Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Posts Tagged ‘Finanzen’

Meinung: Pastoraler Zukunftsweg

Posted by Florian Seiffert - 11. September 2019

Wenn man sich die Unterlagen, die das Erzbistum Köln zum pastoralen Zukunftsweg ins Netz gestellt hat [1], anschaut, findet man auch diese Skizze:

Entlastung (Vergrößern durch Drauf“klicken“)

Dabei sträuben sich mir die Haare! Warum? Wir sollen offenbar die Trägerschaft über die Kindergärten und die Aufsicht und Herrschaft über unsere Finanzen abgeben. Der Kirchenvorstand verwaltet dann nicht mehr das Vermögen und die Liegenschaften der Pfarrei – zum Wohle der Menschen in der Pfarrei, sondern das Erzbischöfliche Generalvikariat EGV lässt das für uns machen, angeblich damit wir ENTLASTET sind …

Diese Art von ENTLASTUNG kenne ich schon. Stichwort Zentralrendantur. Seit wir die haben, ist die Übersicht über unsere Finanzen fast völlig verloren gegangen. Selbstbestimmt sind wir eigentlich nicht mehr. Die Liegenschaftsabteilung legt auch nur noch Schriftstücke vor, die der Kirchenvorstand beschließen soll. Verhandlungen über Pachterhöhung oder die Auswahl neuer Erbpachtnehmer mit Bevorzugung von kirchlich Engagierten oder Familien mit Kindern ist praktisch ausgeschlossen. Wie soll das dann erst werden, wenn wir auch noch die Kindergärten als Ort verlieren, wo Pfarrei segensreich wirken kann? Wo man die Menschen kennen muss, um feinfühlig zu agieren? Welche Kontrolle haben wir über unsere Finanzen, wenn ferne und unbekannte Fremde über sie herrschen? Kann der PGR dann noch einmal im Jahr 30.000€ beantragen, um Chöre, Gruppierungen, Messiener*innen, Babykreise, Sternsinger*innen, etc. zu unterstützen und zu fördern?

Mein Eindruck schon seit Jahren ist: Das Erzbistum Köln versucht die Macht über Geld, Anlagen und Grundstücke an sich zu reißen. Immer mit dem Hinweis: Wir haben Fachleute, ihr könnt im Kirchenvorstand die Fachkenntnis nicht haben. Ihr bekommt alle Informationen, die ihr braucht, alles wird besser, vertraut uns …

Bekommen haben wir stattdessen: Chaos bei den Finanzen. Keine Übersichten, keine Exceltabellen mit ‚Wieviel Geld ist in welchem Topf – zeitnah‘. Was haben wir ausgegeben? In welchem Topf ist noch wieviel? (Versprochen war das alles!)
Bei den Liegenschaften (Grundstücken, Erbpacht) ist es auch nicht besser. Pacht wird eingezogen oder nicht. Pacht wird an die Erbpachtnehmer*in zurück überwiesen. Eingetragene Grundstücksgrößen stimmen nicht.

Den Beitritt zur Zentralrendantur hat das EGV praktisch erzwungen – eine eigene Rendantin hat das EGV uns nicht (mehr) erlaubt. Auch bei dem Abbau von Kindergartengruppen (angeblich, weil nur noch katholische Kinder in katholische Einrichtungen sollten und wollten) hat man mit Erpressung gearbeitet (Generalvikar Feldhoff).
Und wenn dann Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat trotzdem widerstehen, so lange es geht, übt man Druck auf den Pfarrer aus, der dem Bischof gegenüber zu Gehorsam verpflichtet ist. Eine ganz fatale Machtkonstellation hat Kirche da und Verwaltungsgerichte, die die Arbeit der „Kirchenämter“ überprüfen können, gibt es bei Kirchens nicht!
Mal sehen, welche Daumenschrauben das Bistum diesmal zieht, um die Herrschaft über Finanzen und Liegenschaften endgültig zu erlangen und damit den Kirchenvorstand zu einem netten, kleinen Aufsichtsgremium degradiert, der nur noch die in der Pfarrei arbeitenden Handwerker beaufsichtigt.

Lieber Kirchenvorstand St.Hubertus und Mariä Geburt!
Widersteht! Seid standhaft! Lasst es nicht zu, dass ihr entmachtet werdet! Wehrt euch! Ihr habt meine volle Unterstützung!

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

[1] https://www.zukunftsweg.koeln/#zielskizze

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035 – nixi

Posted by Florian Seiffert - 5. September 2019

Die Sommerpause ist vorbei. Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Ehrlich gesagt? Kaum was, also fast nichts.

Konzept 2035Der Lenkungskreis 2035 tagte gestern. Die Vertreter des Generalvikariats (GV) beharrten darauf, dass wir die Ziele bei der Abgabe des Grundstücks von St.Johannes eV. nicht aus den Augen verlieren dürfen. Ich hatte das Gefühl, etwas größer und flexibler zu denken, evtl. sich auch von Investoren auf neue Gedanken bringen zu lassen, irritiert das GV? Ich war ehrlich überrascht.
Nach einer langen Sitzung war dann Konsens, dass wir neue Ideen denken dürfen, dass aber alle Schritte auf dem Weg zu einem neuen pastoralem Raumkonzept (selbstverständlich) beantragt und mit dem GV abgestimmt werden. Um das GV zu beruhigen, wird jetzt ein Bericht geschrieben. Danke. Zusatzarbeit.

