Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 20. März 2019

Gestern tagte der Lenkungskreises 2035 in St. Pius X 16:30h bis 18:55h. Ich berichte nach meinen Notizen:

St.Pius X.

St.Pius X.

Anwesend sind Vertreterinnen und Vertreter vom Pfarrgemeinderat (PGR), Kirchenvorstand (KV) vom Architekturbüro Duda und vom Erzbischöflichen Generalvikariat (eGV).

Ich berichte von dem Treffen am 13.02.2019 in St.Bruder Klaus. Pfarrer Cziba und Vertreterinnen von KV und PGR hatten sich mit der Aachener Wohnungsbaugesellschaft (‚Aachener‘) getroffen, da die ‚Aachener‘ Interesse an Gebäuden und Grundstücken rings um die Kirche St.Bruder Klaus gezeigt hatte. Dies steht in Zusammenhang mit dem Projekt 632 Wohnungen vom September 2018 und einem Anruf dazu bei Pfarrer Cziba von Kardinal Woelki im Nachgang seiner Visitation vom 07.01.2019.

Wir hatten am 13.02.2019 den beiden Vertretern der ‚Aachener‘ Kirche und Umgebung von St.Bruder Klaus gezeigt, auf den Denkmalschutz für Kirche (Nr. 8488 – eingetragen: 5. Februar 2001) und die ‚Begrünte Fortanlage mit Allee‘ (Nr. 638 – eingetragen: 1. Juli 1980) hingewiesen, ihnen erklärt, dass die kirchlich benötigten Räume in die Kirche umziehen sollen und dass die Bruder-Klaus Siedlung einen Versammlungsraum, nicht kleiner als 150 Plätze braucht, von dem es schön wäre, er würde in die Entwürfe der ‚Aachener‘ eingebaut. Zudem signalisieren wir Gesprächsbereitschaft, sind auch für schnelle Lösungen zu haben (was halt bei ‚Kirchens‘ schnell heißt) und warten jetzt auf einen Vorschlag seitens der ‚Aachener‘ (der nach meiner Kenntnis bis heute nicht vorliegt).

Wir diskutieren, ob das Engagement der Aachener Wohnungsbaugesellschaft (wenn es denn kommt) in unser Konzept passt. Ja, das tut es.

Ich lege die Zahlen unserer drei kirchlichen Bibliotheken aus der Deutschen Bibliotheksstatistik 2014-2017 vor. In einer Erklärung mache ich deutlich, dass wir drei lebendige Bibliotheken haben, die sehr fleißig sind. Das ist gut so und soll auch so bleiben. Die Schließung oder Zusammenfassung von Standorten hatten wir ja bewusst nicht ins Auge gefasst.

Wir gehen dann den Stand bei den einzelnen Standorten durch.

St.Bruder Klaus.
Wir haben nach dem Treffen mit der Aachener Wohnungsbaugesellschaft nichts mehr gehört, obwohl es doch schnell gehen sollte. Der KV wird Pfarrer Cziba bitten die ‚Aachener‘ anzurufen.

Wir diskutieren, ob die Pfarrei zukünftig einen Saal für die Siedlung betreiben soll, da klar ist, dass die Schließung des Pfarrheims die Bruder Klaus Siedlung hart treffen wird (man hörte einzelne Aussagen: Lieber die Kirche schließen, als das Pfarrheim!). Das eGV sagt: ein Saal für die Siedlung, der nicht von der Pfarrei benötigt wird, ist ganz klar nicht genehmigungsfähig. Das ist vielleicht das Hauptargument! Es ist egal, was wir wollen: Einen Saal für Sportler, Karnevalisten oder Siedler wird das eGV nicht genehmigen.

Herr Duda macht klar, dass unsere Idee, dass die ‚Aachener‘ einen Saal bauen soll, wenn sie schon das ‚Tafelsilber‘ bekommt nicht abwegig ist. Er könnte z.B. mit einer Umlage auf die Mieten als Versammlungsraum der neuen Wohnungen finanziert werden und bei Bedarf von Interessenten mietbar sein. Verantwortlich für den Saal (Putzen, Vermietung, …) wäre dann die ‚Aachener‘. Herr Duda sagt auch: Wir sollten uns mit dem Siedlerverein nochmal zusammensetzen. Gespräch ist besser, als EMail. Da hat er Recht.
Ich weise darauf hin, dass ein Knackpunkt war: Wir haben keine Zahlen, was die Pfarrheime pro Jahr an Miete, Strom, Wasser, Heizung und Reparaturen kosten. Von der Zentralrendantur bekommen wir die einfach nicht. Und ohne diese Zahlen wird es nicht gehen. Niemand kauft die ‚Katze im Sack‘.
Es bleibt aber offen, ob wir auf diese Weise einen Saal für St.Bruder Klaus erhalten oder neu gewinnen können. Klar ist, die Pfarrei wird keinen Saal mehr finanzieren können.
Wenn die ‚Aachener‘ sich auf einen Saal nicht einlässt, gibt es keinen. Es ist aber offen, ob die ‚Aachener‘ zum Zuge kommt. Andere Investitoren dürfen sehr gerne Vorschläge machen!
Vorschläge aus der Gemeindevertretung (GvO) oder dem Siedlerverein gab es bis heute nicht.

St.Pius X.
Das eGV hat auf Bitten der syrisch-orthodoxen Gemeinde einen weiteren Standort für eine neue Heimat vorgeschlagen. St.Salvator in Weidenpesch. Die syrisch-orthodoxe Gemeinde glaubt nicht so richtig mit den Architekten Schürmann zurecht zu kommen. Klar ist aber: Ohne diese Architekten geht es nicht, da deren Familie die Urheberrechte an St.Pius X. besitzt.
Andererseits gibt es bei St.Salvator auch Probleme, sagt das eGV. Die syrisch-orthodoxe Gemeinde ist dort wohl nicht so ganz begeistert aufgenommen worden, wie bei uns. Eine schnelle Lösung zeichnet sich also auch dort nicht ab. Der Vorsitzende der syrisch-orthodoxen Gemeinde hatte sich nochmal per EMail an den KV gewandt. Ein weiteres Treffen kam aber wegen eines Trauerfalles nicht zustande. Es ist wohl Zeit nochmal zu fragen: Was ist aus Sicht der syrisch-orthodoxe Gemeinde Stand der Dinge. Wo können wir helfen?
Es wundert mich auch, dass man uns die Machbarkeitsstudie (Geht der Umbau von St.Pius X. zu einem orthodoxem Gotteshaus) nicht beauftragen ließ, deren Kosten sich wohl eGV und wir geteilt hätten. Erst mit dieser Machbarkeitsstudie kann man doch eigentlich erst zuverlässig beurteilen, ob St.Pius X. durch den Umbau (mit den Architekten Schürmann!) eine neue Heimat für die syrisch-orthodoxe Gemeinde werden kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das mit der syrisch-orthodoxe Gemeinde klappt, scheint uns gering. Aber die Tür ist weiter offen. Wir überlegen jetzt, was wir an Alternativen haben. (Neue) Ideen sind gefragt.

