Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

In memoriam – Pfarrer Carl Siebels

Posted by Florian Seiffert - 6. Oktober 2013

Heinz-Josef Longerich mailt:

In memoriam
Pfarrer Carl Siebels
Erinnerungen an den ersten Pfarrer von St. Pius X. anlässlich des 100-jährigen Geburtstages

Von Heinz-Josef Longerich

In diesem Jahr jährt sich der 100. Geburtstag von Pfarrer Carl Siebels. Ich nehme dies zum Anlass, um an den ersten Pfarrer der Pfarrgemeinde von St. Pius X. zu erinnern. 1958 siedelten wir auf die „Schääl Sick“ nach Flittard. Zu dieser Zeit war Carl Siebels Kaplan an St. Hubertus, wo ich das Ministrieren erlernt habe. Für mich bleibt es eine unvergessene Erinnerung 1960 den „Ersten Spatenstich“ der neu zu errichtenden Pfarrkirche von St. Pius X. aktiv miterlebt zu haben. (s.Foto)

„Ersten Spatenstich“

„Ersten Spatenstich“ Foto: H.-J.Longerich


Beim „Ersten Spatenstich“ dabei gewesen zu sein, hat für mich eine tiefe Bedeutung und erklärt die bis heute tiefe Verbundenheit zur Gemeinde von St.Pius X. Auch die Grundsteinlegung (s. Foto) und feierliche Konsekrierung des Altares und der Kirche durch Weihbischof Joseph Ferche bleibt ein prägendes Erlebnis. Im Bereich der heutigen Bestuhlung war ein aus Sägemehl aufgebrachtes Andreaskreuz, in das der Bischof mit seinem Hirtenstab das griechische und lateinische Alphabet schrieb.
Carl Siebels

Carl Siebels


Schon bald nach Fertigstellung war eine ansehnliche Ministrantengruppe herangewachsen, die von Carl Siebels im heutigen Ankleideraum der Messdiener betreut und ausgebildet wurden. Dies war notwendig, nicht zuletzt durch die Vermittlung der lateinischen Sprache und den vielfältigen Aufgaben, die in der damaligen vorkonziliaren Zeit erbracht werden mussten. So habe ich damals durch Unterstützung von Carl Siebels im Rahmen der Schulmesse vorbeten dürfen, wobei – bedingt durch die bis zum Konzil geübte Praxis der lateinischen Sprache im Gottesdienst – die wesentlichen Texte, wie die einzelnen Perikopen (Lesung, Evangelium etc.) synchron vorgebetet wurden.
Wöchentlich trafen sich Karl-Heinz Kloock und Elmar Steenbock und ich uns zur „Christophorus-Runde“, die von Pfarrer Siebels geleitet wurde. In guter Erinnerung bleiben die Ferienaufenthalte mit ihm im Winter im Eifeldörfchen Wimbach nahe Adenau, wobei seine „Fahrkünste“ mir in guter Erinnerung sind. Täglich zelebrierte er die Messe und ich ministrierte. Die Abende verbrachten wir beim Rommeespielen.
Seinem Verdienst und Einsatz verdanke ich die Möglichkeit, als erster Kommunionhelfer in St. Pius X. seit 1975 tätig sein zu dürfen.
Sicher wäre er erfreut zu wissen, dass ich später die „missio canonica“ erhalten habe und viele Jahre in der Katho-lischen Krankenhaus-Seel-sorge ehrenamtlich tätig gewesen bin. Persönlich Abschied nehmen konnte ich in den Tagen seiner schweren Erkrankung, wo ich ihm oft bei den Mahlzeiten im St. Josef-Krankenhaus in Lev.-Wiesdorf behilflich war, da durch mehrere Schlaganfälle sein rechter Arm unbeweglich war. Am Sterbebett im Leverkusener Krankenhaus St. Josef verbrachte ich mit Carl Friedrichs, dem ersten Küster und Organisten von St. Pius X., seine letzten Stunden. So verstarb er hier im Alter von nur 62 Jahren. Unvergessen bleibt mir, dass ich unmittelbar vor seinem Tod seine Stola aus der Sakristei holte, mit der Pfarrer Siebels in seinen priesterlichen Paramenten eingekleidet wurde. Erhalten wir dem ersten Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Pius X. ein würdiges Andenken. – RIP –

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