Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Posts Tagged ‘pastoraler Zukunftsweg’

Fragen an den Pastoralen Zukunftswegs Köln

Posted by Florian Seiffert - 14. Oktober 2020

Am 01.10.2020 schrieb ich an das Erzbistum Köln bzw. die Seelsorgebereichsforen des Pastoralen Zukunftswegs Köln:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Mentimeter konnte ich meine Fragen heute leider nicht loswerden. 250 Zeichen, sind zu wenig, um eine Frage mit Hintergrund zu stellen und zu erklären. Ich schreibe Ihnen deswegen diese EMail.
Ich bin seit über 40 Jahren in meiner Pfarrei engagiert. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ich bin im Moment sehr wütend. Ich fühle mich nicht ernst genommen, Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände kommen im Pastoralen Zukunftsweg nicht vor. Die Nachricht der Reduktion von 180 Seelsorgebereichen auf 50-60 habe ich in einer Laufschrift auf NTV zuerst gesehen. Ist das das Schätzen des Ehrenamtes, was ich vor jeder KV- und PGR-Wahl von den Bistumsoberen lesen kann?

Ich habe schon ein paar Fusionen, das Pastoralgespräch, Zukunft heute, den Zwang in die Zentralrendanturen und ein furchtbares Gespräch zur Schließung von 7 katholischen Kindergartengruppen mit Generalvikar Feldhoff hinter mir. Es tut mir leid, wieder Worte zu hören, die ich schon kenne, Zusagen und Versprechen, die schon oft, ganz oft nicht eingehalten wurden. Mein Vertrauen in solche Worte ist eigentlich Null. Ich gebe Ihnen aber die 490zigste Chance. Ich kann nicht anders!
Ich würde mich freuen, sie nutzten sie. Und ja, ich freue mich über eine Antwort.

Hier meine Fragen zum Pastoralen Zukunftsweg:

1) Wo kommen die ganzen Leute her, die demnächst in der „Pfarrei der Zukunft“ das Gemeindeleben tragen? Wie motivieren wir auch junge Leute? Pfarrer Meurer sagt auf diese Fragen: „Dann kommen die ganz von selbst“ (siehe: https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2020-09-15/wir-haben-es-selbst-der-hand-wie-wir-gemeinde-gestalten-auftakt-der-153-seelsorgebereichsforen-im)
Wir haben bei der letzten Fusion allein aus St.Hubertus in Flittard ca. 25 Ehrenamtliche aus PGR und KV verloren (um die anderen Kirchtürme war es ähnlich). Übrig sind in St.Hubertus heute noch 2 Personen in KV und PGR (Zwei!). Niemand in PGR und KV hat heute schon gesagt: Neue Struktur? Größere Einheit? Super, da möchte ich mitmachen! Worauf stützt der so gute Pfarrer Meurer die Hoffnung, dass Menschen „dann ganz von selbst kommen?“ Nicht jede(r) hat sein Charisma, seine Ausstrahlung, seine fünf Talente!

2) PGR und KV sind offenbar keine Ansprechpersonen! Die Meldung: 180 Seelsorgebereiche werden zu 50-60 zukünftigen Pfarreien und einer Vielzahl von Gemeinden
(https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/)
kommt ohne PGR und KV aus. In keinem der Texte, die wir für den heutigen Tag bekommen haben, kommt das Wort Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand vor. Auch wurden PGR und KV nicht als Multiplikator*innen oder vielleicht leichter Überzeugbare benutzt, noch wurde um die Mitglieder geworben, um in der Pfarrei der Zukunft oder auf dem Weg dahin eine Rolle zu spielen. Warum?

3) In unserer Gemeinde gibt es keinen ordentlichen Überblick über die Finanzen. Wir können nicht sagen, was uns das Pfarrheim St.Bruder Klaus im letzten Jahr an Strom, Wasser, Heizung, Reparaturen gekostet hat. Wir haben keine Jahresabschlüsse aus den letzten Jahren, schon gar keine, denen wir mit Herz und Verstand zustimmen können! Also jetzt ist das Chaos schon groß, eher sehr groß! Wie soll das erst werden, wenn die Einheit Pfarrei noch größer ist?

4) Köln hat, wie so viele andere Bistümer den Weg beschritten, die Zahl der Pfarreien der Zahl der Priester anzupassen. Weniger Priester bedeutet: Größere Pfarreien. Ist das nicht ein Weg in die Sackgasse? Wird es in Köln am Ende eine Pfarrei geben und der Dom ist die Pfarrkirche?