St.Hubertus: Keine Neuigkeiten.
St.Mariä Geburt: Die Bauvoranfragen kamen von der Stadt Köln zurück. Sie wurden mit weiteren Unterlagen ergänzt und werden neu eingereicht.
St.Pius: Die syrisch-orthodoxe Gemeinde hat sich nicht mehr gemeldet. Das GV berichtet, dass sie aber noch keine neue Heimat gefunden hat – und die Zeit läuft.
St.Bruder Klaus: Keine Neuigkeiten. Wir arbeiten daran, die Zahlen für das Pfarrheim zu bekommen.

Zu St.Bruder Klaus kann ich noch ergänzen:
Der Kirchenvorstand hat sich zu einem hochrangigen Finanzgespräch mit dem GV und der Rendantur getroffen. Die Damen und Herr des Finanzausschusses haben ein weiteres Gespräch mit der Rendantur geführt. Es gibt jetzt neue Zahlen und Übersichten – alles schwer verständlich und vieles aus unserer Sicht nicht plausibel und alles voller Abkürzungen, die niemandem von uns etwas sagen! Aber wir haben erstmals mit einem Lichtstrahl in das dunkle Chaos leuchten können. Das ist positiv. Gelöst sind unsere Finanzprobleme aber noch lange nicht. Unser primäres Ziel ist zu verstehen, was hat die freie Betriebsmittelrücklage abgeschmolzen, welche Kostenstellen haben unverständliche Schwankungen, stimmen die Zahlen oder sind sie wenigstens plausibel, haben wir die Zuwendungen bekommen, die uns zustehen?
Die von der Rendantur versprochenen Zahlen für das Pfarrheim Bruder Klaus liegen weiter nicht vor – trotz eines: ‚Wir schauen gleich morgen nach …‘ der Rendantur.
Liebe „Bruder Kläuser“, wir geben nicht auf!

Manchmal ist ehrenamtliche Arbeit frustrierend.

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Pleite

Posted by Florian Seiffert - 7. Mai 2018

Konzept 2035 — sind wir noch nicht. Aber wir müssen etwas tun, um es nicht zu werden!
Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands schreibt zur aktuellen finanziellen Situation unserer Gemeinde:

Die finanzielle Situation der Gemeinde St Hubertus und Mariä Geburt wird zunehmend kritisch.
Im Februar dieses Jahres hat die Gemeinde erstmals seit 2008 wieder finanzielle Abschlüsse erhalten. Die Einführung der „neuen“ zentralen Software der Erzdiözese hat 10 Jahre lang extreme Probleme bereitet, so dass die Gemeinde finanziell im Blindflug handeln musste. KV und PGR haben mit „Alles in Christus erneuern“ bereits ein Konzept erarbeitet, um die Kostenstruktur der Gemeinde an die zu Verfügung stehenden, geschätzten Mittel anzupassen.
Die jetzt vorliegenden Abschlüsse für die Jahre 2009 bis 2015 waren aber deutlich verlustreicher als erwartet: Auf der Einnahmenseite sind die Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln rückläufig, da auch in unserer Gemeinde die Zahl der registrierten Gemeindemitglieder rückläufig sind. Der Rückgang ist in Stammheim, Flittard und Bruder Klaus aber nicht dramatisch. Das Erzbistum weist der Gemeinde jedoch nur noch pauschal Mittel zu, und berücksichtigt die historisch gewachsene Gemeindestruktur mit ihren höheren Kosten nicht. Sehr negativ ausgewirkt hat sich die aktuelle Niedrigzinspolitik in Europa. Wir bekommen für die finanziellen Rücklagen der Gemeinde, die extrem sicher angelegt sind, keine Zinsen mehr, so dass die Finanzierung der Gemeinde aus Eigenmitteln weggebrochen ist. Auf der Ausgabenseite mussten zahlreiche teure Reparaturen an unseren Kirchen und unserer Gemeindeinfrastruktur durchgeführt werden, bei denen die Gemeinde den üblichen Eigenanteil von 30% aufbringen musste.
Dies alles hat sich zu hohen Verlusten, aktuell in der Größenordnung von 200.000,00 € im Jahr, aufgeschaukelt. Die Gemeinde hat dadurch bereits einen Großteil Ihrer freien Rücklagen aufgebraucht. Deutliche Einschnitte in der Kostenstruktur der Gemeinde sind jetzt notwendig und werden derzeit vorbereitet.

Ulrich Koemm

Siehe auch:

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Das Finanzkonzept

Posted by wfpate - 10. Oktober 2012

Hier nun die komplette Fassung des neuen Finanzkonzeptes.

Zuerst der unterschriebene Teil:

 

Hier nun die „Gebrauchsanweisung“ und die erforderlichen Vordrucke zum runterladen, ausdrucken und ausfüllen.

007b FK Gebrauchsanweisung-und-Vordrucke-Finanzkonzept-14.05.12-23.05

Die ausgefüllten Vordrucke müssen in diesem Jahr weil alles neu ist und auch noch die Herbstferien anstehen, ausnahmsweise erst bis Ende November im Pfarrbüro St. Hubertus vorliegen.
In den Folgejahren sollten dann alle Unterlagen bis Ende Oktober vorliegen.

Aus gegebenem Anlaß wird auf einen Beschluß des Pfarrgemeinderates vom 24.10.12 hingewiesen:

Der PGR beschließt eine Ergänzung zum Finanzkonzept:
„Die Mitgestaltung von Messen durch Chöre wird nur gezählt und abgerechnet, wenn diese innerhalb einer Gemeindemesse stattfindet.“

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