Ein Vorschlag ist: aus dem Ensemble Wohnungen (z.B. betreutes Wohnen) zu machen, die dann den Kirchbau St.Pius X. finanzieren. Auch hier fehlen die Zahlen der Rendantur, was die Kirche an Unterhalt kostet und wie viel Geld wir brauchen, um die Kirche durch die Wohnungen zu finanzieren. Dazu muss die Rechtsabteilung sagen, ob eine Finanzierung so erlaubt ist, wie wir uns das denken.

Ich schlage ein Kolumbarium vor. Ein Vertreter des eGV sagt, ein Kolumbarium sei im Erzbistum noch nie genehmigt worden. Es gibt viele Vorschriften, die dem entgegenstehen.
(Es zeigt sich, dass die Regeln und Vorschriften der Kirche von Köln noch aus der Zeit der Fülle stammen und für den Mangel, den wir jetzt haben nicht geeignet sind! Wie sollen wir unsere Finanzen sanieren, wenn jede Menge Regeln das verzögern und verhindern?)

Eine kirchliche Verwendung für St.Pius X. wäre die schönste Lösung. Aber dem eGV sind z.Zt. keine Gemeinden mit Geld bekannt, die eine Kirche und Heimat suchen.

Wir überlegen bis zur nächsten Sitzung weitere Alternativen. Für Vorschläge aus den Gremien und der Gemeinde sind wir immer offen. EMail an florian@seiffert.net genügt.

St.Hubertus.
Wir geben Bauvoranfragen an die Stadt Köln auf den Weg. Wir klären damit, was für eine Art Bau uns an Stelle des Pfarr- und Jugendheimes erlaubt wird.
Die Stadt Köln hat einen Kindergarten an dieser Stelle eine Absage erteilt, da der Platz dafür nicht reicht. Evtl. lockert das die Bindung zu einer sozialen Komponente eines Neubaus, der ja im Bebauungsplan an dieser Stelle vorgesehen ist.
Klar ist aber: Wenn in St.Hubertus gebaut wird, dann als letztes in der Reihe. Erst muss ein Pfarrzentrum in St.Mariä Geburt fertig sein.

St. Johannes.
Auch hier geben wir Bauvoranfragen auf den Weg. Wir wollen die Bauhöhen klären. Was ist möglich, sollten wir einen Kindergarten neu bauen oder uns bauen lassen. Wie hoch darf ein Invesotr an Stelle der dann abgerissenen Kirche St.Johannes Ev. bauen?

Wir müssen den Kindergarten von drei auf vier Züge erweitern, da eine Gruppe von St.Mariä Geburt rüber kommt – die dem Pfarrzentrum weicht. Auch eine fünfzügige Einrichtung bekämen wir mit katholischen Kindern voll! (JA, bei Zukunft-heute hat uns das Erzbistum Köln nicht geglaubt, dass die Geburtenentwicklung in unserer Gemeinde anders verläuft, als insgesamt in Köln (trotz Zahlen, die wir vorgelegt haben)! Das ist jetzt das Resultat!)

Es wird diskutiert, wie und ob der Kindergarten erweitert oder neu gebaut oder von einem Investor für uns gebaut wird. Dabei: Kann man St.Johannes eV mit Grundstück verkaufen? Muss es verpachtet werden? Was da geht, erlaubt ist und genehmigungsfähig sein kann, muss die Rechtsabteilung klären. Auch: Darf der Erlös eines Grundstücksverkaufs oder auch Pacht in den Kindergarten gesteckt werden?

St.Mariä Geburt
Auch hier geben wir eine Bauvoranfrage auf den Weg. Nach den Gesprächen mit der Stadt soll geklärt werden, wie groß und welche Staffelung bei den Geschossen des geplanten Pfarrzentrums ist möglich und wo und wie können wir der Pflicht für Stellplätze nachkommen.

Wir erwähnen nochmal, dass unsere Finanzlage auch deshalb so prekär ist, weil wir von der Rendantur seit Jahren einfach keine brauchbaren Zahlen bekommen. Ein KV-Mitglied erinnert es an Karl Valentin: Der Buchbinder Wanninger. Mich erinnert es eher an Franz Kafka: Vor dem Gesetz..

Ich denke, wenn sich Kirche ändern soll, dann bitte auch bei der Bürokratie. Was brauchen Gemeinden von ihrem eGV? In meinen 36 Jahren PGR hat uns das das eGV noch nie gefragt!

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Zukunft von St.Pius X. – Update

Posted by Florian Seiffert - 24. Oktober 2018

Dreiecksgespräch

Dreiecksgespräch


Am 23.10.2018 trafen sich in St.Pius X. Vertreterinnen von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, zwei Vertreterinnen vom Generalvikariat, die drei Vorstandsmitglieder der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Köln und Frau und Herr Prof. Schürmann – Schwiegertochter und Sohn des Erbauers von St.Pius X., Prof. Joachim Schürmann.

Es geht um ein Kennenlernen und um die Klärung, können wir einen weiteren Schritt tun, hin zur Übernahme von St.Pius X. durch die syrisch-orthodoxen Christen.

Die syrisch-orthodoxe Gemeinde sucht eine neue Heimat. Das klappt mit St.Pius X. nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Da sind Pfarrsaalgröße (ca. 220 Plätze), Altarumbau, evtl. Taufsteinumbau, Beleuchtung in der Kirche, … . Dazu soll die neue Heimat nicht nur für 10 Jahre Heimat sein, sondern am besten bis zum jüngsten Gericht (es folgt eine kleine Debatte, wann das denn wohl sein könnte :-). Die Sicherung der Investition ist wichtig – man möchte nicht einen (vielleicht) fünf- oder sechsstelligen Betrag in die Gebäude investieren und nach ein paar Jahren wieder auf der Straße stehen und erneut suchen müssen.