5) „Ich nehme wahr, dass die Menschen sich sehr nach Seelsorgern sehnen, die sich die Zeit nehmen und sich ihnen zuwenden“, sagt ganz zu Recht Bischof Timmerevers von Dresden-Meißen (https://www.katholisch.de/artikel/25731-krankenhausseelsorge-waehrend-corona-wir-konnten-unsere-arbeit-tun). Wo kommen unsere zukünftigen Seelsorger her? Warum setzen wir da offenbar nur auf Priester?

6) Wenn man sich unter
(https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/) den Artikel „Diözesanpastoralrat – Sondersitzung – Pastoraler Zukunftsweg“ durchliest, hat man den Eindruck, der Weg ins Paradies sei endlich entdeckt und wir werden alle durch diese Reform froh und immer nur glücklich sein. Und man fragt sich, warum sind wir nicht schon viel früher aufgebrochen? (Das Video heute war auch so!) Ich möchte eine solche Sprache mal „Hallelujasprache“ nennen. Dass es Sorgen und Ängste gibt, dass wir Menschen verlieren werden, dass vielleicht auch Pfarrer nicht mehr können oder überfordert sein werden, kommt in dem Text nicht vor. Man hat nicht das Gefühl, dass man Ernst genommen wird mit Sorge oder Not. Als Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand schon gar nicht. Muss das sein? Geht es nicht auch etwas nüchterner? Könnt ihr nicht auch mal die Gedanken mitteilen, die ihr zu den erwartbaren Widerständen habt?

Es grüßt Sie herzlich,
Florian Seiffert


PGR-Mitglied
St.Hubertus und Mariä Geburt

Gestern kam die Antwort des Erzbistums:

Sehr geehrter Herr Seiffert,
haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail im Nachgang des Seelsorgebereichsforums in Ihrem Seelsorgebereich. Ich gehöre zum Organisationsteam der Seelsorgebereichsforen und reagiere gerne auf Ihre Ausführungen. Zunächst vielen Dank für Ihr langjähriges Engagement in Ihrem Seelsorgebereich! Danke auch für Ihre Fragen und, trotz Ihrer Enttäuschungen aus der Vergangenheit, für Ihr offenes Feedback zu den verschiedenen Punkten. Sie können sich leicht vorstellen, dass nach den Foren, an denen insgesamt 175 unserer 180 Seelsorgebereiche teilgenommen haben, eine große Zahl von Rückmeldungen bei uns eingeht. Wir freuen uns darüber sehr und sind nach Kräften bemüht, allen zu antworten. Das wird aufgrund der Vielzahl der Zuschriften nicht immer sehr detailliert möglich sein. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, im Anschluss an die Seelsorgebereichsforen die am häufigsten gestellten Fragen in einer Übersicht von Fragen und Antworten („FAQs“) zu veröffentlichen.
Ich möchte kurz auf einzelne Aspekte eingehen, die Sie angesprochen haben:

Es wird in der Pfarrei der Zukunft selbstverständlich gewählte Gremien geben. Leider lagen zum Zeitpunkt der Seelsorgebereichsforen noch nicht die Überlegungen des Fokusteams „Gremienarchitektur“ vor. Feststeht, dass es auf den verschiedenen Ebenen des Erzbistums gewählte Gremien geben wird und so Mitbestimmung möglich und explizit gewünscht ist. So wird es z.B. auf der Pfarreiebene ein pastorales Gremium und ein Verwaltungsgremium (Kirchenvorstand) geben.
Besonders danke ich Ihnen für Ihre Hinweise zur Wahl der Sprache der Präsentationen, der Berichterstattungen und des Videos. Ich nehme das gerne in die jeweiligen Gremien und für die weitere Kommunikation mit.

Viele Ihrer Fragen decken sich mit den Hauptfragen, auf die wir schriftlich antworten werden. Diese werden allen Interessierten als „FAQs“ auf unserer Website http://www.zukunftsweg.koeln zugänglich gemacht und bis Ende Oktober veröffentlicht. Daher möchte ich Sie gerne auf diese vertrösten.

Herzliche Grüße

Posted in Artikel, Christen am Rhein, Generalvikariat, pastoraler Zukunftsweg | Verschlagwortet mit: , , , , | 7 Comments »

Fusionsfragen

Posted by Florian Seiffert - 2. Oktober 2020

Zu dem Seelsorgebreichtsforum vom Mittwoch und meinem Kommentar/Bericht erreichen mich Fragen, die ich öffentlich beantworten möchte:

Gibt es daneben und dem Video auch eine textliche Ausgabe? Mir ist nicht klar wohin uns das Erzbistum steuern möchte? Wie groß würde unsere Gemeinde?

