgendes: Kirche, Jugendheim, Kaplanei, OT und Kindergarten werden abgerissen und an ihrer Stelle entstehen drei Blocks Wohnbebauung mit Tiefgarage. Ein Block wird einen neuen vierzügigen Kindergarten enthalten, den wir dann von der GAG mieten und weiter als Kita in katholischer Trägerschaft betreiben werden. Die OT bekommt ebenfalls neue Räume, etwas kleiner, als bisher. Dem Mieter der Kaplanei wird die GAG eine entsprechende Wohnung anbieten. Die GAG wird dem Stadtteilbüro Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, so dass die Essenausgabe weiter stattfinden kann.

Zwischen Abriss des Kindergartens und dem Bezug der neuen Räume, sollen die drei Gruppen in das Pfarrheim St.Hubertus umziehen. Beim Neu- und Umbau der Kitas St.Hubertus und St.Pius X. hat das ja schonmal geklappt, so sollte es jetzt wieder klappen und in der Beantragung etwas einfacher sein. Der Garten von Pfarrer Cziba wird wieder Kinderspielplatz (er freut sich schon).

Eine Idee ist es, einen Bustransfer von Stammheim nach Flittard für die Kinder zu organisieren, deren Eltern ihre Kinder morgens nicht nach Flittard bringen können. Details dazu sind aber noch offen.

Die vierte Gruppe, des Stammheimer Kindergartens, die im Pfarrheim Salvatorstraße untergebracht ist, wird erstmal weiter dort bleiben. Sie zieht aber in den neuen von der GAG gebauten Kindergarten, wenn der fertig ist, so dass dann alle vier Gruppen unter einem Dach sind. Nach dem Auszug der vierten Gruppe aus der Salvatorstraße kann dann dort abgerissen und ein neues Pfarrzentrum gebaut werden. Bis dahin ist noch ein weiter Weg mit Genehmigungen, Erlaubnissen, Architektenwettbewerb, Verhandlungen etc. Es kann immer auch anders kommen.

Auch mit der GAG existiert noch kein Vertrag und noch keine Genehmigung des eGV.
Nach einem Gespräch diese Woche mit Frau Klöcker, Herrn Schröder und Herrn Blum im eGV, sieht es so aus, als könnte das aber alles klappen. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben den Plänen zugestimmt, ebenso der Vorstand der GAG. Es sieht im Moment also ganz gut aus.

Erhoffter Zeitplan: Der Vertrag mit der GAG und unserer Gemeinde, genehmigt vom eGV sollte im ersten Quartal (Q1) 2022 fertig sein. Der Umbau des Pfarrheims St.Hubertus erfolgt in Q2 2022, der Umzug der Kita nach St.Hubertus und der Umzug der OT in ein Provisorium erfolgt in Q3 2022, die Abbrucharbeiten sind bis Q1 2023 fertig, der Neubau ist fertig in Q1 2025.

Aber – wie immer – wir sind in Gottes Hand!

Ulrich Koemm,
Florian Seiffert

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Investor gesucht!

Posted by Florian Seiffert - 5. Juni 2019

Die katholische Kirchengemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt in Köln sucht einen Investor für einen Teil ihres Grundstückes in Köln Stammheim auf dem die Kirche St.Johannes Evangelist steht. Die Kirche soll abgerissen werden und (sozialen) Gebäuden weichen. Wir suchen einen Investor, der die Kirche abreißt und an ihrer Stelle baut. Die Kirchengemeinde stellt dazu das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung. Details sind verhandelbar.

Interessierte Firmen wenden sich bitte an den Verwaltungsleiter der Gemeinde Herrn Martin Voorwold.

Grundstueck St.Johannes Ev.

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 11. März 2018

Konzept 2035Sonntag, 11.03.2018.

Heute ist nach der Messe um 09:30h ein Treffen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV). Wir wollen uns nach der PGR-Wahl 2017 gegenseitig kennenlernen und die neuen Fakten in unsere Strategie für die Gespräche mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat (EGV) für Projekt 2035 einbauen.

Neue Fakten?
Ja! Bisher war es mehr oder weniger Vermutung, seit letzter Woche ist es Gewissheit. Die Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt macht Miese. Etwa 100 bis 200 Tausend Euro pro Jahr. Durch diese Verluste schmelzen wir unsere Reserven, das Geld auf der Hohen Kante ab. Wenn wir nichts ändern, sind wir in drei bis vier Jahren im Minus, also pleite. Sehr wahrscheinlich – nein, mit Gewissheit!, wird dann das EGV unseren Haushalt „In Ordnung“ bringen. D.h. es wird dafür sorgen, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.
Woher kommt es, dass wir mehr ausgeben, als wir einnehmen? Die Kirche von Köln bezuschusst unsere Gemeinde aus Kirchensteuermitteln mit einem (mir unbekannten) Betrag für jede Katholikin und jeden Katholik, die oder der in unserer Gemeinde wohnt. Dazu kommen Einnahmen aus Pacht und Zinsen, von denen wir einen Teil behalten dürfen. Während diese Einnahmen über die Jahre eher konstant sind oder leicht abnehmen, sind die Kosten für Personal und Reparaturen ständig angestiegen. Da wir die Jahresabschlüsse unseres Haushalts von 2009 bis 2015 erst in der letzten Woche vom EGV bekommen haben, ist auch jetzt erst klar, wie hoch der Zwang zum Sparen ganz genau ist. Wie gesagt, bisher war es Vermutung, jetzt wissen wir es schwarz auf weiß.