Prof. Schürmann und Frau sind gerne bereit, St.Pius X. baulich weiterzuentwickeln und sich dazu mit uns allen auf den Weg zu machen. Es könnte ein Musterbeispiel des gegenseitigen Helfens zweier Glaubensgemeinschaften in der heutiger Zeit werden und ein Weitertragen alter Ideen aus den 60er-Jaren in die Zukunft auf hohem Niveau.

Das Generalvikariat (GV) macht deutlich, dass ein Verkauf von Kirche und Grundstück von St.Pius X. nicht genehmigungsfähig ist. Es geht aber eine langfristiger Vertrag über die Nutzung bzw. ein Erbpachtvertrag z.B. über 99 Jahre. Festgeschrieben werden müsste so etwas wie: Die Kirche mit Grundstück fiele bei Auflösung an unsere Gemeinde zurück, kein Bau z.B. eines Supermarkes oder Kinos etc. … Übernahme der Verantwortung für Dach und Fach durch die syrisch-orthodoxe Gemeinde.

Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PGR) machen deutlich, dass sie den Erhalt von St.Pius X. als Gottesdienstraum und als Kirchengebäude im Ort sehr gerne sehen. Eine (gelegentliche?) Mitnutzung der Kirche für katholische Messen würde uns freuen. Eine Mitnutzung des Pfarrsaals in der Woche wäre super. Wir werden alles tun, damit das Dreieck aus Architekten Schürmann, syrisch-orthodoxer Gemeinde und der Kirche von Köln (GV, KV, PGR) zu einer gute Lösung findet.

Prof. Schürmann und Frau werden die syrisch-orthodoxe Gemeinde ‚Am Kloster zum guten Hirten‘ besuchen und sich ein Bild machen von Kirchenraum, Altaraufbau, Beleuchtung etc. und beide Seiten möchten das heutige Kennenlernen vertiefen.
Die syrisch-orthodoxe Gemeinde wird zeitnah eine Liste der Bedarfe an Prof. Schürmann und Frau schicken. Welche Raumgrößen werden gebraucht, wie muss ein Altar aussehen, …
Der KV überlegt, ob eine Planungsgenehmigung beim GV beantragt werden kann, um Prof. Schürmann zu beauftragen, eine Planungsskizze aus den Bedarfen der syrisch-orthodoxe Gemeinde zu entwickeln, der die syrisch-orthodoxe Gemeinde (bzw. deren Priester oder Bischof) zustimmen und die bei der Denkmalschutzbehörde in Köln vorgelegt werden kann.

Dann können vielleicht die Rädchen so ineinander greifen, dass am Ende St.Pius X. umgebaut im Eigentum der syrisch-orthodoxen Gemeinde ist, das GV und der Denkmalschutz zugestimmt haben und auch Familie Schürmann als Urheber weiter Freude an diesem Kirchenbau und Denkmal hat.

Ich hatte nach dem ersten Besuch der Glaubensgeschwister der syrisch-orthodoxen Gemeinde am 13.5.2018 schon ein gutes Gefühl. Für das Gespräch heute war ich ein bisschen in Sorge.
Ich wusste einfach nicht, ob und wie sich syrisch-orthodoxe Gemeinde und die Architekten Schürmann aufeinander zu oder von einander weg bewegen würden.
Meine Sorgen wurden zerstreut, das Gespräch war geprägt von Freundlichkeit und dem Wunsch eine Lösung hinzubekommen. Klar wurde, dass es keine festen Rezepte geben kann. Wunschlisten können nicht vorgelegt und abgehakt werden. Wenn hier etwas „gekocht“ wird, muss das Rezept zusammen entwickelt werden. Ich denke aber, dass sich beide Seiten hier kompromissfähig und respektvoll gezeigt haben. Ich bin zuversichtlich, das ein Miteinander gelingen kann. Ich finde es großartig, wenn wir als katholischen Christen unseren aramäischen Geschwistern helfen können und dabei noch dadurch profitieren, dass die Kirche St.Pius X. ein Gotteshaus und für uns mitbenutzbar bleibt. Besser geht es doch garnicht!

Ein Fragezeichen bleibt der Denkmalschutz. Der war bisher noch nicht beteiligt. Es wäre wohl Auftrag des Architekten, die nötigen Schritte zur Klärung mit dem Denkmalschutz einzuleiten. Ich lerne, dass Denkmalschutz nicht nur das sichtbare Äußere betrifft, sondern auch die innere Logik des Gebäudes. Man will mit dem Denkmal auch zeigen, wie waren die Lebensumstände 1960 und wie baute man damals. Eine Fortentwicklung muss dem Rechnung tragen.

Ist damit St.Pius X. verkauft? Haben wir bald nur noch drei Kirchen in der Gemeinde?
NEIN! Es ist weiterhin alles Planung und Wunsch, noch ist nichts unter Dach und Fach. Es ist nichts unterschrieben und fest. Es kann auch noch anders kommen.
Auf dem Weg zur Abgabe von St.Pius X. sind wir EINEN SCHRITT weiter, aber der Weg ist noch lang und viele Schritte müssen folgen. Ich hoffe, wir gehen den Weg gemeinsam und geschwisterlich zu Ende, aber wir stehen immer noch am Anfang!

Wenn Sie den Weg mit begleiten möchten und Ideen haben, die allen Gemeindemitgliedern gefallen könnten (nicht nur einem Kirchort), dann überlegen Sie doch zur Kirchenvorstandswahl zu kandidieren! Frage nicht, was die Gemeinde für Dich tun kann, frage, was Du für die Gemeinde tun kannst! um mal Kennedy zu zitieren.

Florian Seiffert
Pfarrgemeinderat

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Zukunft von St.Pius X.?

Posted by Florian Seiffert - 13. Mai 2018

Fakten:
Landregen fällt. Es ist offenbar fruchtbarer Landregen. Denn es kommen vier sehr sympatische Vertreter der syrisch-orthodoxen Gemeinde zu einem fruchtbaren Kennenlernen. Vom Pfarrgemeinderat sind Pfarrer Cziba, Norbert Gröger, Michael Wirz, Hajo Bauer und ich da. Frau Dartmann vom Generalvikariat ist auch gekommen. Super.

Wir zeigen die Kirche St.Pius X., die Sakristei, das Pfarrbüro, den Keller, den Turm, das Pfarrheim. Pfarrer Cziba macht jede Tür auf, wenn gewünscht.