Unsere neue Pfarrei wird groß, sehr groß. Wie schon gesagt, vielleicht ganz Köln-Ost. Von Flittard bis Porz. Damit müssen wir rechnen. Unterschieden wird in Zukunft zwischen Pfarrei und Gemeinde. Pfarrei ist eine Struktur, der ein Pfarrer vorsteht und die aus vielen Gemeinden bestehen kann. Gemeinden sind dann nicht nur, was heute St.Hubertus oder St.Bruder Klaus ist, auch Krankenhäuser oder Jugendkirchen können Gemeinde sein. Gottesdienste wird es sicher in der Pfarrkirche geben. Bei den Gemeinden KANN es Gottesdienste in der Woche und am Sonntag geben, sicher ist das aber nicht, garantiert schon gar nicht. Es hängt von der Zahl der Gottesdienstbesucher ab und davon, wieviel Priester wird haben werden. Das Bistum rechnet bis 2030 mit einem Rückgang bei Priestern um 50%.

Nein, zu der Veranstaltung gibt es keine Mitschrift.

Details gibt es unter: https://www.zukunftsweg.koeln/ oder fragt Google und Co mal nach: Pastoraler Zukunftsweg Köln

Wie ist der aktuelle Stand bei den Gebäuden in unserer jetzigen Pfarrgemeinde? Werden welche geschlossen? Werden welche neu gebaut (ich hatte von dem Pfarrheim Mariä Geburt gehört)?

Wir müssen damit rechnen, dass Pfarrheime und/oder Kirchen geschlossen werden. Das ist eigentlich nicht neu. Das ganz Projekt 2035 kreist(e)? ja darum. St.Johannes wird abgerissen werden, St.Pius X. wollen wir abgeben. Ein Pfarrzentrum wollen wir in St.Mariä Geburt bauen. Aber wir sind bei allen Vorhaben noch nicht weiter. Ich habe dazu aber nicht alle Informationen aus dem Kirchenvorstand. Das Erzbischöfliche Generalvikariat (GV) mauert in meinen Augen. Vielleicht auch wegen des Pastoralen Zukunftwegs. Es kann sein, dass unsere gesamte Arbeit für Projekt 2035 für die Katz war. Falls das passiert, platze ich!

Entschieden ist bisher eigentlich nur, dass der Pastorale Zukunftsweg zu sehr großen Pfarreien mit vielen Gemeinden führen wird. Das hatte ich schon mal verlinkt: https://www.erzbistum-koeln.de/news/Pfarrei-der-Zukunft-nimmt-Kontur-an/

Der Zeitplan sieht vor, dass die Umsetzung nächstes Jahr beginnt und bis 2030 über die Bühne ist. Ob das so kommt, liegt in Gottes Hand. Im Bistum Trier z.B. hat der Papst eingegriffen und die Pläne zu Großpfarreien gestoppt. Da sollte z.B. ganz Koblenz oder ganz Saarbrücken eine Pfarrei werden …

Gesagt wurde, dass man sich an uns wenden wird, also an den leitenden Pfarrer, dann erfahren wir weiteres.

Wir werden wohl beteiligt werden, wenn es um die Details geht und dürfen sicher etwas dazu sagen. Aber demokratisch, wird das nicht sein, schätze ich. Und ob in Porz dann Libur noch zu unserer Pfarrei gehört oder nicht, das ist dann wohl auch egal. Es könnte auch sein, dass wir zu eine großen Pfarrei in Leverkusen kommen …

Natürlich stecken wir den Kopf nicht in den Sand, aber ganz vieles haben wir nicht in der Hand. Zum Beispiel fällt auf, dass die neuen Gemeindeleitungen „Teams von Verantwortlichen“ heißen und nein, sie werden nicht GEWÄHLT, sie werden vom Pfarrer ernannt! Pfarrgemeinderäte kamen nicht vor in den Unterlagen und in dem Video auch nicht, auch keine Kirchenvorstände. Es kann sein, dass Kardinal Woelki keine demokratisch organisierten Gremien mehr haben möchte. Das ist Spekulation, aber ich habe ein bisschen den Verdacht.

Gibt es weitere Fragen?

Posted in Artikel, Christen am Rhein, Erzbistum Köln, Generalvikariat, pastoraler Zukunftsweg | Verschlagwortet mit: , | Leave a Comment »

Synodaler Weg – Pastoraler Zukunftsweg

Posted by Florian Seiffert - 24. Juni 2020

Marie Löhrer mailt:

Was ist das denn?
von Marie Löhrer

Die Corona-Krise prägt unser Leben. Wozu sich also mit Themen auseinander setzen, die gerade gar nicht so wichtig sind?
Doch diese Zeit ermöglicht es manchem, mehr Muße zu haben. Vielleicht auch über Grundsätzliches nachzudenken oder auch Vertrautes in Frage zu stellen.
Also können auch Themen in den Blick genommen werden, die sonst im alltäglichen Getriebe zu kurz kommen….