Wie können wir sparen? Und zwar nicht nur ein bisschen! Wie spart man 200.000,- Euro im Jahr?
Es müssen die Pfarrheime und Kirchen geschlossen oder abgegeben werden, die hohe Unterhalts- und Reparaturkosten verursachen. Das ist schmerzhaft, denn an keiner Kirche wollen Menschen auf ihr Gotteshaus oder auf Versammlungsflächen verzichten.

Nach Diskussion mit KV und PGR ist heute folgendes Konsens:

  • St.Johannes Evangelist wird so schnell es möglich ist, d.h. so schnell es das EGV möglich macht, geschlossen oder abgegeben.
  • An jeder Kirche der Gemeinde soll es weiter einen oder zwei Räume geben, wo man sich nach der Messe treffen und Kaffee trinken kann, wo sich Jugendgruppen treffen können oder wo eine Agape möglich ist.

Heiß diskutiert wird die Notwendigkeit ein zentrales Zentrum zu bauen. Dort wäre das Pfarrbüro angesiedelt, evtl. Priesterwohnung(en), vielleicht auch mit Versammlungsräumen. Diskutiert wird auch eine Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern. Kann man Kirchenräume oder Versammlungsflächen gemeinsam finanzieren und betreiben? Ist es nicht schlauer, ein Zentrum an einer der Kirchen zu betreiben und zu erhalten? Warum müssen wir auf „die Wiese“ gehen, wenn man „bei den Menschen“ bleiben kann? Kann man nicht einen Teil einer Kirche als Café und Versammlungsraum nutzen? Bespiele dafür gibt es – es geht also.
Ich persönlich finde ein zentrales Zentrum, ein modulares Gebäude mit flexiblen Möglichkeiten und Provisorien eine gute Idee. Man muss halt schauen, was die zukünftigen Christinnen und Christen annehmen, was sie brauchen und was sie mit Ideen und Leben füllen.

Eine Option haben wir – für die ich aber sicher nicht bin. Wir könnten abwarten und nichts tun. Wir warten einfach, bis wir pleite sind und das EGV uns das Heft des Handelns aus der Hand nimmt. Das hat den Vorteil, dass wir in den Gremien „nichts schuld“ sind. Niemand kann beim Aldi oder beim Edeka auf uns PGR- oder KV-Mitglieder zukommen und uns beschimpfen: Was habt ihr denn da für einen Bockmist gebaut? Warum wird St.Dingens geschlossen und abgerissen? Und wir könnten sagen: Wir waren auch dagegen, aber das (böse) EGV hat das so beschlossen!
Mehr Rückgrat braucht man, wenn man sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lässt, das Tun und die Ziele des Handelns selbst bestimmt und, wie ich finde, seine Pflicht und Verpflichtung erfüllt und jetzt schon überlegt, wie wir einen ausgeglichenen Haushalt erreichen bei gleichzeitig einem weiter (möglichst) blühendem Gemeindeleben.

Der nächste Schritt wird sein, St.Johannes Ev. zu schließen oder abzugeben, vielleicht abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. Oder dort evtl. ein Gemeindezentrum zu errichten? Wenn das gestemmt ist, wird die nächste Frage sein, was mit St.Pius X. ist. Das Ensemble ist von dem Architekten Schürmann gebaut und darf ohne sein Zustimmung nicht verändert werden. Damit ist nur eine Nutzung als Gottesdienstraum oder Abriss möglich. Es stehen aber teure Erhaltungsarbeiten an, die wir vielleicht gezwungen sind einzusparen. Auf uns zu kommt auch recht bald: Was machen wir mit den Pfarrheimen in St.Mariä Geburt, was mit dem in St.Hubertus? Alternativen sind: Abreißen und durch Gebäude ersetzen, wo behindertengerechte Versammlungsmöglichkeiten mit Küche und Toiletten bestehen und wo Mietwohnungen das Gebäude finanzieren.

Noch ist nicht alles fest und beschlossen. Aber es ist auch nicht mit (Finanzierungs)Wundern zu rechnen. Schließungen werden kommen. Die Mitglieder von PGR und KV versuchen das Beste für eine bunte und lebendige Gemeinde hinzubekommen. Es wäre schön, wenn Sie uns mit Zuspruch und Verständnis unterstützen. Oder mit Ideen, die auch die Gemeindemitglieder an den anderen Kirchorten der Gemeinde unterstützen können, die umsetzbar sind, die das EGV genehmigen kann und die Ausgaben einsparen helfen.
Wenn Sie in dem spannenden Prozess mit Ideen, Tat und Rat helfen wollen: Im November sind Kirchenvorstandswahlen. Lassen Sie sich wählen und Sie sind in der ersten Reihe mit dabei!

Florian Seiffert, PGR

Siehe auch:

Aktualisierung 12.03.2018.
Bruno schreibt mir: … Alle Kirchen in unserer Gemeinde bis auf St. Johannes Ev. stehen auf der offiziellen Dankmalschutzliste – also auch St. Pius X. (seit 2001). Das bedeutet nicht nur, dass ein Abriss nicht in Frage kommt, sondern auch, dass man verpflichtet ist, es instand zu halten. Für Änderungen ist nicht nur die Erlaubnis des Architekten bzw. seiner Nachfahren erforderlich, sondern auch die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. …

Ich schaue gleich mal nach, was für Überraschungen die Liste sonst noch so birgt:
Suche in der Denkmalliste …

Toll. Und jetzt?
Ich glaube das kommt auf die Frageliste für Kardinal Woelki. Er kommt uns ja im Januar 2019 besuchen.

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