Die 420 Sitzplätze in der Kirche sind optimal. Das Pfarrheim ist für 400 Personen viel zu klein. Das Ensemble aus Kirche, Innenhof und Pfarrheim gefällt, aber der Turm? Kann der weg? (Wohl eher nicht.) Wir gehen einmal um das gesamte Gelände. Wo kann man hier parken? Kann man noch Parkplätze gewinnen? Können wir auch noch Gottesdienste feiern, wenn St.Pius X. syrisch-orthodox ist? (Ja!) Können wir noch Belegungszeiten im Pfarrheim bekommen? (Ja!)

Wir und die syrisch-orthodoxen Christen beantworten uns gegenseitig alle Fragen, so gut wir können. Nach fast zwei Stunden und einem Gruppenbild, sind wir fertig. Wir verabreden, dass wir die Höhe der Betriebskosten von St.Pius X. an die syrisch-orthodoxen Gemeinde mitteilen. Die syrisch-orthodoxen Gemeinde klärt, was in der Kirche verändert werden müsste und welche Größenordnung von Investitionskosten auf die syrisch-orthodoxen Gemeinde bei einer Übernahme zukämen. Wenn das alles passt, überlegen wir zusammen die nächsten Schritte, die dann sicher gemeinsam mit Architekten Joachim Schürmann gegangen werden.
Die Kollegen laden uns herzlich zu einem Gottesdienst- und Gegenbesuch in ihre jetzige Kirche in der Klosterstraße in Köln ein. Sehr gerne!

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Syrisch-orthodoxe- und römisch-katholische Christen.

Meinung:
Ich habe ein gutes Gefühl. Ich würde das Ensemble St.Pius X. für den symbolischen Preis von 1€ verkaufen. St.Pius X. wäre in guten Händen, würde weiter als Gottesdienstraum genutzt und wäre für uns nicht aus der Welt und somit auch nicht als geistliche Heimat verloren. Wir könnten nach Absprachen weiter Gottesdienste feiern. Auch mit Einladungen zu Pfarrfesten dürfen wir rechnen. Das alles ist hundertmal besser als Verfall oder Stilllegung. Ich sehe positiv in eine hoffentlich fruchtbare Zukunft.

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

Siehe auch:

Siehe auch noch:

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 6. Mai 2018

Konzept 2035Am Sonntag, 06.05.2018 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PRG), um zwei Stunden zusammen mit Architekt Thomas Duda über die weiteren Weichenstellungen bei Konzept 2035 zu beraten.
Vorausschickend sei nochmal betont, dass die Pfarrei St.Hubertus und Mariä Geburt z.Zt. mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt. Ein „weiter so“ mit fünf Kirchen und Pfarr- und Jugendheimen kann es nicht geben. Deshalb sind Veränderungen d.h. hier Schließungen unabweisbar notwendig. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, sind wir in zwei oder drei Jahren pleite – dann bestimmen nicht mehr wir, was geht und was nicht!

Es herrscht Einigkeit in der Versammlung von 21 Personen darüber, dass ein Kirchenneubau mit einem Pfarrzentrum an der S-Bahnstation vom Tisch ist. Es herrscht auch Einigkeit darüber, dass die Kirche St.Johannes Ev. jetzt zügig geschlossen und nicht mehr genutzt werden soll. Ziel ist der Verkauf oder der Abriss. Der Grund ist: Die Kosten für St.Johannes Ev. stehen bei den Ausgaben der Pfarrei auf Platz Eins.
Diskutiert und kontrovers beleuchtet wurde die Situation von St.Pius X. Mit Schmerzen herrschte Einigkeit, dass eine Abgabe oder eine Teilabgabe der Kirche an eine andere christliche Gemeinde noch die beste Lösung sei, wenn es am Standort St.Pius X. weiter Versammlungsmöglichkeit für Frauengemeinschaft, Senioren, etc. gibt. Vielleicht ergibt sich hier kurzfristig etwas. Schmerzhaft ist, dass das so kurzfristig kommt. Über die Schließung von St.Johannes Ev. reden wir seit drei Jahren – das war schmerzhaft, ist es jetzt aber nicht mehr. Bei St.Pius X. ist das verständlicherweise anders.
Diskutiert wurde auch über ein neues Gemeindezentrum an St.Hubertus oder St.Mariä Geburt. Das Pfarr- und Jugendheim Salvatorstraße in Stammheim ist nicht mehr zeitgemäß und sanierungsbedürftig. Das Pfarr- und Jugendheim in St.Hubertus ist nicht wärmeisoliert und nicht behindertengerecht, also auch nicht zeitgemäß. Eine gute Lösung ist ein neues Gemeindezentrum mit EINEM Pfarrbüro, mit großen und kleinen Versammlungsräumen, um z.B. Erstkommuniontage oder Firmtreffen durchführen zu können und mit Wohnungen für Hauptamtliche. St.Mariä Geburt liegt zentraler, als St.Hubertus, es ist z.B. mit dem Fahrrad von St.Bruder Klaus aus besser zu erreichen. Dies könnte für einen Standort St.Mariä Geburt sprechen. Das ist der Diskussionsstand – das ist kein Beschluss!
Betont wurde nochmal (und nochmal), dass es in St.Pius X., in St. Hubertus, in St.Mariä Geburt und in St.Bruder Klaus je einen Versammlungsraum mit der Möglichkeit „Kaffee zu kochen“ geben wird. (Als die Kindergärten Flittard 18 Monate das Pfarrheim in St.Hubertus belegten, blieb das Gemeindeleben auch nicht stehen, sondern der Raum in der alten Schule zeigte, dass man sich flexibel auch mit der Nutzung eines Raumes behelfen kann! [Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist – David Ben-Gurion]).

Damit ist die kurzfristige Perspektive: Schließung von St.Johannes Ev. Und die mittelfristige: Abgabe von St.Pius X.
Sollte das nicht gelingen, stehen zumindest die Schließungen von Versammlungsflächen, also Pfarr- und Jugendheime auf dem Programm – dies aber so, dass Gemeindeleben weiter möglich bleibt.