Deshalb wage ich an dieser Stelle den Versuch, ein paar Informationen und Meinungen zusammen zu tragen.
Ich möchte Ihnen gar nicht vorgaukeln, ich sei objektiv. Aber Fakten bleiben dennoch klar erkennbar.

In Gesprächen mit verschiedenen Menschen unserer Gemeinde wurde mir immer wieder deutlich, dass viel Kritik gegenüber der katholischen Kirche besteht.
Und Viele spüren „So kann es nicht weiter gehen!“.

Zugleich gingen die Begrifflichkeiten ’synodaler Weg‘ und ‚pastoraler Zukunftsweg‘ oft durcheinander oder es war ganz unklar, was damit gemeint ist.

Wissen Sie, wovon ich rede? Kennen Sie die Unterschiede?
Wissen Sie, worum es geht?

Im Folgenden möchte ich Ihnen
1. den ‚Synodalen Weg‘
2. den ‚Pastoralen Zukunftsweg‘
vorstellen.

Und ich werde Stimmen dazu zu Wort kommen lassen, die ich für wichtig erachte.

1. Der ‚Synodale Weg‘

Der ‚Synodale Weg‘ ist eine Initiative der deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK1).
Viele Informationen finden Sie dazu unter: www.synodalerweg.de

Am ersten Adventssonntag 2019 ist der ‚Synodale Weg‘ begonnen worden. Er soll etwa 2 Jahre dauern.

Entstanden ist die Idee zum ‚Synodale Weg‘, als die deutschen Bischöfe nach der Missbrauchs-Studie (MHG-Studie) ratlos waren. „’Gutwillig‘ seien die Laien (…) den Bischöfen zu Hilfe geeilt‘, sagt die Vizepräsidentin des ZdKs, Karin Kortmann.2

Beim ‚Synodalen Weg‘ soll in vier sogenannten ‚Synodalforen‘ gesprochen werden über:

  • „Priesterliche Existenz heute“ – zur priesterliche Lebensform,
  • „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ – zur Sexualmoral,
  • „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“
  • „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ – zur Rolle von Frauen in der Kirche

Die Synodalforen sind mit jeweils etwa 35 Männern und Frauen aus verschiedenen Berufen zusammengesetzt; aus Geweihten und Hauptamtlichen; aus Ordensgemeinschaften und Mitgliedern des ZdK’s.
Die konkrete Zusammensetzung der Foren kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.synodalerweg.de/struktur-und-organisation/synodalforen/

Der ‚Synodale Weg‘ ist keine Synode. Das bedeutet, dass alle Voten, die in den Synodalforen erarbeitet werden, „keinerlei Verpflichtungscharakter für die Bischöfe“ 3 haben.

Der Vatikan steht diesem Prozess zudem sehr kritisch gegenüber und hat bereits signalisiert, „bei umstrittenen Themen keine Zustimmung zu erteilen, (…) etwa Segnung homosexueller Paare, (…) Diakonat der Frau oder die gegenseitige Einladung zu Eucharistie und Abendmahl“ 4, denn dies bedürfe einer weltweit gültigen Entscheidung.

Jedoch sind sich führende Theologen und viele Gläubige sicher, dass Reformen notwendig sind.

Katrin Gallegos Sánchez formuliert es so: „Die Beispiele für Anweisungen, die nicht (mehr oder umfassend) befolgt werden, sind zahlreich:
Kommunionausteilung an Wiederverheiratete oder Nicht-Katholiken; (…)
die Weigerung, Sanktionen umzusetzen, die – etwa im Arbeitsrecht – von kirchlichen Verantwortlichen längst nicht mehr mitgetragen werden;
die unbeirrte Infragestellung des (…) erklärten Verbots der Frauenordination;“
die Nicht-Verlesung von bischöflichen Hirtenworten, weil sie zunehmend an der Realität der Menschen vorbei gehen;
die unverminderte Zunahme von Kirchenaustritten von Menschen, die zwar glauben, aber nicht länger bereit sind, das Herrschaftshandeln der Entscheider hinzunehmen.
„Die Liste ließe sich fortsetzen. Sie reicht bis hin zur Ablehnung angeordneter Strukturreformen, die Kirchenentwicklung begünstigen sollen.“5

Im Zeitraum Dezember 2019 bis zum 23. Januar 2020 ermöglichte eine Online-Umfrage6 allen Menschen unter Nennung des eigenen Namens, Meinungen zu den Synodalforen zu äußern.
Mehr als 5.300 Eingaben sind im Synodalbüro eingegangen.

Meines Erachtens waren die Informationen zu dieser Aktion sehr dünn gestreut. Und die Unmöglichkeit anonym an der Umfrage teilzunehmen, wird auch Einige abgehalten haben.

Vom 30.1. bis 2.2.2020 trafen sich die Teilnehmer des ‚Synodale Wegs‘ erstmalig zur Vollversammlung (Synodalversammlung), in der das Prozedere besprochen und die Mitglieder der Foren gewählt wurden.
Die Synodalversammlung besteht aus 230 Mitglieder, zudem nehmen der Apostolische Nuntius und 25 Beobachter aus verschiedenen Institutionen und dem benachbarten Ausland teil. 7

Vor der nächsten Synodalversammlung, die vom 3. bis 5. September 2020 in Frankfurt am Main stattfindet, ist erneut die Möglichkeit zur Partizipation angedacht, die sich aus der Arbeit der Foren ergibt.

Allgemeine Anmerkungen zum Synodalen Weg können jederzeit per E-Mail an das Büro des Synodalen Weges geschickt werden (kontakt@synodalerweg.de).

Bisher wird am festgelegten Zeitplan festgehalten.8
Jedoch ist meines Erachtens durch die Corona-Pandemie noch mit Änderungen zu rechnen.

Sie werden sich sicher erinnern, dass Kardinal Woelki nach der ersten Synodalver-sammlung mit deutlichen Worten auffiel.
Er sagte, er habe schon im Vorfeld die große Sorge gehabt, „dass hier quasi ein protestantisches Kirchenparlament durch die Art der Verfasstheit und der Konstituierung dieser Veranstaltung implementiert wird“.(…)
Sowohl in vielen Redebeiträgen als auch etwa beim Einzug zum Gottesdienst in den Frankfurter Dom sei der Eindruck erweckt worden, dass Bischöfe und Laien gleich seien; „und das hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was katholische Kirche ist und meint“. Die hierarchische Verfasstheit der Kirche sei infrage gestellt worden. „Auch das organische Zueinander von Geweihten und Nichtgeweihten und die Unterschiedlichkeit der Aufgaben, die darin zum Ausdruck kommt, ist in der Tat auch durch die Sitzordnung und durch viele andere kleine Zeichen infrage gestellt und relativiert.“ Er halte das für „äußerst bedenklich“. 9

In der Rheinischen Post wird dazu Tim Kurzbach, der Vorsitzende des Diözesanrats des Erzbistum Kölns zitiert. Er sagt, man habe in der katholischen Kirche endlich etwas Neues gewagt. „Wir haben uns zusammengesetzt, in einem Raum und von Mensch zu Mensch, ohne jedes Standesdenken offen miteinander gesprochen.“ Anders als sonst in den Leitungsrunden seien die Traditionalisten in einer deutlichen Minderheit gewesen, wie es eben ihrer Anzahl in der gesamten Kirche entspreche. Dieser neue Synodale Weg sei nicht mehr zu stoppen, betonte Kurzbach.10

Der Osnabrücker Bischof, Franz-Josef Bode, bezeichnete den „Synodalen Weg“ als eine großartige Zukunftswerkstatt der Kirche, in der man generationenüber-greifend miteinander ins Gespräch gekommen sei.

Die Vizepräsidentin des Zentralkomitees, Karin Kortmann, sprach von einem „hierarchiefreien Raum“ und lobte die Beachtung des Prinzips der Geschlechter-gerechtigkeit. 11

2. Der ‚pastorale Zukunftsweg‘

Der ‚pastorale Zukunftsweg‘ des Erzbistums Köln setzt sich mit der konkreten Organisation der Gemeinden und Pfarreien in der Zukunft auseinander.

Kardinal Woelki schreibt, er möchte „gemeinsam mit [den Gläubigen] (…) eine gemeinsame Vision für das Erzbistum Köln im Jahr 2030 (..) entwickeln.“12
Viele Informationen finden Sie dazu unter: www.zukunftsweg.koeln/

Der ‚pastorale Zukunftsweg‘ hat 2015 begonnen, ab 2018 ist in Themengruppen gearbeitet worden und 2019 wurden die ’normalen‘ Gläubigen stärker beteiligt. In diesem Sommer soll er beendet werden.

Die Aachener Zeitung beschreibt es folgendermaßen: „Beim „Pastoralen Zukunftsweg” geht es darum, wie das Erzbistum angesichts des enormen Priestermangels künftig weitermachen soll. Dies ist ein zentrales Problem für alle katholischen Bistümer in Deutschland. Zurzeit bastelt jeder Bischof alleine vor sich hin. Woelki will unter anderem stärker auf ein Engagement von Ehrenamtlichen setzen. Gefordert sei ein „Mentalitätswechsel bei allen – vom einzelnen Gläubigen bis in die Verwaltung”, sagt Woelki-Sprecher Heckeley.“ 13