Wie geht es weiter: Ich werde den Pfarrkalender für 2018 auswerten. Wie ist die Belegung der Pfarr- und Jugendheime? Geht eine Reduzierung des Pfarrheim hin zu einem Raum!? Ich erwäge auch, eine Aktualisierung für das Konzept 2035 zu schreiben, um es an die aktuelle Diskussion anzupassen. Ulrich Koemm wird die Zahlen der letzten Jahre aus dem Haushalt schicken, damit wir diese veröffentlichen können, um den Gemeindemitgliedern den Sparzwang deutlich zu machen und vor Augen zu führen. KV und PGR schließen Versammlungsflächen nicht, weil es Spass macht (nein, es macht keinen Spass, wirklich nicht!) oder um Anordnungen des Erzbistums zu erfüllen, sondern wir sparen, weil wir sonst in zwei oder drei Jahren pleite sind!
Diskutiert wurde auch die Situation von St.Bruder Klaus. Die Kirche soll erhalten bleiben. Mit St.Hubertus und St.Mariä Geburt hätten wir dann zukünftig drei Kirchen in der Gemeinde.
Die Versammlungsflächen in St.Bruder Klaus sind besonders, weil sie auch von nicht kirchlichen Vereinen genutzt werden. Eine Lösung könnte hier sein: Abgabe an einen Trägerverein oder Einnahmen durch Mieten in der Höhe des Unterhalts zu erzielen.

Ideen, die auch genannt wurden:

  • Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern!
  • Zusammenarbeit mit dem Johanniterstift bei „Altenarbeit“.
  • Pfarrheime schließen, aber den Versammlungsraum hinter eine Abtrennung in die Kirche verlegen.
  • Einen Pfarrbus kaufen – der ist billiger, als fünf Kirchen!

Siehe auch:

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 11. März 2018

Konzept 2035Sonntag, 11.03.2018.

Heute ist nach der Messe um 09:30h ein Treffen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV). Wir wollen uns nach der PGR-Wahl 2017 gegenseitig kennenlernen und die neuen Fakten in unsere Strategie für die Gespräche mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat (EGV) für Projekt 2035 einbauen.

Neue Fakten?
Ja! Bisher war es mehr oder weniger Vermutung, seit letzter Woche ist es Gewissheit. Die Gemeinde St.Hubertus und Mariä Geburt macht Miese. Etwa 100 bis 200 Tausend Euro pro Jahr. Durch diese Verluste schmelzen wir unsere Reserven, das Geld auf der Hohen Kante ab. Wenn wir nichts ändern, sind wir in drei bis vier Jahren im Minus, also pleite. Sehr wahrscheinlich – nein, mit Gewissheit!, wird dann das EGV unseren Haushalt „In Ordnung“ bringen. D.h. es wird dafür sorgen, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.
Woher kommt es, dass wir mehr ausgeben, als wir einnehmen? Die Kirche von Köln bezuschusst unsere Gemeinde aus Kirchensteuermitteln mit einem (mir unbekannten) Betrag für jede Katholikin und jeden Katholik, die oder der in unserer Gemeinde wohnt. Dazu kommen Einnahmen aus Pacht und Zinsen, von denen wir einen Teil behalten dürfen. Während diese Einnahmen über die Jahre eher konstant sind oder leicht abnehmen, sind die Kosten für Personal und Reparaturen ständig angestiegen. Da wir die Jahresabschlüsse unseres Haushalts von 2009 bis 2015 erst in der letzten Woche vom EGV bekommen haben, ist auch jetzt erst klar, wie hoch der Zwang zum Sparen ganz genau ist. Wie gesagt, bisher war es Vermutung, jetzt wissen wir es schwarz auf weiß.

Wie können wir sparen? Und zwar nicht nur ein bisschen! Wie spart man 200.000,- Euro im Jahr?
Es müssen die Pfarrheime und Kirchen geschlossen oder abgegeben werden, die hohe Unterhalts- und Reparaturkosten verursachen. Das ist schmerzhaft, denn an keiner Kirche wollen Menschen auf ihr Gotteshaus oder auf Versammlungsflächen verzichten.

Nach Diskussion mit KV und PGR ist heute folgendes Konsens:

  • St.Johannes Evangelist wird so schnell es möglich ist, d.h. so schnell es das EGV möglich macht, geschlossen oder abgegeben.
  • An jeder Kirche der Gemeinde soll es weiter einen oder zwei Räume geben, wo man sich nach der Messe treffen und Kaffee trinken kann, wo sich Jugendgruppen treffen können oder wo eine Agape möglich ist.

Heiß diskutiert wird die Notwendigkeit ein zentrales Zentrum zu bauen. Dort wäre das Pfarrbüro angesiedelt, evtl. Priesterwohnung(en), vielleicht auch mit Versammlungsräumen. Diskutiert wird auch eine Zusammenarbeit mit den evangelischen Schwestern und Brüdern. Kann man Kirchenräume oder Versammlungsflächen gemeinsam finanzieren und betreiben? Ist es nicht schlauer, ein Zentrum an einer der Kirchen zu betreiben und zu erhalten? Warum müssen wir auf „die Wiese“ gehen, wenn man „bei den Menschen“ bleiben kann? Kann man nicht einen Teil einer Kirche als Café und Versammlungsraum nutzen? Bespiele dafür gibt es – es geht also.
Ich persönlich finde ein zentrales Zentrum, ein modulares Gebäude mit flexiblen Möglichkeiten und Provisorien eine gute Idee. Man muss halt schauen, was die zukünftigen Christinnen und Christen annehmen, was sie brauchen und was sie mit Ideen und Leben füllen.

Eine Option haben wir – für die ich aber sicher nicht bin. Wir könnten abwarten und nichts tun. Wir warten einfach, bis wir pleite sind und das EGV uns das Heft des Handelns aus der Hand nimmt. Das hat den Vorteil, dass wir in den Gremien „nichts schuld“ sind. Niemand kann beim Aldi oder beim Edeka auf uns PGR- oder KV-Mitglieder zukommen und uns beschimpfen: Was habt ihr denn da für einen Bockmist gebaut? Warum wird St.Dingens geschlossen und abgerissen? Und wir könnten sagen: Wir waren auch dagegen, aber das (böse) EGV hat das so beschlossen!
Mehr Rückgrat braucht man, wenn man sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lässt, das Tun und die Ziele des Handelns selbst bestimmt und, wie ich finde, seine Pflicht und Verpflichtung erfüllt und jetzt schon überlegt, wie wir einen ausgeglichenen Haushalt erreichen bei gleichzeitig einem weiter (möglichst) blühendem Gemeindeleben.