Die Westdeutsche Zeitung nennt Zahlen: “Bis 2030 wird die Zahl der Priester, Pastoral- und Gemeindereferenten sowie Diakone von derzeit gut tausend auf 500 bis 600 sinken. „Wir möchten die Veränderungen gestalten und nicht nur passiv erleiden“, sagt der Kölner Generalvikar Markus Hofmann.” 14

Es wurden 2018 fünf Arbeitsfelder benannt, in der Berufene in Gruppen eingeteilt wurden und sich zur Bewältigung der anstehenden Veränderungen, Gedanken machten:

Diese Arbeitsfelder wurden mit hauptamtlich Tätigen des Erzbistums (aus Gemeinde, Leitung und Lehre), einigen Vertretern katholischer Sozialverbände und anderen berufenen Personen besetzt.
Die genaue Zusammensetzung der Teilnehmer kann unter diesem Link eingesehen werden: Personenverzeichnis_Arbeitsfelder_2019-09-02.pdf

Die 5 Arbeitsfelder haben ihre Arbeitsergebnisse an das Projektteam weitergegeben, dass dann wieder Entscheidungsvorlagen für das Lenkungsteam um Kardinal Woelki erarbeitete.

In verschiedenen Berufsfeldern (Religionslehrer, Kirchenmusiker etc.) wurden Befragungen durchgeführt.
In der Zeit von Ostern bis Pfingsten 2019 wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. 15 
Aus den Antworten wurden sogenannte Word-Clouds (Wort-Wolken) gebildet. Die Größe der Darstellung der Worte entspricht der Häufigkeit der Nennung bei den Antworten der Befragten.

So nehmen die Teilnehmer der Umfrage das Erzbistum Köln wahr (Status Quo):

„Der Status Quo wird durch die Teilnehmenden an der Umfrage an vielen Stellen kritisch gesehen, wie die Nennung von Begriffen wie „veraltet“, „starr“ oder „ängstlich“ zeigt. Rückmeldungen dieser Art waren in der Vergangenheit ein wichtiges Motiv, sich auf den Pastoralen Zukunftsweg zu begeben, und unter-mauern an dieser Stelle die Wichtigkeit der Veränderung.“ 16, betont das Erzbistum.

So wünschen sich die Teilnehmenden das Erzbistum Köln in Zukunft:

„Viele der genannten Punkte sind bereits Bestandteil der ‚Leitlinien des Pastoralen Zukunftswegs‘. Die Rückmeldungen bestätigen das Erzbistum Köln darin, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen“, heißt es in der Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse. 17

Im Anschluss an die Umfrage und den Ergebnissen aus den Arbeitsfeldern wurde eine ‚Zukunftsskizze 2030’18 erstellt.
„Die Zukunftsskizze möchte abbilden, was vielleicht 2030 mal Wirklichkeit wird“, beschreibt Vera Krause, Leiterin der zuständigen Diözesanstelle, das Ergebnis der einjährigen Beratungen. 19

Im Spätsommer 2019 fanden 3 Regionalforen (in Köln, Düsseldorf und Euskirchen) statt, zu denen man sich im Juli 2019 online anmelden konnte, sofern man sich über diese Möglichkeit im Vorfeld informiert hatte.

Bei diesen ganztägigen Veranstaltungen konnten alle Interessierten erste Ergebnisse der ‚Zielskizze 2030‘ mit den Mitgliedern der fünf Arbeitsfelder der Etappe diskutieren.

Die Kern-Inhalte der ‚Zielskizze 2030‘ sind in der obigen Grafik zuerst einmal ansprechend dargestellt. Zwar etwas chaotisch, wie eine Seite in einem Kinder-Wimmelbuch, aber dadurch auch voller Leichtigkeit und Buntheit.
Die Verlautbarungen des Erzbistum Kölns hören sich sehr vielversprechend an: den Gemeinden soll mehr Autonomie eingeräumt und den Ehrenamtlichen mehr Verantwortung ermöglichen werden. Außerdem sollen die Verwaltungsstrukturen entschlackt und der Gemeindebegriff erweitert werden.
D.h. entlastet werden sollen die Pfarreien und Kirchenvorstände durch die Auslagerung von operativen Verwaltungsaufgaben (Immobilien-Verwaltung an externe Immobilienverwaltung, Auslagerung der KiTa-Verwaltung an externen Träger, Auslagerung der Finanzbuchhaltung an Externe) – so sollen wirtschaftliche Risiken professioneller erkannt und abgefedert werden.20
Was es bedeutet, wenn alle Zahlungen über die Zentralrendantur laufen, können viele in unserer Gemeinde (leitender Pfarrer, Verwaltungsleiter, Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat) leidvoll berichten. Es bedeutet keine Kostenkontrolle zu haben. Nicht für die vergangenen Jahre und erst Recht nicht für das laufende Jahr, weil die Zahlen durch die Rendantur nicht weitergegeben werden.
Was es bedeutet, nicht über die eigenen Immobilien verfügen zu können, wird am Beispiel der Kirche St. Johannes Evangelist deutlich.

Warum sollte sich dieser Umgang bis 2030 verändern? Oder zeigt uns das Erzbistum nicht bereits jetzt, was mit ‚Entlastung‘ gemeint ist? Keine Autonomie, sondern ‚Leitung‘ durch die Verantwortlichen in der Bistumsleitung.

In seinem Fastenhirtenbrief 2020 mit dem Titel „Die Freude am Evangelium wiedergewinnen“ fasste Kardinal Woelki den Weg und die Aussichten des ‚pastoralen Zukunftsweges‘ zusammen.

In seinem Ausblick auf 2030 spricht er von deutlich größeren Pfarrei-Strukturen und einer allgemeinen Kostenentwicklung, die es unmöglich mache alle 1.200 Kirchen und Kapellen zu erhalten, und dies gelte genauso im Hinblick auf Pfarrheime und weitere Gebäude. 21

Was dies im Hinblick auf die Zukunft unseres Gemeindesaals (‚Jugendheim‘ genannt) bedeutet, wissen wir ja.

Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in Köln sagt, das „größte Manko des Zukunftsprozesses“ im Erzbistum sei, dass er „zurzeit nur ein sehr breites Beratungsforum für den Kardinal“ darstelle. Erst eine Kirche, „die nach innen volle Beteiligungsgerechtigkeit für alle ihre Mitglieder realisiert, wird nach außen hin die Gerechtigkeit Gottes verkündigen können“. Er verlangt, eine konsequente Beteiligung von Laien, einen „Dialog auf Augenhöhe“ und eine „demokratische Entscheidungskultur“.22

Gregor Stiels führt weiter aus:„Absolutistische monarchische Strukturen wirken in unserer Gesellschaft weltfremd und abstoßend. Eine Sexualmoral, die auf einem antiquierten Menschenbild beruht, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ignoriert, die Homosexualität als krankhaft und heilbar darstellt, wirkt in unserer Gesellschaft weltfremd und abstoßend. Und eine Institution, die wichtige Aufgaben, Tätigkeiten und Ämter Frauen vorenthält, weil sie Frauen sind, wirkt in unserer Gesellschaft weltfremd und abstoßend. Man jagt mit diesen Themen keinem Zeitgeist nach, wie man es von Kritikern des Synodalen Weges hört.“23

Schlußgedanken

Herzlichen Dank, dass Sie bis hierhin gelesen haben!
Warum mache ich Ihnen und mir diese Mühe?
Weil mein Eindruck im vergangenen Jahr war, dass diese beiden zukunftsweisenden Bewegungen zu wenig publik gemacht worden sind. Sie können Meilensteine für die Zukunft unserer katholischen Kirche sein.
Und die Möglichkeiten, der Mitgestaltung oder der Meinungsäußerung sind viel zu wenig öffentlich gemacht und genutzt worden. Ob dies aus Berechnung oder Betriebsblindheit erfolgt?

Beim ‚pastoralen Zukunftsweg‘ war eine Einflussmöglichkeit nicht wirklich gegeben, wie ja auch der Vorsitzende des Katholikenausschusses feststellt.

Auch beim ’synodalen Weg‘ sind die Einflussmöglichkeiten sehr gering. Denn die Bischöfe können alles ablehnen und sind zu nichts gezwungen.

Aber je länger wir unwissend sind oder uns zurücknehmen oder allein hoffen, dass alles ‚gut‘ wird, so lange sind wir meines Erachtens ein leichter Spielball.

Und ja, ich bin katholische Christin. Und ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten, dafür Sorge tragen, dass diese katholische Kirche sich weiter entwickelt.

Zuversicht geben mir dabei die Äußerungen der Vizepräsidentin des ZdK’s, des Vorsitzenden des Diözesanrats und der Vorsitzende des Katholikenausschusses, die Vertreterinnen von Maria 2.0, kritische Priester wie Thomas Frings oder Stefan Jürgens, die Unterzeichner des offenen Briefes des Weihejahrgangs 1967, Gleichgesinnte und Engagierte in unserer Gemeinde und, und, und…..

Ich kann nicht aufhören, die liebende und befreiende Botschaft Jesus zu glauben.
Ich hoffe, auf den Geist der befreit und Verkrustungen aufreißt.

Und ich glaube, dass es dabei auf jeden Einzelnen ankommt, der hofft und liebt und kämpft und verzeiht.