Der nächste Schritt wird sein, St.Johannes Ev. zu schließen oder abzugeben, vielleicht abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. Oder dort evtl. ein Gemeindezentrum zu errichten? Wenn das gestemmt ist, wird die nächste Frage sein, was mit St.Pius X. ist. Das Ensemble ist von dem Architekten Schürmann gebaut und darf ohne sein Zustimmung nicht verändert werden. Damit ist nur eine Nutzung als Gottesdienstraum oder Abriss möglich. Es stehen aber teure Erhaltungsarbeiten an, die wir vielleicht gezwungen sind einzusparen. Auf uns zu kommt auch recht bald: Was machen wir mit den Pfarrheimen in St.Mariä Geburt, was mit dem in St.Hubertus? Alternativen sind: Abreißen und durch Gebäude ersetzen, wo behindertengerechte Versammlungsmöglichkeiten mit Küche und Toiletten bestehen und wo Mietwohnungen das Gebäude finanzieren.

Noch ist nicht alles fest und beschlossen. Aber es ist auch nicht mit (Finanzierungs)Wundern zu rechnen. Schließungen werden kommen. Die Mitglieder von PGR und KV versuchen das Beste für eine bunte und lebendige Gemeinde hinzubekommen. Es wäre schön, wenn Sie uns mit Zuspruch und Verständnis unterstützen. Oder mit Ideen, die auch die Gemeindemitglieder an den anderen Kirchorten der Gemeinde unterstützen können, die umsetzbar sind, die das EGV genehmigen kann und die Ausgaben einsparen helfen.
Wenn Sie in dem spannenden Prozess mit Ideen, Tat und Rat helfen wollen: Im November sind Kirchenvorstandswahlen. Lassen Sie sich wählen und Sie sind in der ersten Reihe mit dabei!

Florian Seiffert, PGR

Siehe auch:

Aktualisierung 12.03.2018.
Bruno schreibt mir: … Alle Kirchen in unserer Gemeinde bis auf St. Johannes Ev. stehen auf der offiziellen Dankmalschutzliste – also auch St. Pius X. (seit 2001). Das bedeutet nicht nur, dass ein Abriss nicht in Frage kommt, sondern auch, dass man verpflichtet ist, es instand zu halten. Für Änderungen ist nicht nur die Erlaubnis des Architekten bzw. seiner Nachfahren erforderlich, sondern auch die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. …

Ich schaue gleich mal nach, was für Überraschungen die Liste sonst noch so birgt:
Suche in der Denkmalliste …

Toll. Und jetzt?
Ich glaube das kommt auf die Frageliste für Kardinal Woelki. Er kommt uns ja im Januar 2019 besuchen.

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Konzept 2035 – Gespräch im Generalvikariat

Posted by Florian Seiffert - 22. September 2016

Konzept 2035
Heute um 13:30h hatte das Generalvikariat (GV) die Gremienvertreter unserer Gemeinde zu einem Gespräch zum Konzept 2035 gebeten.
Das GV war vertreten durch Msg. Markus Bosbach, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Er hatte drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgebracht.
Wir waren eine kleine Delegation, angeführt von Dechant Michael Cziba (PGR, KV). Dabei waren Ulrich Koemm (KV), Christoph Schmitz (KV), Andreas Schmeichel (PGR) und ich (PGR).

Ulrich Koemm stellte unser Konzept nochmal vor und fasste klug zusammen. Schriftlich lag es dem GV ja schon länger vor. Msg. Bosbach stelle die verschiedenen Aspekte, wie Pastoral, Finanzen in den größeren Zusammenhang der Entwicklung des Erzbistums.

In offener Atmosphäre diskutierten wir dann die Inhalte und beantworteten Fragen. Frau Bollenbeck sagte, es könne schwierig werden das geplante Grundstück von der Stadt Köln zu bekommen und eine besonders schöne Stelle sei das da zwischen B8 und Eisenbahn auch nicht. Ja, aber es ist zentral und verkehrsgünstig gelegen! Und z.Zt. gibt es keine schönere oder zentralere Alternative, die alle Vorteile dieses Standortes bietet.
Das Gespräch kam mir ein bisschen wie eine Prüfung vor. Habt ihr daran gedacht?, habt ich euch dazu Gedanken gemacht? Was sagen die Kritiker(innen)? Was ist mit den Jungen, den Alten, was ist mit den jetzigen Versammlungsräumen, was braucht man noch wo vor Ort? Wie haben Sie das Konzept in die Gemeinden kommuniziert? Gibt es Rückmeldungen von Fernstehenden?

Ich glaube, wir konnten die Fragen, die zu beantworten waren gut beantworten und ich glaube, es ist uns gut gelungen ein bisschen Aufbruchsstimmung und Begeisterung rüber zu bringen.
Zentral ist vielleicht, dass unser Konzept modular ist, es scheitert nicht, wenn der Standort an der S-Bahn nicht zu bekommen ist. Wir kennen nicht heute schon alle Antworten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir Probleme lösen können und uns gemeinsam auf den Weg machen wollen.

Als Ulrich Koemm das Treffen (sehr geschickt) zusammenfasste: Wir nehmen mit in die Gemeinde, dass wir den im Konzept geschilderten Weg mit dem GV weiter gehen werden, kam von Msg. Bosbach kein Widerspruch.
Es ist klar, dass dies keine Genehmigung im engeren Sinne ist, aber es ist schon mal ermutigend, dass wir nicht gegen ein striktes Nein gelaufen sind!
Das GV wird PGR und KV nun bis November einen Brief schreiben und Vorschläge machen, welche Schritte nun wie möglich sein könnten. Evtl. braucht es dann noch ein Treffen, evtl. kann man auch schon kleinere Schritte sofort in Angriff nehmen.

Ich war froh und erleichtert nach den Treffen. Ich denke, wir können weiter gehen!

Florian Seiffert, Pfarrgemeinderat
22.09.2016

PS :-)
PGR = Pfarrgemeinderat
KV = Kirchenvorstand
GV = Erzbischöfliches Generalvikariat

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Der Pfarrgemeinderat berichtet: Kommentare zum Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 28. Januar 2016

UpDate 01.04.2016:

Konzept 2035Der Papst twittert heute:

Als Christen dürfen wir uns nicht in uns verschließen, sondern müssen offen sein vor den anderen und für die anderen.

Der Pfarrgemeinderat (PGR) und der Kirchenvorstand (KV) haben eingeladen, das Konzept 2035 (Konzept für die künftige Gemeindestruktur) zu Lesen, zu diskutieren und es in weiteren Schritten auszubauen und zu verbessern.
Auf dem Neujahrsempfang der Pfarrei ist dies am 1.1.2016 geschehen, ebenso wie auf den Neujahrsempfängen der ‚Kirchtürme‘ in Flittard und Stammheim.

Damit Anregungen, Vorschläge, Kritik, Meinungen zu dem Konzept 2035 nicht verloren oder unter gehen, lade ich alle Menschen ein, ihre Kommentare an mich weiter zu leiten. Ich sammle sie und veröffentliche sie hier in diesem Posting. Wahrscheinlich wird der gemeinsame Ausschuss von PGR und KV, der das Konzept erstellt hat sich dann dieser Kommentare annehmen. Jedenfalls halte ich das für eine gute Idee, es ist aber in dem Ausschuss noch nicht besprochen.

In der Vollversammlung des PGR gestern wurde besprochen, dass wir noch Diskussionsmöglichkeiten zu dem Konzept anbieten. Wahrscheinlich bis zum Sommer 2016. Auch da können Sie noch ihre Ideen einbringen und Lob, Kritik etc. äußern.

Im Protokoll des PGR von gestern wird stehen:

Damit wir die Menschen ernst nehmen und nichts verloren geht sammelt Florian Seiffert alle Kommentare, Meinungen, Hinweise, Anmerkungem zum Konzept 2035. Schreiben Sie bitte eine EMail an florian@seiffert.net oder geben Sie einen Briefumschlag adressiert an Florian Seiffert im Pfarrbüro St.Hubertus ab, den sich Florian Seiffert dann in der Sakristei abholen kommt. (Oder schreiben Sie an Florian Seiffert, Werthstr. 4, 53332 Bornheim).

Florian Seiffert, 28.01.2016

Bis jetzt ist bei mir angekommen:

  • … bemängelte, dass sich nicht alle Altersgruppen in dem Konzept wider finden. Es ist wichtig Jung und Alt mitzunehmen. Damit es gelingt, sollten sich alle Altersklassen wieder finden.
  • … regte an, über die Gründung einer Stiftung zur Erhaltung der Pfarrheime nachzudenken. Mittels eines Briefes an alle Gemeindemitglieder solle die Spendenbereitschaft abgefragt werden.
  • … regte an, für den Bau des neuen Gemeindezentrums auch das Gelände am Haferkamp zwischen Stammheim und Flittard in Betracht zu ziehen.
  • Pfarrer Michael Cziba beruhigte die erregten Gemüter mit der Aussage, dass an den verbleibenden Kirchtürmen auf alle Fälle Räumlichkeiten erhalten oder wieder geschaffen werden, die kleineren Gruppen weiterhin ein Treffen vor Ort ermöglicht. Sollte also ein Pfarrheim aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgerissen werden müssen, könne beispielsweise im Erdgeschoss eines dort neu entstehenden Wohnhauses eine Wohnung mit „veränderbaren“ Wänden für diese Zwecke entstehen.
  • … regte an, Kontakt mit Winfried Kissel, dem Pfarrer von Rösrath, aufzunehmen, der offensichtlich ein neues Gemeindezentrum für seine 3 „Altgemeinden“ gegen den Willen vieler Gemeindemitglieder geschaffen hat. Das Resultat und die Resonanz bei den verantwortlichen Gremien lohne sich einmal vor Ort zu betrachten und heutige Meinungen zu dem Projekt zu hören.
  • Es ist eine interessante Idee und einige gute Überlegungen. Manches freut mich (Schließung Pfarrheim Mariä Geburt) und anderes halt nicht (Schließung Pfarrheim und Kirche Pius). Aber die Gründe sind verständlich und nachvollziehbar. Den gewählten neutralen Standort an der S-Bahn finde ich prima. Das hätte eine ähnliche Aushängeschildwirkung wie St. Johannes. Man könnte ihn evtl. nur noch toppen durch eine Bebauung des Ackers zwischen Flittard und Stammheim sprich neben Familie W. Aber das dürfte nicht so einfach sein und für viele wieder eine Bevorzugung/Benachteiligung bedeuten.
  • Von der Oberministrantenrunde gibt es mündlich eine positive Meldung. Eine schriftliche ist anegkündigt.
  • 10.3.2016: … soeben habe ich das ganze Konzept 2035 gelesen. Ich finde es sehr interessant, informativ und auch innovativ. Die Idee eines neuen Pfarrzentrums ist sehr nachvollziehbar dargestellt. Ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt
  • 16.3.2016. Aus dem Protokoll der Oberministrantinnenrunde zum Konzept 2035:
    Christliche Asylanten alleine als Mieter ist nicht OK, Andersgläubige in „kirchlichen“
    Wohnungen wohnen zu lassen könnte auch den Dialog fördern; Sozialwohnungen sind
    grundsätzlich eine gute Idee,
    Vorschlag: Gästezimmer im Zentrum zur Vermietung an Pilger;
    Das Konzept ist grundsätzlich eine gute Lösung: Es sollte im Blick bleiben: was
    braucht die Gemeinde, was ist machbar;
    Die langsame Entwicklung des Konzepts (Zeitplan) hilft auch, dass sich die Menschen
    auf andere Wege einstellen können.`
    Aufwändig: die Leute die vorher zu Fuß zur Kirche gegangen sind haben es zum
    Gemeindezentrum (Pfarrbüro) viel weiter;
    Die Sorge wird geäußert, dass die Gemeindearbeit unter der Entfernung leiden könnte.
    Wird es einen Versammlungsraum geben, der groß genug ist für die ganze Gemeinde?
    Könnte der neue Kirchenraum auch für Gemeindeversammlungen genutzt werden?
    Es sollte in dem neuen Zentrum neben einem großen Raum auch viele kleinere Räume
    für Gruppierungen geben.
    Man sollte sich was überlegen, wie man dann alte Menschen zur Kirche bekommt
    (Fahrdienst?) – wenn dann die alten Leute noch in der Messe fehlen, steht der Pfarrer
    irgendwann alleine da.
    S-Bahn als Bauplatz ist von BKS gut zu erreichen
    Wichtig: Es soll Räume weiterhin vor Ort geben, in denen sich die Ortsangehörigen
    (Gruppen) treffen können.
    Bedenken: Kleine Räume innerhalb eines Neubaus vor Ort (mit Wohnungen zur
    Vermietung darüber) können vielleicht „Kirche“ verdrängen und nicht mehr so
    deutlich machen, dass dort eine kirchliche Gruppierung unterwegs ist (wie z.B. die
    Jugendheime).
    Das Gemeindeleben vor Ort könnte weniger werden, wenn man ein großes
    Gemeindezentrum hat und vieles dort stattfinden lässt.
    Ein gemeinsames Gemeindezentrum könnte eine Chance sein, dass die jetzige
    Gemeinde mit 5 Ortskirchen enger zusammenwachsen kann (ein Pfarrfest für alle?).
  • 30.03.2016:
    Konzept für eine künftige Gemeindestruktur 2035
    Einige Gedanken dazu von Maria Wermter –

    Zunächst möchte ich den Verfassern des Konzeptes danken, da steckt viel Arbeit drin. Dass es nicht einfach immer soweiter gehen kann, ist klar, einerseits weil 4 Pfarreien zusammen gelegt wurden und so manches doppelt da ist andererseits wegen sinkender aktiver Teilnahme der ohnehin sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder.

    Aber ich meine, wir sollten das Zusammenwachsen nicht überbewerten.Wichtig ist die Gemeinde vor Ort im Sinne von kleinen christlichen Gemeinschaften, wo man sich kennt und kennen lernen kann, wo man auch noch aufeinander achtet und Anteil nimmt, wie es z.B. in der BKS noch gegeben ist.
    In anderen Bereichen z.B. Seniorenarbeit oder Sport geht der Trend zu ortsnahen Netzwerken, gefragt ist Nahversorgung und nicht nicht Zentrum, das man nur mit Auto und Bus erreichen kann. Es gibt zu viele, die das nicht können. Wir haben dieses nahe Netzwerk mit Kirchen und Sozialräumen, sollen wir es wirklich auflösen?
    Ich erlebe, dass z.B. Seniorennetzwerke und Sportgruppen händeringend noch bezahlbaren Räumen suchen, manchmal stellt die GAG einen Gemeinschaftsraum zur Verfügung (in Stammheim) manchmal ein Seniorenheim oder eben eine Kirchengemeinde. Letzteres fiele jetzt evtl. weg, wodurch die Suche noch schwieriger würde. Wäre es nicht auch für uns als Kirchengemeinde von Vorteil oder eine Aufgabe, diese Gruppen zu unterstützen und sich so stärker in der Gesellschaft zu vernetzen.
    Freilich wäre er erforderlich, das Problem von Gemeinschaftsräumen auf höherer Ebene, Stadt oder Diözese, zu lösen, indem sich mal Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Seniorennetzwerke, Sportvereine etc. zusammen tun. Dass die Kirche keinen Gemeindesaal mehr finanzieren und stattdessen bei anderen Unterschlupf suchen will, denen es vielleicht finanziell auch nicht gut geht, ist nicht ohne weiteres zu verstehen.
    5 Kirchen, von der Besucherzahl her gesehen, sind viel, wenn von denen noch welche marode sind, bleibt wohl tatsächlich nur die Aufgabe, aber es trifft sich unglücklich, dass a) die neuen Kirchen verschwinden würden, die uns viel leicht mehr ansprechen, und b) die Kirchen und Pfarrheime gerade in den großen neueren Wohngebieten verschwinden, in Flittard z.B., wo auch schon die evangelische Kirche weg ist, da ist dann nichts mehr, muss das sein? Da wäre mal Ökumene gefragt: Kirchen und Pfarrheime gemeinsam nutzen? Gemeinsam planen, wo welche Kirche aufgegeben wird?

    Zum geplanten neuen Gemeindezentrum habe ich zuerst die Frage, ob bei der Stadt geklärt ist, ob das Grundstück in dem vorgesehenen Zeitrahmen überhaupt zur Verfügung steht?
    Im übrigen ist die Bezeichnung „verkehrstechnischer Knotenpunkt“ etwas euphemistisch. Die S.Bahn-Station liegt so einsam und isoliert, dass man sie bei Dunkelheit am liebsten nicht mehr betreten möchte. Ein Vorteil sind die 3 Bus-Linien, mit denen man die Gebiete der Pfarrgemeinde erreichen kann, aber auch die Haltestellen liegen isoliert, abgetrennt durch 2 Hauptverkehrsstraßen. Da können sich einsame Haltestellen und Pfarrzentrum wenigstens Gesellschaft leisten. Gibt es irgendwo in der Diözese schon ein Modell für so eine einsame Lage? Ich fürchte, die Randlage außerhalb der Sicht- und Hörweite der Gemeindemitglieder wird eher ein Symbol dafür, dass Kirche und Religion aus der Mitte des Lebens der Menschen entschwindet als dass dort eine neuer Aufbruch gelingt. Der hängt eher davon ab, was darin statt findet.
    Wohnungen dort für Migranten wären eher das Gegenteil von Integration.
    Was spricht dagegen, das Gemeindezentrum auf dem Platz von St. Johannes zu bauen?
    Was das soziale Engagement der Gemeinde betrifft, wäre zu überlegen, ob an einem der aufzugebenden Kirchorte, z.B. St. Pius, eine Mehrgenerationen-Wohnanlage gebaut werden könnte.

    Mich persönlich betrifft die Vision 35 voraussichtlich nicht mehr, aber ich hoffe, dass die jüngeren Generationen ihren Weg finden, Gemeinde zu leben.

  • 29.03.2016
    Hallo zusammen,

    die Idee eines gemeinsamen Pfarrzentrums hört sich im ersten Augenblick
    sehr interessant an. Ich stelle mir hierzu jedoch eine Frage:

    Was ist ein Pfarrzentrum „draußen auf der grünen Wiese“ wert?

    Ich persönlich bin der Meinung, ein Gemeindehaus, ein Pfarrheim gehört
    „mitten ins Dorf“, bzw. sollte Ortsmittelpunkt sein. Denn dort spielt
    sich das Leben der Gemeinde ab. Natürlich muss sich eine Pfarrgemeinde
    auch den drängensten Zukunftsfragen stellen. Natürlich besteht unsere
    Gemeinde aus St. Hubertus, St. Pius X, St. Mariä Geburt, St. Johannes
    Ev. und St. Bruder-Klaus. Und genau so natürlich ist es wichtig, eine
    Gemeinde (auch finanziell) zukunftsfähig zu machen. Aber will man
    wirklich das glücklicherweise noch sehr lebendige Gemeindeleben „aufdie
    grüne Wiese“ auslagern?

    Mit freundlichen Grüßen
    Mike Paunovich

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