1) Laut Wikipedia ist das ZdK „das von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Organ, das die Kräfte des Laienapostolats (Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen der Laienvertretung und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft) koordiniert und das die apostolische Tätigkeit der Kirche fördern soll. Die Mitglieder des Zentralkomitees fassen ihre Entschlüsse in eigener Verantwortung und sind dabei von Beschlüssen anderer Gremien unabhängig.“

2,3,4) Publik Forum, Dez. 2019, S.36

5) Herder Korrespondenz, Februar 2020, S. 50 ‚Macht statt Herrschaft‘

6) www.synodalerweg.de/ihre-stimme-zum-synodalen-weg

7) www.synodalerweg.de/struktur-und-organisation/synodalversammlung/

8) https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2020-03/deutschland-synodaler-weg-corona-virus-zdk-baetzing-foren-kirche.html

9) www.kirche-und-leben.de/artikel/kardinal-woelki-uebt-heftige-kritik-an-synodalversammlung/

10) rp-online.de/kultur/kardinal-woelki-im-eigenen-bistum-in-der-kritik_aid-48734257

11) www.faz.net/aktuell/politik/inland/synodaler-weg-in-frankfurt-ueberschattet-von-kritik-aus-koeln-16612308.html

12) Vorwort der Broschüre ‚Gemeinsam nach Vorne gehen‘, die in der Bruder-Klaus-Kirche ausliegt.

13) aus Aachener Zeitung 26.3.2018

14) Westdeutsche Zeitung 7.9.2019

15) https://www.zukunftsweg.koeln/wordpress/wp-content/uploads/2019/07/Ergebnisbericht-Online-Umfrage.pdf

16) www.zukunftsweg.koeln/wordpress/wp-content/uploads/2019/07/Ergebnisbericht-Online-Umfrage.pdf

17) https://www.zukunftsweg.koeln/wordpress/wp-content/uploads/2019/07/Ergebnisbericht-Online-Umfrage.pdf

18) www.zukunftsweg.koeln/#zielskizze

19) Westdeutsche Zeitung 7.9.2019

20) www.zukunftsweg.koeln/#zielskizze

21) s.o. S.4-5

22) www.ksta.de/koeln/-weltfremd-und-abstossend–scharfe-kritik-an-situation-der-kirche-in-koeln-33743376

23) www.ksta.de/koeln/-weltfremd-und-abstossend–scharfe-kritik-an-situation-der-kirche-in-koeln-33743376

Posted in Artikel, pastoraler Zukunftsweg | Verschlagwortet mit: , | Leave a Comment »

Zentraler Kindergartenträger ?

Posted by Florian Seiffert - 8. Februar 2020

Erklärung.

Der pastorale Zukunftsweg des Erzbistums Köln sieht vor, dass die Gemeinden ihre Kindertagesstätten in die Hand eines zentralen Trägers geben.
Die Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt hat sehr schlechte Erfahrung mit kirchlicher Zentralisierung. Zentral-Rendanturen und zentrale Liegenschaftsverwaltung sind aus unserer Sicht desaströs. Wir fürchten bei einem zentralen Kindergartenträger auch nichts Gutes. Das Vertrauen in Versprechungen ist nicht mehr vorhanden.
Wenn die Kindergärten nicht mehr unsere sind, fällt die Unterstützung durch Gemeindemitglieder und Eltern weg, das Engagement leidet. Pastorale Arbeit ist personenbezogen. Sie wird unmöglich, wenn das Personal nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgesucht und eingesetzt wird und die Bindung an Kinder, Eltern und Hauptamtliche verloren geht. Baumaßnahmen liegen auch nicht mehr in unserer Hand. Personalauswahl auch nicht, das braucht es aber, wenn man mit Fingerspitzengefühl agieren möchte.
Kindergärten bilden einen Schwerpunkt unserer gemeindlichen Arbeit, sie sind für uns unverzichtbar. Nein, die Gemeinde will keine Kindertagesstätten in fremder Trägerschaft. Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und Mitarbeiter*innenVertretung wollen das auch nicht!

Der Pfarrgemeinderat hatte am 25.11.2019 bereits beschlossen

Kindertagesstätten und Familienzentrum sind ein wesentlicher Bestandteil der katholischen Pfarrgemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt. Gemäß ihrer Satzung und gemäß unseres Pastoralkonzepts setzen wir als Pfarrgemeinde einen pastoralen Schwerpunkt im familien- und generationenübergreifenden Dialog. Das heißt, die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern ist eng in die Arbeit der Pfarrgemeinde eingebunden. Um dies auch künftig auf gleichbleibend hohem Niveau zu gewährleisten, ist es aus Sicht des Pfarrgemeinderates unbedingt notwendig, die Kindertagessstätten in den heutigen Verwaltungsstrukturen zu belassen und sie nicht an einen externen Träger abzugeben.

Posted in Christen am Rhein, Kindergarten, pastoraler Zukunftsweg, PGR | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »